Ich wollte einem Monster das Herz stehlen, nur um am Ende mein eigenes zu riskieren.
Mit der Macht seines berüchtigten Seeungeheuers hat der Imperator von Laurentia nahezu die gesamte Götterbucht unterworfen. Nun schickt er seine Bestie in die Heimat von Prinzessin Andromeda, um diese zu zerstören und zur Kapitulation zu zwingen. Als das göttliche Orakel verkündet, dass nur das Opfer der Prinzessin Tessalien retten könnte, zögert sie nicht. Im Morgengrauen wird Andromeda an einen Felsen im Meer gekettet und stellt sich dem Ungeheuer, das aus den Fluten steigt.
Nur um nicht den erwarteten Tod zu finden. Stattdessen wird sie entführt.
Denn das Monster verfolgt eigene Pläne – und diese beginnen mit ihr.
Gefangen im Palast der Bestie, zwischen Pflicht, Verrat und verbotenen Gefühlen steht Andromeda vor der Frage: Was ist sie bereit zu opfern – ihr Herz oder ihr Reich?
Ein episches Greek-Retelling von SPIEGEL-Bestsellerautorin Lara Große
Ich mag Neu-Interpretationen von Mythologien, Märchen und Co, wenn sie interessant, überraschend und mit einem neuen Schwerpunkt gut umgesetzt sind.
Eine Andromeda-Neu-Erzählung hatte ich vorher noch nicht ...
Ich mag Neu-Interpretationen von Mythologien, Märchen und Co, wenn sie interessant, überraschend und mit einem neuen Schwerpunkt gut umgesetzt sind.
Eine Andromeda-Neu-Erzählung hatte ich vorher noch nicht gelesen und war deshalb besonders neugierig auf dieses Buch.
Die Welt, die sich die Autorin Lara Große ausgedacht hat, ist nah an den bekannten, überlieferten Elementen des antiken Griechenlands orientiert, bietet aber auf jeden Fall auch genug eigene Fantasy-Elemente, eine für mich gelungene Mischung.
Andromeda wird hier auch an die Felsen gekettet, aber dann von dem Seemonster in sein Reich, sein Imperium verschleppt.
Keto ist als General des Imperiums der männliche Gegenpart und sowohl Andromeda als auch Keto sind gut ausgearbeitete, eigenständige und starke Charaktere.
Das Buch konnte mich fesseln und der Cliffhanger ist wirklich gemein.
Das Cover:
Das Cover erinnert sofort an die griechische Mythologie und macht genau das, was ein gutes Cover soll: Es zieht einen rein und verspricht genau das, was die Geschichte liefert.
Meine Meinung:
Griechische ...
Das Cover:
Das Cover erinnert sofort an die griechische Mythologie und macht genau das, was ein gutes Cover soll: Es zieht einen rein und verspricht genau das, was die Geschichte liefert.
Meine Meinung:
Griechische Mythologie, ein gefürchtetes Seeungeheuer und eine Prinzessin, die sich ihm freiwillig stellt... als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort dabei. Lara Große ist eine Autorin, die ich noch nicht kenne und ich war gespannt, wie sie das Greek-Retelling-Terrain betritt. Die Antwort: sehr gut.
Die Geschichte folgt Prinzessin Andromeda aus Tessalien, die sich opfert, um ihr Reich zu retten. An einen Felsen im Meer gekettet, dem Seeungeheuer des Imperators ausgeliefert. Doch statt des erwarteten Todes findet sie die Entführung. Das Ungeheuer, Ketos, verfolgt nämlich ganz eigene Pläne und die beginnen mit ihr. Was folgt, ist eine Geschichte zwischen Gefangenschaft und verbotenen Gefühlen, zwischen Pflicht gegenüber dem eigenen Reich und einer Anziehung, die sich keiner von beiden eingestehen will.
Andromeda ist eine Protagonistin, für die man sofort Respekt entwickelt. Sie ist keine passive Gefangene, die darauf wartet, gerettet zu werden, sie kämpft, plant, stellt sich ihrer Situation mit einem Stolz und einer inneren Stärke, die wirklich beeindruckt. Ihre sogenannte Female Rage ist kein Stilmittel, sondern fühlt sich absolut echt an. Man versteht zu jeder Zeit, warum sie tut, was sie tut, und genau das macht sie so mitreißend.
Ketos ist als Figur wirklich interessant, ein Wesen, das auf den ersten Blick nur Bedrohung und Dunkelheit ausstrahlt, hinter dem sich aber eine Geschichte verbirgt, die einem ans Herz geht. Seine Wut, seine Trauer, sein Schmerz um seine Schwester werden greifbar und nachvollziehbar transportiert. Die Annäherung zwischen ihm und Andromeda entwickelt sich langsam und echt, es ist keine überstürzte Liebe, sondern ein vorsichtiges Aufeinanderzugehen zweier Menschen, die guten Grund haben, einander zu misstrauen. Besonders erwähnenswert ist außerdem Megara, eine Nebenfigur, die ich sofort ins Herz geschlossen habe und von der ich gerne noch viel mehr gelesen hätte.
