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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2025

tolles Buch

Mord in eiskalter Nacht
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Meinung: Dieser Krimi hat mich auf die schönste Weise überrascht. Zu Beginn wirkt alles noch ruhig, beinahe sanft zurückhaltend und gerade das hat mich völlig unerwartet in seinen Bann gezogen. Die Spannung ...


Meinung: Dieser Krimi hat mich auf die schönste Weise überrascht. Zu Beginn wirkt alles noch ruhig, beinahe sanft zurückhaltend und gerade das hat mich völlig unerwartet in seinen Bann gezogen. Die Spannung schleicht sich heran, leise, fast unmerklich, bis sie mich irgendwann so fest im Griff hatte, dass ich das Buch kaum noch zur Seite legen konnte. Nach einer ausgelassenen Feier wird die Gastgeberin am nächsten Morgen leblos gefunden. Die Ermittlungen führen Schritt für Schritt tiefer in ihr Leben, in verborgene Schichten, die sich nur widerwillig öffnen.
Ich mochte den flüssigen, bildhaften Schreibstil unglaublich gern; er lässt Szenen und Charaktere lebendig werden. Vor allem die Figuren wirkten vielschichtig, greifbar und glaubwürdig,als würde man ihnen im echten Leben begegnen.
Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man gefühlt durch die Seiten fliegt. Besonders berührt haben mich die Rückblicke in die Kindheit von Leena und ihrer Schwester. Auch das Setting ist atmosphärisch und eindringlich beschrieben. Und dann die Auflösung: Sie hat mich eiskalt erwischt. Zwar hatte ich irgendwann eine leise Ahnung, doch der Moment, in dem alles zusammenbricht und sich die Puzzleteile fügen, war heftig, berührend und brillant durchdacht.
Ein Krimi, der mich echt beeindruckt hat

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Veröffentlicht am 05.12.2025

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen

I Am Watching You
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Meinung: Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht und ich bin wirklich voller Erwartung in die Geschichte gestartet. Das Cover hat meine Neugier sofort geweckt. Im Zug hört Ella Longfield, wie zwei ...

Meinung: Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht und ich bin wirklich voller Erwartung in die Geschichte gestartet. Das Cover hat meine Neugier sofort geweckt. Im Zug hört Ella Longfield, wie zwei Männer mit zwei Teenagerinnen flirten. Sie spürt die Gefahr, sagt aber nichts. Am nächsten Tag ist eines der Mädchen Anna Ballard verschwunden.Ich dachte: Wow, das wird intensiv. Doch leider konnte das Buch dieses anfängliche Versprechen für mich nicht halten. Ein Jahr nach Annas Verschwinden sind Ellas Schuldgefühle allgegenwärtig und jemand scheint sie anonym zu beobachten. Klingt spannend, aber die Umsetzung blieb für mich weit hinter dem zurück, was möglich gewesen wäre. Annas Umfeld zerfällt zwar nach und nach, jeder trägt Geheimnisse mit sich herum, aber irgendwann fühlte es sich einfach nur überladen an. Zu viele Sorgen, zu viel Drama, aber zu wenig echte Spannung.
Der Schreibstil ist angenehm und die verschiedenen Perspektiven fand ich grundsätzlich interessant, doch die Passagen des „Beobachters“ haben mich eher verwirrt als mitgerissen. Die Mitte des Buches zog sich extrem und ich musste mich regelrecht durchkämpfen. Statt Nervenkitzel bekam ich hauptsächlich Scham, Trauer und Schuldgefühle serviert und genau das hat mich enttäuscht. Ich wollte dieses dunkle Kribbeln eines Thrillers und bekam eher eine Ansammlung emotionaler Belastungen.Die kurzen Kapitel sind ein Plus, doch sie konnten nicht verdecken, dass der Funke einfach nicht übergesprungen ist. Das Ende bringt zwar noch etwas Leben in die Handlung, aber die Auflösung hat mich erstaunlich kalt gelassen. Kein Aha-Moment, kein Herzklopfen, eher ein Schulterzucken.
Dieses Buch hinterlässt bei mir wenig Eindruck. Es ist nicht schlecht, aber es hat sein Potenzial für mich nicht ansatzweise ausgeschöpft.

