Cover-Bild Die Wahrheit deiner Berührung
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 14.02.2013
  • ISBN: 9783802587801
Meredith Duran

Die Wahrheit deiner Berührung

Nicole Friedrich (Übersetzer)

Die schöne Mina Masters rettete dem englischen Spion Phineas Granville einst das Leben. Nun ist sie eine erfolgreiche amerikanische Geschäftsfrau, die ihre Vergangenheit in England hinter sich gelassen hat. Als sie von den britischen Behörden gefangen genommen wird, um einen Verräter aus dem Versteck zu locken, ist Phineas der Einzige, der ihr helfen kann.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2025

Sowohl die Liebesgeschichte zwischen Phin und Mina, als auch die Nebenhandlung ziehen sich sehr in die Länge

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Eigentlich sollte Phineas Granville, ein englischer Spion, bereits längst von seinem Auftraggeber Ridland aus Hongkong abkommandiert worden sein, doch dessen Order lautet nun unverständlicherweise, dass ...

Eigentlich sollte Phineas Granville, ein englischer Spion, bereits längst von seinem Auftraggeber Ridland aus Hongkong abkommandiert worden sein, doch dessen Order lautet nun unverständlicherweise, dass Phin auf der Party des zwielichtigen Geschäftsmannes und eiskalten Ganoven Gerard Collins der Dinge harren soll, die da möglicherweise noch kommen. Missmutig hält sich Phin an einem Glas Brandy fest, als sich ihm die schöne Stieftochter von Collins, Mina Masters, die bereits in den Tagen zuvor ein Auge auf ihn geworfen hat, nähert. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass sie Phin will, doch Phin ist obwohl er Mina durchaus attraktiv findet, abgestoßen von ihrer eindeutigen Avancen und ihrem naiven, dummen Geplapper, das ihm den letzten Nerv raubt. Bevor er sich entfernen kann, schwinden ihm die Sinne, da sich in seinem Brandy Gift befand. Was Phin nicht ahnt- seine Tarnung ist aufgeflogen und er verdankt es lediglich Minas beherztem Eingreifen, die ihm kurz nach seinem Zusammenbruch, eine Art Gegenmittel verabreicht, dass er in letzter Minute vor Collins und seinen Schergen fliehen kann.

Vier Jahre vergehen in denen sich Phin immer wieder fragt, wie es Mina in der Zwischenzeit ergangen ist, nachdem ihr Stiefvater festgenommen wurde.
Mittlerweile hat Phin einen Adelstitel geerbt und braucht somit keine Dienste mehr für Ridland erledigen. Dennoch kann er keine Ruhe finden. Die Morde, die er im Auftrag der Krone und Ridlands begehen musste, lasten schwer auf seinem Gewissen und so sucht er schließlich Vergessen indem er Drogen nimmt.

Nachdem sich Mina und ihre Mutter ein neues Leben in England aufgebaut haben, gelingt es Minas Stiefvater aus dem Gefängnis zu flüchten und ihre Mutter zu entführen. Mina wird Ridlands Gewahrsam überstellt, der die junge Frau gegen ihren Willen in seinem Haus gefangen hält. Um einen Ausweg aus ihrer Misere zu finden, bittet sie Ridland darum Phin herzubestellen. Im Gegenzug will sie kooperieren und Ridland mitteilen, wo sich ihr Stiefvater eventuell aufhalten könnte. Während Ridland Phin rufen lässt, gelingt es Mina aber mit Hilfe eines Angestellten zu fliehen. Doch Phin findet sie und schon wieder ist sie ein Spielball in den Händen der Männer; glaubt sie zumindest. Während Phin vermutet, dass Ridland Mina als Köder eingesetzt hat und diese mit Ridland unter einer Decke steckt, versucht Mina verzweifelt Phin klarzumachen, dass sie völlig unschuldig ist. Wird es ihr gelingen Phins Vorurteile zu entkräften?

Meine Einschätzung:

Ich liebe Meredith Durans Historicals, da sie neben einem sehr anspruchsvollen, eleganten und zeitgemäßen Schreibstil zumeist mit sehr ungewöhnlichen und vielschichtigen Romancharakteren aufwarten kann. Obwohl beides auch in „Die Wahrheit Deiner Berührung“ zum Tragen kommt, fand ich leider nicht so sehr den Zugang zum Roman, wie es beim Vorgängerband „Rühr nicht an mein dunkles Herz“, der Fall war. Zudem zieht sich die Handlung ab etwa Seite 150 sehr in die Länge, da die Autorin sich beträchtlich in der Darstellung der Gefühlswelt ihrer Protagonisten ergeht, was in diesem Fall einfach „too much“ war.

Sicherlich mögen Phin und Mina keine einfachen Charaktere sein und man kann dank Meredith Durans Ausdruckskraft, deren Ängste und Nöte gut nachvollziehen, (vor allem was sie zu den Personen hat werden lassen die sie nun sind) doch ehrlich gesagt fand ich die immerwährenden Wiederholungen von Minas Ängsten, sich einem Mann auszuliefern oder Phins Qualen, (der im Auftrag der Krone als seelenlose Tötungsmaschine agieren musste, was ihm auch nach seiner aktiven Spionagelaufbahn noch verfolgt) irgendwann nur noch überflüssig und uninteressant.

Sowohl die Liebesgeschichte zwischen Phin und Mina, als auch die Nebenhandlung ziehen sich sehr in die Länge, weil sie in einem recht gemächlichen, fast schleppenden Tempo erzählt werden und selbst die auf hohem Niveau erscheinenden, geschliffenen und hintersinnigen Dialoge von Mina und Phin konnten meine Aufmerksamkeit nicht mehr lange fesseln. Die Suche nach Mutter und Stiefvater von Mina fand ich ebenfalls recht langatmig und zäh beschrieben, so dass selbst die amüsante und spritzige Szene im Zug diesen Roman meiner Meinung nach nicht mehr vor seiner Mittelmäßigkeit retten konnte, so leid es mir als Fan von Meredith Durans Romanen auch tut.
Dagegen hat mir die Charakterisierung von Mina sehr gut gefallen; eine clevere Frau, die in der Öffentlichkeit sehr überzeugend das Dummchen mimt und die selbst den Helden des Romans eine ganze zeitlang in die Irre führt.
Meredith Duran hat schon mehrmals bewiesen, dass ein historischer Liebesroman aus ihrer Feder so viel mehr sein kann, als andere allgemeine Unterhaltungs- und Frauenlektüre. Vor allem in Sachen Ausdrucksstärke, Tiefe und geschliffenem Schreibstil kann ihr im Historicalbereich momentan kaum jemand das Wasser reichen, finde ich. Doch diesmal krankt ihr aktueller Historical an der Langsamkeit des Erzählens und dem recht belanglos gestrickten Verlauf der Story, nachdem der Roman auf den ersten hundertfünfzig Seiten so vielversprechend begann.
Zuletzt noch ein kurzes Wort zur Übersetzung. Zwar ist diese im Großen und Ganzen als gelungen zu bezeichnen, doch ein „Hallihallo“ als Begrüßung oder einige Rechtschreibfehler innerhalb des Textes, sind mir dann doch etwas sauer aufgestoßen.

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