Cover-Bild Finding My Way. Ein Memoir
20,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer eBook
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Ersterscheinung: 23.10.2025
  • ISBN: 9783426449769
Malala Yousafzai

Finding My Way. Ein Memoir

Deutsche Ausgabe
Elisabeth Liebl (Übersetzer), Katrin Bosshardt (Übersetzer)

Wie findest du zurück zu dir selbst, wenn deine Welt sich über Nacht ändert?
Nach dem Attentat der Taliban auf ihr Leben wurde Malala unvermittelt auf die öffentliche Bühne gestoßen und schnell zur international bekannten Symbolfigur für Mut und Resilienz. Doch fern der Kameras und Menschenmengen brauchte sie Jahre, um ihren Platz in einer ihr nicht vertrauten Welt zu finden. Nun nimmt Malala in Finding My Way ihre Leserinnen und Leser erstmals mit in die Welt hinter den Schlagzeilen – in einem zutiefst verletzlichen und überraschenden Memoir voller Authentizität, Humor und Zärtlichkeit.
Finding My Way ist eine Geschichte von Freundschaft und erster Liebe, von Angst und Selbstfindung. Eine Geschichte, die zeigt, wie man sich selbst treu bleibt, wenn alle Welt dir sagen will, wer du bist. Malala zeichnet ihren Weg nach von der einsamen Schülerin in der Highschool über die unbekümmerte Studentin bis hin zu der jungen Frau, die mit ihrer Vergangenheit Frieden geschlossen hat. Sie lässt uns spontan teilhaben an den manchmal chaotischen Momenten ihres Lebens – als sie ihre Prüfungen fast nicht schafft, geghostet wird und die Liebe ihres Lebens kennenlernt. Malala erinnert uns, dass wahre Role Models im Leben niemals vollkommen sind – sondern in erster Linie menschlich.
In diesem bewundernswerten Memoir stellt sich Malala der Welt ganz neu vor und zeigt uns, wie sie ihr Leben meisterte als Mensch, dessen finsterste Stunden ihr Leben beinahe für immer geprägt hätten – und wie sie trotzdem für die Freiheit kämpfte, herauszufinden, wer sie wirklich ist. Finding My Way gibt uns einen intimen Einblick in das Leben einer jungen Frau, die ihr Schicksal selbst bestimmt. Das Buch ist ein zutiefst persönliches Zeugnis der Kraft, die Malala brauchte, um ohne Zugeständnisse ganz sie selbst zu werden.
»Ihre Sprache ist einfach und doch so fesselnd, dass man das Buch nicht weglegen kann. Am Ende wünscht man sich, Malala noch länger auf ihrem Weg begleiten zu können.« Edda Nieber, Rhein-Neckar-Zeitung

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei evaczyk in einem Regal.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2026

Coming of Age als globales Symbol

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Mit dem Titel ihrer Autobiographie "Finding my way" hat Malala Yousafzai den Ton bereits vorgegeben: Wie kann eine junge Frau ihre Persönlichkeit entwickeln, wenn sie bereits als Kind ihr Lebensziel gefunden ...

Mit dem Titel ihrer Autobiographie "Finding my way" hat Malala Yousafzai den Ton bereits vorgegeben: Wie kann eine junge Frau ihre Persönlichkeit entwickeln, wenn sie bereits als Kind ihr Lebensziel gefunden hat, als Teenager die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten und globales Symbol für den Kampf von Mädchenbildung geworden ist? Mal ganz zu schweigen von den körperlichen und seelischen Folgen des Taliban-Attentats und einem Leben zwischen zwei Welten - einerseits auf den Redepodien der Welt, im Gespräch mit den Reichen und mächtigen, andererseits eine junge Frau aus einer sehr konservativen, restriktiven Kultur, die auch im britischen Exil nie wirklich fern ist?

Auf ihren öffentlichen Auftritten wirkt die Autorin häufig äußerst beherrscht, zurückgenommen, reflektiert. Das Buch zeigt die inneren Kämpfe, den Wunsch, einfach nur als junge Frau wahrgenommen werden, die unbeschwert sein darf und nicht unter Dauerbeobachtung steht. Die Studienzeit in Oxford soll sich da als Chance zeigen, bei allen Einschränkungen (auch im Studentenheim gehören Leibwächter zu Malalas Alltag). Die Suche nach Freundschaften, nach Parties, bei denen sie trotzdem stets auf ihren Ruf und die Wirkung von social Media-Bildern in der Heimat bedacht sein muss, das Hadern mit eher durchschnittlichen Studienleistungen, erste romantische Gefühle - vieles, was Teenager in westlichen Gesellschaften schon Jahre früher durchleben, erlebt Malala mit 19, 20 Jahren.

Dabei wird auch klar, die Gesellschaftsstrukturen aus dem pakistanischen Bergdorf sind auch in Großbritannien stets präsent. Malala muss auf ihren Ruf achten - zum einen, um nicht noch mehr Anfeindungen ausgesetzt zu sein, zum anderen, weil das negative Auswirkungen auf ihre Arbeit haben könnte, ganz besonders auf die Mädchenschule im Heimatdorf. Die Professoren in Oxford fordern Konzentration auf das Studium, doch mit ihren Vorträgen und öffentlichen Auftritten bestreitet Malala das Familieneinkommen, sieht sich in der Pflicht gegenüber Eltern und Brüdern.

"Finding my Way" ist der Selbstfindungsprozess einer jungen Frau, die schon sehr früh erwachsen werden musste. Reflektiert, selbstkritisch, mit einer Prise Humor und sehr offen beschreibt die Autorin den Spagat zwischen der Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit und dem Pflichtbewusstsein gegenüber ihrer Lebensaufgabe, der Liebe zu ihrer Familie und den Spannungen, insbesondere mit der Mutter, wenn sie den festgesteckten Rahmen der Tradition zu erweitern versucht.

Natürlich mag eine Autobiographie immer etwas geschönt und geglättet sein, aber beim Lesen und in der Erinnerung an die öffentlichen Auftritte der Autorin drängt sich dann doch der Vergleich zu einer anderen jungen Frau auf, die in jungen Jahren zu einem weltweiten Symbol wurde. Im Vergleich zu den Herausforderungen Yousafzais und ihrer Reife wirkt Greta Thunberg dann noch mehr wie ein schmollender, selbstgerechter Teenager.