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Veröffentlicht am 05.12.2025

ein tolles Buch

Emma Bell
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Meinung: Als mir dieses Buch angeboten wurde, musste ich keine Sekunde überlegen. Schon das Cover und der Klappentext haben mich sofort gefangen genommen und genau mit diesem Gefühl bin ich in die Geschichte ...

Meinung: Als mir dieses Buch angeboten wurde, musste ich keine Sekunde überlegen. Schon das Cover und der Klappentext haben mich sofort gefangen genommen und genau mit diesem Gefühl bin ich in die Geschichte gestartet.
Der Einstieg wirkt ruhig, fast sanft, doch unter der Oberfläche brodelt eine Spannung, die mich sofort gepackt hat. Ich wollte unbedingt wissen, wohin mich diese Reise führen würde. London 1846: Ruth Thomas ist zweiundzwanzig, unverheiratet und damit für ihre Mutter ein einziges Ärgernis. Als diese Ruth dabei erwischt, wie sie eines der Hausmädchen küsst, eskaliert alles. Wut, Scham, Verstoßung und schließlich die Verbannung aufs Land, zu einem Onkel, der ihr die „unmoralischen Gelüste“ austreiben soll.
Doch dort begegnet Ruth niemand Geringerer als Emma, der jungen Ehefrau ihres Onkels. Und mit ihr erwachen Gefühle, die viel zu groß sind, um sie zu verdrängen. Das Tempo bleibt über weite Strecken gemächlich, aber gerade diese Ruhe schafft eine Atmosphäre, die fast schon magisch wirkt. Die selbst gezeichneten Illustrationen der Autorin haben mich zusätzlich begeistert, sie verleihen der Geschichte eine eigene Handschrift und ließen mich vieles beinahe sehen, als stünde ich selbst im Raum.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und sehr zugänglich. Mit den Charakteren konnte ich lange nicht ganz warm werden. Sie blieben mir ein wenig fern. Erst gegen Ende fand ich einen echten Zugang zu Ruth. Die Gefühle zwischen ihr und Emma kamen dafür recht plötzlich, fast so, als würde mich die Szene selbst überrumpeln.
Dafür haben mich die Nebenfiguren umso mehr berührt. Besonders Clara habe ich sofort ins Herz geschlossen; sie wirkt lebendig, liebevoll und unglaublich fein gezeichnet.
Die vielen Details waren einerseits atmosphärisch ein Geschenk, andererseits haben sie meinen Lesefluss ab und zu etwas gebremst. Trotzdem hat mich das viktorianische Setting mit all seiner Dunkelheit und seinem leisen Schrecken sehr fasziniert. Am Ende hätte ich mir hier und da etwas mehr Tiefe gewünscht, ein paar Schatten mehr, ein paar Seelenregungen stärker

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Veröffentlicht am 05.12.2025

absolutes Highlight

Der Kuckucksjunge
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Meinung: Nachdem mich sein erstes Buch so unglaublich begeistert hat, musste ich natürlich auch zu seinem zweiten greifen und es hat sich absolut gelohnt. Der Prolog hat mich regelrecht umgehauen: düster, ...

