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Veröffentlicht am 11.05.2026

In der Schrundgule

Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen
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Seit drei Monaten (oder 2 Monaten, 29 Tagen, 14 Stunden und 37 Minuten, aber wer zählt das schon so genau?) lebt das Klugscheißerchen jetzt bei Familie Theufel, in der vielleicht abgesehen von Hund Klaus-Kathrin ...

Seit drei Monaten (oder 2 Monaten, 29 Tagen, 14 Stunden und 37 Minuten, aber wer zählt das schon so genau?) lebt das Klugscheißerchen jetzt bei Familie Theufel, in der vielleicht abgesehen von Hund Klaus-Kathrin jede und jeder eine Klugscheißerin und Klugscheißer ist. Müsste ja eigentlich die Hölle sein, in einer Familie zu leben, in der man selten was zum Verbessern hat, aber das Klugscheißerchen fühlt sich ganz wohl. Zumindest, bis es selbst einmal geklugscheißert wird. Was für ein Versagen! Am besten, es geht mit Tina und Theo in die Schule, um zu lernen. Doch in der Schule lernt es gar nichts, es weiß schon alles! Wie langweilig! Doch dann klettert aus der Schublade der Lehrerin ein kleines, rotes Wesen, hüpft von Schulter zu Schulter und flüstert den SchülerInnen falsche Antworten ein - das Vehlerteufelchen ...

Wie üblich bei dem Autor zeichnet sich das Buch durch feinen Humor und originelle Ideen aus. Und die Zeichnungen der Illustratorin sind natürlich auch Zucker. Moment ... irgendwie juckt meine Schulter. Ohkey, weider. Nahtürlisch giebt es kar keyne Vehlerdeufel. Drodsdem is der Geschiechte schohn rächt nätt. Ser kuhrsweilich, ser kuhrtz und nätt. Es giept keyne besohnderen Höepungte oda so. Vohn dahär hette iech vieleicht ain bischen mähr erwahrtet. Drotzdem schöhn führ Ginder und Erwaxene.

Veröffentlicht am 08.05.2026

Bayview Crew

ONE OF US IS BACK
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Es sind Sommerferien und die gesamte Crew derjenigen, die in den ersten beiden Ereignissen in Bayview eine Rolle gespielt haben, sind wieder zu Hause. Es verspricht, eine schöne Zeit zu werden - bis sie ...

Es sind Sommerferien und die gesamte Crew derjenigen, die in den ersten beiden Ereignissen in Bayview eine Rolle gespielt haben, sind wieder zu Hause. Es verspricht, eine schöne Zeit zu werden - bis sie erfahren, dass durch einen Verfahrensfehler durch einen leichtsinnigen Geschworenen ausgerechnet Jake Riordan einen neuen Prozess bekommt. Bis dahin darf Jake - mit einer Fußfessel und Auflagen - ebenfalls heimkehren. Außerdem gibt er Interviews und hält Reden in Schulen. Es bleibt nicht aus, dass sie sich wieder über den Weg laufen. Zuerst bedroht er sie, verhöhnt sie, lauert ihnen auf. Zuerst verschwindet Phoebe, wird aber ohne Erinnerungen aufgefunden. Und dann gibt es einen Toten ...

Ehrlich gesagt, war mir der Einstieg in die Geschichte zu langatmig. Ich verstehe, dass McManus noch mal eine Art Zusammenfassung der Dynamik innerhalb der Gruppe geben wollte, aber diejenigen, die die Vorgänger gelesen haben, wissen es eh und die anderen, so denke ich, verstehen es ohnehin nicht wirklich. Trotzdem gehen dafür um die 100 Seiten drauf, die nicht wirklich spannend sind. Als es dann jedoch erst einmal wieder anfängt, weiß die Autorin wie üblich gekonnt zu fesseln. Und zumindest mich hat das Ende wirklich sehr befriedigt und ich wette, es war McManus ein Anliegen, allen A-löchern zu geben, was sie verdienen und der Crew ... nun, der ebenfalls. War jedenfalls ein hübscher, runder Abschluss der Reihe.

Veröffentlicht am 04.05.2026

Doppelkrone

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Die junge Adlige Ivy ist in Ungnade gefallen, seitdem ihre Schwester verschwunden und abrupt und ohne Erinnerung wieder aufgetaucht ist. Jetzt ist sie Debütantin und kann kaum auf einen Ehemann hoffen. ...

