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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2026

absolut lesenswert

Hotel Sacher, Zimmer 313
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Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt und da ich den Autor bisher noch nicht kannte, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Und ich muss gestehen: Ich bin begeistert! Es wird ganz bestimmt ...

Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt und da ich den Autor bisher noch nicht kannte, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Und ich muss gestehen: Ich bin begeistert! Es wird ganz bestimmt nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein.
Der Einstieg in die Geschichte gelingt unglaublich mühelos. Man wird direkt hineingezogen, fast so, als würde man selbst durch die Flure des berühmten Hotels spazieren. Besonders diese Mischung aus historischem Flair und moderner Spannung hat mich sofort gepackt. Die Idee, dass im Jahr 1926 die legendäre Anna Sacher eine geheimnisvolle Schatulle hinterlegt, die erst 100 Jahre später geöffnet werden darf, hat für mich von Anfang an eine ganz besondere Faszination gehabt. Allein dieser Gedanke, ein Geheimnis, das ein ganzes Jahrhundert überdauert hat meine Fantasie total angeregt.
In der Gegenwart, also 2026, begleiten wir die Journalistin Allegria Boran, die über genau dieses Ereignis berichten soll. Doch was zunächst nach einem spannenden Auftrag klingt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Größerem. Die Ereignisse werden zunehmend rätselhafter, düsterer und auch emotional intensiver. Man spürt förmlich, dass hier etwas im Verborgenen schlummert, das besser nie ans Licht gekommen wäre. Diese unterschwellige Spannung hat mich durchgehend begleitet und nicht mehr losgelassen.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist der Schreibstil. Er ist unglaublich flüssig, fast schon leichtfüßig, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, mich durch die Seiten kämpfen zu müssen im Gegenteil: Ich bin regelrecht durch die Kapitel geflogen. Dabei schafft es der Autor, die verschiedenen Zeitebenen so geschickt miteinander zu verweben, dass man nie den Überblick verliert. Vergangenheit und Gegenwart greifen perfekt ineinander und verstärken die Spannung zusätzlich.
Auch die Charaktere haben mich vollkommen überzeugt. Sie sind so lebendig und authentisch beschrieben, dass man sehr schnell eine Verbindung zu ihnen aufbaut.
Die Handlung selbst ist durchdacht, spannend aufgebaut und voller kleiner Hinweise, die sich nach und nach zu einem großen Ganzen zusammensetzen. Genau dieses Stück-für-Stück-Enthüllen hat mir unglaublich gut gefallen. Es gab immer wieder Momente, in denen ich dachte: „Jetzt habe ich es durchschaut!“ nur um dann wieder überrascht zu werden. Und genau das macht für mich einen richtig guten Spannungsroman aus.

Die Auflösung war stimmig.
Ganz klare Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 23.04.2026

absolut lesenswert

Das Echo der Toten - Niemand schweigt für immer
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Meinung: Auch der dritte Fall von Miren Triggs hat mich sofort gepackt. Ich habe viel zu lange gewartet, dieses Buch zu lesen.
New York, 2011: Vor dreißig Jahren verschwand der siebenjährige Daniel Miller ...

Meinung: Auch der dritte Fall von Miren Triggs hat mich sofort gepackt. Ich habe viel zu lange gewartet, dieses Buch zu lesen.
New York, 2011: Vor dreißig Jahren verschwand der siebenjährige Daniel Miller spurlos. Sein Vater, FBI-Agent Ben Miller, hat die Suche nie aufgegeben. Nach seiner Pensionierung rollt er den Fall erneut auf und bittet die Journalistin Miren Triggs um Hilfe. Gemeinsam stoßen sie auf die halb verweste Leiche von Daniels damaligem Musiklehrer. Schnell wird klar, dass es eine Verbindung geben muss. Doch was ist damals wirklich passiert? Und welche Rolle spielen die rätselhaften Spieluhren, die immer wieder auftauchen?

Der Schreibstil von Javier Castillo ist, wie gewohnt, unglaublich flüssig und fesselnd. Man fliegt förmlich durch die Seiten und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten, was das Tempo zusätzlich antreibt und die Spannung konstant hoch hält.
Was ich besonders liebe, sind die wechselnden Erzählperspektiven. Sie geben der Geschichte Tiefe, sorgen für Abwechslung und lassen einen noch intensiver miträtseln. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen, ohne dabei jemals vorhersehbar zu wirken.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und mir längst ans Herz gewachsen. Vor allem Miren wirkt noch greifbarer, da wir in diesem Band mehr über ihre Vergangenheit erfahren. Das hat die Geschichte für mich noch intensiver gemacht.
Die Spannung bleibt durchgehend auf einem hohen Niveau ich habe regelrecht mitgefiebert. Die Handlung ist gut durchdacht und das Ende war für mich absolut zufriedenstellend.
Eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Ein tolles Buch

Guilty Pleasure
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Meinung: Was für ein abgedrehtes Buch!
Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt nicht ganz leicht. Die vielen Handlungsstränge und Geheimnisse haben mich anfangs eher verwirrt als wirklich abgeholt. Aber ...


