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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2025

Regt zum nachdenken und diskutieren an

Neunzehn Minuten
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Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Ich bin gerade im "Jodi Picoult-Fieber" und da darf natürlich auch dieses brisante Buch hier nicht fehlen.

Der Schreibstil ist einfach, angenehm und dennoch ...

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Ich bin gerade im "Jodi Picoult-Fieber" und da darf natürlich auch dieses brisante Buch hier nicht fehlen.

Der Schreibstil ist einfach, angenehm und dennoch packend, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Erzählt wird auch hier wieder, wie so oft in ihren Romanen aus vielen verschiedenen Perspektiven, der Fokus ändert sich also häufig, ebenso kommt es zu Zeitsprüngen, welche allerdings klar ersichtlich sind anhand der Kapitelüberschriften.

Durch die einzelnen Sichtweisen erhält man als Leser natürlich ein Gesamtbild, wie aus der Vogelperspektive, was ich enorm faszinierend fand. Jedoch litt für mich darunter teilweise die Nähe zu den Protagonisten. Josie zum Beispiel, die doch eine recht tragende Rolle einnimmt, war für mich bis zum Schluss nicht ganz greifbar, der Vater von Peter wirkt schlichtweg wie ein Phantom und den Lehrern wird kaum Raum zugestanden. Hingegen mochte ich Lacy Peters Mutter unheimlich gerne und ich werde wohl nie mehr die Szene vergessen, als sie nach dem Amok an die Schule kommt und erfährt, dass ihr Sohn der Täter ist. Auch Patrick den Polizisten, der als erster zur Stelle war hatte meine Sympathie. Aufgefallen ist mir auch, dass einige Charaktere doch sehr klischeehaft dargestellt wurden, dies fand ich etwas schade.

Wir halten hier ein Buch in den Händen, das sich wie ein Thriller liest, wenn die Thematik nicht so tragisch und erschreckend wäre! Sie zeigt auf, dass niemand vorschnell urteilen sollte und dass sich immer eine Geschichte hinter solchen Taten verbirgt. Dies macht das Verhalten zwar nicht erklärbarer oder entschuldbar, weisst jedoch darauf hin, dass es nicht nur schwarz und weiss gibt.
Die Autorin besitzt die Fähigkeit in ihren Büchern einen Fall von allen Seiten zu beleuchten und uns als Leser hinter die Kulissen schauen zu lassen, ohne dabei zu urteilen. Dennoch spürte ich hier bei " Neunzehn Minuten" doch einen Hauch von Partei ergreifen für Peter, im Stil von vom Opfer zum Täter. Ich hätte mir übrigens etwas mehr Fokus auf die Betroffenen des Amoklaufs gewünscht und auf die Hintergründe der Mobber. Ebenso ergab sich ca. in der Mitte des Buches doch eine gewisse Langatmigkeit, obwohl sich die Geschichte ansonsten sehr fliessend und packend lesen lies.

Ein Roman, der mich zum nachdenken und diskutieren anregte.

Ich vergebe 4 Sterne

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Absurder Handlungsverlauf

Das Kalendermädchen
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Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Nach dem Lesen des Klappentextes und der Leseprobe wollte ich Fitzek wieder einmal eine Chance geben...

Der Schreibstil ist wie immer unkompliziert, ...

Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Nach dem Lesen des Klappentextes und der Leseprobe wollte ich Fitzek wieder einmal eine Chance geben...

Der Schreibstil ist wie immer unkompliziert, flüssig, rasant, die Kapitel kurz und enden oft mit einem reisserischen Cliffhänger. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven im personalen Stil darüber hinaus gibt es verschiedene Zeitsprünge, alles jedoch immer anhand der Überschrift klar notiert.

Einige Personen spielen eine Rolle in dieser Geschichte, wobei nicht alle eine gleich große Relevanz haben. Der Fokus liegt ganz klar auf Valentina und Olivia, weshalb wir über sie am meisten erfahren. Jedoch fehlt mir auch hier wieder, wie eigentlich in allen Fitzek Werken der Bezug. Ich kann einfach keine Nähe zu den Charakteren aufbauen, sie halten mich auf Distanz, ich werde nicht warm mit ihnen und verspüre null Emotionalität. Sie sind und bleiben einfach nur Figuren, die problemlos ausgetauscht werden könnten. Ehrlicherweise muss ich allerdings sagen, dass es mich in einem Thriller nicht so sehr stört, solange der Plot und die Spannung mich fesseln können.

