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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2017

Das Buch im Mittelpunkt allen Seins

Die Bibliothekare / Die flammende Welt
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,,Man liest viel zu viel geringe Sachen, womit man die Zeit verdirbt und wovon man weiter nichts hat. Man sollte eigentlich immer nur das lesen, was man bewundert."
Dies Zitat von Wolfgang Göthe ist nun ...

,,Man liest viel zu viel geringe Sachen, womit man die Zeit verdirbt und wovon man weiter nichts hat. Man sollte eigentlich immer nur das lesen, was man bewundert."
Dies Zitat von Wolfgang Göthe ist nun 150 Jahre alt und immer noch gültig und auf diesen einzigartigen Roman anwendbar.


Der Roman ,,Die Flammende Welt" von Genevieve Cogman ist der 3. Teil der Bibliothekaren- Reihe. Der Leser begleitet Irene, ihres Zeichens Agentin/ Bücherdiebin der unsichtbaren Bibliothek. Des einzigen Orts, der das Gleichgewicht zwischen völligem Chaos und der reinen Ordnung der Welten durch die einzelnen Bücher aufrecht erhält.
Das Abenteuer beginnt, als Irene und Kai in Folge ihres Auftrags zur Bibliothek zurück kehren wollen und als sie diesen erreichen und durchschreiten wollen, bricht er in Feuer aus. Wer die Vorgänger der Reihe kennt weiß, dass dies erst der Funke ist, der die Flammen des Abenteuers entzündet....

(Es ist von Vorteil die Vorgänger Romane der Reihe zu Lesen, die Autorin setzt dies verständlicher Weise in ihren Erzählungen voraus.)

Genevieve Cogman ist wieder ihrem Schreibstil voll wundervoller und wortgewaltiger Formulierungen verfallen und zieht den Leser bereits auf den ersten Seiten in ihren Bann. Jeder Charakter ist authentisch und passend in die Geschichte eingewoben. Die Wortgefechte zwischen Vale und Silver entfachen im Leser das gleiche Feuer, wie in den beiden Figuren.
Der Leser darf sich auf alt bekannte, aber auch auf ein paar neue Charaktere freuen, die sehr gut in die Welt passen und natürlich nicht von Irene unberührt bleiben. Wer ein wenig Romantik erhofft hat, darf sich freuen, aber nicht zu viel erwarten, es hält sich leider in Grenzen.

Die Fantasiewelt von Genevieve Cogman ist eine der wenigen, die selbst im dritten Band noch so mysteriös, Lügen umwoben und dramatisch auf den Leser wirken, so dass beim Aufschlagen der letzten Seite Panik aufkommt, den Roman voll ungeklärter Fragen den verdienten Platz im Regal zu geben.

Wie ihr schon hört, ich bin begeistert von diesem Buch und freue mich schon auf den nächsten ihrer Romane, wobei ich gehört habe, dass der noch bis 2018 auf sich warten lässt.
Viel Spaß beim Lesen!

Veröffentlicht am 20.11.2017

Roman für die Frau mit wenig Anspruch

Die Burg am Mondsee
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Die Burg am Mondsee...

der Wissenschaftler Vossberg findet auf einer brasilianischen Expedition ein kleines eingeborenes Mädchen. Tauft es Raquel und nimmt es mit zu sich nach Deutschland. Dort erhofft ...

Die Burg am Mondsee...

der Wissenschaftler Vossberg findet auf einer brasilianischen Expedition ein kleines eingeborenes Mädchen. Tauft es Raquel und nimmt es mit zu sich nach Deutschland. Dort erhofft er sich, dies kleine wilde Mädchen zu zähmen und zu einem herausragenden Forschungsobjekt zu züchten, welches ihm den Ruhm und das Ansehen der Welt der Wissenschaft einbringen solle. Raquel jedoch wächst zu schnell und zu schlau auf und der enttäuschte Vossberg, der sich dem erhofften Ruhm entsagt sieht, schickt Raquel fort um als Gouvernante für eine Lady zu dienen...

