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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2016

Eine kleine, süße Geschichte!

Ewig und eine Stunde
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Genevieve, eine junge, bodenständige Studentin, lebt in Paris und wohnt endlich in einer eigenen Wohnung. Alles läuft in seinen geordneten Bahnen, bis sie den überaus charmanten und gutaussehenden Mann ...

Genevieve, eine junge, bodenständige Studentin, lebt in Paris und wohnt endlich in einer eigenen Wohnung. Alles läuft in seinen geordneten Bahnen, bis sie den überaus charmanten und gutaussehenden Mann Nash kennen lernt. Es scheint als laufe er ihr ständig über den Weg. Dann macht Genevieve auch noch die erschütternde Entdeckung, dass in der Bank ihres Lieblingsparks die Namen Nash und Gen eingraviert sind, so als seien sie füreinander bestimmt, dabei kennt sie ihn doch erst seit wenigen Stunden. Ihr Ex Alex und eine ziemlich besorgniserregende Handynachricht, stellen Gens Leben vollständig auf den Kopf. Wer ist Nash? Und warum scheint er sie zu kennen, obwohl sie sich nicht an ihn erinnert? Die Antworten führen sie auf den Pariser Eiffelturm...denn in der Liebe liegt die Wahrheit.

Anfangs tat ich mich etwas schwer mit der Sprache, nicht das es besonders schwierig ist, aber ich konnte nicht so leicht in die Geschichte einfinden und dadurch ist leider meine Lust etwas abhanden gekommen. Inhaltlich ist es nicht sehr spannend geschrieben. Lediglich die geheimnisvolle Seite mit Nash bringt etwas Aufregung rein, aber sonst hält sich der Spannungsbogen in Grenzen, bis auf den Schluss natürlich. Ich hatte mir insgesamt aber etwas anderes vorgestellt und war froh, das Ende schnell erreicht zu haben, da mich die Geschichte leider nicht begeistern konnte.

Veröffentlicht am 04.12.2016

Es lässt einen nicht mehr los! Starker Beziehungstrhiller, wie ich ihn noch nie gelesen habe.

Gone Girl - Das perfekte Opfer
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Amy und Nick führen von außen hin eine gute Ehe, bis Amy eines Tages spurlos verschwindet und das gerade an ihrem 5.Hochzeitstag. Sie hinterlässt ein verwüstetes Wohnzimmer und eine mutmaßliche Blutlache ...

Amy und Nick führen von außen hin eine gute Ehe, bis Amy eines Tages spurlos verschwindet und das gerade an ihrem 5.Hochzeitstag. Sie hinterlässt ein verwüstetes Wohnzimmer und eine mutmaßliche Blutlache in der Küche. Alles deutet auf einen Kampf hin und die Polizei ist in höchster Alarmbereitschaft. Bald schon sucht die ganze Stadt nach Amy und regional sowie überregional senden die Nachrichten ständig über den Fall Amy. Es geschehen merkwürdige Dinge und Beweise werden gesichtet, die nur auf einen möglichen Täter rückschließen lassen. Desto weiter die Polizei gräbt, desto mehr Leichen im Keller findet sie. Es wird eng für ihn.

Nachdem ich den Film gesehen habe und von dem schon begeistert war, versuchte ich mich an dem Buch. Bis zur Hälfte ungefähr plätschert die Geschichte vor sich hin und wird abwechselnd von Nick erzählt und man liest Tagebucheinträge von Amy. Bis dahin ist es etwas zäh und ereignislos, aber nach und nach nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf, also das Weiterlesen lohnt sich in jedem Fall. Nach der Hälfte erfährt man auch etwas über die momentane Situation von Amy und was ihr wirklich geschehen ist, aber das heißt nicht, dass alles vorbei ist. Da fängt es gerade erst an und wird richtig thriller-psychomäßig und hält sich bis zum Ende. Sowas habe ich noch nie gelesen, fieberte richtig mit und hoffte so, dass der Schuldige/die Schuldige seine gerechte Strafe bekäme, weil das wirklich Psychoterror zum Feinsten ist. Auch wenn der Anfang schleppend ist, das Durchhalten lohnt sich und offenbart die dunklen Abgründe eines Menschen. Toller Thriller, wenn auch auf andere Art als man es häufig gewöhnt ist.

Veröffentlicht am 04.12.2016

Ein Klassiker der Kinderliteratur! Immer wieder gern gelesen!

