Cover-Bild Hyphen
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Matthes & Seitz Berlin
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 29.08.2024
  • ISBN: 9783751810012
Luise Meier

Hyphen

Roman

Als es 2025 zum ersten Mal weltweit zu einem wochenlangen Stromausfall kommt, bricht, wider Erwarten, keine Panik aus. Und selbst als Stromnetze und Lieferketten, Geldströme und das Internet endgültig zusammenbrechen, bedeutet es nicht den Untergang der Zivilisation. Stattdessen beginnt für die Menschen in Luise Meiers facettenreich erzähltem Roman Hyphen die aus der Not geborene Suche nach anderen, auch nichtmenschlichen Beziehungsweisen, die ein gemeinsames Überleben und Füreinander-Sorgen ermöglichen. Da ist etwa Anne, die versucht, den Krankenhausbetrieb aufrechtzuerhalten, ihr fünfzehnjähriger Sohn Tomasz, der plötzlich die Wirkmacht der Natur zu sehen lernt, oder Maja, die über all das für die ständig wachsende, den Globus umspannende Enzyklopädie Protokoll führt.

Pilzfäden gleich legt Luise Meier Biografien, Erfahrungen, Träume und Wünsche aus, verwebt sie mit nichtrealisierten Zukünften und offenbart: Die Welt, sie geht nicht unter – sie entsteht vielmehr neu, in radikaler, allumfassender Verbundenheit.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2025

Ein zu utopisches Weltbild im Ausnahmezustand.

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Ausgangssituation ist wochenlanger Stromausfall weltweit. Dann folgt eigentlich in Deutschland eine effektive Nothilfe vor Ort nach vorhandenen, ausgearbeiteten Notfallplänen bestehender Organisationen ...

Ausgangssituation ist wochenlanger Stromausfall weltweit. Dann folgt eigentlich in Deutschland eine effektive Nothilfe vor Ort nach vorhandenen, ausgearbeiteten Notfallplänen bestehender Organisationen wie in Deutschland z.B. die Malteser, das Rote Kreuz etc. Zu freiwilliger Mitarbeit der Menschen vor Ort wird aufgerufen. Besonderes Augenmerk der Schutzmaßnahmen wird dabei auf besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen gelegt. Dass sich spontan eine Selbstorganisation vor Ort etabliert, scheint eher utopisch zu sein. Nicht jeder schwört auf eine Notgemeinschaft mit Subbotniks, mit freiwilligen, unbezahlten Arbeitseinsätzen wie in der Sowjetunion. Sie bringt nicht unbedingt mehr Freiheit, mehr Schutz und Entlastung, weniger Verantwortung. Kommunismus ohne Strom oder Sowjetmacht minus Elektrifizierung wäre kein überzeugendes Konzept zum schnellen Aufbau des neuen Zusammenlebens und Überlebens unter solchen veränderten Bedingungen. Inwieweit Solarpanels und Windräder im Notfall tatsächlich den Strombedarf aus landeseigenen Ressourcen decken könnten, wurde noch nicht radikal ganzjährig durchgespielt.
Die Kurzgeschichten sind nur lose ohne roten Faden aufgeführt. Das Gendern stört den Lesefluss und auch die eingeflochtenen englischen Texte sollten ersetzt werden durch die deutsche Übersetzung im Anhang.
Wollen wir einen solchen Notstand nicht heraufbeschwören.

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