Die junge Adlige Ivy ist in Ungnade gefallen, seitdem ihre Schwester verschwunden und abrupt und ohne Erinnerung wieder aufgetaucht ist. Jetzt ist sie Debütantin und kann kaum auf einen Ehemann hoffen. Da verkündet der Faeprinz Bram, dass er in diesem Jahr eine Braut sucht und Ivy schafft es unter die letzten sechs Favoritinnen. Dafür muss sie die Demütigungen von Faekönigin Moryen ertragen und einen Pakt mit Brams Stiefbruder Emmett eingehen in der Hoffnung, die Königin zu stürzen. Und irgendwie versuchen zu überleben, ohne der blutrünstigen Königin einen Vorwand zu liefern, sie zu beseitigen.

Ich fand die Idee eigentlich ziemlich cool. Viktorianisches England, aber seit 400 Jahren sitzt eine Königin der "Anderen" auf dem Thron, die eine ungewöhnliche Magie besitzt, mit der sie Leute zu einem Handel versuchen kann. Aber um ehrlich zu sein, war die Geschichte ziemlich lahm. Ivy ist anfangs ganz cool, aber dann erlaubt sie sich ständig dämliche Fehler, die nur durch Glück gelöst werden können. Sie wiederholt sich ständig (Ich hasse meine Schwester, aber ich liebe sie auch abgöttisch/Ich muss meine Familie absichern, ohne mich geht alles den Bach runter - ja, das hatten die geneigten LeserInnen schon nach den ersten drei, vier Erwähnungen verstanden!). Sie lässt sich laufend auf kompromittierende Begegnungen mit Emmett, und hätte hundertmal erwischt werden müssen. Das hätte ich noch einfach dem Spannungsbogen zugeschrieben, wenn es denn einen gegeben hätte, aber im Großen und Ganzen plätscherte das Buch so vor sich hin. Ich konnte keinerlei Chemie zwischen Emmett und ihr entdecken und warum die anderen Mädchen, die kurzzeitig in eigenen Kapiteln zu Wort kamen, so viele Stücke auf ihre Konkurrentin Ivy hielten, war mir auch nicht klar. Es hat sich schnell lesen lassen, aber das Ende war wenig überraschend, wenn man ähnliche Bücher kennt, sodass mich der ach-so-geniale Twist nicht vom Hocker gehauen hat. Wahrscheinlich werde ich auf den zweiten Band dankend verzichten. .

Veröffentlicht am 30.04.2026

Wandle, wo die Hexe ruht

Darkly
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Dia ist ein Nerd. Sie kleidet sich am liebsten in Klamotten aus den 20iger Jahren, führt fast im Alleingang das Antiquitätengeschäft ihrer Familie und vor allem liebt sie Darkly - die besonderen Spiele ...

Dia ist ein Nerd. Sie kleidet sich am liebsten in Klamotten aus den 20iger Jahren, führt fast im Alleingang das Antiquitätengeschäft ihrer Familie und vor allem liebt sie Darkly - die besonderen Spiele von Louisiana Veda, die vor Jahrzehnten unter mysteriösen Umständen gestorben ist. Als jetzt die Veda-Stiftung nach Praktikanten sucht, bewirbt sie sich. Und wird tatsächlich angenommen, genauso wie sechs andere in ihrem Alter. Sie werden auf eine Insel in der Nordsee gebracht, wo die geniale Spielemacherin einst gearbeitet hat und man gibt ihnen eine beinahe unmögliche Aufgabe zu erfüllen - oder befinden sie sich plötzlich in einem Darkly-Spiel?

Das Buch hat mich von Anfang an gut mitgenommen. Dia ist hochsympathisch und die anderen sind eine gute Mischung, wenn auch abgesehen von Poe recht blass. Aber die Rätsel und das, was die sieben tun (oder lassen) sollen, entwickelt sich recht spannend und in einem schönen, gefälligen Schreibstil. Es hat mir jedenfalls Spaß gemacht, ihnen auf die geheimnisvolle Insel, in die Fabrik und das Gruselhaus zu folgen. Ein paar der Dinge, die Dia - die wohlgemerkt ein totaler unsportlicher Nerd ist - vollbracht hat, waren ein bisschen James-Bond-mäßig und damit ganz schön übertrieben; auch dass sich gleich zwei unglaublich gut aussehende und reiche Jungs um sie reißen, kommt unglaubwürdig rüber. Ich mochte das Buch dennoch und habe es gern gelesen.

