Geht unter die Haut, sehr berührend
HimbeerlakritzmomenteMit Sara und Villum begebe ich mich nach Dänemark.
Sara ist mit Leib und Seele Grundschullehrerin, ursprünglich stammt sie aus einer Porzellanmanufakturfamilie. Sehr verbunden fühlt sie sich mit der Mutter ...
Mit Sara und Villum begebe ich mich nach Dänemark.
Sara ist mit Leib und Seele Grundschullehrerin, ursprünglich stammt sie aus einer Porzellanmanufakturfamilie. Sehr verbunden fühlt sie sich mit der Mutter ihres neuen Schützlings Eldar, der in seiner alten Schule gemobbt wurde. So ist es nicht verwunderlich, dass sie auch Eldars Onkel Villum kennenlernt, von dem sie fasziniert ist. Villum ist eben auch besonders, trotz seiner entstellenden Narbe im Gesicht.
Sina Junker hat sich ein schwieriges Thema für ihren Roman ausgesucht. Mit ihrem liebevollen, klaren Schreibstil, zeigt sie, wie befremdlich viele Menschen auf eine Andersartigkeit reagieren.
Sowohl Eldar als auch Villum sind anders, aber nicht weniger menschlich, was Sara ganz klar zeigt. Ich liebe ihre Art und Beobachtungsgabe. Man fühlt sich -gesehen-.
Es sollte viel mehr Saras geben, die direkt ins Innere blicken können.
Villums Geheimniskrämerei rund um seinen Beruf hat mich deshalb auch von Anfang an gestört und ich habe mit Sara gelitten. Über Saras Familie konnte ich nur den Kopf schütteln, doch leider gibt es mehr solche Familienkonstellationen als man sich vorstellen kann.
Meiner Meinung nach hat Sina Junker hier einen sehr gelungenen, sehr nah am Leben spielenden, Roman geschrieben.