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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2025

Die Kraft der Sprache

Die große Wörterfabrik
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Paul lebt in einem Land, in dem Menschen kaum reden. Der Grund ist eine Fabrik, die Wörter herstellt. Wörter müssen teuer gekauft und anschließend geschluckt werden, bevor sie ausgesprochen werden können. ...

Paul lebt in einem Land, in dem Menschen kaum reden. Der Grund ist eine Fabrik, die Wörter herstellt. Wörter müssen teuer gekauft und anschließend geschluckt werden, bevor sie ausgesprochen werden können. Paul fehlt das Geld, trotzdem möchte er Marie sagen, wie gern er sie hat.

Die große Wörterfabrik von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo ist ein ganz besonderes Kinderbuch über die Kraft der Sprache. Besonders schön finde ich Pauls bezaubernde Liebeserklärung, deren kleine, mühsam gesammelte Wörter Marie mehr bedeuten, als die teuer gekauften Sätze von Pauls Konkurrenten Oskar. Die Illustrationen unterstützen die Geschichte sehr gut. Sie sind auffällig in Grau-, Braun-, Beige- und Rottönen gehalten. Man spürt die Tristesse der wortarmen Stadt, aber auch die herzerwärmenden Gefühle zwischen Paul und Marie. Tatsächlich hat das Buch eine Tiefe, die wohl von jungen Kindern noch nicht verstanden wird. Es stellt unterschwellig die Frage nach dem Wert der Sprache und zeigt das man nicht reich sein muss, um seine Liebe zu zeigen. Daher ist es für mich eines dieser Kinderbücher, das Erwachsene fast mehr anspricht, als die eigentliche Zielgruppe.

Fazit: Poetisch und wunderschön.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Peppa im Zoo

Peppa Pig: Ein Tag im Zoo
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Die beliebte Zeichentrickfigur unternimmt mit ihrer Klasse und Klassenlehrerin Madam Gazelle einen Zoobesuch. Inhaltlich und von den Illustrationen her, ist das Buch nah an der TV-Serie. Auf deren kleine ...

Die beliebte Zeichentrickfigur unternimmt mit ihrer Klasse und Klassenlehrerin Madam Gazelle einen Zoobesuch. Inhaltlich und von den Illustrationen her, ist das Buch nah an der TV-Serie. Auf deren kleine Fans zwischen 2-5 ist diese kurze, nicht allzu spannende Geschichte auch zugeschnitten. Die ca. 16 Pappseiten sind stabil für kleine Kinderhände und das Buch hat sogar einen Papp-Henkel zum besseren Transport. Kleine Kinder werden natürlich nicht unbedingt hinterfragen, warum Tierkinder einen Zoobesuch machen wollen. Zu sehen gibt es dann Schildkröten, Pinguine und Schmetterlinge. Lustigerweise sind "gefährliche Tier" Zoodirektor und Tierpflegerin. Tatsächlich ist Peppa Pig, Ein Tag im Zoo, ein Buch, welches ich nur kleinen Peppa Wutz Freunden kaufen würde.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Die letzten bedeutenden Reisen der Highländerin

Das Vermächtnis der Highlanderin
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Das Vermächtnis der Highlanderin von Eva Fellner ist der fünfte und letzte Band rund um Kriegerin und Assassinin Enja Douglas. Nach dem Tod von König Robert de Bruces hat es sich ihr Mann, James Douglas, ...

Das Vermächtnis der Highlanderin von Eva Fellner ist der fünfte und letzte Band rund um Kriegerin und Assassinin Enja Douglas. Nach dem Tod von König Robert de Bruces hat es sich ihr Mann, James Douglas, zur Aufgabe gemacht, de Bruces Herz nach Jerusalem zu bringen. Ein Aufruf des Papstes verlangt aber ihre Anwesenheit auf der iberischen Halbinsel. James Douglas stirbt bei der Schlacht um Teba und Enja muss ihr Leben neu ordnen und sich ihrer Herkunft/Vergangenheit stellen.

