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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2025

Nichts gut ausgearbeitet

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
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Da habe ich mich wohl von einem fantastischen Cover und unzähligen positiven Rezensionen hinreißen lassen… Für mich war das Buch leider ein totaler Reinfall.

Das Thema nordische Mythologie hätte echt ...

Da habe ich mich wohl von einem fantastischen Cover und unzähligen positiven Rezensionen hinreißen lassen… Für mich war das Buch leider ein totaler Reinfall.

Das Thema nordische Mythologie hätte echt spannend sein können. Aber dafür hätte es für mich deutlich mehr Worldbuilding und Hintergrundinfos gebraucht – ich bin ohne Vorwissen ans Buch gegangen und wurde direkt ins kalte Wasser geworfen. Statt einer Einführung gibt’s nur bruchstückhafte Randinfos. Die Götter, die Welt, die ganzen Mechanismen – sie sind einfach da. Ohne Erklärung, ohne Tiefe.

Auch mit dem Schreibstil bin ich überhaupt nicht warm geworden. Für mich wirkte er holprig, nicht richtig ausgearbeitet. Viel innerer Monolog mit ständig offenen Fragen, abgehackte Sätze, dramatisch gemeinte Kurzsätze – aber für mich war das einfach nur anstrengend.

Die Figuren waren leider auch keine Rettung. Ich konnte mit der Protagonistin gar nichts anfangen. Sie war für mich keine starke Heldin mit “female rage”, sondern eher passiv, weinerlich, festgefahren in den immer gleichen Gedanken. Tiefgang? Fehlanzeige. Und der männliche Love Interest – leider genauso flach. Die beiden zusammen waren einfach nur langweilig. Der Smut war nur unangenehm.

Die Romanze war mehr körperliches Interesse als echte Verbindung. “Insta-Lust” trifft es ziemlich gut. Kaum Kennenlernen, kaum Entwicklung – sie waren halt einfach plötzlich einander verfallen.
Und das Ganze dann auch noch in einem Buch, das sich ewig zieht. Bei der Länge hätte man so viel machen können – mehr Tiefe, mehr Worldbuilding, mehr Charakterentwicklung. Stattdessen hat sich das alles für mich einfach nur gezogen, mit einem chaotischen Pacing und ohne wirkliche Highlights.

Unterm Strich: Eine Romantasy, die mich weder als Romance noch als Fantasy überzeugen konnte. Schade um das schöne Cover. Teil Zwei werde ich nicht lesen.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Belanglos

Es kann so schön sein, das Leben
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Ich hatte irgendwie etwas Sachlicheres und vor allem auch wissenschaftlich Fundierteres erwartet. Stattdessen bekommen wir eine Mischung aus kulturkritischem Kommentar zum deutschen Leben und eine Liste ...

Ich hatte irgendwie etwas Sachlicheres und vor allem auch wissenschaftlich Fundierteres erwartet. Stattdessen bekommen wir eine Mischung aus kulturkritischem Kommentar zum deutschen Leben und eine Liste an Sachen, die im „Dolce Vita“ anders gemacht werden. Das Buch ist vollgepackt mit anekdotischer Evidenz. Dabei erzählt uns der Autor, was wir alles ändern sollen. Wen diese Liste anspricht, dann nur zu:

1. Essen Sie Olivenöl als einzige Fettquelle
2. Trinken Sie jeden Tag ein bis zwei Gläser Wein
3. Flanieren Sie und machen Sie Sport
4. Essen Sie wenn Sie Hunger haben, aber essen Sie auch mit allen zusammen am Tisch
5. Teilen Sie Rechnungen niemals auf
6. Machen Sie nur eine Sache auf einmal
7. Legen Sie Ihr Handy beiseite
8. Verzichten Sie auf Verkehrsmittel, vor allem im Urlaub
9. Gehen Sie oft und vor allem auf Wochenmärkten einkaufen
10. Kochen Sie gemeinsam
11. Lieben Sie. Der Rest kommt von selbst
12. Sprechen Sie mit Gott
13. Arbeiten Sie mit Leidenschaft. Tun Sie das nicht, wechseln Sie Arbeitgeber oder Beruf.
14. Entspannen Sie und Seien Sie nicht zu informiert über das Weltgeschehen
15. Wandern Sie aus, wenn Sie sich sicher sind

Eine sehr vereinfachte Sichtweise auf Kultur und Lebensstil, die sich liest wie ein Lifestyle-Ratgeber für Menschen mit ausreichend Zeit, Geld und Flexibilität, um sich diese Philosophie zu leisten. Insofern würde ich das Buch vor allem liquiden Menschen empfehlen – und eher Männern, denn der Alltag vieler Frauen oder weniger privilegierter Menschen scheint hier wenig bedacht worden zu sein.

