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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2026

Seicht und doch mit einem großen Knall

Wicked Souls (Bd. 1)
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Dieses Buch ist schon auf den ersten Blick ein Highlight. Die Gestaltung ist wunderschön, der Druck hochwertig, die Farben intensiv, ein Buch, das man gern in die Hand nimmt und das sofort Aufmerksamkeit ...

Dieses Buch ist schon auf den ersten Blick ein Highlight. Die Gestaltung ist wunderschön, der Druck hochwertig, die Farben intensiv, ein Buch, das man gern in die Hand nimmt und das sofort Aufmerksamkeit zieht.

Inhaltlich treffen wir Lyn wieder, sie kennt man bereits aus Hunting Souls. Zwar ist Wicked Souls eine eigene Dilogie, doch es gibt immer wieder Rückblicke auf die vorherigen Ereignisse rund um ihre Schwester Katrina. Das ist sinnvoll gelöst: Man wird abgeholt, ohne dass sich alles wiederholt, und gleichzeitig wird klar, wie sehr Lyns Vergangenheit ihr jetziges Leben prägt.

Lyn steht unter einem Fluch: Nur der erste Kuss ihrer wahren Liebe kann sie befreien. Klingt simpel, wäre da nicht das Problem mit den Zwillingen. Zwei Brüder, starke Gefühle, innere Zerrissenheit. Das Buch lebt genau von diesem emotionalen Konflikt: Lyns Kampf gegen den Fluch und gegen ihr eigenes Herz. Das ist intensiv und sehr greifbar geschrieben.

Das Setting des magischen Instituts ist atmosphärisch stark, und die fantastischen Tierwesen sind ein schönes Detail. Leider bleibt der eigentliche Institutsalltag sehr oberflächlich. Abgesehen von der Wesenssektion, in der Lyn ihr Praktikum macht, erfährt man kaum etwas über Unterricht oder Fächer – verschenktes Potenzial.

Einige Ereignisse laufen lange eher nebenbei und erzeugen wenig Spannung. Erst zum Ende hin zieht die Handlung deutlich an. Zwar werden viele Fragen geklärt, doch aufmerksame Leser können vieles früh vorhersehen und werden nicht von allen Enthüllungen überrascht.


Und dann kommt dieses Ende.
Ein brutaler Cliffhanger. Unerwartet. Heftig. Gänsehaut pur. Plötzlich explodieren die Theorien im Kopf, und man bleibt emotional völlig aufgewühlt zurück, mit dem bitteren Wissen, dass man auf Band 2 noch viel zu lange warten muss.

Für alle, die magische Settings, verfluchte Schicksale, emotionale Dreiecksbeziehungen und Cliffhanger mit Wucht lieben. Wer viele Gefühle sucht und kein Problem damit hat, mit offenem Mund und rasendem Herz zurückgelassen zu werden, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Lustige Details

Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte
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„Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte“ ist ein farbenfrohes Bilderbuch für Kinder zwischen drei und fünf Jahren. Die Illustrationen sind sehr bunt gestaltet, teils modern und sichtbar ...

„Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte“ ist ein farbenfrohes Bilderbuch für Kinder zwischen drei und fünf Jahren. Die Illustrationen sind sehr bunt gestaltet, teils modern und sichtbar computerbearbeitet, mit vielen kleinen, lustigen Details, bei denen ich selbst schmunzeln musste.

Inhaltlich lernen die Kinder verschiedene Vogelarten kennen, die im Buch nach ihrer Größe geordnet sind. Der kleine Vogel möchte jeweils der nächstgrößere sein – etwa vom Spatz zur Amsel – was für Kinder gut nachvollziehbar ist und spielerisch Wissen vermittelt.

Das Ende der Geschichte hat mich als Erwachsene nicht ganz abgeholt. Für kleine Kinder ist das jedoch nebensächlich: Sie empfinden das Ende als lustig, und ihre Fantasie wird deutlich angeregt. Trotzdem brauchte es bei uns ein kurzes Gespräch, da die Wünsche und Träume der kleinen Vögel recht abrupt ausgebremst werden und nicht jedes Kind sofort versteht, worauf die Geschichte hinauswill.

Der Preis von 16 € erscheint mir vergleichsweise hoch. Gerade bei höherpreisigen Kinderbüchern gibt es oft zusätzliche Aspekte wie Spendenprojekte, nachhaltige Materialien oder ökologische Initiativen – das ist hier leider nicht der Fall.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Haters to lovers in Berlin

Beste Feinde daten nicht
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Mit „Beste Feinde daten nicht“ erzählt die deutsche Autorin Marit Bernson eine moderne Romantic Comedy, die in Berlin spielt und genau dort ihren Ton findet: lebendig, direkt und charmant.

Im Mittelpunkt ...

Mit „Beste Feinde daten nicht“ erzählt die deutsche Autorin Marit Bernson eine moderne Romantic Comedy, die in Berlin spielt und genau dort ihren Ton findet: lebendig, direkt und charmant.

Im Mittelpunkt steht Jess, Kolumnistin einer Zeitschrift, in der sie einen Dating-Ratgeber schreibt. Durch ihre Erfahrungen blickt sie eher nüchtern und vorsichtig auf die Liebe, was sie zu einer glaubwürdigen und sympathischen Protagonistin macht.

Marten ist selbsternannter Date-Professor, nicht arrogant, aber sehr von seinem Wissen überzeugt. Als er Jess zu einem Date einlädt, ohne ihr seine wahre Rolle zu verraten, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ab diesem Moment gerät vieles durcheinander, Missverständnisse häufen sich und kein Treffen läuft so, wie man es erwarten würde.

