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Veröffentlicht am 06.02.2018

sehr spannend

Wolfswut
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Lotte Soltau entdeckt Körperteile von zerstückelten Frauen in formaldehyd-gefüllten Fässern. Nutzer der Garage ist ihr kürzlich verstorbener Vater. Für Lotte war ihr Vater ein liebevoller Mann und solche ...

Lotte Soltau entdeckt Körperteile von zerstückelten Frauen in formaldehyd-gefüllten Fässern. Nutzer der Garage ist ihr kürzlich verstorbener Vater. Für Lotte war ihr Vater ein liebevoller Mann und solche Taten nicht vorstellbar. Für die Polizei ist er Tatverdächtiger Nummer 1. Dann geschieht ein weiterer Mord - ganz nach Soltaus Art. Soltau kann die Morde somit nicht alleine begangen haben. Die Ermittlungen führen die beiden Kommissare Kira Hallstein und ihr neuer Partner Max Lohmeyer in die Berliner Strassenstrichszene.

Dem Autoren Andreas Gößling ist mit „Wolfswut“ ein grossartiger und spannender Thriller gelungen. Der Leser wird durch eine grauenvolle Geschichte geführt, die dadurch, dass es sich um einen True-Crime-Thriller handelt, noch grässlicher wird. Andreas Gössling zieht den Leser förmlich mit - in einen Strudel aus Gewalt, Hass und Rache. Das Buch lässt sich somit nur schwer aus den Händen legen. Ich habe die Nächte durch gelesen.
Kira Hallstein und Max Lohmeyer sind sehr sympathisch und authentisch. Sie sind auch für ihre unkonventionellen und vor allem nicht immer ganz legalen Ermittlungen bekannt. Auch die anderen Protagonisten, Typen wie Fritz Tuchalsky "Fritz the rat", der in einem Sado-Maso-Studio arbeitet, Dr. Jonas Moosberg, der sich selbst als "der Schöpfer" sieht, die Rockabilly-Boys Ron und Pit Stockmann – alle werden sehr detailliert, farbig und sehr menschlich beschrieben, so dass man diese direkt vor sich sieht.

Ebenfalls wird die Geschichte mit einem spannenden Ende geschrieben und wer True-Crime-Thriller und den Nervenkitzel mag, für den ist dieser Thriller ein Muss. Ich freue mich auf weitere Bücher dieses Autors.

Veröffentlicht am 26.10.2018

Hasenjagd...

Hasenjagd
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«Hasenjagd» ist das 6. Buch des schwedischen Autoren-Ehepaars Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril unter ihrem Pseudonym Lars Kepler, bei welchen es sich um das Ermittlerteam Joona/Saga dreht. ...

«Hasenjagd» ist das 6. Buch des schwedischen Autoren-Ehepaars Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril unter ihrem Pseudonym Lars Kepler, bei welchen es sich um das Ermittlerteam Joona/Saga dreht. Für mich persönlich war es das erste Buch des Autorenduos. Als Leser taucht man sofort in das Geschehen mit rein, auch ohne die Vorgänger-Bücher gelesen zu haben.

Inhalt:

In Stockholm geschieht ein brutaler Mord am Aussenminister. Die Polizei und der Staatsschutz ermitteln, während der Mord aber geheim gehalten wird. Währenddessen geschieht bereits der nächste Mord. Joona Linna, ein ehemaliger Polizist, der seit zwei Jahren im Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses sitzt, wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Er soll helfen, den Mörder zu finden, um dann vorzeitig in die Freiheit entlassen zu werden.

Kann Joona Linna mit Hilfe seiner ehemaligen Kollegin Saga Bauer den Mörder rechtzeitig aufhalten? Eines ist sicher: Der Mörder ist höchst motiviert und lässt sich nicht stoppen.


Meine Meinung:

Der Schreibstil ist mehrheitlich spannend und flüssig zu lesen. Die Übersetzungen lassen ab und zu etwas zu wünschen übrig, teilweise wurden Sätze aus dem Schwedischen nicht übersetzt, was ich etwas irritierend fand. Ebenfalls hätte der Titel anders heissen müssen, nämlich Kaninchenjäger oder etwas ähnliches.

Die beiden Charaktere Saga und Joona sind teilweise sehr übertrieben dargestellt, so dass sie mir des Öfteren richtig unsympathisch waren. Ab und zu dringt bei Joona etwas mehr Gefühl und Menschlichkeit rüber und ich konnte dann entsprechend mit ihm mitfühlen.
Die Story ist, mit wenig Mäkel, gut durchdacht und die verschiedenen Handlungsstränge werden nach und nach zu einem grossen Ganzen verknüpft.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass der Krimi sehr vielschichtig ist. Es werden die Ermittler und der Leser lange auf falsche Fährten gelockt.

Das Buch hat 650 Seiten. Gegen ein dickes Buch spricht grundsätzlich nichts. Aber für mich hätte dieses Buch 200 Seiten weniger haben sollen. Der mittlere Teil des Buches dümpelte nur so dahin und ich musste mich überwinden, weiter zu lesen. Der Schluss hingegen war dann wieder spannend und packend geschrieben, so dass man das Buch unbedingt zu Ende lesen wollte. Also in diesem Fall wäre weniger mehr gewesen.


