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Veröffentlicht am 15.11.2024

Dystopie, die nostalgische Gefühle weckt

Skyhunter – A Silent Fall
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'Skyhunter' ist düster, brutal und rasant. Talin eine Protagonistin mit interessantem Hintergrund und Marie Lu's Schreibstil ist herrlich unkompliziert und macht einfach Spaß zu lesen. Ein grundsolider ...

'Skyhunter' ist düster, brutal und rasant. Talin eine Protagonistin mit interessantem Hintergrund und Marie Lu's Schreibstil ist herrlich unkompliziert und macht einfach Spaß zu lesen. Ein grundsolider Auftakt der neuen dystopischen Dilogie der Autorin.

Gleich zu Beginn wird klar, wie grausam und brutal die Welt bzw. das Regime ist, unter dem die junge Strikerin Talin aufwächst. Bei einem Anschlag der Föderation hat Talin nicht nur ihr zu Hause, sondern auch ihre Stimme verloren. Beim Widerstand von Mara hat Talin ein neues Daheim und vorallem eine Aufgabe gefunden - das Land und die Menschen vor den brutalen Angriffen der karensischen Föderation durch wolkenlosen bestialische Kreaturen erschaffen aus wissenschaftlichen Experimenten ("Geister") schützen.
Talin ist nicht nur knallharte Elitekämpferin, sie hat auch eine weiche Seite. Als ein Kriegsgefangener der Föderation hingerichtet werden soll, geht Talin dazwischen. Talin erkennt etwas in Red, etwas, dass sie nicht greifen kann, das aber der Schlüssel zur Rettung aller sein könnte.

Ich mochte Talin und Red als Protagonisten sehr gerne. Vorallem das Zusammenspiel der beiden und die besondere Kommunikation. Marie legt den Grundstein für eine Enemies-to-Lovers-Romanze auf deren weitere Entwicklung ich schon gespannt bin.

Die Welt ist ausreichend gut und bildhaft beschrieben. Ich konnte mir beim Lesen alles gut vorstellen. Allerdings fand ich vieles recht vorhersehbar und die Entwicklungen wenig überraschend. Dafür hat das Ende so richtig reingehauen. Ich bin jedenfalls gespannt wie es weitergeht.

Fazit:
Ein solider, dystopischer Dilogieauftakt, der mich an die "Bücher von früher" erinnert hat und dessen Ende neugierig auf die Fortsetzung macht.








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Veröffentlicht am 14.11.2024

Ryan La Sala begeistert mit viel Atmosphäre und tollen Charakteren

Die Honeys (Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt): Ein queerer Mystery-Thriller für Fans von Pretty Little Liars
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Wenn ‚Die Honeys‘ eines ist, dann außergewöhnlich und unglaublich atmosphärisch. Ich habe die Richtung, welche der Mystery-Thriller einschlägt nicht kommen sehen, genauso wenig, wie die tiefgründigen ...

Wenn ‚Die Honeys‘ eines ist, dann außergewöhnlich und unglaublich atmosphärisch. Ich habe die Richtung, welche der Mystery-Thriller einschlägt nicht kommen sehen, genauso wenig, wie die tiefgründigen Themen, die Ryan La Sala aufgreift. Und doch konnte mich der Roman nicht komplett abholen. Dabei hat die Geschichte wahnsinnig mitreißend begonnen, konnte den Spannungsgrad aber leider nicht auf dem hohen Level halten.

Die Umstände, unter denen Mars Zwillingsschwester Caroline ums Leben gekommen ist, hätten tragischer nicht sein können. Mars möchte Antworten, eine Erklärung, was mit Caroline passiert ist. Diese erhofft sich Mars in Aspen, dem Feriencamp in den Catskills, das Caroline jedes Jahr besucht hat. Schnell wird Mars klar, dass an der Sommerakademie seltsame Dinge vor sich gehen.

Ich war nach dem nervenaufreibenden Einstieg wie gesagt total Hypes auf das Buch und wollte natürlich unbedingt hinter die Geheimnisse kommen, die zum Tod von Caroline geführt haben. Der Weg dahin war allerdings anders als erwartet; Carolines mysteriöses Ableben eher zu einer Randnotiz verblasst. Vielmehr ist Mars bzw. Mars Genderfluidität in den Fokus gerückt, was dem Buch einerseits eine interessante Richtung gegeben hat, andererseits viel Spannung herausgenommen hat. Wir erleben Mars als Charakter, der nicht nur mit der Trauer kämpft, sondern auch seinen bzw. ihren Platz in der Familie und in der Gesellschaft noch nicht so ganz gefunden hat. Themen wie Selbstfindung, Trauerbewältigung, Freundschaft, Familie und Mobbing nehmen einen großen Teil der Handlung ein. Dabei ist, wie gesagt, meines Erachtens viel von der zu Beginn aufgebauten Spannung verloren gegangen.

