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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

Herzlich, aber kulinarisch unspektakulär

Patricia Kelly´s Family-Kochbuch
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Patricia Kelly nimmt ihre Leserinnen und Leser in diesem biografischen Kochbuch mit auf eine sehr persönliche Reise durch sechs Länder, Spanien, Deutschland, Irland, Frankreich, die Niederlande und die ...

Patricia Kelly nimmt ihre Leserinnen und Leser in diesem biografischen Kochbuch mit auf eine sehr persönliche Reise durch sechs Länder, Spanien, Deutschland, Irland, Frankreich, die Niederlande und die USA. Dabei geht es nicht nur um Rezepte, sondern vor allem um die Geschichten hinter den Gerichten.

Die Rezepte selbst sind solide und bodenständig, allerdings nicht außergewöhnlich oder überraschend, eher traditionell. Für mich persönlich war nichts dabei, das ich unbedingt nachkochen möchte. Dafür sind die Anekdoten und Erinnerungen rund um die Länder umso schöner und berührend und machen den eigentlichen Reiz des Buches aus.

Insgesamt ist es weniger ein Kochbuch im klassischen Sinne, sondern vielmehr eine charmante Mischung aus Biografie, Reisetagebuch und Familienalbum. Wer spannende kulinarische Inspiration sucht, wird vielleicht etwas enttäuscht sein. Wer Patricia Kellys Lebensgeschichte und ihre ganz persönliche Art zu erzählen mag, findet hier aber eine warme, unterhaltsame Lektüre.

Fazit: Durchschnittliches Kochbuch mit einfachen Rezepten, aber schönen und liebevoll erzählten Geschichten.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Nicht mein Kochbuch

Longevity
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Als ich "Longevity – Rezepte für ein möglichst langes, gesundes Leben" von Sibylle Sturm zur Hand genommen habe, war ich eigentlich sehr gespannt. Das Thema finde ich hochinteressant. Also die Frage, wie ...

Als ich "Longevity – Rezepte für ein möglichst langes, gesundes Leben" von Sibylle Sturm zur Hand genommen habe, war ich eigentlich sehr gespannt. Das Thema finde ich hochinteressant. Also die Frage, wie man durch Ernährung und kleine Alltagsentscheidungen nicht nur länger, sondern auch gesünder lebt. In diesem Buch gibt es tatsächlich eine große Bandbreite an Rezepten. Über 80 Stück, alle pflanzenbasiert, abwechslungsreich, mit Nährwertangaben versehen und darauf ausgelegt, nährstoffreich zu sein. Auch die begleitenden Kapitel mit Wissen und Inspiration rund um Proteinzufuhr, Muskelerhalt, Meal Prep oder einfache Einstiegstipps haben mir grundsätzlich gefallen, weil sie deutlich machen, man muss nicht sein ganzes Leben von heute auf morgen umkrempeln. Oft reichen kleine Veränderungen, die sich mit der Zeit summieren. Diese Botschaft fand ich sehr wertvoll.

Trotzdem habe ich gemerkt, dass mich das Kochbuch persönlich nicht anspricht. Ich kann gar nicht so richtig den Finger darauflegen, woran es liegt. Vielleicht an der optischen Gestaltung, vielleicht an der Art, wie die Rezepte präsentiert werden, vielleicht auch an der Bildsprache oder der Auswahl selbst. Jedenfalls hat es bei mir einfach nicht Klick gemacht. Während ich bei anderen Kochbüchern sofort Lust bekomme, ein Rezept auszuprobieren, blieb dieser Funke hier leider aus. Und das überrascht mich fast, weil die Herangehensweise von Sibylle Sturm eigentlich genau das ist, was ich an einer gesunden Ernährung schätze. Nicht auf Verbote setzen, keinen ständigen Verzicht predigen, sondern den Genuss in den Vordergrund stellen und einfache, machbare Umsetzungen für den Alltag vorschlagen. Gerade dieser pragmatische Ansatz ist etwas, das ich sehr unterstütze.

Fazit: Geschmäcker sind verschieden, sowohl beim Essen selbst als auch bei der Art, wie Rezepte und Ernährungsthemen vermittelt werden. Für mich war dieses Buch leider nicht das richtige. Trotzdem sehe ich den Wert, den es für andere haben kann, die sich gerade erst auf den Weg machen, ihre Ernährung schrittweise gesünder und pflanzenbasierter zu gestalten.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Ein Buch zum Abschalten

Wasserschaden – Hausmeister Penzkofer ermittelt
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Hausmeister Penzkofer stolpert in einer Wohnanlage auf St. Pauli über einen Toten und ermittelt auf seine ganz eigene, unkonventionelle Art.

Manchmal braucht es kein hochkomplexes Buch mit tiefgründiger ...

Hausmeister Penzkofer stolpert in einer Wohnanlage auf St. Pauli über einen Toten und ermittelt auf seine ganz eigene, unkonventionelle Art.

Manchmal braucht es kein hochkomplexes Buch mit tiefgründiger Handlung, sondern einfach etwas Leichtes, das einen zum Schmunzeln bringt und beim Lesen entspannen lässt. Genau das habe ich mit "Wasserschaden – Hausmeister Penzkofer ermittelt" gefunden. Der Hausmeister Penzkofer ist eine herrlich schrullige Figur, die mit einer Mischung aus Gewitztheit, Pragmatismus und Humor durch die Geschichte stolpert. Schon nach den ersten Seiten habe ich gemerkt, hier geht es nicht um nervenaufreibende Spannung oder tiefschürfende psychologische Analysen, sondern um Unterhaltung pur. Und das hat mir sehr gut gefallen.

