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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2025

Grandios

Der zweite Verdächtige
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Meinung: Ich liebe diese Reihe und das Autoren-Duo – sie schaffen es immer wieder, mich mit ihren Justizthrillern in den Bann zu ziehen!
Dieses Mal führt uns die Story in eine Schwulenbar, in deren Darkroom ...

Meinung: Ich liebe diese Reihe und das Autoren-Duo – sie schaffen es immer wieder, mich mit ihren Justizthrillern in den Bann zu ziehen!
Dieses Mal führt uns die Story in eine Schwulenbar, in deren Darkroom ein Toter gefunden wird. Die Todesursache: eine Überdosis K.-o.-Tropfen. Schon bald gerät Jan Staiger ins Visier der Ermittlungen, denn er kannte das Opfer. Die Beweise scheinen erdrückend, und er wird verhaftet. Doch ist er wirklich der Täter? Rocco Eberhardt übernimmt den Fall und setzt alles daran, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Schon ab der ersten Seite hatte mich die Geschichte fest im Griff. Ich liebe es, während des Lesens meine eigenen Theorien aufzustellen: Wer könnte ein Motiv haben? Wer ist der wahre Täter? Welche Spuren führen in die richtige Richtung – und welche in die Irre? Diese Fragen haben mich durch das gesamte Buch begleitet und dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen musste.
Die Spannung ist von Anfang an spürbar und bleibt bis zum Schluss konstant hoch. Die Autoren haben ein besonderes Talent dafür, Wendungen einzubauen, die den Leser immer wieder überraschen. Gerade wenn man denkt, den Fall durchschaut zu haben, kommt eine neue Enthüllung, die alles infrage stellt. Besonders das Ende hat mich völlig überrascht – damit hatte ich nicht gerechnet!



Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die kurzen Kapitel sorgen für ein schnelles Tempo und steigern die Spannung zusätzlich – einmal angefangen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Charaktere wirken authentisch, und besonders gelungen fand ich die klare Struktur der Handlung. Die Kapitel sind mit Ort- und Zeitangaben versehen, sodass die Geschehnisse gut nachvollziehbar und logisch geordnet sind.
Die Einblicke in die Gedankenwelt des Täters haben mir besonders gefallen. Sie haben nicht nur für zusätzliche Spannung gesorgt, sondern auch interessante Perspektiven eröffnet. Zudem wurden die forensische Arbeit sowie die Ermittlungsprozesse von Polizei und Strafverteidigung hervorragend dargestellt.
Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 04.03.2025

Leider nicht meins

Echokammer
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Meinung: Wie ihr wisst, liebe ich skandinavische Thriller. Als ich dieses Buch entdeckte, stand für mich sofort fest: Das muss ich lesen! Besonders das auffällige Cover mit dem gelben Farbschnitt hat meine ...

Meinung: Wie ihr wisst, liebe ich skandinavische Thriller. Als ich dieses Buch entdeckte, stand für mich sofort fest: Das muss ich lesen! Besonders das auffällige Cover mit dem gelben Farbschnitt hat meine Neugier geweckt. Doch leider konnte die Geschichte meine Erwartungen nicht erfüllen.

Die Handlung setzt 35 Tage vor den Parlamentswahlen in Norwegen ein. Der Thriller erzählt die Geschehnisse aus zwei Perspektiven, die sich nach und nach verflechten: Einerseits begleiten wir Jens Meidell der Arbeiterpartei, der mitten im Wahlkampf steckt. Andererseits folgt die Polizei der Spur eines Toten und deckt dabei die erschreckenden Pläne einer rechtsextremen Gruppe auf, die ein Attentat plant. Klingt nach einer brisanten, fesselnden Story, oder?
Leider hatte ich große Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Der Einstieg war für mich zäh, und obwohl der Schreibstil handwerklich gut ist, konnte ich mich nicht richtig darauf einlassen. Ich hatte mehrfach das Gefühl, dass die Erzählweise distanziert bleibt und mich nicht emotional abholt. Auch die Figuren blieben mir fremd – ich konnte weder mit Jens Meidell noch mit den Ermittlern eine Verbindung aufbauen. Sie wirkten auf mich eher wie Schachfiguren in der Handlung, aber nicht wie lebendige Charaktere mit Tiefe und Entwicklung.
Besonders frustrierend fand ich die wechselnde Spannungskurve. Es gab immer wieder Passagen, in denen sich die Handlung zog, fast schon langatmig wurde. Doch dann kamen Momente, in denen ich dachte: "Jetzt geht es endlich los!" – nur um dann erneut in eine träge Erzählweise abzurutschen. Diese inkonstante Dynamik hat es mir schwer gemacht, das Buch wirklich zu genießen.

