Cover-Bild Graffenrieds Gründung
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27,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Zytglogge
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 07.04.2025
  • ISBN: 9783729651906
Nicolas Ryhiner

Graffenrieds Gründung

Schloss Worb, um 1730: Ruiniert und geächtet haust der Berner Patrizier Christoph von Graffenried einsam im Burgfried seines Schlosses. Verbittert blickt er auf sein Leben und seinen grössten Coup zurück.
Am 10. September 1710 kam er nach achtwöchiger Seereise an der Ostküste der englischen Provinz Carolina an Land. Im Frachtraum der dreimastigen Berna brachte er eine Ladung «überlestige Unterthanen» aus Bern mit, vornehmlich Wiedertäufer und verarmte Bauern aus dem Simmental, mit denen er wenig später die Stadt New Bern gründete. Eine Kolonie mit eigener Verfassung. Königin Anne von England hatte ihn beauftragt, mit den Auswanderern aus Bern auch deutsche Glaubensbrüder aus der Pfalz, die damals als Flüchtlinge London überschwemmten, in Amerika anzusiedeln. Dafür sollte er dort für 30 Jahre die Rechte zur Ausbeutung von Silberminen erhalten. Endlich stand ihm, den sein Vater zeitlebens für einen Taugenichts gehalten hat, eine aussichtsreiche Zukunft bevor.
Doch dass er mit der Gründung seiner Kolonie den Tuscarora-Krieg auslöste, war nicht geplant.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Graffenrieds Gründung

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Ein Buch, ein wenig wie das Leben eines Taugenichts, ein wenig wie ein Entdecker so wie Columbus. Hier wird in sehr interessanter und auch spannender Weise das Leben von dem Aristrokaten Chrisoph von Graffenried ...

Ein Buch, ein wenig wie das Leben eines Taugenichts, ein wenig wie ein Entdecker so wie Columbus. Hier wird in sehr interessanter und auch spannender Weise das Leben von dem Aristrokaten Chrisoph von Graffenried erzählt. Als Student war er unter anderem in Heidelberg und London, liebte das Leben, den Wein und die Frauen, bis sein Vater den verschuldeten Chrstioph nachhause in die Schweiz beorderte und ihn verheiratete. Dort war er als Landvogt mehr oder weniger erfolgreich eingesetzt. Als Königin Anne ihn beauftragte, mit Siedlern aus Bern und der Pfalz nach Amerika auzuwandern um mit den Auswanderern dort an der Ostküste eine neue Kolonie zu gründen. Dafür sollte er Anteile an den Silberminen erhalten. Mit großem Elan gründete er New Bern, verschuldete sich aber wieder total. Doch dann begann der Krieg mit den Tuscarora, die sich ihres Landes beraubt sahen. Verarmt kehrte er letztenlich in die Schweiz zurück, wo er in einem Turm seine Memoiren niederschrieb. Das Buch ist atmosphärisch, historisch bringt es uns in die Zeit um 1700 herum. Der Autor beschreibt das Leben auf dem Schiff, die Neuansiedlung derart plastisch und wirklichkeitsnah, seine Sprache ist klar, deutlich und prägnant und braucht keine Floskeln und Beschönigungen. Graffenried ist zwar ein Schlitzohr, aber dennoch hat er alles in die Wege geleitet und versucht, dass es seinem Volk in der neuen Welt gutgeht. Leider brachen ihm letztendlich die Wechsel und die vielen Schulden das Kreuz. Ein Abenteuerbuch, das aus weitaus historischen Personen besteht. Am Ende des Buches ist ein Personenverzeichnis angelegt mit Geburts- und Sterbedaten der Protagonisten. Reale Geschichte in Romanform, einfach großartig. Das Cover zeigt eine Zeichnung, bei der Greiffenberg von einem Pulk Menschen umringt ist.

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