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Andrea1978

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Veröffentlicht am 01.10.2018

Spannend bis zum Ende...

Bluthaus
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Inhalt:

Zur Zeit wohnt Frida Paulsen bei Ihren Eltern, um sich von ihrem letzten Fall, der ihr mächtig zugesetzt hat, zu erholen. Dort erhält sie einen Hilferuf ihrer alten Freundin Jo. Jo hat mitten ...

Inhalt:

Zur Zeit wohnt Frida Paulsen bei Ihren Eltern, um sich von ihrem letzten Fall, der ihr mächtig zugesetzt hat, zu erholen. Dort erhält sie einen Hilferuf ihrer alten Freundin Jo. Jo hat mitten in der Nacht in einem leer stehenden Bauernhaus eine, mit Messerstichen, schwer verletzte Frau gefunden. Jo ist überzeugt, dass die Polizei ihr den Mord an der Frau anhängen möchte. Dann verschwindet Jo plötzlich spurlos. Frida versucht nun alles, was in ihrer Macht steht, zu tun, um ihre Freundin Jo zu finden. Ihre Spur führt sie zu einem einsam gelegenen Haus auf der Halbinsel Holins, welches die Inselbewohner „das Bluthaus“ nennen. Denn vor vielen Jahren wurde hier eine ganze Familie grausam hingerichtet. Der Täter ist immer noch flüchtig und die Ermittlungen konnten nie abgeschlossen werden.


Meine Meinung:

Ich habe das erste Buch nicht gelesen, hatte aber keine Mühe mich in der Geschichte und mit den Personen zurecht zu finden. Ich konnte mich gut in Frida hineinversetzen, da sie sehr authentisch beschrieben wurde. Das Buch ist sehr spannend und packend geschrieben, so dass man es nicht mehr aus der Hand legen möchte. Romy Fölck weiss, wie sie den Leser fesseln kann. Ich werde bestimmt ihr erstes Buch noch lesen, ebenfalls die noch kommenden.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, was dem Buch eine absolute Authentizität und Glaubwürdigkeit verleiht. Ebenfalls gefallen mir die Schauplätze verbunden mit der düsteren und unheimlichen Stimmung. Ich war überrascht ob dem tatsächlichen Ermittlungsergebnis. So viel Kaltblütigkeit und Herzlosigkeit hätte ich dem Täter nicht zugetraut. Die Spannung begleitet den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.

Was ich hier im Vergleich zu anderen Krimis etwas vermisst habe, ist die eigentliche Polizeiarbeit. Ermittelt wurde in meinen Augen nie so richtig, irgendwann fügte sich einfach alles zusammen. Diese Bemerkung aber nur am Rande. Das Buch war spannend und ich freue mich jedenfalls bereits jetzt auf Band 3. Gerne gebe ich diesem Buch aus den obgenannten Gründen 4 von 5 Sternen.


Fazit und Kaufempfehlung:

Ein spannendes Buch, welches mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen hat. Allen Krimiliebhabern kann ich das Buch wärmstes empfehlen. Ganz klare Kauf/Leseempfehlung von meiner Seite.

Veröffentlicht am 26.10.2018

Hasenjagd...

Hasenjagd
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«Hasenjagd» ist das 6. Buch des schwedischen Autoren-Ehepaars Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril unter ihrem Pseudonym Lars Kepler, bei welchen es sich um das Ermittlerteam Joona/Saga dreht. ...

«Hasenjagd» ist das 6. Buch des schwedischen Autoren-Ehepaars Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril unter ihrem Pseudonym Lars Kepler, bei welchen es sich um das Ermittlerteam Joona/Saga dreht. Für mich persönlich war es das erste Buch des Autorenduos. Als Leser taucht man sofort in das Geschehen mit rein, auch ohne die Vorgänger-Bücher gelesen zu haben.

Inhalt:

In Stockholm geschieht ein brutaler Mord am Aussenminister. Die Polizei und der Staatsschutz ermitteln, während der Mord aber geheim gehalten wird. Währenddessen geschieht bereits der nächste Mord. Joona Linna, ein ehemaliger Polizist, der seit zwei Jahren im Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses sitzt, wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Er soll helfen, den Mörder zu finden, um dann vorzeitig in die Freiheit entlassen zu werden.

Kann Joona Linna mit Hilfe seiner ehemaligen Kollegin Saga Bauer den Mörder rechtzeitig aufhalten? Eines ist sicher: Der Mörder ist höchst motiviert und lässt sich nicht stoppen.


