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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2026

Highlight

Frankie – Unter Menschen
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Meinung: Nach dem ersten Band war für mich klar: Ich muss unbedingt wissen, wie es mit Frankie weitergeht. Meine Vorfreude auf die Fortsetzung war riesig und trotzdem hat dieses Buch es geschafft, meine ...

Meinung: Nach dem ersten Band war für mich klar: Ich muss unbedingt wissen, wie es mit Frankie weitergeht. Meine Vorfreude auf die Fortsetzung war riesig und trotzdem hat dieses Buch es geschafft, meine Erwartungen noch zu übertreffen.
Tatsächlich habe ich die Geschichte innerhalb von ungefähr zwei Stunden verschlungen. Kaum hatte ich angefangen zu lesen, war ich auch schon am Ende angekommen. Genau das passiert, wenn ein Buch einen komplett in seinen Bann zieht. Der Schreibstil ist wunderbar federleicht, flüssig und gleichzeitig unglaublich bildhaft. Man gleitet förmlich durch die Seiten. Dazu kommt eine feine, charmante Prise Humor, die immer wieder kleine, herzerwärmende Momente schafft und einem beim Lesen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Und dann ist da natürlich Kater Frankie. Ich mochte ihn wieder vom ersten Moment an. Seine menschliche Art zu denken und zu sprechen ist einfach herrlich und sorgt immer wieder für Schmunzler. Ich liebe es, wie er die Welt beobachtet und kommentiert. Durch seine Perspektive bekommen viele Situationen eine ganz eigene Tiefe manchmal humorvoll, manchmal überraschend nachdenklich. Frankie ist einfach ein Charakter, den man sofort ins Herz schließt.
Besonders berührt hat mich jedoch, wie sensibel das Thema Flucht in dieser Geschichte aufgegriffen wird. Die Gefühle der Geflüchteten, das Fremdsein und das vorsichtige Ankommen in einer völlig neuen Welt werden sehr eindrucksvoll beschrieben. Man spürt die Unsicherheit, die Hoffnung, aber auch die schweren Erinnerungen und Traumata, die viele Menschen mit sich tragen. Gleichzeitig gelingt es der Geschichte, dieses ernste Thema mit viel Wärme und Menschlichkeit zu erzählen, ohne dass es jemals zu schwer wirkt.
Auch die Freundschaft zwischen dem jungen Mädchen Shattab und Frankie entwickelt sich auf wunderschöne Weise weiter. Ihre Beziehung ist geprägt von Vertrauen, Nähe und vielen kleinen, besonderen Momenten. Die gemeinsamen Abenteuer machen beim Lesen unglaublich viel Freude. Immer wieder musste ich schmunzeln, manchmal wurde ich aber auch sehr nachdenklich.
Besonders schön fand ich außerdem, dass Gold immer wieder eine Rolle spielt. Die Verbindung zwischen Frankie und Gold taucht genau an den richtigen Stellen auf und hält die emotionale Brücke zum ersten Band lebendig. Für mich waren diese Momente besonders bewegend, weil sie Erinnerungen an die Geschichte davor wachgerufen haben.
Was mir insgesamt am meisten gefallen hat, ist die warme, menschliche Atmosphäre, die dieses Buch ausstrahlt. Trotz der ernsten Themen fühlt sich die Geschichte nie bedrückend an, sondern vielmehr hoffnungsvoll. Sie zeigt, wie wichtig Freundschaft, Verständnis und Mitgefühl sind und dass manchmal schon kleine Begegnungen ein Leben verändern können.
Am Ende blieb bei mir ein unglaublich warmes Gefühl zurück und gleichzeitig die Hoffnung, dass diese Geschichte vielleicht noch nicht zu Ende erzählt ist. Ich würde mich jedenfalls riesig freuen, wenn es noch einen dritten Band geben würde. Frankie hat sich definitiv einen festen Platz in meinem Herzen erobert. 🐾

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Highlight

Moorland. Die Zwillinge
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Meinung: Als treuer Fan von Andreas lese ich jedes seiner Bücher. Für mich gehören seine Thriller einfach zu den absoluten Must-Reads, deshalb war ich auf dieses neue Werk besonders gespannt. Das Cover ...