Meinung: Nachdem mich sein erstes Buch so unglaublich begeistert hat, musste ich natürlich auch zu seinem zweiten greifen und es hat sich absolut gelohnt. Der Prolog hat mich regelrecht umgehauen: düster, bedrückend, unheilvoll. Anfang der Neunzigerjahre endet ein Ausflug eines Kinderheims in einem Albtraum, als ein Schüler tief im Dickicht die Leiche eines vermissten Jungen entdeckt. Dann der Sprung in die Gegenwart: „Habe dich“ – die letzte Nachricht auf Silje Thomsens Handy, bevor die geschiedene Mutter an einem grauen Februartag in Kopenhagen spurlos verschwindet. Kommissarin Naia Thulin ist sofort alarmiert, denn dieselbe Botschaft erhielt zuvor eine 19-jährige Schülerin, kurz bevor sie ermordet wurde. Da war für mich klar: Hier braut sich etwas Großes zusammen. Genau solche düsteren, bedrohlichen Szenen liebe ich einfach. Naia muss ausgerechnet mit Mark Hess zusammenarbeiten, dem Mann, dem sie nach dem „Kastanienmann“-Fall eigentlich nie wieder begegnen wollte. Doch bevor die beiden einer ersten Spur folgen können, wird eine brutal zugerichtete Frauenleiche gefunden und ein neuer Vermisstenfall erschüttert die Stadt. Ab diesem Moment konnte ich das Buch kaum noch weglegen.
Der Schreibstil ist fesselnd und gleichzeitig so leicht, dass die Seiten nur so durch die Finger gleiten. Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet, glaubwürdig und voller Tiefe. Der Fall ist verworren, aber so wahnsinnig spannend, dass ich stellenweise wirklich den Atem angehalten habe. Ich tappte lange im Dunkeln und war von den detailreichen Beschreibungen völlig gefesselt.
Ich war beeindruckt, fast schon überwältigt, wie intensiv Søren mich mitten ins Geschehen zieht. Dieses Buch ist purer Nervenkitzel, voller Wendungen, die mich bis zur letzten Seite überrascht haben.
Eine absolute Leseempfehlung, ich bin restlos begeistert

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Veröffentlicht am 01.12.2025

tolle Fortsetzung

STARCK und die zweite Frau
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Meinung: Durch Zufall habe ich im vergangenen Jahr den ersten Band von Christian gelesen und war sofort begeistert. Umso klarer war für mich, dass die Fortsetzung bei mir einziehen musste. Und was soll ...

Meinung: Durch Zufall habe ich im vergangenen Jahr den ersten Band von Christian gelesen und war sofort begeistert. Umso klarer war für mich, dass die Fortsetzung bei mir einziehen musste. Und was soll ich sagen: Sie hat mir sogar noch besser gefallen. Die Handlung knüpft direkt an den Vorgänger an, sodass man ohne Umschweife wieder ins Geschehen rutscht. Ex-Staatsanwalt Andreas Starck kämpft weiterhin darum, seine Unschuld zu beweisen, nachdem er vor fünf Jahren Opfer eines Komplotts wurde und im Gefängnis landete. An seiner Seite steht Investigativ-Journalist Tom Finder, der seit Langem versucht, die verschleierten Konten der Mächtigen aufzudecken. Gemeinsam stoßen sie auf Verbindungen, die bis in die höchsten Ebenen der Justiz reichen und genau das macht die Geschichte so intensiv.
Der Schreibstil ist lebendig, leicht zu lesen und zieht einen sofort in den Bann. Kaum begonnen, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Spannung baut sich stetig auf und ich habe ununterbrochen mitgerätselt.
Die Schauplätze sind so detailreich beschrieben, dass ich jedes Bild mühelos vor Augen hatte. Besonders die actionreiche Jagd durch Europa hat mir unglaublich gut gefallen, sie bringt Tempo, Abwechslung und richtig viel Nervenkitzel in die Story.
Die Charaktere sind weiterhin stark gezeichnet, und ich habe mich sehr gefreut, alten Bekannten wieder zu begegnen. Einige überraschende Wendungen lassen einen immer wieder aufhorchen, und gleichzeitig bleiben Fragen offen, die wohl erst im nächsten Band beantwortet werden. Das Ende hat mich total abgeholt und macht wahnsinnig neugierig auf den dritten Teil.

Absolute Leseempfehlung

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