Fazit und Kaufempfehlung:

Ich fühle mich bei der Kaufempfehlung etwas hin und hergerissen. Grundsätzlich ist es ein gutes Buch mit spannendem Inhalt. Der Mittelteil ist leider viel zu langatmig, was mich sehr gestört und beim Weiterlesen blockiert hat.

Ein Buch das nicht unbedingt im Kopf bleibt, weil dafür halt doch ein bisschen etwas gefehlt hat. Ich kann das Buch allen Lesern empfehlen, die gerne Krimis mit vielen Wendungen und Verwirrungen haben und mit etwas Brutalität umgehen können. Der Leser muss aber auch damit leben können, dass es grosse Schwankungen im Bereich Spannung gibt. Ein klassischer Pageturner ist das Buch definitiv nicht.

Am Ende des Buches gelangt man zum Folgewerk «Lazarus». Der 7. Fall für Joona und Saga. Ich bin gespannt und werde dem Ermittlerduo vermutlich noch eine Chance geben.

Gerne vergebe ich 3.5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Geschichte
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.08.2018

Rache...

Heute wirst du sterben - The Teacher
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Das Buch „The Teacher - heute wirst Du sterben“ von Katerina Diamond erschien am 1.8.2018 bei Bastei Lübbe und ist im Genre Krimi/Thriller anzusiedeln.

"So lange man sich nicht gerächt, bleibt immer eine ...

Das Buch „The Teacher - heute wirst Du sterben“ von Katerina Diamond erschien am 1.8.2018 bei Bastei Lübbe und ist im Genre Krimi/Thriller anzusiedeln.

"So lange man sich nicht gerächt, bleibt immer eine Bitterkeit im Herzen zurück." (Heinrich Heine)


Inhalt:

In einer Eliteschule in Exeter wird der Direktor erhängt aufgefunden. Es weist alles auf einen Selbstmord hin. Doch dann werden weitere Männer brutal hingerichtet, jeder auf eine andere Art und Weise. Das frischgebackene Ermittlerteam, DS Imogen Grey und DS Adrian Miles stossen auf merkwürdige Zusammenhänge und Verbindungen zwischen den Opfern und müssen von einem Serientäter ausgehen. Sie analysieren nun, welche Verbindungen zwischen den Toten existieren und ebenfalls muss geklärt werden, weshalb die Morde überdurchschnittlich brutal ausgefallen sind. Erst nach und nach kommen die beiden Ermittler dem grausamen und düsteren Geheimnis aus Lügen, Macht und Missbrauch auf die Spur. Dieses nimmt ein verheerendes Ausmass an und Miles und Grey wissen schliesslich nicht mehr, wem sie noch vertrauen können. Zudem werden Miles und Grey mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert und stossen an ihre eigenen Grenzen.


Meine Meinung:

Der Schreibstil ist wortgewandt und flüssig zu lesen. Die Anzahl der involvierten Personen sorgen teilweise für komplexe Handlungsstränge. Die Story ist bestens durchdacht und die verschiedenen Handlungen werden nach und nach zu einem grossen Ganzen verknüpft und führen zu einem rasanten Finale. Das Ermittlerteam DS Grey und DS Miles sind sympathisch, haben aber auch mit ihren Vergangenheiten zu kämpfen. Es ist Konzentration gefordert, damit man alle Personen im Blickfeld behalten kann und nichts aus den Augen lässt.
Im Grossen und Ganzen ist es eine nervenaufreibende und spannende Geschichte, die mir gefallen hat. So richtig gepackt hat mich das Buch dann aber doch nicht. Vermutlich aber aus dem Grund, da das Thema Rache/Selbstjustiz, aufgrund der Geschichte natürlich, absolut im Vordergrund stand, und ich bei diesem Thema eine klare Meinung vertrete. Deshalb hat für mich das Ende dann auch nicht ganz gepasst.

Dieser Fall ist der Auftakt einer Serie um die beiden Ermittler DS Imogen Grey und DS Adrian Miles. In meinen Augen ist noch einiges an Potenzial da, dass sich die beiden Ermittler noch weiter entwickeln können. Ich bin gespannt auf die Folgebände und deren Klappentexte. Je nachdem ob mich dieser packt, werde ich bestimmt auch nochmals ein Buch lesen. Das Ermittlerduo gefällt mir nämlich sehr gut.


Fazit und Kaufempfehlung:

Der Autorin gelingt der Spannungsaufbau und die Schreibweise ist wortgewandt und flüssig. Ich kann dieses Buch allen Lesern empfehlen, die gerne einen spannenden Thriller lesen möchten. Das Buch ist aber definitiv nichts für zartbesaitete, da die Morde jeweils sehr detailliert beschrieben werden. Ich gebe dem Buch gerne 3.5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Handlung
  • Figuren
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 06.08.2018

Verwirrspiel...

Totenbauer
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Es handelt sich bei diesem Buch um den zweiten Krimi rund um die Kommissare Heinrich Tenbrink und Maik Bertram. Ich habe das erste Buch nicht gelesen, was in meinen Augen aber nicht gestört hat.

