Spannende Urban Fantasy
Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen durch gesuchtet, weil ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen, und das will etwas heißen weil normalerweise mache ich das nicht.
Am Anfang habe ich einen Moment ...
Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen durch gesuchtet, weil ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen, und das will etwas heißen weil normalerweise mache ich das nicht.
Am Anfang habe ich einen Moment gebraucht, um in das Magiesystem und die magischen Strukturen in diesem Urban Fantasy rein zu finden. Vieles wirkt anfangs ziemlich verwachsen und fast schon bürokratisch – aber irgendwie ist das auch wieder total realilistisch. Denn wenn es Magie tatsächlich gäbe, dann müsste man vermutlich wirklich Anträge in dreifacher Ausführung einreichen und sich durch Zuständigkeiten und Regularien kämpfen. Und es gäbe natürlich eine Hierarchie und Machkämpfe der verschiedenen Organisationen.
Besonders gefallen hat mir die Chemie zwischen dem Ermittlerduo Thalia und Joanna. Die beiden ergänzen sich großartig und ich hatte durchgehend Freude daran, sie bei ihrer Zusammenarbeit zu begleiten.
Thalia als Protagonistin mochte ich ebenfalls sehr gerne. Sie ist Mitte dreißig, moralisch nicht immer einwandfrei und besitzt eine ausgesprochen selbstbestimmte Libido – also so ziemlich das Gegenteil einer klassischen Damsel in Distress und sonstiger weiblichen Figuren, die man oft liest. Ebenfalls ist sie hochintelligent, charmant und herrlich unangepasst. Ich mochte sie von Anfang an und habe sofort für sie gerootet.
Es ist ein größeres Ensemble, was am Anfang des Buches illustriert vorgestellt wird. Ich weiß manche mögen das nicht, ich finde es aber toll gleich ein Bild vor Augen zu haben. Die Found Family in dem Buch ist super, aber sehr dysfunktional, selbst für Fantasy Verhältnisse.
Es gibt zwar eine romantische Komponente, doch sie dominiert die Handlung meiner Meinung nach nicht. Es gibt keinen expliziten Spice, alles bleibt „closed door“ und bei Andeutungen. Manches ist aber etwas brutal/gorig, weswegen ich die Altersempfehlung auf 16 Jahre gesetzt habe.
Die Geschichte funktioniert grundsätzlich als Einzelband. Dennoch bleiben einige Fragen offen, nicht alle Geheimnisse werden vollständig gelüftet. Und ganz ehrlich: Ich hoffe SEHR auf einen zweiten Band und/oder Spin-Offs. Lunar Coast als Setting und das zugrundeliegende Magiesystem bieten noch so viel Potenzial – es wäre wirklich schade, wenn wir davon nichts mehr zu sehen bekämen.