✨Moderne Hexenkunst ✨
A Curse Unbroken~»Ich glaube, die Magie an sich ist weder schwarz noch weiß. Sie ist das, was wir daraus machen.~
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Bewertung
Insgesamt:⭐️⭐️⭐️⭐️,25
Inhalt (Storyline & Charaktere):⭐️⭐️⭐️⭐️,5
Schreibstil:⭐️⭐️⭐️⭐️
Cover ...
~»Ich glaube, die Magie an sich ist weder schwarz noch weiß. Sie ist das, was wir daraus machen.~
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Bewertung
Insgesamt:⭐️⭐️⭐️⭐️,25
Inhalt (Storyline & Charaktere):⭐️⭐️⭐️⭐️,5
Schreibstil:⭐️⭐️⭐️⭐️
Cover & Design: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
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Die Grundidee der Geschichte konnte mich persönlich direkt von sich überzeugen.
»A curse unbroken« ist eine modernen Hexengeschichten, in der auch soziale Medien eine Rolle spielen. Dabei schafft die Autorin es, der Magie einen Platz in der Geschichte zu schaffen. Besonders positiv viel mir vor allem auf, dass das Magiessystem nicht nur sehr gut erklärt war, sondern die Rituale vor allem wirklich realistisch in den Alltag der Protagonisten verwoben waren und damit für mich persönlich sehr greifbar, verständlich und realitätsnah waren.
So, kommen wir jetzt zur Storyline: Schon der Prolog kommte meine Aufmerksamkeit erregen und mich dazu bringen, mitzurätseln. Sowieso ist »A curse unbroken« eine Geschichte, bei der man mitdenken kann. Am Anfang war es noch etwas vorhersehbar, so konnte ich mir denken, wer DarkDude war, danach änderte sich dies aber und die Plottwist, besonders der große am Ende, waren überraschend, unerwartet und doch ergaben sie Sinn. Viele Ereignisse und Handlungsstränge flossen zusammen und wenn man darüber nachdachte, kam es zumindest mir genial vor. Damit dies funktioniert, gibt es zumindest anfangs recht viele Handlungsstränge und neue Ereignisse die auftreten. Das verwirrte mich etwas, da ich Angst hatte, zu vergessen. Wenn es mir da nicht so krass gefiel, ist es jetzt, im Nachhinein doch kein Kritikpunkt mehr.
Die Geschichte verfügt zudem über sämtliche, verschiedene Perspektiven. Man merkt, dass die Autorin die Geschichte gut durchfacht hat, den jedes Detail hat relevanz und auch zum Beispiel die Auswirkungen von Darrens Fluch werden gut beleuchtet.
Die Geschichte enthält eine Message, die ich persönlich sehr wichtig finde. Denn nicht nur in Gemmas Welt zieht jede Tat gewisse Folgen hinter sich her, sondern such in der Realität und man sollte sich über diese stets bewusst sein.
Trotzdem gibt es auch einige wenige Punkte, die ich kritisieren kann: Zum einen regt mich Darrens Verschwiegenheit an Anfang mega auf, wenn er reden würde, würde es die Situation vereinfachen. Später war mir das Drama um seine Lügen zu viel.
Gemma ist eine moderne Hexe, die keine Angst hat, sich ihrer Mission zu stellen. Ihre Werte und auch die der anderen sind durchgehend korrekt und die Message, die sie und vor allem Hazel verbreiten wichtig. Gerade deswegen erstaunt mich die anfängliche Oberflächlichkeit im Bezug auf Darren. Desto besser ich sie kennenlernte, desto mehr liebte ich Gemma auch. Sie kämpf für das, was sie will. Sie ist mutig, opfert sich für andere auf und spricht offen aus, was sie denkt, egal, wem gegenüber.
Sie akzeptiert Leute, wie sie sind und lässt sich durch andere nicht verunsichern. Das finde ich echt strak von ihr. Genau wie sie, hält Darren an seinen Prinzipien fest und nimmt die Folge seines Handelns in Kauf. Wie gesagt nervt mich, dass er Gemma gegenüber nicht ganz offen ist. Anfangs war sein ganzes Verhalten mir suspekt, aber später konnte auch er mich überzeugen.
