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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2022

Gerne eine Fortsetzung

Akte Nordsee - Am dunklen Wasser
6

Eva Almstädt wechselt für ihre neue Krimiserie von der Ost- an die Nordsee.
Am Start ist ein ungleiches Ermittlerpaar. Fentje, Anwältin mit landwirtschaftlichen Nebenerwerb und sehr bodenständig und Niklas, ...

Eva Almstädt wechselt für ihre neue Krimiserie von der Ost- an die Nordsee.
Am Start ist ein ungleiches Ermittlerpaar. Fentje, Anwältin mit landwirtschaftlichen Nebenerwerb und sehr bodenständig und Niklas, Journalist mit reichem Hintergrund.
Also nicht nur das Meer wird gewechselt, sondern auch die Art der Ermittlungen. Weg von der Polizeiarbeit, hin zu mehr oder weniger privaten Ermittlungen.
Eva Almstädt ist es wieder gelungen, einen spannenden und unterhaltsamen Krimi vorzulegen.
Der Schreibstil ist, wie gewohnt, flüssig, leicht und mit einer guten Prise trockenen Humor angereichert. Der Spannungsbogen wird durch falsche Fährten über das ganze Buch hinweg hochgehalten.
Die Umgebung und die Personen (vor allem Fentjes Familie) sind wunderbar detailreich und authentisch beschrieben.
Die beiden ungleichen Protagonisten arbeiten, wenn auch mit Misstrauen und vielen Anfangsschwierigkeiten, nach einiger Zeit gut zusammen. Auch privat knistert es, was sich sicher in den kommenden Fällen noch verstärken wird. Die privaten Hintergründe nehmen nur soviel Raum ein, wie unbedingt nötig und überlagern zu keiner Zeit das Krimigeschehen.
Der Fall an sich ist nicht unkompliziert, da bis zum Schluss nicht klar ist, wie alles zusammenhängt. Aber die Ermittlungen sind schlüssig und die Auflösung lässt keine Fragen offen.
Es hat Spaß gemacht, die Neuen kennen zu lernen und mit ihnen zu ermitteln. Ich freue mich auf Band 2.

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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 02.06.2022

Gelungener Auftakt

Gezeitenmord
0

Ein wunderbares Cover, dass direkt die Stimmung an der Küste widerspiegelt. Der Autor Dennis Jürgensen führt hier ein deutsch-dänisches Ermittlerteam ein. Die beiden brauchen nicht lange, um als Team zu ...

Ein wunderbares Cover, dass direkt die Stimmung an der Küste widerspiegelt. Der Autor Dennis Jürgensen führt hier ein deutsch-dänisches Ermittlerteam ein. Die beiden brauchen nicht lange, um als Team zu funktionieren. Sie kommen sehr sympathisch, engagiert und aufgeschlossen rüber. Der private Hintergrund von beiden ist mit Problemen aus der Vergangenheit belastet. Es gefällt mir gut, dass dies eine Rolle spielt, da einige Reaktionen von Lykke und Rudi nur damit erklärbar sind. Aber und das ist wichtig, es überlagert nicht den eigentlichen Krimi.
Der Fall ist nicht unkompliziert, aber die Ermittlungen schlüssig, der Spannungsbogen wird über das ganze Buch gehalten. Es gibt noch mehr Tote und die Ermittlungen zu den verschwundenen Kindern und pädophilen Tätern gehen schon unter die Haut.
Der Schreibstil ist angenehm, mit guten Dialogen und einer Prise Humor. Die Kapitel sind kurz gehalten, so dass man mühelos durch das Buch liest, ohne Längen.
Mich hat der erste Fall von Lykke und Rudi überzeugt und ich werde der Reihe gerne weiter folgen.

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Veröffentlicht am 24.05.2022

Gelungene Fortsetzung

Ostseekreuz
0

Endlich geht es weiter. Nach den dramatischen und traumatisierenden Ereignissen des letzten Bandes, braucht Pia eine Auszeit. Ihr Peiniger Lohse ist immer noch auf freiem Fuß, die Vaterschaft um Felix ...

Endlich geht es weiter. Nach den dramatischen und traumatisierenden Ereignissen des letzten Bandes, braucht Pia eine Auszeit. Ihr Peiniger Lohse ist immer noch auf freiem Fuß, die Vaterschaft um Felix ungeklärt. Nach einem Zwischenfall im Job sucht Pia Ruhe und Entspannung im Kloster.

Eva Almstädt lässt uns sofort eintauchen in diese besondere Atmosphäre. Schnell wird klar, Ruhe und Erholung ist nicht. Ein toter Mönch fordert auch Pias ganzes Können. Obwohl sie inkognito unterwegs ist, unterstützt sie die ermittelnden Kommissare vor Ort. Mir hat die Ermittlung im Kloster sehr gut gefallen, eine Umgebung, die zwar völlig anders ist, aber genauso von Intrigen, Neid und Missgunst geprägt ist, wie die weltliche.