Was das Buch wirklich besonders macht, ist die Welt selbst. Die Götterbucht, das Pantheon der zwölf Götter, die politischen Machtverhältnisse zwischen Tessalien und Laurentia – das alles ist lebendig, atmosphärisch und griechisch angehaucht, ohne einen zu erschlagen. Der Spannungsbogen flacht im ersten Drittel etwas ab, zieht dann aber wieder stark an und bleibt bis zum Ende konstant hoch. Das Ende selbst hat mich ein bisschen sprachlos zurückgelassen, aber auf die gute Art, die einen direkt nach Band 2 greifen lässt.
Mein Fazit:
Ein atmosphärisches, emotionales und fesselndes Greek-Retelling mit einer Heldin, die man sich wünscht, und einem Monster, das einem das Herz bricht. Lara Große beweist, dass sie nicht nur in der Contemporary Romance zuhause ist – diese Welt voller Mythen, Magie und verbotener Gefühle macht wirklich Lust auf mehr. Ich kann Band 2 kaum erwarten!
Lara Große hat wieder gezaubert - diesmal nicht mit einem Einzelband, sondern einem Auftakt einer vielversprechenden Dilogie. Darin erwartet uns ein spannendes Greek-Retelling der Prinzessin Andromeda, ...
Lara Große hat wieder gezaubert - diesmal nicht mit einem Einzelband, sondern einem Auftakt einer vielversprechenden Dilogie. Darin erwartet uns ein spannendes Greek-Retelling der Prinzessin Andromeda, die für das Überleben ihres Volks einem Seeungeheuer geopfert wird.
Obwohl ich zuvor schon einige Bücher über griechische Mythologie gelesen hatte, kannte ich Andromedas Geschichte noch nicht. Im Laufe des Romans war ich aber so fasziniert davon, dass ich sie nachlesen musste.
Der Schreibstil der Autorin ist dabei perfekt an die Geschichte und Stimmung angepasst. Leider habe ich etwas gebraucht, um mich in diese reinzufinden. Das lag daran, dass ich die Anziehung zwischen den Protagonist:innen anfangs nicht nachvollziehen konnte. Ein Crush auf den gestaltwandelnden Entführer? Fand ich erst schwierig, hab ich aber im Laufe des Buchs verstanden.
Irgendwann wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen, war gefangen von der Spannung und neugierig auf die bevorstehenden Ereignisse. Dass mich das Ende dann aber nochmal so schockieren könnte, hätte ich nicht gedacht!
Am liebsten hätte ich direkt zum zweiten Band gegriffen! Bis dahin müssen wir uns aber leider noch etwas gedulden - in der Zwischenzeit (und allgemein) kann ich euch den ersten nur empfehlen.
Das Setting und das Worldbuilding haben mir in diesem Buch richtig gut gefallen. Die Mischung aus Mythologie und Göttern ist faszinierend und unglaublich atmosphärisch umgesetzt. Besonders der Bezug zu ...
Das Setting und das Worldbuilding haben mir in diesem Buch richtig gut gefallen. Die Mischung aus Mythologie und Göttern ist faszinierend und unglaublich atmosphärisch umgesetzt. Besonders der Bezug zu Andromeda und Ketos hat mich sofort abgeholt – diese mythologische Grundlage verleiht der Geschichte etwas Besonderes und wirkt gleichzeitig vertraut und neu interpretiert. Sehr gelungen und wirklich ansprechend.
Auch die Handlung insgesamt hat mir gut gefallen. Das Tempo ist angenehm, es gibt gelungene Wendungen und eine schöne Mischung aus Spannung, emotionaler Tiefe und Slow Burn. Allerdings waren mir manche Passagen etwas zu langatmig und sehr beschreibend, sodass ich mich hin und wieder dabei erwischt habe, ein bisschen zu skippen… upsi.
Andromeda ist eine sehr stolze Protagonistin. Am Anfang hat mich das teilweise etwas genervt, aber je mehr ich über sie erfahren habe, desto besser konnte ich sie verstehen – und irgendwann habe ich sie wirklich ins Herz geschlossen.
Noch leichter fiel mir das mit Keto. Harte Schale, weicher Kern – und genau diese Mischung hat ihn für mich so spannend gemacht. Seine Kapitel habe ich besonders geliebt. Zwischen den beiden liegt so viel Ungesagtes, so viel Spannung, die sich langsam aufbaut.
Und dann dieses Ende… oh man. Ein Teil von mir ist frustriert, ein Teil genervt – und ein sehr großer Teil absolut bereit für Band 2, weil ich diese Fortsetzung jetzt einfach brauche.
Fazit:
Eine atmosphärische, mythologisch geprägte Geschichte mit Slow-Burn-Romance, starken Figuren und einem Ende, das definitiv nach mehr verlangt.