Meinung: Als treuer Fan von Andreas lese ich jedes seiner Bücher. Für mich gehören seine Thriller einfach zu den absoluten Must-Reads, deshalb war ich auf dieses neue Werk besonders gespannt. Das Cover hat mich sofort begeistert düster, geheimnisvoll und unglaublich passend zur Geschichte. Doch nicht nur optisch überzeugt das Buch, auch der Inhalt hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Man wird direkt ins Geschehen katapultiert. Zwei vermisste Mädchen. Eine unerbittliche Moorlandschaft. Und eine Gemeinde, in der jeder etwas zu verbergen hat … Klingt spannend? Genau das ist es auch!
Ein Fall Kommissarin Malia Gold. Für sie wird dieser Fall nicht nur beruflich zur Herausforderung, sondern auch persönlich, denn nach 15 Jahren kommt es zu einem Wiedersehen mit ihrer Mutter. Gleichzeitig versucht sie gemeinsam mit ihrem Team das Verschwinden der Zwillingsschwestern Nike und Jana aufzuklären. Mitten im Moor verschwinden die beiden Teenager spurlos. Trotz intensiver Suche fehlt jede Spur bis plötzlich Bilder auf einem Social-Media-Account auftauchen, der Jana gehört.
Die Ermittlungen werden immer komplexer. Lügen, Geheimnisse und ein Netz aus Schweigen erschweren jede Spurensuche. Um die beiden Schwestern zu finden, muss Malia alles geben und sich gleichzeitig ihren eigenen dunklen Geheimnissen stellen.
Der Schreibstil ist einfach genial: leicht zu lesen, unglaublich bildhaft und mit einer solchen Sogwirkung, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Handlung spielt sich innerhalb weniger Tage ab und wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was die Spannung zusätzlich erhöht. Besonders beeindruckt haben mich die atmosphärischen Beschreibungen der Moorlandschaft. Die einsame Gegend, verfallene Gebäude und die raue Natur erschaffen eine düstere, fast bedrückende Stimmung. Beim Lesen konnte ich die Kälte des Moores förmlich spüren.
Auch die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Jeder von ihnen wirkt authentisch und trägt auf seine Weise zur Geschichte bei. Gerade Malia Gold ist eine unglaublich interessante Figur, deren persönliche Geschichte der Handlung zusätzliche Tiefe verleiht.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen und war für mich absolut zufriedenstellend. Dieser Thriller ist ein genialer Auftakt zu einer neuen Reihe und macht definitiv Lust auf mehr. Ich freue mich jetzt schon unglaublich auf den nächsten Band rund um Malia Gold.
Pure Spannung von der ersten

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Tolles Buch für zwischendurch

A Killer Crush
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Meinung: Das knallige Cover hat mich sofort neugierig gemacht und mein Interesse geweckt.
Eigentlich wollte die Filmexpertin Jamie Prescott beim Speed-Dating nur ein paar unterhaltsame Geschichten sammeln, ...

Meinung: Das knallige Cover hat mich sofort neugierig gemacht und mein Interesse geweckt.
Eigentlich wollte die Filmexpertin Jamie Prescott beim Speed-Dating nur ein paar unterhaltsame Geschichten sammeln, um später mit ihrer besten Freundin darüber zu lachen. Doch der Abend nimmt eine völlig unerwartete Wendung: Plötzlich fällt das Licht aus und als es wieder angeht, bricht Jamies Date tot zusammen. Schnell wird klar, dass niemand die Location verlassen kann und sich der Täter noch immer unter den Anwesenden befindet. Während Angst, Misstrauen und verzweifelte Fluchtversuche die Situation bestimmen, steckt Jamie plötzlich auch noch mitten in einem Liebesdreieck mit zwei Männern von denen einer der Killer sein könnte.
Der Einstieg ins Buch fiel mir allerdings etwas schwer. Zu Beginn nimmt sich die Handlung viel Zeit, wodurch sich die Geschichte für mich etwas gezogen hat. Erst nach einer Weile nimmt die Spannung richtig Fahrt auf.
Jamie hat mir als Hauptfigur gut gefallen. Sie ist selbstbewusst, clever und behält auch in schwierigen Situationen einen klaren Kopf. Besonders interessant fand ich, dass sie immer wieder auf typische Regeln aus Slasherfilmen zurückgreift, um zu überleben diese werden bereits zu Beginn des Buches vorgestellt. Das war eine originelle Idee und passt perfekt zur Geschichte.
Zu Beginn jedes Kapitels gibt es außerdem leicht abgeänderte Filmzitate. Die Idee dahinter fand ich sehr gelungen, auch wenn ich persönlich viele der Originalzitate nicht erkannt habe.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und mit einer Prise Humor geschmückt. Die Charaktere wirkten auf mich jedoch etwas blass und distanziert, sodass ich keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen konnte.
Die Mischung aus romantischen Momenten und Horror-Elementen hat für mich überraschend gut funktioniert.