Dafür muss ich wirklich sagen, dass Ryan La Sala ein Meister der Atmosphäre ist. Seine Beschreibungen der Natur und der Wälder sind einfach grandios. Ich konnte die schwüle Hitze der Catskills Mountains direkt auf der Haut spüren, habe die Bienen Summen gehört und den süßen Honig der Bienenhüterinnen auf der Zunge geschmeckt. Letztere sind übrigens nicht ohne Grund titelgebend, doch hinter die Geheimnisse der jungen Frauen, zu denen auch Caroline gehört hat, müsst ihr selber kommen.

Fazit
Ryan La Sala begeistert mit viel Atmosphäre, tollen Charakteren und wichtigen Themen wie Genderfluidität, Selbstfindung und Trauerbewältigung. Definitiv ein außergewöhnlicher Mystery-Thriller.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Grausame Götterspiele

The Games Gods Play – Schattenverführt
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>>Wir sind keine Schmetterlinge für dich>Wir sind die Ewigkeit.

>>Wir sind keine Schmetterlinge für dich<< flüstere ich. >>Wir sind die Ewigkeit.<<
(Zitat aus 'The Games Gods play')

The 'Games Gods Play - Schattenverführt' von Abigail Owen, ins Deutsche übersetzt von Julia Schwenk, war für mich ein richtiges Überraschungshighlight. 700 Seiten Sogwirkung, Spannung, Nervenkitzel und nostalgische Gefühle. Ja, ein bisschen hat es mich von den Vibes tatsächlich an 'Percy Jackson' und 'The Hunger Games' erinnert. Mir hat's gefallen und ich war gefesselt!

In San Francisco lernen wir die junge Lyra kennen, welche als Baby von Zeus mit einem Fluch belegt; wurde. Niemals soll sie jemand lieben können. Selbst ihre Eltern haben Lyra als Kleinkind weggegeben, weshalb sie in der Diebesgilde aufgewachsen ist. Als sie Zeus aufsuchen will, um ihn zu fordern den Fluch von ihr zu nehmen, läuft sie Hades in die Arme, und das ausgerechnet zu Beginn der Feierlichkeiten, die die nächsten Götterspiele eröffnen.

Alle 100 Jahre findet der Wettbewerb der Götter statt. Jeder Gott wählt unter den Menschen einen Champion bzw. eine Championesse, die für ihn im Kampf um den Thron antritt. Wer die meisten der 12 Heldenprüfungen des Crucibles besteht bzw am Ende überlebt geht als Sieger hervor. Und ausgerechnet Lyra wird von Hades als Championesse erwählt.

Spätestens mit Beginn des Crucible gab es für mich kein Halten mehr. Die Prüfungen der Götter sind brutal und grausam und wahnsinnig spannend mitzuverfolgen. Im Verlauf des Crucible lernen wir auch Lyra und Hades immer besser kennen. Ich mochte Lyra und ihre Schlagfertigkeit total gerne. Und auch ihre Hilfsbereitschaft trotz ihrer gefährlichen Situation. Und auch Hades hat sich leise in mein Herz geschlichen. Er ist unnahbar und rätselhaft. Nach und nach erfährt man mehr von ihm und kann ihn dann auch besser verstehen.
Meine Lieblinge waren aber tatsächlich zwei Nebencharaktere. Charon, der Fährmann der Unterwelt und Hades bester Freund und Höllenhund Cerberus. Ich habe die beiden gefeiert und absolut geliebt.

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, habe mir Lyra mitgefiebert, Hades mehrfach verflucht - es war tatsächlich ein Auf und Ab mit den beiden. Und ich habe mit Spannung das Crucible verfolgt. Die Kapitel sind kurz und man den Drang immer weiter lesen zu müssen. Man fliegt quasi durch die Seiten. Am Ende wird man von einem richtig gemeinen Cliffhanger erwartet. Band 2 ist ein Must Read für mich.

Fazit
Abigail Owen begeistert mit einem tollen Worldbuilding, griechischer Mythologie und einem gnadenlosen, tötlichen Wettkampf. Spannung pur!





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Veröffentlicht am 01.10.2024

Delphi und ihre zweite Chance

Wolke Sieben ganz nah
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Mit 'Wolke sieben ganz nah' ist Kirsty Greenwood eine wahnsinnig lustige, warmherzige und romantische Komödie gelungen. Ich habe beim Lesen schon lange nicht mehr so herzhaft gelacht.

"Ich ersticke ...

Mit 'Wolke sieben ganz nah' ist Kirsty Greenwood eine wahnsinnig lustige, warmherzige und romantische Komödie gelungen. Ich habe beim Lesen schon lange nicht mehr so herzhaft gelacht.

"Ich ersticke an einem Burger. Und zwar nicht mal an einem Premium-Burger oder einem selbst gemachten, sondern an so einem billigen Müll, den man sich in der Mikrowelle warm macht <...>"
(Zitat aus Wolke sieben ganz nah, E-Book Pos. 44)

Mit 27 Jahren nimmt Delphie Bookhams Leben ein jähes Ende. Und dann noch dazu ein so unrühmliches. Delphie stirbt quasi wie sie lebt. Chaotisch, allein und in wirklich hässlichen Klamotten. Ich mochte Delphie vom ersten Moment an, wobei sie mir gerade anfangs unglaublich leid getan hat. Umso mehr habe ich Delphis Entwicklung gefeiert, von der unscheinbaren Einzelgängerin bis zur toughen jungen Frau, die sich ihr Leben zurück holt.