Dies ist dem Autoren bis zu ca. einem drittel des Buches auch gelungen. Ich war wirklich neugierig und hing gebannt an den Seiten...und jetzt kommt leider das grosse ABER....Die Ereignisse wurden immer wie paradoxer, die Zufälle unglaubwürdig und die Erklärungen oder Auflösungen einfach nur lächerlich und total unsinnig. Ich schrie also beim lesen nicht vor lauter Überraschung auf, weil es eine krasse Wendung gab, oder ich es vor Spannung fast nicht mehr aushielt, wie ich es mir in diesem Genre eigentlich wünschen würde. Nein, leider prustete ich oft einfach laut los, weil wieder etwas völlig absurdes passiert war.....

Ich denke, dies war nun definitiv mein letzter Fitzek!

2,5 Sterne

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Veröffentlicht am 01.01.2025

Wohlfühlroman für Bücherliebende Menschen

Der Buchspazierer
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Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Durch den Kinofilm- Trailer bin ich wieder auf das Buch aufmerksam geworden, anscheinend war nun der richtige Zeitpunkt ;) und das Buch durfte bei mir ...

Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Durch den Kinofilm- Trailer bin ich wieder auf das Buch aufmerksam geworden, anscheinend war nun der richtige Zeitpunkt ;) und das Buch durfte bei mir einziehen

Der Schreibstil ist bildhaft, schlicht, flüssig zu lesen und enthält unglaublich viele, wertvolle, berührende, tiefsinnige Sätze vor allem über die Liebe zum Lesen, aber auch das ganz normale Leben. Immer wieder musste ich innehalten und die wundervollen Formulierungen mit Post it markieren ;) Die auktorialen Erzählperspektive fand ich äusserst passend zum ganzen Flair der Geschichte.

Man trifft auf einige, einzigartige, liebevoll, teilweise echt skurril gezeichnete Charaktere. Allen voran natürlich unseren " Hauptprotagonisten" Buchspazierer Carl Kollhoff, ein älterer, weiser, freundlicher Herr mit einem grossen Herzen für Bücher. Oder die freche, kluge, liebenswerte, ehrliche neunjährige Schascha, die mit ihrer humorvollen, lebendigen Art das strukturierte Leben von Carl Kollhoff kräftig durcheinanderwirbelt.

Die Geschichte liest sich wie ein modernes Märchen, zeigt die Wichtigkeit von Freundschaften, den besonderen Zauber des Lesens und die Kraft des geschriebenen Wortes auf, welches durch Bücher unsere Herzen verändern kann.

Ich jedenfalls, als bibliophiler Mensch habe das Buch in der Adventszeit, wohlig eingekuschelt auf dem Sofa mit einer Decke und einer heissen Tasse Tee sehr genossen ;)

4 Sterne

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Veröffentlicht am 01.01.2025

Gelungene Fortsetzung

Two Twisted Crowns - Die Magie zwischen uns
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Mein subjektiver Leseeindruck, enthält evtl. leichte Spoiler da Folgeband.

Erst vor ein paar Wochen habe ich den Vorgänger gelesen und war begeistert, endlich wieder einmal eine originelle Highfantasygeschichte ...

Mein subjektiver Leseeindruck, enthält evtl. leichte Spoiler da Folgeband.

Erst vor ein paar Wochen habe ich den Vorgänger gelesen und war begeistert, endlich wieder einmal eine originelle Highfantasygeschichte nach meinem Geschmack.

Wie auch schon beim ersten Band habe ich immer wieder zum Hörbuch gegriffen, welches von Nina Reitmeier meiner Meinung nach wirklich grandios umgesetzt wurde. Beim zuhören habe ich alles um mich herum vergessen und konnte einfach so richtig in diese Welt rund um Blunder versinken.