Gerade daraus entsteht eine witzige Haters-to-Lovers-Dynamik. Die Gespräche sind frech, lebendig und voller Wortgefechte, die eher zum Schmunzeln als zum Kopfschütteln einladen. Die hitzigen Diskussionen wirken nie verletzend, sondern zeigen, wie unterschiedlich zwei Menschen auf Liebe und Dating blicken können.

Die Geschichte punktet mit humorvollen Situationen, lebhaften Dialogen, einer Entwicklung, die sich natürlich anfühlt

Besonders schön: Das Happy End fühlt sich verdient an und rundet die Geschichte harmonisch ab.

Fazit:
Eine unterhaltsame, warme und humorvolle Liebesgeschichte mit Berliner Flair, viel Wortwitz und Charakteren, die man gern begleitet. Perfekt für alle, die romantische Geschichten mit Herz, Humor und einem guten Ende mögen.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Verwirrend aber unheimlich gut

The Tainted Cup
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The Tainted Cup hat es mir am Anfang wirklich nicht leicht gemacht. Ich war oft überfordert von den vielen Namen, Begriffen und einer komplett fremden Welt mit eigener Zeitrechnung. Gerade im Hörbuch habe ...

The Tainted Cup hat es mir am Anfang wirklich nicht leicht gemacht. Ich war oft überfordert von den vielen Namen, Begriffen und einer komplett fremden Welt mit eigener Zeitrechnung. Gerade im Hörbuch habe ich mehr als einmal den Überblick verloren und mich gefragt, wo wir gerade sind und warum das wichtig ist. Das war anstrengend – und das gehört zur Wahrheit dazu.

Trotzdem hat mich diese Geschichte nicht losgelassen. Die Welt ist seltsam, kühl und verstörend, aber genau dadurch auch faszinierend. Die Ideen sind ungewöhnlich, manchmal fast unangenehm, und wirken gerade deshalb glaubwürdig. Menschlichkeit ist hier nichts Selbstverständliches, sondern etwas Seltenes, Zerbrechliches. Wenn sie aufscheint, trifft sie umso stärker.

Lange Zeit bleibt man emotional auf Distanz. Man beobachtet, denkt mit, versucht zu verstehen. Und dann gibt es plötzlich diesen Moment von Frustration – das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, dass zu viele Fragen offen bleiben und eine Lösung zu einfach wirkt. Genau da hat mich das Buch gepackt, weil ich mich auf einmal genauso fühlte wie die Figuren selbst.

Die Beziehung zwischen den Hauptfiguren ist ruhig, fordernd und frei von jeder unnötigen Romantisierung. Es geht um Vertrauen, um Lernen, um das Aushalten von Unsicherheit. Gerade diese Zurückhaltung macht sie glaubwürdig. Niemand wird geschont, weder im Handeln noch im Denken.

Das Ende kommt schnell, überraschend und wirft neue Fragen auf, statt alles sauber abzuschließen. Das ist nicht bequem – aber es passt. Ich war am Ende angespannt, neugierig und wollte sofort wissen, wie es weitergeht.

The Tainted Cup ist kein Wohlfühlbuch. Es verlangt Geduld, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, Verwirrung auszuhalten. Aber wer sich darauf einlässt, bekommt eine Geschichte, die nachhallt – und mich definitiv neugierig auf den nächsten Band gemacht hat.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Cozy und zum schnurren

Werecat Café
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Der Klappentext und das Cover haben mich sofort getroffen. Irgendetwas darin hat direkt dieses herbstliche Gefühl geweckt – Hexen, warmes Licht, ein Hauch Magie. Perfekt für diese Jahreszeit, in der man ...

Der Klappentext und das Cover haben mich sofort getroffen. Irgendetwas darin hat direkt dieses herbstliche Gefühl geweckt – Hexen, warmes Licht, ein Hauch Magie. Perfekt für diese Jahreszeit, in der man sich mit einem Buch einkuscheln will.

Der Anfang war für mich ehrlich gesagt etwas zäh. Ruhig, fast zu ruhig. Ich war kurz enttäuscht, weil ich mehr erwartet hatte. Aber dann hat sich die Geschichte langsam entfaltet. Immer noch sanft, immer noch leise – aber genau das hat mich irgendwann gepackt. Ich habe gemerkt: Das hier ist cozy. Jetzt verstehe ich endlich, warum dieses Genre so beliebt ist.

Die Idee mit den Werkatzen war für mich ein echtes Highlight. Keine überzeichneten Werwölfe, sondern Katzen – elegant, gefährlich, aber kontrolliert. Diese Mischung hat mich überrascht und sofort neugierig gehalten.

Und dann diese Anziehung zwischen der Hexe und dem Werkater. Von der ersten Begegnung an spürbar, aber nie laut. Sie wächst leise, baut sich auf, schwebt zwischen den Zeilen. Man weiß natürlich, worauf es hinausläuft. Trotzdem kämpfen die beiden dagegen an, und genau das macht ihre Entwicklung so schön. Ich habe mich dabei erwischt, wie ich immer wieder grinsen musste, weil die Spannung einfach stimmte.

Die Geschichte ist nicht voller Action, kein Drama, das einen durchrüttelt. Sie ist ruhig – aber sie berührt. Sie nimmt einen mit auf eine warme, atmosphärische Reise, die man einfach gern erlebt. Am Ende kann ich nur sagen: Ich habe das Buch wirklich genossen. Und ich bin froh, dass ich mich darauf eingelassen habe.
Vielen Dank an NetGalley für das Reziexemplar.

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