Alice im Wunderland
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Jeder kennt Alices Abenteuer im Wunderland - oder eine ihrer verschiedenen Variationen (deswegen spare ich mir die Inhaltsangabe), so auch ich und trotzdem war es wieder Vergnügen das Werk erstmals in ...

Jeder kennt Alices Abenteuer im Wunderland - oder eine ihrer verschiedenen Variationen (deswegen spare ich mir die Inhaltsangabe), so auch ich und trotzdem war es wieder Vergnügen das Werk erstmals in einem bilderlosen Buch und zudem auf Spanisch zu lesen. Auch wenn ich die Geschichte grob kannte, hat mich das Buch ziemlich überrascht und es eröffneten sich mir neue Sichtweisen. Zudem verwunderten mich diese sinnlosen Gespräche zwischen Alice und den fantastischen Bewohnern bzw. sie schienen sinnlos zu sein, aber irgendwo dort in dem Wirrwarr der Geschichte hat der Autor doch einen Sinn versteckt, den man nur zu entdecken braucht. An manchen Stellen hat mich die Geschichte entzückt und mir eine Lächeln auf die Lippen gezaubert und an anderer Stelle war ich ziemlich verwirrt und konnte der Geschichte nur schwer folgen (obwohl das möglicherweise auch an dem etwas ,,unmoderneren" Spanisch lag) , aber da war ich schließlich nicht die Einzige ;) die Sprache finde ich im Deutschen sogar etwas unverständlicher bzw. etwas schwieriger zu verstehen (hab stellenweise die deutsche Übersetzung gelesen), als im Spanischen, was mich ziemlich überrascht hat bzw. fand ich das Deutsch altbackener als das Spanisch. Wie dem auch sei, für alle Altersklassen -die schon lesen können - empfehlenswert!

Veröffentlicht am 04.12.2016

Es hat mir das Herz zerrissen...

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
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Eine Achterbahnfahrt der Gefühle im höchsten Ausmaße, wie man sie garantiert noch nie erlebt hat...ein absolutes Meisterwerk, welches die Autorin geschaffen hat....einmalig in jeder Hinsicht.

Das Buch ...

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle im höchsten Ausmaße, wie man sie garantiert noch nie erlebt hat...ein absolutes Meisterwerk, welches die Autorin geschaffen hat....einmalig in jeder Hinsicht.

Das Buch besteht aus zwei Teilen und beschreibt einen Briefwechsel zwischen den beiden Schwestern April und Phoebe, weil April aufgrund ihrer Magersucht in eine Klinik gegangen ist. Alle, vor allem ihre kleine Schwester, hoffen das sie möglichst bald gesund zurückkehrt. Im ersten Teil schreibt Phoebe, ein 9-jähriges Mädchen, mit ganz viel Ausdrucks,-und Worttalent ihrer Schwester, doch sie erhält nie eine Antwort. Im Gegensatz dazu, schreibt April Phobe immer einen Rückbrief, schickt sie jedoch nicht ab, weil ihre Mutter ihr verboten hat, ihre kleine Schwester in ihre Welt rein zuziehen. Ich möchte eigentlich auch nicht viel vom Inhalt verraten.

Und eigentlich weiß ich auch gar nicht was ich dazu schreiben soll, weil es mich sprachlos zurückgelassen hat und ich denke das keine Rezension dem Buch Genüge tun wird, weil da so viele Dinge konzentriert auf so wenige Seiten zusammengepresst wurden,wie in einem Gedicht die stilistischen Mittel, aber nicht im negativen Sinne. Es passiert recht wenig, aber die Bedeutung die sich dahinter versteckt ist größer und weitreichender als man es erfassen kann. Da steckt so viel Wahrheit, so viel Mut, so viel Intelligenz, so viel Schuld, so viel Nicht-Gesagtes, so viel Liebe und so viel Nicht-Liebe, so viel vom Nicht-Gehalten-Werden, so viel Ignoranz,so viel Einsamkeit, so viel Verstummung,so viel Sinnlosigkeit,so viel Kindlichkeit, so viele unüberwindbare Probleme,so viel Nicht-Verstanden-Werden, so viel Verzweiflung, so viel vom Aufgeben, so viel Verzeihung so viel Unsensibilität und Sensibilität, so viele bedeutungsschwangere Wörter und gleichzeitig Wörter die kaum einen Sinn haben,so viel Wortgewalt und vor allem so viel Schmerz drinnen, das ich es unglaublich finde dass das Buch nicht explodiert ;) ich weiß nicht wie man es anders beschreiben kann.