Veröffentlicht am 29.04.2026

Devil's Backbone

Dear Reader (Devil's Backbone Society 1)
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Ashley hat Glück, denn sie erhält ein Stipendium für die Neveah University. Weniger Glück hat sie mit ihrem Stiefbruder und seinen Freunden. Ihre Mutter hat den reichsten Mann der Welt geheiratet und daher ...

Ashley hat Glück, denn sie erhält ein Stipendium für die Neveah University. Weniger Glück hat sie mit ihrem Stiefbruder und seinen Freunden. Ihre Mutter hat den reichsten Mann der Welt geheiratet und daher muss sie sich jetzt mit dem heißen Nate und seinen noch heißeren Homies rumärgern. Dann wird sie auch noch mehr oder weniger gezwungen, in die Devil's Backbone Society einzutreten, es gibt ein paar Tote, aber ach, wen stört's, Hauptsache, die heißesten Typen der Uni sind zwar scharf auf Ashley, behandeln sie aber dauernd wie Dreck, entführen sie, misshandeln sie und beschimpfen sie als Hre und Ntte, aber wen stört's, das kommt doch in den besten Familien vor - oder?

Was war ich lesend? Wieso hat dieses Buch so viele gute Bewertungen? Was stimmt mit den Charakteren hier nicht? Was zum Teufel einfach nur?! Ashley als Protagonistin hätte cool sein können, eigentlich. Wenn sie nicht sofort ihre letzte Gehirnzelle verlieren würde, sobald ein gutaussehender Dude auch nur in ihre Richtung atmet. Dann mutiert sie zu einer rossigen Stute, die jedem Hengst ihr Hinterteil präsentiert. Und oh, ein Typ behauptet gegenüber seinen Freunden, dass sie für ihn für ein paar tausend Dollar die Beine breit gemacht hat? Na, nicht so schlimm. Er sieht sooooooo hot aus, den nehme ich erst als Fake-Freund und dann als richtigen. Oder doch nicht so ganz als richtigen, denn seine A...lochfreunde sind ja ebenfalls megaheiß, mit denen muss auch erstmal in die Kiste gehopst werden (meistens ohne Kiste). Dass jeder sie als Schlampe von den Typen bezeichnet, ist überhaupt nicht schlimm.

Cool auch die Mutter und ihr neuer Stiefvater. Einmal ist Ashley wirklich traumatisiert nach einem Erlebnis, für dass sie diese A...lochtypen verantwortlich macht. Mutter und Stepdad haben nichts Besseres zu tun, als eben diese Typen dem traumatisierten Mädchen gegenüberzustellen und zu sagen: Ach, das waren die nicht. Alles halb so schlimm. Na dann. Weiter im Text. Wo ist die nächste Kiste? Oder Wand? Oder Tisch? Und wen stören schon Tote auf der Straße und Blut an den Händen des gerade eben Lovers? Das Mädel läuft aus, es braucht Spice im Leben! Ein geköpfter Mann im Bett? No problem. Same same but different. Überhaupt. Der Teufel mag ein Rückgrat haben in dieser Society, Ashley hat keines. Wenn mich jemand ständig als H*re bezeichnet, wäre mir egal, wie gut derjenige aussieht. Ich würde ihm vielleicht seine Balls zertreten, aber ganz gewiss nicht seinen fetten Dick an mich ranlassen. Wie abartig ist das bitte?

Die vier Dudes bezeichnen sich selbst übrigens als quasi Brüder, haben aber null Problem damit, die Freundinnen des jeweils anderen flachzulegen. Die gehen auch alle fremd, aber geshamed werden dann die jeweiligen Frauen. Alles klar. Coole Message. Nicht. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich dieses Buch abgestoßen hat. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass Ashley mal aufwacht und sich dieser Typen entledigt oder dass die "geheimnisvolle Person im Hintergrund" mit dem Tagebuch das übernimmt, aber da wurde ich leider enttäuscht.

Das Ende habe ich gefeiert. Wird wohl leider nicht so ausgehen, wie es gerade aussieht, aber das, was ihrem Fake turned richtig oder nicht richtig Freund passiert ist, hoffe ich, wird auch den anderen Typen passieren. Das Buch hat bei mir wirklich Emotionen ausgelöst - Wut und Abscheu. Falls das beabsichtigt war, ist es natürlich eine 5-Sterne-Lektüre.