In einem parallelen Erzählstrang verfolgt Marten Pias Peiniger Lohse in Frankreich.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und direkt. Der Kriminalfall steht diesmal im Vordergrund, im Gegensatz zum letzten Fall ,in dem der private Anteil deutlich höher war.

Die Geschichte kommt zu einem runden und gelungenem Abschluss.

Ich warte dann mal auf Band 18.

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Veröffentlicht am 24.05.2022

Was für ein Buch !

Terra di Sicilia. Die Rückkehr des Patriarchen
0

Mario Giordano hat hier ein Familienepos der besonderen Art vorgelegt. Wir erleben (und das meine ich so, man erlebt es wirklich mit) die Lebensgeschichte des Barnaba Carbonaro von Geburt 1880 auf Sizilien, ...

Mario Giordano hat hier ein Familienepos der besonderen Art vorgelegt. Wir erleben (und das meine ich so, man erlebt es wirklich mit) die Lebensgeschichte des Barnaba Carbonaro von Geburt 1880 auf Sizilien, bis 1960 in München.

Es wird auf diesen zwei Zeitebenen erzählt. Der Autor beschreibt ein Sizilien, das von harter Arbeit und Armut geprägt war. Barnaba wächst mit Schlägen und Missbrauch auf. Er ist immer angetrieben davon, einmal viel Geld zu haben. Es erweist sich , dass er ein besonderes Händchen für Zitrusfrüchte hat und diese Fähigkeit und seine Zielstrebigkeit lässt ihn, mit vielen Rückschlägen zum Zitrushändler in München aufsteigen. Von diesem Weg erzählt uns Mario Giordano auf meisterliche Art. Neben den Geschehnissen um Barnaba, fügt Giordano auch reale Ereignisse der Weltgeschichte ein. Außerdem begegnen wir vielen Dingen und Personen mehrmals über die Jahre hinweg. Dies stellt für mich ein besonderes Lesevergnügen dar, weil man jedes mal denkt, ach so war das !

Der Erzählstil ist teils ausschweifend und detailreich, fast schon poetisch, dann wieder kurz und aufzählend. Und alles immer wieder mit einer guten Prise Humor versetzt.

Der Stammbaum am Anfang des Buches ist sehr zu empfehlen, da der Leser es mit vielen Personen, teils auch mit gleichen Namen, zu tun bekommt. Aber man liest sich ein und erlebt die Geschichte von Barnaba, dem kleinen Sizilianer, der sich nie unterkriegen ließ, in allen Facetten mit.

Das Buch hat mich wirklich mitgenommen und eintauchen lassen in diese besondere Geschichte.

Sollte es noch ein Buch über die Frauen der Familie Carbonaro geben, bin ich auf jeden Fall dabei.

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Veröffentlicht am 24.05.2022

Zürich mit Krimianteilen

Tiefes, dunkles Blau
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Das Cover vermittelt dem Leser direkt die wunderschöne Stimmung am See. Der Titel beschreibt nicht nur den See, sondern auch den Ort des Verbrechens.
Wir haben hier einen Krimi der anderen Art. Mit ruhiger ...

Das Cover vermittelt dem Leser direkt die wunderschöne Stimmung am See. Der Titel beschreibt nicht nur den See, sondern auch den Ort des Verbrechens.
Wir haben hier einen Krimi der anderen Art. Mit ruhiger Hand erzählt die Autorin ihre Geschichte, wobei der Krimi eindeutig im Hintergrund spielt, aber nicht ohne eine unterschwellige Spannung zu kreieren.
Die Beschreibung von Zürich ist fein und detailreich. Die Autorin erfasst genau die Stimmungen am See und der beteiligten Charaktere. Rosa Zambrano, als Ermittlerin bei der Seepolizei, wird uns sehr genau vorgestellt. Wir erfahren viel über ihre Wünsche, ihre Art zu leben, ihre Beziehungen und die Familie.  Obwohl ich es eigentlich nicht mag, wenn das Privatleben einen großen Teil der Story einnimmt, hat es mir hier nichts ausgemacht, was am Schreibstil der Autorin liegt.
Der Krimi spielt im Bereich der Genforschung und Reproduktionsmedizin und stellt den Leser vor die Frage "Was darf Wissenschaft?" Es ist durchaus spannend, aber macht nicht den Hauptteil des Buches aus.
Dieser Krimi ist eine leichte Sommerlektüre, die man mit einem Glas Wein sehr genießen kann.
Eine Empfehlung von mir, nicht hungrig lesen !

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