Doppelkrone
Hof der Dornen, Band 1: The Rose BargainDie junge Adlige Ivy ist in Ungnade gefallen, seitdem ihre Schwester verschwunden und abrupt und ohne Erinnerung wieder aufgetaucht ist. Jetzt ist sie Debütantin und kann kaum auf einen Ehemann hoffen. ...
Die junge Adlige Ivy ist in Ungnade gefallen, seitdem ihre Schwester verschwunden und abrupt und ohne Erinnerung wieder aufgetaucht ist. Jetzt ist sie Debütantin und kann kaum auf einen Ehemann hoffen. Da verkündet der Faeprinz Bram, dass er in diesem Jahr eine Braut sucht und Ivy schafft es unter die letzten sechs Favoritinnen. Dafür muss sie die Demütigungen von Faekönigin Moryen ertragen und einen Pakt mit Brams Stiefbruder Emmett eingehen in der Hoffnung, die Königin zu stürzen. Und irgendwie versuchen zu überleben, ohne der blutrünstigen Königin einen Vorwand zu liefern, sie zu beseitigen.
Ich fand die Idee eigentlich ziemlich cool. Viktorianisches England, aber seit 400 Jahren sitzt eine Königin der "Anderen" auf dem Thron, die eine ungewöhnliche Magie besitzt, mit der sie Leute zu einem Handel versuchen kann. Aber um ehrlich zu sein, war die Geschichte ziemlich lahm. Ivy ist anfangs ganz cool, aber dann erlaubt sie sich ständig dämliche Fehler, die nur durch Glück gelöst werden können. Sie wiederholt sich ständig (Ich hasse meine Schwester, aber ich liebe sie auch abgöttisch/Ich muss meine Familie absichern, ohne mich geht alles den Bach runter - ja, das hatten die geneigten LeserInnen schon nach den ersten drei, vier Erwähnungen verstanden!). Sie lässt sich laufend auf kompromittierende Begegnungen mit Emmett, und hätte hundertmal erwischt werden müssen. Das hätte ich noch einfach dem Spannungsbogen zugeschrieben, wenn es denn einen gegeben hätte, aber im Großen und Ganzen plätscherte das Buch so vor sich hin. Ich konnte keinerlei Chemie zwischen Emmett und ihr entdecken und warum die anderen Mädchen, die kurzzeitig in eigenen Kapiteln zu Wort kamen, so viele Stücke auf ihre Konkurrentin Ivy hielten, war mir auch nicht klar. Es hat sich schnell lesen lassen, aber das Ende war wenig überraschend, wenn man ähnliche Bücher kennt, sodass mich der ach-so-geniale Twist nicht vom Hocker gehauen hat. Wahrscheinlich werde ich auf den zweiten Band dankend verzichten. .