Meinung: Was für ein abgedrehtes Buch!
Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt nicht ganz leicht. Die vielen Handlungsstränge und Geheimnisse haben mich anfangs eher verwirrt als wirklich abgeholt. Aber ganz ehrlich? Egal ich habe es trotzdem geliebt.
Ein luxuriöses, abgeschottetes Hotel irgendwo auf einer tropischen Insel, das seinen Gästen absolute Diskretion und die Erfüllung ihrer dunkelsten Wünsche verspricht, klingt erstmal ziemlich verlockend, oder?
Doch schnell wird klar: Hier läuft absolut nichts so, wie es sollte. Was als Ort für geheime Sehnsüchte gedacht ist, entwickelt sich zu einer grausamen Bühne, auf der Menschen zu Akteuren einer brutalen, live gestreamten Reality-Show werden.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, was ich bei so einem intensiven Thema besonders schätze. Die wechselnden Erzählperspektiven sorgen für zusätzliche Spannung und geben jeder Figur ihre eigene Tiefe. Jede bringt ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Abgründe mit und genau das macht das Ganze so intensiv.
Die Handlung ist wirklich durchdacht, aber man muss aufmerksam lesen, um alles vollständig zu erfassen und die Zusammenhänge zu verstehen. Die Wendungen sind unvorhersehbar, extrem und absolut packend, genau mein Ding!
Einziger kleiner Kritikpunkt: Das Ende war mir persönlich etwas zu überladen. Vielleicht ist das aber genau so gewollt.
Trotzdem ganz klar: absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.04.2026

leider konnt emich das Buch nicht überzeugen

Bachelorette Party
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Meinung: Ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, vor allem weil es mein erstes von Camilla Sten war. Der Prolog hat mich auch direkt gepackt düster, spannend und vielversprechend. Ich dachte ...

Meinung: Ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, vor allem weil es mein erstes von Camilla Sten war. Der Prolog hat mich auch direkt gepackt düster, spannend und vielversprechend. Ich dachte sofort: Das könnte richtig gut werden. Leider konnte der Rest da für mich überhaupt nicht mithalten.
Die Grundidee mit dem Junggesellinnenabschied auf einer abgelegenen Insel hat so viel Potenzial, aber genau das wurde für mich nicht genutzt. Die Handlung zieht sich sehr und plätschert lange vor sich hin, ohne echte Spannung aufzubauen. Ich habe ständig darauf gewartet, dass endlich etwas passiert aber selbst die wenigen spannenden Momente konnten mich nicht wirklich packen.
Besonders enttäuschend fand ich die Charaktere. Sie blieben für mich blass und distanziert, sodass ich weder mitfühlen noch mitfiebern konnte. Auch die Gruppendynamik wirkte oft nicht überzeugend oder einfach zu oberflächlich.
Die Rückblenden, die 10 Jahre zuvor spielen, haben für mich kaum Mehrwert gebracht und eher den Lesefluss gestört, statt die Spannung zu steigern.
Was mir ebenfalls gefehlt hat, war die Atmosphäre. Eine einsame Insel sollte eigentlich für eine beklemmende, unheimliche Stimmung sorgen aber genau dieses Gefühl kam bei mir überhaupt nicht an. Es wirkte alles viel zu harmlos.
Das Ende war für mich leider vorhersehbar und wirkte zusätzlich etwas konstruiert.
Insgesamt hat mich das Buch enttäuscht, weil so viel Potenzial verschenkt wurde. Für mich hat die Geschichte noch sehr viel Luft nach oben

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Veröffentlicht am 15.04.2026

tolles Buch

Schattenmädchen
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Meinung: Ein drückend heißer Sommerabend, eine verschwundene Studentin und plötzlich ist nichts mehr so, wie es scheint. Isabelle Karlsson verschwindet spurlos nach einer Party eines erfolgreichen Start-ups. ...

Meinung: Ein drückend heißer Sommerabend, eine verschwundene Studentin und plötzlich ist nichts mehr so, wie es scheint. Isabelle Karlsson verschwindet spurlos nach einer Party eines erfolgreichen Start-ups. Und obwohl CEO Martin Zenberg jede Verbindung abstreitet, bleibt dieses ungute Gefühl…
Ich war wirklich ab der ersten Seite gefesselt. Die Atmosphäre ist so dicht und detailreich beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, selbst mitten im Geschehen zu stehen. Die Hitze, die Spannung, die unterschwellige Bedrohung, das alles war für mich richtig greifbar.
Besonders gefallen hat mir die Ermittlungsarbeit von Frederika Storm und Henry Calment. Ihr Zusammenspiel wirkt authentisch, mit kleinen Momenten von Leichtigkeit zwischen all der düsteren Thematik. Ich mochte es total, wie sich Stück für Stück alles zusammensetzt, wie ein Puzzle, bei dem man ständig miträtselt.
Der Spannungsbogen hält sich wirklich konstant hoch und ich habe das Buch insgesamt sehr gerne gelesen. Nur das Ende konnte mich leider nicht ganz überzeugen, es fühlte sich für mich etwas unstimmig an und hat nicht alle Fragen so befriedigend aufgelöst, wie ich es mir gewünscht hätte.
Trotzdem: ein packender Krimi mit Sogwirkung, den ich absolut empfehlen kann!

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