Cover-Bild Eine gute Ehe
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inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 24.04.2024
  • ISBN: 9783641309114
Lisa Quentin

Eine gute Ehe

Roman
Muss eine Frau ihre Träume aufgeben, um eine gute Mutter und Ehefrau zu sein?

Deutschland 1960: Als Margarete ungewollt schwanger wird, bricht sie schweren Herzens ihr Studium ab und nimmt den Heiratsantrag von Lenz an. Denn sie, die als Kind aus Ungarn vertrieben wurde und in Armut aufwuchs, wünscht sich nichts mehr als eine sichere Zukunft. Doch das Muttersein überfordert sie, und bald hat Margarete, mittlerweile Mutter von zwei Mädchen, fast täglich das Gefühl zu versagen. Als sie dann herausfindet, dass Lenz sie betrügt, ist sie am Boden zerstört: Sie liebt ihre Familie, aber muss sie sich dafür wirklich selbst aufgeben?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2025

Mutter, Ehefrau, Studentin....ein ständiges Scheitern an den eigenen Idealen

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Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Letztes Jahr konnte mich die Autorin mit ihrem Debüt begeistern, umso gespannter war ich nun auf ihren neuen Roman.

Der Schreibstil ist unverändert präzise, ...

Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Letztes Jahr konnte mich die Autorin mit ihrem Debüt begeistern, umso gespannter war ich nun auf ihren neuen Roman.

Der Schreibstil ist unverändert präzise, mit wenigen schnörkellosen Worten auf den Punkt gebracht und dennoch auch klug und bildhaft. Erzählt wird im personalen Stil aus der Vergangenheit und "Gegenwart" ( 1960) ersichtlich anhand der Jahreszahlen. Die Schrift ist gross, die Kapitel kurz, so dass man schnell durch die Seiten gleitet.

Obwohl nicht die autodiegtische Perspektive gewählt wurde, fühlte ich mich mit Margerete sehr verbunden, habe mitgefühlt, mitgelitten und konnte viele Dinge total nachvollziehen. Ihre Ausarbeitung war also absolut nah- und greifbar, wie auch die der weiteren Charaktere. Die ganzen Darstellungen der Figuren wirkte lebendig und authentisch, egal ob mir die Protagonisten sympathisch waren oder nicht.

Wie schon bei " Ein völlig anderes Leben" erhielt ich in den Vergangenheitsabschnitten Einblick in einen Teil der deutschen Geschichte, der mir persönlich bis anhin unbekannt war. Die Thematik hat mich sehr bewegt und nachdenklich gestimmt. Jedoch auch die Schilderungen des Mutterseins und Ehelebens in den 1960ern haben mich aufgewühlt, tw. getriggert, wütend gemacht und viele Fragen aufgeworfen....denn scheitern wir Frauen nicht ständig an unseren eigenen Idealen?

Ich habe das neue Werk von Lisa Quentin wieder sehr gerne gelesen, mochte den ganzen Aufbau, die Umsetzung und das Ende mit dem versöhnlichen in die Zukunft blickenden Prolog...." Es war ihr Weg, und er hatte sie zu der gemacht, die sie heute ist. Sie möchte keine andere sein" ( S.344)


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