Von Enemies-to-Lover, über Forced Proximity, Love Triangle bishin zu Fake Dating...

Kirsty Greenwood geht in die Vollen und liefert gefühlt die gesamte Romance-Trope-Palette. Absolut göttlich und mit viel Humor schickt die Autorin Delphi auf ein romantisches Abenteuer. Und mir ihrem griesgrämigen Nachbar Cooper hat Delphi die perfekte Reisebegleitung. Cooper soll Delphi helfen Jonah zu finden. Denn nur wenn Delphi Jonah innerhalb von 10 Tagen küsst, bekommt sie ihr Leben zurück. So lautet die Abmachung mit der von Liebesromanen besessenen Jenseits-Therapeutin Merritt. Klingt alles ziemlich chaotisch und das ist es auch, und obendrein auch so unglaublich lustig, gleichzeitig aber auch tiefgründig. Ich habe emotional total mit Delphi mitgefiebert und mitgelitten.

Die Geschichte ist zwar ziemlich vorhersehbar, deshalb aber nicht weniger mitreißend. Und ja, es gibt auch eine kleine, wunderschöne Überraschung gegen Ende, die mich sehr berührt hat.

Fazit:
Eine tolle, lustige und warmherzige RomCom mit fantastischen Elementen, die ich gerne weiter empfehle.

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Endlich erfahren wir was mit Josie passiert ist

Four Secrets to Share (Breaking Waves 4)
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Mit 'Four Secrets to Share' bringt Kristina Moninger ihre Breaking Waves-Reihe rund um die 5 Freundinnen Avery, Isabella, Odina, Lee und die vermisste Josie zu einem mehr als würdigen Abschluss. ...

Mit 'Four Secrets to Share' bringt Kristina Moninger ihre Breaking Waves-Reihe rund um die 5 Freundinnen Avery, Isabella, Odina, Lee und die vermisste Josie zu einem mehr als würdigen Abschluss. Ich mochte die gesamte Reihe total gerne; vorallem wegen dem Suspense-Anteil und Josies Fall, der sich wie ein roter Faden durch alle 4 Bände zieht und nach und nach gelöst wird.

Noch einmal Harbour Bridge...
Ich werde die Insel und die Menschen, die Strände und Surfspots definitiv vermissen. Auf Harbour Bridge hat alles seinen Anfang genommen. Ohne den Sommersurfkurs hätten Avery, Isabella, Odina, Lee und Josie sich wohl nicht kennen gelernt und keine Freundschaften entwickelt.

Lees Geschichte...
Dieses Mal steht Profisurferin Lee im Fokus des Geschehens. Und ich muss gestehen, dass es gedauert hat, bis es zwischen mir und Lee gefunkt hat. Für Lee stand das Surfen und ihre Karriere schon immer an erster Stelle. Lee hat schon immer gemacht was sie will, ohne Rücksicht auf Verluste. Sie ist eine Einzelgängerin, hat eine raue und ungeschliffene Art und ein großes Geheimnis, welches
sich seinen Weg an die Oberfläche bahnt. Als ihr Leben und ihre Karriere auf Hawaii in Trümmern liegt, erhält Lee eine Nachricht aus ihrer alten Heimat. Sue beschließt zurück zu kehren nach Harbour Bridge. Ganz nach Lee-Manier quartiert sie sich im Ferienhaus ihrer Jugendliebe Parker ein. Doch das Ferienhaus ist nicht so verlassen, wie Lee vermutet hat. Parker ist da und für ihn steht fest: es wird immer nur Lee für ihn geben. Mit Lee und Parker treffen zwei komplett gegensätzliche Charaktere aufeinander. Während wir in der Gegenwart miterleben, wie sich die beiden wieder annähern, erfahren wir durch Sprünge in die Vergangenheit wie sie sich einst kennen und lieben gelernt haben.

Josies Rätsel...
Und es wird auch endlich aufgedeckt, was mit Josie damals passiert ist. Genau auf diesen Moment, an dem alles aufgelöst wird, habe ich so sehr hingefiebert. Ich hatte ja schon so meine Vermutung und die Richtung hat auch gepasst. Dennoch war ich letzten Endes richtig geflasht von den Geschehnissen. Mit zunehmender Seitenzahl hat mich die Story immer mehr mitgerissen und gefesselt. Das letzte Drittel habe ich in einem Rutsch weggelesen, weil es einfach immer spannender wurde.

Fazit:
Ein großartiger Abschluss von Kristina Moningers Romantic Suspense-Reihe. Ich bin total zufrieden mit der Auflösung und ich werde die cosy Insel Harbour Bridge, sowie die 5 Freundinnen definitiv vermissen.

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