Meine Meinung:

Der Schreibstil ist mehrheitlich spannend und flüssig zu lesen. Die Übersetzungen lassen ab und zu etwas zu wünschen übrig, teilweise wurden Sätze aus dem Schwedischen nicht übersetzt, was ich etwas irritierend fand. Ebenfalls hätte der Titel anders heissen müssen, nämlich Kaninchenjäger oder etwas ähnliches.

Die beiden Charaktere Saga und Joona sind teilweise sehr übertrieben dargestellt, so dass sie mir des Öfteren richtig unsympathisch waren. Ab und zu dringt bei Joona etwas mehr Gefühl und Menschlichkeit rüber und ich konnte dann entsprechend mit ihm mitfühlen.
Die Story ist, mit wenig Mäkel, gut durchdacht und die verschiedenen Handlungsstränge werden nach und nach zu einem grossen Ganzen verknüpft.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass der Krimi sehr vielschichtig ist. Es werden die Ermittler und der Leser lange auf falsche Fährten gelockt.

Das Buch hat 650 Seiten. Gegen ein dickes Buch spricht grundsätzlich nichts. Aber für mich hätte dieses Buch 200 Seiten weniger haben sollen. Der mittlere Teil des Buches dümpelte nur so dahin und ich musste mich überwinden, weiter zu lesen. Der Schluss hingegen war dann wieder spannend und packend geschrieben, so dass man das Buch unbedingt zu Ende lesen wollte. Also in diesem Fall wäre weniger mehr gewesen.


Fazit und Kaufempfehlung:

Ich fühle mich bei der Kaufempfehlung etwas hin und hergerissen. Grundsätzlich ist es ein gutes Buch mit spannendem Inhalt. Der Mittelteil ist leider viel zu langatmig, was mich sehr gestört und beim Weiterlesen blockiert hat.

Ein Buch das nicht unbedingt im Kopf bleibt, weil dafür halt doch ein bisschen etwas gefehlt hat. Ich kann das Buch allen Lesern empfehlen, die gerne Krimis mit vielen Wendungen und Verwirrungen haben und mit etwas Brutalität umgehen können. Der Leser muss aber auch damit leben können, dass es grosse Schwankungen im Bereich Spannung gibt. Ein klassischer Pageturner ist das Buch definitiv nicht.

Am Ende des Buches gelangt man zum Folgewerk «Lazarus». Der 7. Fall für Joona und Saga. Ich bin gespannt und werde dem Ermittlerduo vermutlich noch eine Chance geben.

Gerne vergebe ich 3.5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Das Böse in Deinen Augen

Das Böse in deinen Augen
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Imogen Reid zieht mit ihrem Mann Dan in den Ort ihrer Kindheit Gaunt zurück. Aus finanziellen Gründen leben sie dort im Haus Ihrer Kindheit. Ihre Erinnerungen an diese Zeit sind, aufgrund der Beziehung ...

Imogen Reid zieht mit ihrem Mann Dan in den Ort ihrer Kindheit Gaunt zurück. Aus finanziellen Gründen leben sie dort im Haus Ihrer Kindheit. Ihre Erinnerungen an diese Zeit sind, aufgrund der Beziehung zu ihrer Mutter, durchwegs negativ. Glücklicherweise lebt in Gaunt jedoch ihre Freundin Freundin Pammy. Imogen bekommt Arbeit bei place2be als Kinderpsychologin. Immer wieder zum Thema wird Dans starker Kinderwunsch. Dieses Thema ist sehr zentral und präsent. Imogen ist gefühlsmässig jedoch immer noch beim letzten Fall. Dieser nahm einen sehr tragischen und traurigen Ausgang. Seitdem hat sie sich dem Kinderwunsch-Thema eher verschlossen.

Die 11 jährige Ellie hat ihre Eltern und ihren Bruder bei einem Hausbrand verloren und lebt seitdem in Pflegefamilien. Nun lebt sie bei den Jeffersons, dort hat sie sich arrangiert. Sie geniesst den guten Draht zu ihrer älteren Pflegeschwester Marie. Jedoch nehmen die Probleme in der Schule zu, denn die Gerüchte um Ellie und ihre übernatürlichen Kräfte scheinen keine Ende nehmen zu wollen.

Gleich auf der Fahrt nach Gaunt findet bereits das erste Zusammentreffen zwischen Imogen und Ellie und ihrer Familie statt. Als Imogen dann ihren neuen Job antritt, bekommt sie die Akte der 11 jährigen Ellie auf den Tisch. Die Dorfbewohner und insbesondere auch ihre Lehrerin denken, dass Ellie übernatürliche Kräfte besitzt und diese für schreckliche Taten einsetzt.