Der zweite Erzählstrang handelt von Tessa, der Besitzerin des Schlosses Weidenau. Früh verlor sie ihren Mann und muss nun die Burg mit Hilfe ihrer Freundin Valerie leiten. In tiefer, immer währender Trauer trifft sie auf den jungen und freien Fotografen, der ihr Herz wieder zu öffnen vermag... doch dann holt Tessa die Vergangenheit ein und die Geschichte beginnt....

Carolin Rath erzählt den Roman in einem schönen alten Deutsch und es fällt leicht in die Geschichte einzutauchen...

Der Roman war etwas spannender angekündigt, als er letztendlich war. Leider.
Doch, wer auf ein wenig Spannung, ein wenig Herz, ein wenig Geschichte, ein wenig.... kurz gesagt, leider war es am Ende etwas langwierig und wenig spannend. Die Charaktere sind lieblos dahin geschrieben und auch die Empathie für beide Charaktere ist schwer aufzubringen, da sie so unglaublich surreal auf gewisse Situationen reagieren, dass der Leser nur den Kopf schütteln kann.

Als Hausfrauen-Groschen-Roman nicht schlecht, aber für jemanden, der sich etwas mehr Substanz wünscht, der ist mit "Die Burg am Mondsee" falsch beraten.

Veröffentlicht am 19.11.2017

Alles einfach mal anders!

Die Geschichte von Blue
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Solomonica de Winter schrieb diesen Roman mit gerade mal 17 Jahren. Den Roman über Blue.

Blue ist 13, als sie ihren Vater verliert. Der Restaurantbesitzer leidet unter hohen Schulden bei einem Drogenboss, ...

Solomonica de Winter schrieb diesen Roman mit gerade mal 17 Jahren. Den Roman über Blue.

Blue ist 13, als sie ihren Vater verliert. Der Restaurantbesitzer leidet unter hohen Schulden bei einem Drogenboss, der ihn irgendwann so in die Enge treibt, dass ihm nichts anderes bleibt, als einen Banküberfall zu verüben. Bevor er diesen verübt, schenkt er seiner Tochter das Buch über die Geschichte von OZ. Kurz darauf wird er bei dem Überfall erschossen.

Blues Welt zerbricht. Und mit ihr, ihre Stimme und ihr Leben. Ihre Mutter rutscht in die Drogensucht, kommt ebenfalls nicht mehr klar mit ihrem Leben und ihrer stummen Tochter, zu der sie nicht mehr durchdringen kann. Sie ziehen von Stadt zu Stadt um den Drogenbossen zu entfliehen, bei denen nun ihre Mutter die Schulden hat.
In dieser Zeit ist die Geschichte von OZ alles, was Blue bleibt um sich glücklich zu fühlen. In der Geschichte. Ihr Leben und die Geschichte verschmelzen, bis sie nicht mehr klar denken kann. Als sie wieder in ihre Heimatstadt zurück kommen, erkennt Blue was sie tun muss, um ihr Leben wieder zu bekommen. Sie muss den Drogenboss töten, sie will wie Dorothy wieder glücklich sein, wieder eine Familie haben, ihren Vater wieder bekommen....

Solomonica de Winter erzählt die Geschichte von Blue atemberaubend schön und gleichzeitig denkt man, dass man genauso wie Blue einfach mit ihr verrückt wird, da sie mit ihren geschickten Erzählung bei dem Leser das Gefühl erweckt, dass es doch richtig ist, was sie tut, dass man eventuell doch ähnliche Wut und Angst haben würde. Der Schreibstil weckt sehr viel Empathie im Leser.
Geschrieben ist die Geschichte aus Blues Sicht und wie sie die Geschichte dem Psychiater schreibt.
Das Buch beginnt sehr langsam und bäumt sich auf, bis die Welle der Erkenntnis den Leser am Ende so abrupt und überraschend trifft, dass er erst einmal durchatmen muss, bis wirklich verstanden wird, was da gerade passiert ist!

Ein unglaublich schönes und gleichzeitig gewaltiges Buch, mit Höhen, Höhen und einem krassen Ende!