Selbst das Finale konnte für mich nichts mehr retten. Ich hatte gehofft, dass zumindest das Ende noch einmal alles rausreißt, mich überrascht oder emotional packt – doch stattdessen blieb ich eher enttäuscht zurück.
Insgesamt hat mich das Buch leider nicht überzeugt. Natürlich ist das eine subjektive Einschätzung, und vielleicht spricht es andere Leser:innen mehr an. Wer sich für politische Thriller mit einem realistischen, fast dokumentarischen Stil interessiert, könnte hier vielleicht mehr Freude daran haben. Für mich persönlich war es jedoch eine eher zähe Lektüre, die mich nicht wirklich mitgerissen hat.

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Veröffentlicht am 04.03.2025

Mega spannend

Der Nachtgänger
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Meinung: Ich habe mich unglaublich auf dieses Buch gefreut – und meine Erwartungen wurden vollkommen erfüllt! Ich liebe die Reihe rund um Joona Linna und verfolge sie von Anfang an mit großer Begeisterung. ...

Meinung: Ich habe mich unglaublich auf dieses Buch gefreut – und meine Erwartungen wurden vollkommen erfüllt! Ich liebe die Reihe rund um Joona Linna und verfolge sie von Anfang an mit großer Begeisterung. Auch diesmal hat mich das Autorenduo Lars Kepler wieder in seinen Bann gezogen. Schon der Einstieg ist atemberaubend: Auf einem Campingplatz in Stockholm wird ein Einbrecher gesichtet. Doch als die Polizei eintrifft, erwartet sie ein grausames Szenario – als wäre der Ort in ein blutgetränktes Schlachthaus verwandelt worden. Mitten in diesem Albtraum schläft ein junger Mann im Wohnmobil – sein Kopf ruht auf einem abgetrennten Arm. Ein schockierender Anblick, der sofort Gänsehaut auslöst!
Natürlich wird es ein Fall für Joona Linna, und schnell wird klar: Dies wird alles andere als einfach. Denn der Mörder hat gerade erst angefangen …
Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Die düstere, beklemmende Atmosphäre ist meisterhaft umgesetzt – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen! Wie gewohnt schreibt das Autorenduo in einem leichten, flüssigen Stil, der es ermöglicht, das Buch in kürzester Zeit zu verschlingen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und vielschichtig, sodass man sich schnell in sie hineinversetzen kann.
Besonders spannend fand ich die Themen Schlafwandeln (Somnambulismus) und Hypnose – ein faszinierender Aspekt, dem ich mir stellenweise sogar noch mehr Tiefe gewünscht hätte.

Die Handlung ist raffiniert konstruiert, voller überraschender Wendungen, die mich immer wieder aufs Neue schockiert haben. Bis zum Schluss tappte ich im Dunkeln und hatte absolut keine Ahnung, worauf es hinauslaufen würde – genau so liebe ich Thriller!
Das Ende hat mich begeistert, und jetzt hoffe ich inständig, dass es noch viele weitere Fälle für Joona Linna geben wird!

Für alle Thriller-Fans: Lest dieses Buch – ihr werdet es nicht bereuen

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Pure Enttäuschung

Emma
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Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt. Dementsprechend war meine Vorfreude auf dieses Buch riesig. Doch was dann kam, war eine herbe Enttäuschung auf ganzer Linie. Emma führt ein ruhiges ...


Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt. Dementsprechend war meine Vorfreude auf dieses Buch riesig. Doch was dann kam, war eine herbe Enttäuschung auf ganzer Linie. Emma führt ein ruhiges Leben an der bretonischen Küste. Ein tragisches Ereignis aus ihrer Vergangenheit hat sie tief geprägt, und so widmet sie all ihre Energie ihrer Arbeit in einem renommierten Zentrum für Meerestherapie. Dann erhält sie eine scheinbar spannende Chance: Sie soll im Oman das Team eines neuen Wellness-Resorts schulen. Klingt interessant? Dachte ich auch – aber leider war das die einzige Hoffnung, die sich nicht in Luft auflöste.
Denn was eigentlich eine packende Spionagegeschichte hätte sein sollen, entpuppte sich als langatmige Erzählung ohne jegliche Spannung. Spionage? Davon gab es praktisch nichts. Stattdessen bekam ich eine ausufernde Beschreibung der Landschaft, der Kultur und der Abläufe in einem Wellness-Resort. Das wäre vielleicht in einem Reisebericht oder einem Roman über Selbstfindung interessant gewesen – aber nicht in einem Thriller, der mit falschen Erwartungen lockte.

Der Schreibstil machte es mir zusätzlich schwer. Er wirkte holprig und emotionslos, was vermutlich an der Übersetzung lag. Ich konnte keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen, die blass, distanziert und ohne Tiefe blieben. Es war mir völlig egal, was mit ihnen geschah – ein absolutes No-Go für einen Thriller.
Die Handlung selbst wirkte wirr und schlecht durchdacht. Es gab keinerlei Überraschungen, keinen Nervenkitzel, keinen Moment, in dem ich dachte: Jetzt wird es spannend! Stattdessen zog sich die Geschichte zäh wie Kaugummi. Ich habe mich oft gefragt, ob überhaupt jemand das Manuskript gelesen hat, bevor es zur Druckfreigabe kam.
Für mich war dieses Buch der größte Flop des Jahres 2025. Ich habe mich selten so durch eine Geschichte gequält und bin nur aus Pflichtbewusstsein bis zum Ende drangeblieben. Leider kann ich es niemandem empfehlen.

⭐️/5⭐️ – und die gibt es ausschließlich für das wunderschöne Cover

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Konnte mich nicht komplett überzeugen

Mörderfinder – Das Muster des Bösen
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Meinung: Fallanalytiker Max Bischoff und Handschriftenexperte Marvin Wagner stehen kurz vor der Eröffnung ihrer gemeinsamen Detektei, als der erste Fall nicht lange auf sich warten lässt. Der neunjährige ...

Meinung: Fallanalytiker Max Bischoff und Handschriftenexperte Marvin Wagner stehen kurz vor der Eröffnung ihrer gemeinsamen Detektei, als der erste Fall nicht lange auf sich warten lässt. Der neunjährige Sohn eines Richters wird entführt, doch die Polizei tappt im Dunkeln. Plötzlich meldet sich ein Häftling bei Max: Rainer Klinke, der wegen der Entführung einer Minderjährigen in Untersuchungshaft sitzt. Er bittet Max und Marvin um Hilfe, da er befürchtet, indirekt für das Verbrechen verantwortlich zu sein.
Was zunächst wie ein einzelner Vermisstenfall wirkt, entwickelt sich schnell zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Als der Junge tot aufgefunden wird und kurz darauf ein weiteres Kind verschwindet, eskaliert die Lage. Können Max und Marvin den Täter rechtzeitig fassen? Klingt spannend, oder?

Der Schreibstil ist flüssig, leicht verständlich und fesselnd. Besonders die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Ein echtes Highlight war für mich die Erzählperspektive des Täters – sie verlieh der Geschichte eine besonders düstere und psychologisch tiefgründige Note. Die Einblicke in seine Gedanken und Motive steigerten die Spannung zusätzlich.
Die Charaktere waren mir bereits aus vorherigen Büchern bekannt, sodass ich schnell wieder eine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Dennoch fehlte mir dieses Mal der letzte Funke. Obwohl die Handlung gut durchdacht war, hätte ich mir an manchen Stellen mehr Tiefgang gewünscht. Besonders das Ende wirkte zu abrupt und fast lieblos.
⭐️⭐️⭐ ,5 /5 ⭐

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