Imogen freut sich auf ihre Arbeit mit Ellie, da sie ihr helfen möchte. Imogen baut, teilweise eher unprofessionell, eine Bindung zu Ellie auf. In Imogen’s Augen ist Ellie ein normales, jedoch sehr traumatisiertes Mädchen. Verwirrend und beschämend für Imogen ist, dass weder Ellies Pflegemutter noch ihre Lehrerin Hannah wirklich hinter ihr stehen. Als Hannah dann einen Unfall hat, gerät Ellie erneut ins Visier und die Gerüchteküche brodelt. Grund dafür ist, dass Ellie kurz vor dem Unfall eine Auseinandersetzung mit ihrer Lehrerin hatte. Weitere schreckliche Dinge passieren und immer wieder rückt Ellie ins Zentrum, da sie in jeder Geschichte ihre Rolle hatte.

Imogens enges Verhältnis zu Ellie führt dazu, dass ihr der Fall enzogen wird, was Ellie sehr traurig und wütend macht. Diese Wut bekommt Imogen zu spüren. Gerne hätte Ellie Imogen als ihre Pflegemutter gehabt.
Mary ist immer sehr lieb und besorgt um Ellie, teilweise jedoch fast ein bisschen kontrolliert und als Leser hinterfragt man sich des Öfteren, welche Rolle sie genau spielt.


Persönliche Meinung und Weiterempfehlung:
Das Buch liest sich, aufgrund des einfachen Schreibstils, zügig.
Ich bin jedoch vom Buch enttäuscht. Es hat sich zwar gegen Ende einiges aufgeklärt, aber trotzdem bleiben viele Fragen bis zum Schluss offen und ungeklärt.
Grundsätzlich gefällt mir auch das Ende nicht. Ich mag es zwar sehr am Ende eines Buches mit der „Täter-Antwort“ überrascht zu werden. Aber in diesem Fall kann ich mich mit diesem Ausgang überhaupt nicht anfreunden, da das Ende so in meinen Augen nicht passt. Ebenfalls war mir das Buch oft auch zu langatmig und der Spannungsaufbau hat in meinen Augen gelegentlich gefehlt. Ich kann das Buch nicht weiter empfehlen. Somit mein erstes Buch dieser Autorin und gleichzeitig auch ihr letztes.

Veröffentlicht am 27.11.2018

Als das Leben vor uns lag...

Als das Leben vor uns lag
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«Als das Leben vor uns lag» ist ein Roman der spanischen Autorin Care Santos. Die Ersterscheinung ist auf den 30.11.2018 festgelegt und Herausgeberin ist die Bastei Lübbe.


Inhalt:

Die Handlung beginnt ...

«Als das Leben vor uns lag» ist ein Roman der spanischen Autorin Care Santos. Die Ersterscheinung ist auf den 30.11.2018 festgelegt und Herausgeberin ist die Bastei Lübbe.


Inhalt:

Die Handlung beginnt im Jahr 1950. Die fünf Freundinnen Olga, Lolita, Martha, Julia und Nina besuchen gemeinsam eine Klosterschule, in welcher strenge Regeln herrschen. Für die Schwestern Olga und Martha ist es der letzte Abend im Internat, da ihre Mutter sie am morgigen Tag wieder nach Hause holen wird. Bei einem selbst einstudierten Spiel, bei dem wie gewohnt Olga die Federführung hat, läuft eine der im Spiel ausgedachten Mutproben schief, woraufhin sich das Leben für alle fünf Mädchen verändert. Die Freundinnen verlieren sich aus den Augen. Dreißig Jahre später plant Olga ein gemeinsames Treffen mit ihren ehemaligen Freundinnen. Bei diesem Treffen wird die unterschiedliche Entwicklung und die heute gelebte Lebensweise schnell und klar ersichtlich.

Der Roman behandelt grundsätzlich das Geschehen an den zwei Abenden: Dem Unglücksabend von 1950 und den Abend des gemeinsamen Treffens dreissig Jahre später. Jede Protagonistin wird in einem Abschnitt im Detail beschrieben. Der Leser erfährt durch die entsprechenden Rückblicke jede Menge Einzelheiten über die Entwicklung, die Gefühlswelt und die jeweilige Lebensweise.


