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Veröffentlicht am 16.03.2026

Wählst du dein persönliches Glück, oder opferst du es für dein Land?

A Song to Drown Rivers
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Das Cover ist wunderschön und ich liebe das historisch, asiatische Setting. Ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Die Geschichte ist sehr schön, aber auch ...

Das Cover ist wunderschön und ich liebe das historisch, asiatische Setting. Ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Die Geschichte ist sehr schön, aber auch traurig und das Ende habe ich so nicht kommen sehen.

Die Länder Yue und Wu führen Krieg, den am Ende Wu gewinnt. Xishi lebt in Yue und hat ihre jüngere Schweser im Krieg verloren, getötet von den Soldaten aus Wu. Da sie von besonderer Schönheit ist, soll sie nach Wu reisen und dort die Konkubine des Königs werden, um alles für einen Umsturzt vorzubereiten.

Mir gefiel sehr gut die Zerissenheit von Xishi, unserer Protagonistin. Obwohl sie Wu und dessen König hasst, muss sie feststellen, dass er nicht so grausam ist, wie sie gedacht hat. Leider wird diesen Gefühlen etwas wenig Raum gegeben und sie hinterfragt auch viel zu wenig die gesamte Mission. Für sie sind die Menschen, Soldaten und der König von Wu Monster, als eine Bedienstete dasselbe über Yue sagt, ist sie verwirrt, aber es wird gar nicht weiter thematisiert. Ich glaube, hier hätte man mehr Fokus drauf legen können, dass Xishi hin und hergerissen ist, dass es nicht die eine Gute und Böse Seite gibt im Krieg. Das wurde aber leider versäumt. Zudem habe ich irgendwie gedacht, Xishi hätte noch irgendwelche besonderen Fähigkeiten, da sie nicht nur unbeschreiblich schön ist sondern auch sehr starke (Alb)Träume hat, die sich zum Teil nach Botschaften anfühlten, aber wohl keine waren. All das wird aber nicht weiter ausgeführt, oder in irgendeinen Zusammenhang gebracht. Alles für sich scheint eher unwichtig zu sein und tut nichts für die Geschichte. Ihre Schönheit scheint im Verlauf der Geschichte soar an Bedeutung zu verlieren. Am Anfang muss sie sich in ihrem Dorf z.B. noch das Gesicht verhüllen, weil es zu gefährlich ist, es zu zeigen, danach läuft sie unverhüllt rum und alle finden sie ganz hübsch, aber das wars auch schon. Auch hier hat die Geschichte ihr Potential nicht wirklich ausgeschöpft. Leider bleiben die Charaktere auch recht flach. Wir erfahren von allen einige Hintergründe, da wäre aber auch Luft nach oben gewesen, um sie und ihre Handlungen greifbarer zu machen.

Trotz all dieser Punkte hat mich die Geschichte gut unterhalten und zum Ende gab es auch noch einige Plot Twists und ein Ende, dass ich nicht erwartet hatte. Ich habe richtig mitgefiebert und war selber hin und hergerissen, was die beiden männlichen Love Interests angeht. Das Ende selbst hat mich ehrlicherweise etwas überfordert, aber ich finde es gut gewählt. Alles andere hätte das doch recht düstere Setting kaputt gemacht. Ich kann aber verstehen, dass nicht alle damit zufrieden sein werden.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

süße Fake-Dating Romance in China

This Time It’s Real
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Das Cover hat mich direkt angesprochen und der Klappentext hat sich nach einer humorvollen süßen Fake-Dating-Romance anghört. Ich wurde auf jeden Fall nicht entäuscht. Ich habe die ersten 2 Lapitel gebraucht, ...

Das Cover hat mich direkt angesprochen und der Klappentext hat sich nach einer humorvollen süßen Fake-Dating-Romance anghört. Ich wurde auf jeden Fall nicht entäuscht. Ich habe die ersten 2 Lapitel gebraucht, um in die Geschichte und den Schreibstil reinzukommen, aber dann hat sich das Buch fast von allein gelesen. Ich mochte Eliza sehr, sie ist witzig und schlagfertig, aber leider auch sehr verschlossen. Sie frisst alles in sich rein und neigt dazu, Situationen zu zerdenken. Warum sie so ist, hat natürlich auch Gründe, die vor allem mit den sehr häufigen Umzugen zu tun haben, dass sie nirgends richtig angekommen ist, oder dazu gehört hat. Das Thema hat ihr, aber auch der Geschichte selbst mehr Tiefe und auch Ernsthaftigkeit gegeben. Auch Caz hat es nicht leicht und muss zwischen Schule, Karriere und den Erwartungen der Eltern jonglieren. Die beiden zusammen sind einfach nur Zucker. Natürlich ist es ab und zu viel Drama, bzw. gibt es sicherlich schwerwiegendere Probleme, aber mit 17/18 Jahren sind das in dem Moment Weltuntergangs-Szenarien. Ich glaube, jeder, der sich an seine Jugend zurückerinnert, kann das nachvollziehen. Alle die auf Fake-Dating stehen und Highshool-Settings mögen, werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

koreanisches Zeitreise-Abenteuer

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
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Nachdem ich mit dem ersten Band anfangs so meine Probleme hatte und mich tatsächlich erst das letzte Drittel so richtig abgeholt hat, war ich wirklich gespannt auf Band zwei. Ich wurde auf jeden Fall positiv ...

Nachdem ich mit dem ersten Band anfangs so meine Probleme hatte und mich tatsächlich erst das letzte Drittel so richtig abgeholt hat, war ich wirklich gespannt auf Band zwei. Ich wurde auf jeden Fall positiv überrascht.

Wir knüpfen nahtlos an das Ende von Band eins an und auch das Pacing und der Spannungsbogen werden weiter aufrecht erhalten. Ich komme mit Jia als Protagonistin irgendwie auch besser klar, als mit Sora. Jia ist ein spannender Charakter. Ich mochte ihre Entwicklung in Band eins bereits, aber hier bekommt sie noch mal mehr tiefe.
Ich finde es erfrischend, dass das Thema Romance nicht zu viel Raum einnimt. Natürlich habe ich mit Jia mitgefiebert und fand die romantischen Szenen wahnsinnig schön geschrieben, allerdings lief das gut neben der eigentlichen Story her. Da lag nicht der gesamte Fokus drauf, was mir persönlich gut gefallen hat. Wirklich toll ist auch, dass einige Szenen gewissermaßen "Tabus" brechen und realistisch Themen und Probleme von Frauen aufgreifen, wie z.B. die Periode. Normalerweise werden solche Themen oft nicht genannt weil es wahrscheinlich einfach in einige Geschichten passt, in der heutigen Zeit aber vollkommen angebracht ist, darüber auch in Geschichten zu schreiben.

Insgesamt ist der zweite Band sehr viel emotionaler und in gewisser Weise ruhiger, als Band eins. Es gibt natürlich spannende Szenen und Kämpfe, aber generell hatte ich das Gefühl, dass es vielmehr um die Charaktere, ihre Entwicklung und Beziehung zueinander geht. Ich wurde von Anfang bis Ende abgeholt. Falls jemand nach Band eins noch am zögern ist, dem kann ich nur empfehlen, Band zwei eine Chance zu geben!

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Fanatische Fankultur

Idol in Flammen
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Ich bin selbst großer Fan asiatischer Popkultur, setze mich mit den Themen auseinander und kenne daher auch die Schattenseiten der Industrie. Es ist erschreckend, wie tief einige Fans in ihren Fandoms ...

Ich bin selbst großer Fan asiatischer Popkultur, setze mich mit den Themen auseinander und kenne daher auch die Schattenseiten der Industrie. Es ist erschreckend, wie tief einige Fans in ihren Fandoms abrutschen und was das nicht nur mit ihrem Leben macht, sondern auch mit dem ihrer Idole. Ich finde, dass diese Themen ganz gut in diesem Roman dargestellt wurden, allerdings nicht in dem Extrem, wie ich es von dem Klappentext erwartet hatte. Akari, die Protagonistin, himmelt zwar ihr Idol Masaki an, verliert sich in seinem Leben und konsumiert einfach alles, was mit ihm zu tun hat, was auch ihr Geldbeutel zu spüren bekommt, allerdings hatte ich irgendwie eine andere Reaktion auf den Skandal ihres Idols erwartet, dass dieser auf sie eine ganz andere Auswikrung haben würde. Da wir auch viel aus ihrem privaten und familiären Leben mitbekommen, wird schnell klar, dass Akari scheinbar auch an irgendwelchen psychischen Erkrankungen leidet, die allerdings nicht näher benannt werden, ihr aber ein "normales" Leben erschweren. Ich hatte beim Lesen daher meistens das Gefühl, dass es eher darum geht, wie sie ihr Leben meistert und das Fandasein nur ein Mittel ist, um es in gewisser Weise zu strukturieren.

Das Buch hat sich gut gelesen, es war kurzweilig mit nur 125 Seiten und hat einige gute Ansätze. Für mich ist allerdings viel Potenzial ungenutzt geblieben. Da hätte man auf jeden Fall mehr draus machen können, daher nur 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Was nach Peter Pan geschah ...

Der Panfluch
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Ich liebe Neuinterpretationen von Märchen und Sagengeschichten und habe auch schon einige zu Peter Pan gelesen. Mir hat besonders die Idee gefallen, dass es keine Neuinterpretation mit Peter als Protagonisten ...

Ich liebe Neuinterpretationen von Märchen und Sagengeschichten und habe auch schon einige zu Peter Pan gelesen. Mir hat besonders die Idee gefallen, dass es keine Neuinterpretation mit Peter als Protagonisten ist, sondern vielmehr eine Weitererzählung der Geschichte aus Sicht eines komplett neuen Charakters. Taja ist eine Raluka, die verborgen in den Bergen im Zentrum von Nimmerland leben und Geschichten erzählen. Das ändert sich schlagartig, als Peter Pan verschindet, nachdem er Nimmerland von den Piraten befreit hat. Das Land versinkt plötzlich in Dunkelheit und nur Taja scheint Nimmerland jetzt noch retten zu können. Wir begleiten die kleine Heldin auf ihrem größten Abenteuer durch ganz Nimmerland und begegnen vielen bekannten Figuren. Der Schreib- und Erzählstil sind flüssig und ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Ab und zu hat mir nur die Formatierung nicht ganz gefallen, da es teilweise sehr große Lücken zwischen zwei Wörtern gab. Die Geschichte ist spannend und eher für ein jüngeres Publikum geschrieben, daher war ich über einige grausamere Szenen anfangs überrascht. Die Charaktere hätten gerne auch noch ein wenig mehr emotionale Tiefe bekommen können, aber alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen.

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