Aufmachung und Setting Top, Umsetzung Flop
A Tale of Foxes and MoonsIch hatte mich eigentlich sehr auf das Buch gefreut. Mir haben direkt die Aufmachung und das japanische Setting gefallen und auch der Klappentext hat sich spannend angehört, zudem habe ich online schon ...
Ich hatte mich eigentlich sehr auf das Buch gefreut. Mir haben direkt die Aufmachung und das japanische Setting gefallen und auch der Klappentext hat sich spannend angehört, zudem habe ich online schon recht viel positives Feedback gesehen. Inhaltlich war das Buch aber eher enttäuschend. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen und auch die grundlegende Idee finde ich immer noch interessant, aber es gab für mich einfach keine roten Faden. Wir springen von einer Handlung zur nächsten, alles ist irgendwie nur aneinandergereiht, auf einige Gegebenheiten wird gar nicht mehr eingegangen und die Charaktere handeln auch immer wieder ziemlich merkwürdig und unpassed.
Ich bin auch nicht richtig mit den Charakteren warm geworden und konnte sie nicht richtig greifen. Ich war nach den ersten Kapiteln z.B. überrascht, dass die Protagonistin ein Hörgerät trägt, weil es nie erwähnt wurde und dann nur in einem Nebensatz aufkam. Ich dachte erst, ich hätte mich verlesen. An einer anderen Stelle erfährt man in einem Satz, dass sie scheinbar spicy Romantasy-Bücher liest und dann wird nicht weiter drauf eingegangen. Diese Info hat zu dem Zeitpunkt für mich auch gar nicht zum Charakter gepasst und war deswegen eher irritierend. Die Protagonistin ist auch nicht wirklich als Feministin angelegt, bzw. kommen solche Themen überhaupt nicht in der Geschichte vor, aber an ein, oder zwei Stellen hauen sie und ihre Freundin Sätze raus, die ich ebenfalls nicht erwartet hätte und für mich deplatziert wirkten. Das ganze Taylor Swift Thema hat mich leider auch gar nicht abgeholt. einige Handlungen fand ich zudem eher unlogisch und nicht authentisch. Wie schaffen es junge Erwachsene bitte unbemerkt ins Gefängnis und können dann auch noch ausbrechen? Es gab nicht mal einen richtigen Plan, der irgendwie Sinn ergeben hätte.
Ich habe anfangs tatsächlich überlegt, abzubrechen, aber ich wollte das Buch wirklich mögen und hatte die Hoffnung, es könnte noch besser werden. Zumindest hat mir der Epilog ganz gut gefallen, auch wenn der Timeskip gerne größer hätte sein können. Positiv hervorzuheben war ansonsten noch die auf Konsens basierte Beziehung.
Für mich war das Buch leider gar nichts. Andere haben aber sicherlich Spaß an der Geschichte. von mir gibt es 2 Sterne für die Idee, Aufmachung und den Schreibstil.