Aber vielleicht bin ich auch einfach zu deutsch…

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Langweilig

Das Ministerium der Zeit
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Ich hatte viel erwartet. Das Buch ist so unglaublich erfolgreich und heiß geliebt von vielen. Leider hat es mich von vorn bis hinten enttäuscht. Damit bin ich allerdings ein Ausreißer.

Der Schreibstil? ...

Ich hatte viel erwartet. Das Buch ist so unglaublich erfolgreich und heiß geliebt von vielen. Leider hat es mich von vorn bis hinten enttäuscht. Damit bin ich allerdings ein Ausreißer.

Der Schreibstil? Langsam, verschachtelt, voller Metaphern, die sich in sich selbst verlieren. Kapitel, die sich ziehen, als wären sie absichtlich dazu gedacht, jede Form von Spannung zu ersticken. Die Handlung zog sich ins Unendliche.

Und das Genre? Eine Mischung aus allem und gleichzeitig nichts. Nur, weil Zeitreisen irgendwie vorkommen, aber nicht erklärt oder sinnvoll genutzt werden. ist es noch nicht Sci-Fi. Ein Thriller war das auch nicht, die Spannung fehlte. Wenn man auf einseitige Schwärmereien und einen seltsam idealisierten MMC steht, dann war es vielleicht noch Romance. Comedy war es höchstens unbeabsichtigt.

Was bleibt also? Eine self-inserted Fanfiction Geschichte. Der Love Interest ist eine reale historische Figur, was die ganze Sache noch befremdlicher macht. Und dann diese Mischung aus Fetischisierung und ernsthafter Gesellschaftskritik. Das sollte wohl tiefgründig wirken, war aber eher bizarr.

Fazit: Ein Buch, das mich nicht überzeugen konnte. Aber wie gesagt – ich bin damit offenbar in der Minderheit.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Für alle, die Nahrungsergänzungsmittel nehmen (möchten)

Der Nährstoff-Kompass
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Bereichernd für alle, die Nahrungsergänzungsmittel nehmen oder darüber nachdenken! Martin Smollich hat ganze Arbeit geleistet und ein enormes Repertoire an wissenschaftlichen Quellen zusammengetragen. ...

Bereichernd für alle, die Nahrungsergänzungsmittel nehmen oder darüber nachdenken! Martin Smollich hat ganze Arbeit geleistet und ein enormes Repertoire an wissenschaftlichen Quellen zusammengetragen. Dabei schafft er den Spagat zwischen verständlich und detailliert wirklich beeindruckend.

Das Buch startet mit einer Einordnung wissenschaftlicher Studien und legt so eine fundierte Basis für den zweiten Teil. Dort werden einzelne Nährstoffe und verbreitete Krankheitsbilder behandelt – natürlich nicht alle, aber die wichtigsten sind dabei. Im dritten Teil fasst Smollich essenzielle Nährstoffe noch einmal zusammen und geht sogar auf gesundheitliche Bedenken ein.

Insgesamt ein hervorragend recherchiertes, wissenschaftlich fundiertes Buch. Die Nahrungsergänzungsbranche boomt, und mit diesem Wissen muss man nicht auf leere Versprechen hereinfallen oder sich sogar gesundheitlich schaden. Ich kann es nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Einfach und schnell

Anti-Heißhunger
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Ich kenne schon einige Bücher von Matthias Riedl, vor allem die Medical Cuisine-Reihe, die ich klasse finde. Auch aus den Ernährungs-Docs ist er mir bekannt, deshalb war ich gespannt auf dieses Buch.

Vorweg: ...

Ich kenne schon einige Bücher von Matthias Riedl, vor allem die Medical Cuisine-Reihe, die ich klasse finde. Auch aus den Ernährungs-Docs ist er mir bekannt, deshalb war ich gespannt auf dieses Buch.

Vorweg: Es ist ein Kochbuch. Die Informationen zur Entstehung von Heißhunger sind recht knapp – etwa eine Seite – und dann geht es direkt mit den Rezepten los. Am Ende gibt es noch einige Tabellen und Tipps, aber auch das sind nur ein paar Seiten.

Man bekommt hier 15 vegetarische Gerichte, 6 mit Fisch und Meeresfrüchten und 8 mit Fleisch. Aufgrund der Buchbeschreibung hatte ich allerdings auch mit veganen Rezepten gerechnet – das sollte man vor dem Kauf wissen.

Die Rezepte selbst sind natürlich Geschmackssache. Ich finde die Zutatenlisten überschaubar, die Gerichte einfach nachzukochen und nur vereinzelt mit allzu ausgefallene Zutaten, die man nur in Reformhäusern oder Biomärkten findet. Es gibt ein paar Rezepte mit Mandelmehl, Zartweizen, Sojaflocken und Flohsamenschalen. Insgesamt finde ich die Rezepte gelungen und unkompliziert - wenngleich nichts allzu ausgefallenes mit dabei ist.

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