Meine Meinung:

Die Charaktere der fünf Freundinnen wurden sehr authentisch und realitätsnah beschrieben. Man fühlt sich teilweise mittendrin im Geschehen, so lebendig und authentisch werden die Frauen dargestellt. Während mir Olga von Beginn an durch ihre überaus bestimmende, egoistische und neugierige Art unsympathisch war, war mir Julia hingegen von Anfang an sehr sympathisch. In den dreissig Jahren haben alle eine erstaunliche, aber sehr unterschiedliche Entwicklung durch gemacht. Olga ist mir auch dreißig Jahre später nicht sympathischer geworden, trotzdem konnte ich etwas Mitgefühl für Sie aufbringen. Der letzte Abend im Internat ist für alle fünf Frauen unvergessen und immer noch stark präsent. Im Hintergrund stehen stets die Themen Schuld und Vergebung.

Der Schreibstil von Care Santos ist sehr fesselnd und liest sich flüssig. Bereits von Anfang an ist es ihr gelungen, mich mitten in das Geschehen hineinzubringen und ich hatte Mühe, das Buch aus der Hand zu legen, weil mich die fünf Freundinnen und ihre Lebensgeschichten sehr gepackt haben. Ebenfalls konnte man die beklemmende und eher traurige Atmosphäre in der Klosterschule direkt spüren. Mich hat das Buch sehr berührt. Es ist spannend und bewegend, das Ende ist in sich stimmig und die grundsätzlich offenen Fragen wurden geklärt.

«Als das Leben vor uns lag» war für mich das erste Buch von Care Santos, das ist gelesen habe, wird aber ganz sicher nicht das letzte Buch gewesen sein. Ich mag die Autorin und Ihren Schreibstil und werde ihr nächstes Buch bestimmt wieder lesen.


Fazit und Kaufempfehlung:

Der Autorin gelingt der Spannungsaufbau und die Schreibweise ist wortgewandt und flüssig. Ich kann dieses Buch allen Lesern wärmstens weiter empfehlen, die gerne einen schönen und bewegenden Roman mit viel Inhalt und Gefühl lesen. Obwohl ich grundsätzlich eher eine Krim/Thriller Leserin bin, hat mich dieser Roman ausserordentlich gepackt und bewegt und teilweise auch zum Nachdenken angeregt. Ich gebe dem Buch gerne 5 Sterne.

Veröffentlicht am 05.09.2018

nicht überzeugt...

Zwei unter einem Schirm
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Das Buch „Zwei unter einem Schirm" von Anton Badinger handelt von den Leben zweier Frauen, die in unterschiedlichen Welten leben. Lotta ist in Wien zu Hause und arbeitet als Controllerin. Ihr Traum ist ...

Das Buch „Zwei unter einem Schirm" von Anton Badinger handelt von den Leben zweier Frauen, die in unterschiedlichen Welten leben. Lotta ist in Wien zu Hause und arbeitet als Controllerin. Ihr Traum ist es im Lotto zu gewinnen. Gülcan ist mit Ihren Eltern in Istanbul wohnhaft. Sie möchte gerne Fremdenführerin werden und den Touristen ihre Heimat vorstellen.

Lottas Traum geht in Erfüllung und sie wird über Nacht Millionärin. Ihr Leben verändert sich und ebenfalls ihr Charakter. Sie lässt ihr altes Leben hinter sich, ihre beste Freundin und ihren Job. Probleme sind somit ebenfalls vorprogrammiert.

Gülcan ist weit von Ihrem Traum entfernt. Statt Fremdenführerin ist sie frisch verheiratet und in Salzburg zu Hause. Sie denkt aber nicht daran, aufzugeben. Über Umwege lernt sie Lotta kennen und das Blatt wendet sich.


Meine Meinung:
Das Buch ist sehr schön und bildhaft geschrieben. Es fühlt sich so an, als wäre man mittendrin in der Geschichte. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte den Schreibstil sehr gut.

Ebenfalls hat mich die Geschichte rund um Gülcan sehr gut gefallen und auch beeindruckt. Man leidet mit ihr und man möchte ihr einfach nur helfen. Auch die Begegnung der beiden Frauen fand ich sehr schön.
Von Lotta bin ich kein Fan. Sie hat mich an vielen Stellen einfach nur genervt und ich konnte teilweise kein Verständnis für sie aufbringen. Da es in einem grossen Teil der Geschichte um Lotta ging, bin ich mit dem Buch nicht richtig warm geworden.


Fazit:
Die Idee des Buches gefällt mir sehr gut. Ebenfalls mag ich den Schreibstil des Autoren. Trotzdem hat mich das Buch zu wenig begeistert, damit ich es weiter empfehlen könnte. 3 von 5 Sternen von meiner Seite.