Anfangs war ich etwas skeptisch, ob diese Kombination harmoniert, aber die Autorin hat hier eine gute Balance gefunden.
Allerdings empfand ich gerade den Mittelteil stellenweise als etwas langatmig. Einige Passagen waren sehr ausführlich beschrieben, wodurch die Handlung zwischendurch etwas an Tempo verloren hat. Das hat meinen Lesefluss ein wenig gebremst.
Im letzten Drittel zieht die Spannung dafür noch einmal deutlich an. Die Ereignisse überschlagen sich und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wer der Täter ist und wie die Geschichte endet.
Ein ungewöhnlicher und kreativer Genremix, der Humor, Romance und Slasher-Elemente miteinander verbindet

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Absolut lesenswert

Die Reise der verlorenen Worte
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Meinung: Wie viele Worte gehen verloren, nur weil sie nie ausgesprochen werden? Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen. Und genau so leise und berührend ist auch die Geschichte. Kein lautes ...

Meinung: Wie viele Worte gehen verloren, nur weil sie nie ausgesprochen werden? Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen. Und genau so leise und berührend ist auch die Geschichte. Kein lautes Buch, sondern eines, das sich still ins Herz schleicht. Janne arbeitet in einer Poststation und hat eine ungewöhnliche Aufgabe: Sie versucht, unzustellbare Briefe doch noch an ihren Empfänger zu bringen. Dabei taucht sie immer wieder in fremde Leben ein, fühlt mit Unbekannten mit, liest von Liebe, Verlust und gebrochenen Herzen. Diese Briefe sind für sie kleine Lichtblicke in einem Leben, das sich seit dem Zerwürfnis mit ihrem Großvater oft einsam anfühlt. Doch eines Tages bringt ein besonderer Brief alles ins Wanken.
Janne verlässt ihre gewohnte Sicherheit und macht sich auf den Weg, um ihn persönlich zu überbringen. Denn an diesem Brief hängt mehr, als sie zunächst ahnt, vielleicht sogar ihr eigenes Schicksal.
Der Schreibstil ist unglaublich bildhaft und flüssig. Es ist kein Buch, das man einfach nur schnell durchliest, man erlebt und fühlt es mit. Die Gedanken und Gefühle der Figuren wirken dabei so authentisch und nahbar, dass man sich ihnen kaum entziehen kann. Besonders berührt haben mich die Rückblicke in Jannes Kindheit. Sie ist erst acht Jahre alt, als sie nach dem Unfalltod ihrer Eltern zu ihrem Großvater geschickt wird. Zwischen Trauer, Sprachlosigkeit und unausgesprochenen Gefühlen entsteht langsam eine vorsichtige Verbindung zwischen den beiden zart, zerbrechlich und gleichzeitig unglaublich berührend.

Die Autorin beschreibt dieses vorsichtige Annähern mit wunderschönen Worten und nimmt uns dabei tief mit in Jannes Innerstes. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie schnell man Dinge loslässt und wie schwer es sein kann, alte Verletzungen wirklich zu heilen. Es geht um Familie, um Zusammenhalt und darum, wie wichtig Offenheit ist. Darum, wie leicht falscher Stolz zwischen Menschen stehen kann und wie befreiend es sein kann, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.
Eine leise Geschichte über Verantwortung, Vergebung und darüber, den eigenen Weg zu finden.
Ein Buch, das Mut macht, Hoffnung schenkt und sich wie eine kleine Reise zu sich selbst anfühlt.
Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Leider nicht empfehlenswert

Sie war es. Sie war es nicht.
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Meinung: Das Cover von hat mich sofort angesprochen. Auch der Einstieg klang vielversprechend: Katie wird verdächtigt, vier Männer vergiftet zu haben und ihre Reaktion darauf lautet nur: „Sie haben es ...

Meinung: Das Cover von hat mich sofort angesprochen. Auch der Einstieg klang vielversprechend: Katie wird verdächtigt, vier Männer vergiftet zu haben und ihre Reaktion darauf lautet nur: „Sie haben es verdient!“ Das macht sie natürlich sofort extrem verdächtig und weckt eigentlich große Neugier darauf, was wirklich passiert ist. Leider konnte mich das Buch dann aber nicht wirklich packen. Ich bin nur schwer in die Geschichte hineingekommen und für meinen Geschmack zieht sich vieles unnötig in die Länge. Die Spannung, die ich mir von der Handlung erhofft hatte, blieb für mich größtenteils aus.
Die Geschichte wird aus fünf unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was grundsätzlich eine interessante Idee ist. Dadurch lernt man die Figuren zwar besser kennen, allerdings konnten mich die meisten Charaktere emotional nicht erreichen. Im Gegenteil: Einige haben mich eher genervt, als dass ich mit ihnen mitgefühlt.
Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, und dank der kurzen Kapitel kommt man auch recht schnell voran.
Die Auflösung am Ende konnte mich leider ebenfalls nicht überzeugen.
Deshalb gibt es von mir dieses Mal keine Empfehlung.

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