Das Buch ist witzig geschrieben, mit einer guten Portion Charme und Situationskomik. Ich musste mehrfach laut lachen und genau das macht es für mich zu einem perfekten Zwischendurch-Buch. Eines, das man abends zur Hand nimmt, wenn man einfach abschalten und den Kopf frei bekommen möchte. Es verlangt kein großes Nachdenken, sondern funktioniert wunderbar als kleine Auszeit vom Alltag. Natürlich darf man hier keine große literarische Tiefe erwarten. Das ist für mich aber überhaupt kein Kritikpunkt, sondern vielmehr Teil des Konzepts, nämlich unkompliziert, leichtfüßig, unterhaltsam. Und gerade deshalb habe ich es sehr genossen.

Mein Fazit: "Wasserschaden – Hausmeister Penzkofer ermittelt" ist ein amüsantes Buch zum Runterkommen. Wer Lust auf eine witzige, unaufgeregte Geschichte mit einem liebenswerten Ermittler hat, liegt hier genau richtig. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Krimi mit Hafenflair

Tatort Hafen - Tod an den Landungsbrücken
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Als ich "Tatort Hafen – Tod an den Landungsbrücken" von Kästner & Kästner angefangen habe zu lesen, hatte ich sofort das Gefühl, mitten im Hamburger Hafen zu stehen. Man riecht quasi die Elbe, hört das ...

Als ich "Tatort Hafen – Tod an den Landungsbrücken" von Kästner & Kästner angefangen habe zu lesen, hatte ich sofort das Gefühl, mitten im Hamburger Hafen zu stehen. Man riecht quasi die Elbe, hört das Kreischen der Möwen und die typischen Geräusche der Schiffe. Der Hafen wird hier wirklich lebendig.

Das Ermittlerduo Jonna Jacobi und Tom Bendixen hat mir besonders gut gefallen. Jonna ist erfahren, ruhig und sehr empathisch, während Tom als Mann der Wasserschutzpolizei den Hafen wie seine Westentasche kennt. Ihre Dynamik fand ich richtig gut. Sie streiten sich ab und zu, lernen voneinander, aber arbeiten immer respektvoll zusammen. Man merkt, dass die Autoren großen Wert darauf legen, die Figuren menschlich und nahbar zu gestalten.

Der Mordfall an einem Barkassenkapitän zieht sich spannend durch die Geschichte. Ich habe oft mitgerätselt, bin Sackgassen gefolgt und wurde von den Wendungen überrascht. Gleichzeitig erfährt man genug über das Privatleben der Ermittler, um sie wirklich zu mögen, ohne dass die Spannung darunter leidet.

Fazit: Für mich ist dieser Krimi mehr als nur ein Fall. Er ist ein richtiges Hamburg-Erlebnis. Ich habe beim Lesen immer wieder Momente gehabt, in denen ich mir vorgestellt habe, selbst an den Landungsbrücken zu stehen. Wer Hamburg liebt oder einfach Krimis mit viel Atmosphäre und sympathischen Figuren mag, wird hier viel Freude haben. Ich jedenfalls habe das Buch regelrecht verschlungen und freue mich schon darauf, mehr von Jonna und Tom zu lesen.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Ganzheitlich gedacht, persönlich erzählt

Organisch
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Für mich war "Organisch" von Giulia Enders ein sehr besonderes Leseerlebnis. Schon bei "Darm mit Charme" mochte ich ihre Art, wissenschaftliche Themen leicht verständlich und mit Humor zu erzählen. In ...

Für mich war "Organisch" von Giulia Enders ein sehr besonderes Leseerlebnis. Schon bei "Darm mit Charme" mochte ich ihre Art, wissenschaftliche Themen leicht verständlich und mit Humor zu erzählen. In diesem neuen Buch geht sie aber einen Schritt weiter und sie betrachtet den Körper nicht nur in einzelnen Teilen, sondern als ein großes, miteinander vernetztes System. Besonders spannend fand ich, wie sie zeigt, dass Organe wie Haut, Gehirn, Lunge, Muskeln und Immunsystem ständig miteinander kommunizieren und wie stark das unser Wohlbefinden beeinflusst. Dieses alles hängt zusammen-Gefühl zieht sich durch das Buch und hat mich öfter innehalten lassen. Ich habe plötzlich viele Dinge in einem neuen Licht gesehen.

Natürlich gibt es auch Momente, in denen mir das Ganze ein bisschen zu weit ausschweift. Manche Kapitel sind unglaublich packend und klar, andere wirken eher angerissen und nicht so tief wie erhofft. Dadurch entstand für mich manchmal ein leicht unschlüssiger Eindruck. Trotzdem blieb immer die Freude am Entdecken und Staunen. Was mir besonders gefallen hat, war die persönliche Note, denn Giulia Enders erzählt von eigenen Erfahrungen, von Menschen aus ihrem Umfeld und macht damit komplexe Vorgänge sehr greifbar.

Fazit: Am Ende nehme ich aus dem Buch nicht nur neues Wissen mit, sondern auch die Ansicht, den eigenen Körper mit mehr Neugier, Achtsamkeit und Respekt zu betrachten. Auch wenn nicht alles perfekt durchkomponiert ist, überwiegt für mich das Gefühl, bereichert zu sein durch ein Buch, das Wissen vermittelt und gleichzeitig Lust macht, genauer hinzuhören, was im eigenen Inneren passiert.

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