Dies ist sicher ebenfalls dem wundervoll, atmosphärischen, leicht lyrisch angehauchtem Schreibstil zu verdanken. Diesmal wird übrigens aus drei Perspektiven erzählt nämlich der von Elsbeth in der autodiegetisch Form und der von Ravyn und Elm im personalen Stil. Obwohl dies am Anfang des Kapitels mit dem jeweiligen Namen notiert ist, hatte ich zu Beginn doch etwas Mühe mit dem Wechsel.

Elsbeth nimmt aus einem bestimmten Grund ( ich möchte nicht spoilern) etwas weniger Raum ein, zwar verständlich für den Verlauf der Geschichte, dennoch habe ich sie als Person doch irgendwie vermisst. Jedoch erfährt man dafür mehr über Ravyn seine Vergangenheit, Gefühls- und Gedankengänge. Ausserdem ebenso über Elm, da er ja eine eigene Perspektive erhält, dies freute mich, da ich ihn schon im Vorgänger in mein Herz geschlossen habe. Ich mag einfach seine freche, draufgängerische, sarkastische Art. Übrigens kristallisiert sich im weiteren Verlauf ein zweites Paar heraus, dieser Love Interest spielt dann doch eine etwas grössere Rolle, ( was für mich jetzt nicht nötig gewesen wäre….) als die von Ravyn& Elsbeth im ersten Band, weshalb Romantiker hier mehr auf ihre Kosten kommen werden. Es gibt auch ein, zwei kurze Liebesszenen, wobei die Beschreibungen aber zum Glück eher dezent bleiben.

Ich bin gerne wieder in diese dunkle, mystische Welt von Blunder mit ihrem originellen, märchenähnlichem Magie- System zurückgekehrt. Neugierig und gespannt habe ich die beiden Handlungsstränge verfolgt, wobei ich manchmal leicht im Lesefluss ( oder Hör) gestört war durch die Perspektivenwechsel. Jedoch erhalten wir als Leser so einen wesentlichen Einblick in die Vergangenheit, offene Fragen werden geklärte und lose Enden zu einem grossen Ganzen zusammengefügt.

Alles in Allem eine gelungenes Finale

4 Sterne

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Faszinierender Spannungsroman

Was uns zusammenhält
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Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Der Buchrückentext und die Leseprobe haben mich sofort angesprochen...

Der Schreibstil ist sehr angenehm, unkompliziert, flüssig, fesselnd. Erzählt wird ...

Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Der Buchrückentext und die Leseprobe haben mich sofort angesprochen...

Der Schreibstil ist sehr angenehm, unkompliziert, flüssig, fesselnd. Erzählt wird aus zwei Perspektiven, in der ICH- Form, jeweils am Anfang des Kapitels mit dem jeweiligen Namen klar deklariert. Zusätzlich kommt es immer wieder zu Zeitsprüngen, auch dies ist ersichtlich anhand der angegebenen Jahreszahl, so dass man als Leser nie den Überblick verliert.

Billie und Cassie sind die beiden Protagonistinnen, aus deren Sicht wir die Geschichte erleben. Eigentlich muss ich gestehen, dass mir Keine so richtig sympathisch war ;) Cassie denkt und handelt immer wieder sehr oberflächlich und egoistisch. Ich habe bis zum Schluss nicht verstanden, warum sie sich eigentlich mit Billie angefreundet hat. Billie hingegen entwickelt schon fast eine Obsession Cassie gegenüber. Obwohl die zwei Frauen also nicht so richtig punkten konnten bei mir, war die Charakterausarbeitung allerdings grossartig. Sie wirkten lebendig, Gedanken und oder Gefühle wurden transparent dargestellt, so dass ich Handlungen nachvollziehen, wenn auch nicht immer verstehen konnte.

Grandios war auch der Einstieg in die Geschichte mit dem Prolog, ein echter Paukenschlag, der definitiv neugierig macht ;) Ebenso mochte ich den Erzählstil mit den Sichtwechseln und die Rückblicke in die Vergangenheit. Für mich entstand durch dieses Stilmittel ein starker Lesesog und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Das Finale hingegen hat mich etwas enttäuscht, es war mir zu belanglos, da hätte ich einen grösseren Knall erwartet.

Insgesamt aber ein wirklich faszinierender, unterhaltsamer Pageturner

4,5 Sterne

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