Veröffentlicht am 14.11.2017

Ziemlich heiß

For 100 Days - Täuschung
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Avery hat ein düsteres Geheimnis, weshalb sie sich eher unauffällig durch die Welt bewegt.
Ein Job als Kellnerin, nebenbei eigentlich mit Leib und Seele Künstlerin. Doch hier muss sie wieder einmal einen ...

Avery hat ein düsteres Geheimnis, weshalb sie sich eher unauffällig durch die Welt bewegt.
Ein Job als Kellnerin, nebenbei eigentlich mit Leib und Seele Künstlerin. Doch hier muss sie wieder einmal einen Rückschlag einstecken, als ihre Arbeiten nicht mehr ausgestellt werden sollen.
Ein Glück, als sie ein Angebot für 100 Tage Wohnungssitten eines High End Etablissements erteilt bekommt.
Kurzerhand läuft sie in besagtem Gebäude dem geheimnisvollen Milliardär Mr. Baine in die Arme....
Die erotische Geschichte beginnt.


Lara Adrian ist, so denke ich, vielen ein Begriff, wenn es um Erotik und ausgedehnte Sexscenen geht. Auch hier lässt sie ihrer Fantasie wieder freien Lauf. Sehr gut gelungen.
Neben dieser Scenen gibt es sogar so etwas wie eine Story, die zu Beginn sehr gut, dann aber von besagter Scene zu Scene abschwächt. Avery mutiert von der starken, tollen Frau zur unterwürfigen Anna Steele. Dieser Hype ist voll und ganz an mir vorbei gegangen, da ich diese Unterwürfigkeit nicht wirklich teilen kann.
Auch hier wird Avery leider zu eben solch einem Charakter...schade :(
Aber ansonsten, ganz nette Ich-brauch-ein- buch- zum- mal-eben-lesen.

Veröffentlicht am 08.11.2017

Herrlich böse und vielleicht ja gar keine so ferne Zukunft?

QualityLand
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Marc- Uwe Kling. Ein Name- Ein Känguru? Nein nicht nur das kann der Kleinkünstler. Nun ist Sein neues Buch "Quality Land" erschienen und wer denkt, ohne das Känguru kann Marc-Uwe gar nicht existieren, ...

Marc- Uwe Kling. Ein Name- Ein Känguru? Nein nicht nur das kann der Kleinkünstler. Nun ist Sein neues Buch "Quality Land" erschienen und wer denkt, ohne das Känguru kann Marc-Uwe gar nicht existieren, liegt absolut falsch und wirft diesen törichten Gedanken alsbald beiseite.

Quality Land ist eine Perspektive in die nicht allzu ferne Zukunft. Überwachung, jeder kennt jeden und wenn er den nicht kennt, dann kann er es sich anzeigen lassen.
Menschen sind in Level aufgeteilt, es gibt nur noch Kontrolle.
Peter Arbeitsloser ist ein Niemand. Sein Leben ist wie seine Schrottpresse, immer leer. Liebe wird ihm versagt, da er alsbald abgelevelt wird, als seine Freundin dank Qualitypartner einen besseren Partner vorgeschlagen bekommt. Vom Leben gebeutelt tritt Kiki in sein Leben und bringt sein Leben endlich durcheinander.

Marc-Uwe schafft es ma wieder mit viel kritischem Humor den Leser in eine nicht allzu ferne Zukunft zu entführen. Er liest es (Gott sei Dank) selber. Dieses trockene, emotionslose Vorlesen, gibt dem Hörbuch mal wieder eine ganz eigene Note, die man nicht hinbekommt, wenn man das Buch selber liest.
Extra zu erwähnen sei hier noch einmal die Werbung, die je nach Farbe, in der man sich das Buch kauft, entweder nett und freundlich (hell) oder sarkastisch, bösartig (dunkel) zu erstehen ist.

Für jeden Känguru-Fan, Facebook-Hasser und Gesellschaftskritiker ein Muss. Viel Spaß beim Hören!