Auch um die Anziehung zwischen Gemma und Darren greifen zu können, benötigte ich etwas Zeit, den anfangs fehlte mir vor allem die emotionale Komponente. Später finde ich ihre gemeinsame Energie unglaublich außergewöhnlich. Ich finde schön wie sie sich mit Akzeptanz und Respekt behandeln und Rücksicht aufeinander nehmen. Auch hier ist es aber wieder realistisch, das nehme ich besonders doll so wahr, weil Gemma über ein gesundes Misstrauen verfügt.
Zu der cozy Atmosphäre in der Welt, passen auch die Charaktere. Dank Hazel, Taro und den anderen Nebencharakteren, fühle ich mich sehr wohl in der Geschichte und zusammen mit ihnen kehrte Gemma auch immer wieder in ihr normales Leben zurück. Dass sie diese nicht vergisst und der Fokus nicht nur auf die Mission und die Gegenwart gelegt wird, sondern auch das sonstige Leben und die Zukunft eine Rolle spielen, macht die Geschichte glaubhafter. Jedenfalls finde ich schön, dass auch die Nebencharaktere ihre Geschichte haben, ich bin gespannt wie es mit Taro und Hazel weitergeht und ob Gemma und Darren sie nochmal mehr in ihre Mission einbeziehen werden. Noch ein bisschen mehr Raum für sie, würde mich glücklich stimmen. Auch wenn einem Charakter erst sympathisch waren, ist es nicht immer so, wie es scheint, denn niemand ist nur »gut« oder »schlecht« die Figuren sind allesamt vielschichtig, komplex und zumindest ihre Beweggründe ergeben Sinn, auch wenn ihr Weg vielleicht der Falsche ist.
Genau wie die Geschichte ist der Schreibstil sehr modern. So gab es zum Beispiel auch englische Elemente. Das fand ich persönlich richtig cool, für Leute, die aber nicht so gut englisch sprechen, könnte das aber vielleicht etwas nervig sein selbst wenn man sich die Bedeutung sicherlich auch erschließen kann. Die Geschichte wurde aus Gemmas Sicht erzählt, was mir Freude bereitete. Dadurch, dass die Magie so sehr zu ihrem Leben gehört, fiel es auch mir nicht schwer, sie aufzunehmen und mit ihr gemeinsam noch tiefer einzutauchen. So war das komplexe Magiessystem doch einfach zu verstehen.
Aber es war nicht nur eine Erklärung, bei der man sich konzentrieren musste, sondern immer wieder gab es such tolle und amüsante Dialoge, die die Situation auflockern konnten.
Was mir auch positiv aufgefallen ist ist, dass Darrens Perspektive dennoch irgendwie integriert ist. Durch die Tagebucheinträge, die es manchmal am Kapitelende gab, konnte ich ihn besser verstehen und ich denke, dass ich deswegen mehr Nähe zu ihm aufbauen konnte.
Das Einzige, was mich persönlich wieder störte war, dass die gesamte Geschichte im Präsens verfasst wurde, da dieses nicht meinen bevorzugte Zeitform ist.
Alles in allem würde ich sagen, dass »A curse unbroken« eine Geschichte ist, dich ich gerne gelesen habe. Besonders die Liebe zum Detail und die Verbindungen, die immer wieder geknüpft wurden haben mich fasziniert. Wie auch die Geschichte sind die Charaktere komplex, vielschichtig und durchaus realistisch. Durch den Schreibstil, war es einfach, dem Magiesystem zu folgen, da die Hexerei wirklich gut in Gemmas Leben integriert war. Mich konnte die Geschichte immer wieder überraschen und deswegen ist sie eine Empfehlung für alle, die es lieben miträtseln zu können. Wenn ihr Lust auf eine spannende, moderne Hexengeschichten habt, bei der ihr einen tiefen Einblick in die Esoterik bekommen könnt, ist »A curse unbroken« die richtige Geschichte für euch. Die Geschichte kann generell jedem
Freude bereiten, dennoch erwähne ich an dieser Stelle mal, dass die Zielgruppe wohl eher die jüngere Generation ist.
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Song
•Season of the witch (Lana del Rey)
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~Ayla