Ich habe so oft geweint bei dem Buch, eigentlich auf mindestens jeder zweiten Seite, wobei es bei Aprils Teil viel schlimmer war. Vor allem das Ende und diese eine Stelle mit April und ihrer Mutter hat mir echt den Rest gegeben. Das fand ich wirklich ja schon beinahe brutal. Neben der Trauer macht man eine Achterbahnfahrt durch, auf einer Seite musste ich noch weinen und auf der nächsten war ich am Lachen, dann zwischendurch war ich wütend und wollte das Buch am liebsten abbrechen (nicht weil ich es schlecht fand/es schlecht ist). Es hat mich echt Nerven gekostet und hat es in sich. So viel zentrierte Traurigkeit und Schmerz auf einmal, habe ich in dieser kunstvoll erschaffenen, wortreichen Welt, noch nie gelesen.

Und wenn ihr noch am Zögern seid, dann nehmt es und lest es.Es lohnt sich in jedem Fall, wenn nicht, dann verpasst ihr was!

Veröffentlicht am 04.12.2016

Traurig, aber auch wunderschön!

Morgentau. Die Auserwählte der Jahreszeiten (Buch 1)
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Achtung:Spoiler!

Maya, ein junges Mädchen, die als Hüterin im Orden aufgewachsen ist um die Göttin Gaia, die den übrig gebliebenen Menschen das Leben gelassen hat, zu ehren und regelmäßig zu ihr zu beten. ...

Achtung:Spoiler!

Maya, ein junges Mädchen, die als Hüterin im Orden aufgewachsen ist um die Göttin Gaia, die den übrig gebliebenen Menschen das Leben gelassen hat, zu ehren und regelmäßig zu ihr zu beten. Denn die Welt hat sich selbst zerstört bzw. die Menschen haben sich selbst zerstört. Einzig allein die Göttin hat einen kleinen Ort geschaffen an dem nur noch wenige Menschen leben, allerdings im Einklang mit der Natur, während der Rest der Erde heilt von den Schäden, die im zugefügt wurden. Zudem hat sie vier Söhne, Aviv - der Frühling, Sol - der Sommer, Jesien - der Herbst und Nevis - der Winter. Diese kümmern sich um die Jahreszeiten auf der Erde, die stets ausgeglichen sein sollten. Alle hundert Jahre wird eine junge Frau aus dem Orden - die nur aus weiblichen Mitgliedern besteht, da Männer da oft nicht geduldet werden und andere Aufgaben zu erledigen haben - von der Göttin höchstpersönlich ausgewählt um je eine Woche in jeder Jahreszeit zu verbringen und sich anschließend für einen Sohn zu entscheiden und die nächsten hundert Jahre mit ihm zu verbringen, frei von Krankheit und Tod, um allerdings danach zu sterben. Unglücklicherweise wird gerade Maya auserwählt und muss sich mit dem schüchternen Aviv, dem selbstverliebten Sol, dem aufrichtigen Jesien und dem unnahbaren Nevis herumschlagen, der Letzere ihr allerdings nicht aus dem Kopf geht und obwohl er ihr unmissverständlich klar macht, dass er sie nicht will, zieht es sie dennoch zu ihm. Doch wird sie sich auch für ihn entscheiden?

Ich finde die Idee wirklich klasse. Geschichten mit den Jahreszeiten finde ich immer total spannend. Das System mit der zerstörten Erde und das nur noch ein kleiner Fleck bewohnbar ist, sowie die Erscheinung der Göttin und dieses Erwählen der nächsten Ehefrau finde ich ziemlich originell. Es bleibt auch recht spannend und ich hatte immer Lust weiter zu lesen, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Was mich zum Ende hin etwas gestört hat ist, dass Nevis und Maya diesen überstürzten Plan haben und sogleich aufbrechen. Das kam mir alles etwas zu schnell vor, auch wenn es super geschrieben wurde und deswegen keine Lücken in der Geschichte entstanden sind, wo man nicht recht weiter weiß. Am Ende passierte auch vieles Schlag auf Schlag. Im Gegensatz zum Anfang wo sich eher alles hinzog und eigentlich nicht viel passiert ist, aber die Seiten nur so dahin flogen. Es war schlussendlich auch ziemlich traurig, aber dann gab es ja doch noch eine Art halb-Happy End. Insgesamt eine schöne runde Geschichte, die klasse geschrieben ist und keine unnötigen Lücken schafft.