Der Krimi ...

Es handelt sich bei diesem Buch um den zweiten Krimi rund um die Kommissare Heinrich Tenbrink und Maik Bertram. Ich habe das erste Buch nicht gelesen, was in meinen Augen aber nicht gestört hat.

Der Krimi beginnt mit dem Rückblick in die Vergangenheit, welche zu einer Urlaubsreise zweier Familien nach Kreta führt. Diese Reise wird das Verhältnis der befreundeten Familien nachhaltig beeinflussen und verändern.

In der Gegenwart stirbt ein junger Mann in einem Stadtpark an seiner Kopfverletzung. Seine letzten Worte klingen so ähnlich wie toter Bauer. Damit kann der ermittelnde Polizist Bertram jedoch wenig anfangen. Sein Kollege Tenbrink ist ein Münsterländer und erfahrener Ermittler, der nach gefährlichen Geschehnissen aus „Galgenhügel“ noch immer krankgeschrieben ist. Aber natürlich ermittelt Tenbrink trotzdem. Zur Zeit kämpft Tenbrink jedoch auch noch mit seinen eigenen Dämonen und verschiedene Ereignisse aus der Vergangenheit holen ihn und auch weitere Personen aus dem Umfeld des Toten ein. Es folgen weitere Morde…


Meine Meinung:

Tom Finnek gelingt ein Verwirrspiel und er führt die Leser doch mehrmals in die Irre. Es gibt viele Hinweise für einen möglichen Täter, die führen aber auch sehr oft ins Leere. Auf jeden Fall gibt er den Lesern viel Spielraum für Spekulationen und eigene Gedanken. Die beiden Ermittler haben Ecken und Kanten, was sie aber sehr liebenswert machen. Ich musste jedenfalls oft schmunzeln. Mir hat gefallen, dass der mühsame Alltag und auch das Privatleben der beiden Platz hatten. Sprachlich hat mir das Buch ebenfalls gefallen, auch das Dialektpassagen eingeflochten wurden (obwohl ich den Dialekt nicht kenne). Teilweise hat mir die Spannung etwas gefehlt und ich hatte nie das Gefühl, jetzt unbedingt weiterlesen zu müssen.
Totenbauer lässt sich ohne Vorkenntnisse von Galgenhügel lesen. Allerdings denke ich, dass es auch nicht schaden kann, den Vorgänger zuerst zu lesen. Man hat so schon etwas mehr Kenntnisse über die Kommissare und deren Leben. Ich gehe davon aus, dass es einen dritten Teil geben wird.


Fazit:

Die Geschichte hat mich leider nicht in ihren Bann gezogen, so dass ich nun sagen müsste, dass man das Buch unbedingt lesen muss. Mir hat der Spannungsaufbau teilweise etwas gefehlt. Aber es ist bestimmt ein solider, guter Krimi mit viel Humor, aber mit manchmal etwas wenig Spannung. Gerne vergebe ich 3.5 Sterne.

  • Cover
  • Figuren
  • Spannung
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 14.08.2019

Blutsbande...

Blutsbande
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Inhalt:
In Stockholm werden mehrere ertränkte Katzen gefunden. Kommissar Sjöberg und sein Team können nicht ahnen, dass daraus eine Mordserie entsteht und mehrere Menschen sterben müssen. Es scheint so, ...

Inhalt:
In Stockholm werden mehrere ertränkte Katzen gefunden. Kommissar Sjöberg und sein Team können nicht ahnen, dass daraus eine Mordserie entsteht und mehrere Menschen sterben müssen. Es scheint so, als würden die Morde zusammenhängen.


Meine Meinung:
Ich habe es leider unterlassen, mich zu informieren, ob es vorhergehende Kriminalfälle dieses Autoren und dieser Serie gibt. In dem Fall wäre es gut gewesen, die vorherigen Kriminalfälle zu kennen, da der Fall Bezug auf einen alten Fall nimmt. Wenn man das ausser Acht lässt, ist der Fall spannend und verwirrend und lässt sich gut lesen. Der Plot ist sehr gut und unerwartet und am Ende ist nichts so, wie man als Leser vermutet hat.

Die Ermittlungen sind ganz spannend. Mir haben die gut nachvollziehbaren Gedankengänge der involvierten Personen gefallen, weil man so besser mitdenken kann. Am Ende waren mir die Wiederholungen dann dennoch etwas zu viel.


Fazit und Kaufempfehlung:
Das Buch ist grundsätzlich spannend, da es einige Überraschungen und Wendungen in der Geschichte gibt. Leider gab es aber auch viel zu viele Zufälle die etwas zu konstruiert wirkten. Am Ende wird dann nochmals ein neuer Täter hin gezaubert, auf den ich nie gekommen wäre und das hat mir nicht so gefallen.

Von mir gibt es 3 Sterne und eine Kaufempfehlung für diejenigen, die über ein paar Ungereimtheiten hinweg sehen können. Mich hat es zu wenig begeistert und ich werde die Vorgänger Bucher und nachfolgenden Bücher dieser Serie nicht lesen.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren