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Veröffentlicht am 12.11.2024

Sehr gefühlvoll formuliert

Hinter deinem Schatten
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Mein Fazit:
Diese unglaublich tragische, traurige und schonungslos offene Lebensgeschichte geht einem unter die Haut und einige Male war ich sprachlos. Wie kann ein Mensch soviel trauriges erleben, ohne ...

Mein Fazit:
Diese unglaublich tragische, traurige und schonungslos offene Lebensgeschichte geht einem unter die Haut und einige Male war ich sprachlos. Wie kann ein Mensch soviel trauriges erleben, ohne das die Seele für immer geschädigt ist? In meinem Leben gibt es einige Parallelen zu ihr und auch ich musste psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Aber ihr Leben ist geprägt von so viel Rückschlägen ,dass man es kaum ertragen kann zu lesen. Vorallem die Selbstverletzung stelle ich mir sehr schlimm vor. Sich jeden Tag zu ritzen damit der " andere " Schmerz verschwindet , ist unfassbar. Sich aus einem unangenehmen Gefühlszustand zu befreien , eine Art Selbstbestrafung und Wut gegen sich selbst. Dieses konnte ich Gott sei Dank abwenden. Aber das Gefühl der Wertlosigkeit , dass mir mein Vater vermittelt hat, konnte ich gut nachvollziehen bei der Autorin. Denn mir erging es ähnlich in meiner Kindheit. Alkoholkonsum, Vergewaltigungen, Essstörungen, Suizidversuche und der Kampf um Anerkennung und Liebe...alles selbst erlebt und deshalb auch für mich eine emotionale Achterbahn der Gefühle. Am Ende flossen die Tränen.

Dieses Buch wird beim Leser Spuren hinterlassen. Denn die emotionale Reise der Autorin ist nicht einfach zu begreifen und gespickt von tragischen Erlebnissen. Bis sie auf Alexander trifft und diese Abhängigkeit von ihm hat sie fast ihr junges Leben gekostet .Ich bewundere ihren Mut ihre tragischen Erlebnisse mit uns zu teilen, wobei sie nichts beschönigt und die ganze Wahrheit offenbart. Ihre Kraft dagegen anzukämpfen und sie sich doch noch ein fast normales Leben aufbauen kann. Sie gibt anderen Betroffenen Mut und sich ihrer Erkrankung zu stellen.Eine Borderline-Persönlichkeitsstörung ist nicht einfach zu bewältigen,aber mit Hilfe von Selbsthilfegruppen , Medikamenten und Psychologen gut zu kompensieren. Die Autorin hat es geschafft und kann mit Recht stolz auf sich sein. Ein Buch was sehr zu Herzen geht und tief berührt.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Sehr ergreifende Schicksale

Kinderschicksale in den Wirren der Nachkriegszeit
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Mein Fazit:
Dieses Buch ist so berührend, einfühlsam und authentisch beschrieben. Die Schicksale der jüdischen Kinder gehen einem unter die Haut und machen einfach nur traurig. Unschuldige Seelen, die ...

Mein Fazit:
Dieses Buch ist so berührend, einfühlsam und authentisch beschrieben. Die Schicksale der jüdischen Kinder gehen einem unter die Haut und machen einfach nur traurig. Unschuldige Seelen, die in die Tretmühlen des Krieges gerieten , nach Theresienstadt deportiert wurden und durch den Holocaust fast alle ihre Eltern verloren haben. Wie sehr diese Kinder leiden mussten ist unvorstellbar. .. ohne die geliebten Eltern aufzuwachsen , ohne Liebe und Zuwendung, gezeichnet von Hunger und Krankheiten … sehr berührend.

Erst als sich die Wege der Schweizer Erzieherin Olga Fierz und dem Humanisten P. Pitter kreuzen, können sie Hoffnung auf ein besseres Leben schöpfen. Es ist ergreifend, wie sehr sich die beiden, für die Kinder eingesetzt haben, ihnen halfen und stets mit Rat und Tat zur Seite standen. Wievielen Kindern haben sie so das Leben gerettet? Mehr als 400 deutsche Kinder wurden durch diese Hilfsaktion gerettet und liebevoll von den deutschen und tschechischen Mitarbeitern betreut. Am Ende erzählen Betroffene ihre rührende Geschichte, wobei der Kontakt auch nach dem Krieg nie abbrach. Ein wunderbares Buch, mit einem bildhaften Schreibstil, der einfach nur begeistert.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Sehr emotional

Wintertöchter
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Mein Fazit:
Dritter und letzter Teil der Saga und ich bin unheimlich traurig, dass die Geschichte zu Ende ist. Mein Herz schmerzte und ich war tief beeindruckt von den Charakteren und der Story. Es gibt ...