Eva Fellner gelingt es hier die Geschichte der mutigen, unkonventionellen Kriegerin gekonnt zu Ende zu erzählen. Lose Fäden aus Enjas Vergangenheit werden verbunden. Es schließt sich gewissermaßen ein Kreis. Enja und ihre Mitstreiter sind im letzten Band deutlich älter geworden, was aber nichts an Enjas Kampfeswillen ändert. Da James Douglas eine historische Figur ist, war sein Tod unvermeidlich. Das Buch ist aufgrund einiger Rückblick und Erklärungen auch einzeln lesbar, trotzdem würde ich die Reihe eher als Komplettpaket empfehlen. Wer historische Romane mit einer weiblichen, starken, taffen, ungewöhnlichen Hauptfigur mag, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Alexandrias geheime Bibliothek

Geheimnisse des Nil, Band 2 - Where the Library Hides
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Um in Ägypten bleiben zu können und nicht von ihrem Vormund nach Hause geschickt zu werden, heiratet Inez. Ihr Mann Whitford Hayes nutzt diese Ehe jedoch für seine eigenen Pläne. Enttäuscht von Whit gibt ...

Um in Ägypten bleiben zu können und nicht von ihrem Vormund nach Hause geschickt zu werden, heiratet Inez. Ihr Mann Whitford Hayes nutzt diese Ehe jedoch für seine eigenen Pläne. Enttäuscht von Whit gibt Inez die Suche nach ihrer Mutter, der sie das Handwerk als Artefakteschmuglerin legen möchte, nicht auf und stößt dabei auf einige weitere Familiengeheimnisse.

Where the Library Hides von Isabel Ibañez ist eine Abenteuergeschichte mit Lovestory und historischem Hintergrund. Durch magische Artefakte hat das Buch auch einen kleinen Fantasy-Anteil. Der Anteil der Liebesgeschichte ist diesmal wesentlich größer als im ersten Teil. Mir hat sie gut gefallen, auch wenn ich mit Whits Handlungsweise einige Schwierigkeiten hatte. Inez fand ich wieder sehr sympathisch, mutig und entschlossen. Sie entdeckt Familiengeheimnisse und gerät zwischen die Fronten von Grabräubern und Artefakteschmugglern. Im weiteren Verlauf wird die Geschichte actionreich und spannend. Whit und Inez befinden sich mehrfach in Lebensgefahr, bevor es ein Happy-End geben darf. Für mich war "Where the Library Hides" ein sehr gut gelungener zweiter Teil und Abschlussband, den ich beim Lesen kaum zur Seite legen konnte.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Der Todlose und die Hexe

The Deathless One
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"Ohne sie ist er machtlos, ohne ihn ist sie tot."

Ich gebe zu, mich hat hier der Klappentext bereits sehr angesprochen. Eine Prinzessin, die bei Eheschließung von ihrem Mann ermordet wird, von einem finsteren ...

"Ohne sie ist er machtlos, ohne ihn ist sie tot."

Ich gebe zu, mich hat hier der Klappentext bereits sehr angesprochen. Eine Prinzessin, die bei Eheschließung von ihrem Mann ermordet wird, von einem finsteren Gott gerettet wird und sich Rache schwört, inklusive dieses Gottes als Love-Interest, klingt schon gut! Die düstere Atmosphäre des Buches hat mir auch sehr zugesagt und die ersten Kapitel waren spannend. Dann konzentrieren sich die Autorin zu sehr auf die Innenansichten der Protagonisten. Die Gedankengänge von Prinzessin Jessamine und Gott Elric wiederholen sich zu oft. Eine etwas temporeichere Handlung oder überhaupt mehr Handlung hätten gerade dem Mittelteil der Geschichte gut getan. Auch die Lovestory überzeugt mich nicht vollständig. Da es sich um einen Reihenauftakt handelt, bleibt natürlich noch das ein oder andere offen. Da ich die Story eher mittelmäßige fand, werde ich die Serie sehr wahrscheinlich nicht weiter verfolgen.

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