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13,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 27.01.2020
  • ISBN: 9783446266681
Marion Messina

Fehlstart

Roman
Claudia Steinitz (Übersetzer)

„Houellebecq hat eine Erbin.“ (Marianne). Marion Messina blickt auf das Leben und Scheitern einer jungen Frau in Paris – ihr furioses Debüt ist ein Stich ins Herz unserer krisengeschüttelten Gegenwart.

Als ihre erste Liebe scheitert, zieht die neunzehnjährige Aurélie von Grenoble nach Paris. Dort will sie endlich in vollen Zügen leben und mit ihrem Jurastudium die provinziellen Arbeiterbiographien ihrer Eltern hinter sich lassen. Aber in Paris reicht es gerade mal für einen Job als Empfangsdame, der Wohnungsmarkt entpuppt sich als anarchische Zone und die Liebe ist eine Farce zwischen freundlichen Arrangements und Pornographie. Doch dann setzt Aurélie alles auf Anfang. Voll Zorn, Klarsicht und gnadenloser Ironie blickt Marion Messina auf das Leben einer jungen Frau und ins Innerste einer neuen verlorenen Generation. „Ein furioses Debüt; beißend und unverschämt gut geschrieben“ (Le Monde).

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Hellena92 in einem Regal.
  • Hellena92 hat dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von Hellena92.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2020

Brillant gelungene Gesellschaftskritik

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Da hielt ich vor 2 Wochen mein erstes leserunden-Buch in der Hand und das sollte also Fehlstart heißen. Gott sei Dank sollte es aber genau das Gegenteil eines Fehlschlages sein. ...

Da hielt ich vor 2 Wochen mein erstes leserunden-Buch in der Hand und das sollte also Fehlstart heißen. Gott sei Dank sollte es aber genau das Gegenteil eines Fehlschlages sein. Die 19 jährige Aurélie macht genau das, was von ihr erwartet wird. Abitur in der Tasche, also steht für alle fest, das Kind muss studieren und dann natürlich Jura. Muss ja auch nach etwas aussehen. Doch schon bald wird ihr klar, dass Jura nichts für sie ist. Genauso wenig wie das Leben einer Studentin. Ohne Freunde, ausschließlich Wettbewerb und langweiligen Vorträgen. Wie gut, dass sie bei einem minijob einen jungen Mann kennenlernt, der ihr erste große Liebe sein soll. Doch was zunächst wundervoll wirkt, wird bald toxisch und zerstört mehr, als zu reparieren. Aurélie will nur noch flüchten und was wäre da besser als Paris? Die Stadt der Liebe, des Ruhms und Reichtums. Doch auch dieser Schein soll trügen. Mein Fazit: verrückt, wie ein so dünnes Büchlein einen so umhauen kann. Die Autorin greift aktuelle Thematiken auf. So z.b. Den Zwang unter dem Schulabsolventen stehen. Dem Zwang das beste Studium anzustreben. Nicht nach Gefühl und Wunsch zu gehen, sondern Ruhm und Reichtum. Zerstörerisch wirkt dieser Zwang auf die Protagonistin. Um diese Niederlage zu verkraften schmeißt sie sich dem erstbesten Mann in die Arme um Liebe zu finden. Dieser Kontrast passt sehr gut zu der Geschichte und gibt ihr den nötigen roten Faden. Wie findet jemand, der immer wieder Fehlschläge erleiden muss, seinen Platz unbedingt finden möchte, aber nicht kann, eben diesen? Was machen die gesellschaftlichen Zwänge mit den Menschen und wie kommen sie damit klar? Das Buch ist sehr trist aber fantastisch geschrieben. Es ist brutal ehrlich und tiefgründig. Ich war absolut begeistert. Nur, dass es ironisch bezeichnet wird, das passte nicht so wirklich. Alles in allem sehr zu empfehlen!

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