Mein Fazit:
Dritter und letzter Teil der Saga und ich bin unheimlich traurig, dass die Geschichte zu Ende ist. Mein Herz schmerzte und ich war tief beeindruckt von den Charakteren und der Story. Es gibt nichts Vergleichbares in diesem Genre. Im letzten Teil erfahren wir die Auflösung aller Geheimnisse der Protagonisten, und ich muss sagen, mit vielem habe ich nicht gerechnet. Geschickt hat die Autorin Wendungen eingebaut, und es blieb bis zum Ende spannend. Wird die Gabe der Frauen auch im letzten Teil weiter bestehen? Wie finden die Töchter zu ihrer Mutter Anna, an deren Existenz sie nicht mehr glaubten? Und was ist aus dem brutalen Roman geworden? Hat er seine gerechte Strafe bekommen? Werden die Frauen sich trotz allem verstehen und zusammenhalten? Ich war am Ende echt sprachlos und den Tränen nah. Eine wunderbare Ära ist zu Ende gegangen, und ich habe alle drei Teile regelrecht verschlungen. Die Emotionen überschlagen sich fast: großes Leid der Frauen, Herzschmerz in großem Rahmen, Trauer über die Schicksalsschläge, aber auch die Liebe bekommt eine Chance …

"Wintertöchter" ist eine stimmgewaltige Trilogie, mit einer magischen Anziehungskraft, wundervollen Charakteren und einem gefühlvollen Schreibstil. Vielen Dank an die Autorin für dieses teuflisch gutes Werk.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Sehr emotional

Wintertöchter
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Mein Fazit:
Was für eine Geschichte!

Teil 2 hat mich so gefesselt, emotional berührt und tief beeindruckt, so das ich zu Ende lesen musste. Ab dem ersten Viertel hatte ich die ganze Zeit Wut im BAUCH ...

Mein Fazit:
Was für eine Geschichte!

Teil 2 hat mich so gefesselt, emotional berührt und tief beeindruckt, so das ich zu Ende lesen musste. Ab dem ersten Viertel hatte ich die ganze Zeit Wut im BAUCH beim Lesen. Die Emotionen haben sich so schnell abgewechselt, dass ich leicht überfordert war.

Die Protagonisten sind hervorragend gewählt, authentisch beschrieben und vor allem Charaktere, die ans Herz wachsen und sich im Plot sehr stark entwickeln. Außer Roman, Maries Mann. Ein unangenehmer Zeitgenosse der übelsten Art, ein machtbesessener, gieriger, brutaler Mensch, den die Welt nicht braucht. Sein brutales Vorgehen tut weh, aber seine Untaten Anna gegenüber sind einfach unfassbar. Anna in diesem 2. Teil zu begleiten war sehr traurig, aber auch beeindruckend. Ihr schweres Leben tut einem fast selbst körperlich weh und man leidet mit ihr mit. Marie, tut mir leid. Durch ihren brutalen Mann Roman, das schwere Leben was sie führt auf der Alm und ihre schwere Erkrankung hat sie keinerlei Freude im Leben und vor allem muss sie auf der Hut sein. Denn Roman ist gerissen und hat es auf seine Stieftochter Anna abgesehen. Wie brutal er ihre Kindheit raubt, lest selbst … Annas Entwicklung in diesem Teil ist so rasant, so bewegend und man könnte fast stolz auf sie sein. Vom stillen Mädchen zur selbstbewussten, mutigen Frau, die ihren Weg geht. Es bleibt spannend, da sich die Frauen an Roman grausam rächen …

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, modern gehalten, fesselnd geschrieben und der Plot sehr emotional bis hin zu herzergreifend. Auf zu Teil 3.

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Spannend geschrieben

Denen man vergibt
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Mein Fazit: Diese Geschichte ist spannend aufgebaut, mit einem Plot, der leicht verwirrt, aber so typisch für die Reichen und Schönen ist. Die Charaktere sind authentisch beschrieben, vor allem das Ehepaar ...

Mein Fazit: Diese Geschichte ist spannend aufgebaut, mit einem Plot, der leicht verwirrt, aber so typisch für die Reichen und Schönen ist. Die Charaktere sind authentisch beschrieben, vor allem das Ehepaar kommt glaubhaft rüber. Die Monologe zwischen den beiden sind abwechslungsreich, in leichter monotoner Sprache geführt und die Handlung sehr frustrierend. Der Autor erzählt die Geschichte des Ehepaares in einer Art und Weise zum Fürchten. Wie weit gehen Menschen, wenn sie frustriert, fern jeglichen Benehmens und Standesdünkel sind. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind so dekadent ausgeprägt, dass es schon fast schwerfällt, es zu glauben. Die Begegnung zwischen dem englischen Arzt und dem arabischen Vater ist angsteinflößend und zugleich traurig. Man erwartet, dass sich der Vater für den Tod seines Sohnes äußert. Soll er wirklich vergeben? Eine interessante Geschichte … Interessant die unterschiedlichen Weltanschauungen, Bräuche, Gepflogenheiten und man hat das Gefühl sich zwischen zwei Welten zu verlieren. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft, aber es fehlte mir allein etwas die Überzeugung und ich war etwas ratlos am Ende. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben.

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