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Birgit51

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Veröffentlicht am 03.05.2023

Aktion und Magie in Elwenfels

Traubentod
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Wieder ging (leider) ein wundervoller Band über das kleine versteckt liegende Dörfchen Elwenfels in der Pfalz viel zu schnell zu ende. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, ist doch Britta und Christian ...

Wieder ging (leider) ein wundervoller Band über das kleine versteckt liegende Dörfchen Elwenfels in der Pfalz viel zu schnell zu ende. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, ist doch Britta und Christian Habekost mit dem nunmehr 5. !!! Band dieser herrlichen Reihe wieder ein echter Pageturner gelungen. Es gab wie immer viel zu schmunzeln und zu lachen, aber auch Spannung, gefühlvolle Momente, Heimatkunde und Geschichtsunterricht. Ja, so herrlich vielfältig sind die Romane, dass ich schon jetzt dem nächsten Teil entgegenfiebere.

Diesmal ist eine Filmcrew samt unsympatischem Hauptdarsteller (Ähnlichkeiten mit einem realen Schauspieler sind beabsichtigt), nettem "Reschisseur" wie Elwenfelser Urgestein Willi ihn nennt und sogar die Mafia zu "Gast" in dem magischen Dorf in der Nähe von Deidesheim.

Ich habe mich über die krassen Sprüche von Karl, Willi und Otto amüsiert, mich mit Charlotte um Carlos geängstigt und wieder viel Spaß gehabt mit der ganz speziellen Security-Einheit von Elwenfels, den Fabelwesen Elwetrischten, die diesmal sogar Nachwuchs bekommen durften.

Erwin, der geisterhafte Traktorfahrer war wieder verlässlich und urplötzlich genau da zur Stelle, wo er gebraucht wurde und Carola hat dem arroganten und pöbelndem Filmstar versucht, als Ersatz-Maskenbildnerin beizukommen.

Wie dann letztendlich mit Hilfe des magischen Zauberweins und auch durch die ganz spezielle Art der Bewohner von Elwenfels Wachtmeister Zohres, ein Mafiabengel und auch der eingebildete Starschauspieler geläutert wurden, dürft ihr keinesfalls verpassen. Mehr wird hier nicht verraten.

Eine Skizze des Dorfes, ein Prolog, wunderbare Überschriften über den Kapiteln, der Epilog, der Abspann, das Glossar und die Danksagung der Autoren machen das Lesevergnügen nahezu perfekt! Das Hörbuch wird übrigens von den beiden selbst gesprochen.

Es war mir eine Ehre und ein Fest wieder in Elwenfels sein zu dürfen. Dankschää an Britta und Christian Habekost für ihre Fantasie, die tollen Sprüche garniert mit pfälzischer Mundart. Danke dass ihr Elwenfels erfunden habt und zum Leben erweckt!

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Veröffentlicht am 28.04.2023

So viel mehr als kulinarische Erinnerungen

Spargel in Afrika
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"Spargel in Afrika ist eine leise, persönliche Erzählung zwischen Melancholie und Ironie, ein Monolog, der sich als Dialog verkleidet, als wortreiche und zugleich sprachlose Auseinandersetzung eines fürsorglichen ...

"Spargel in Afrika ist eine leise, persönliche Erzählung zwischen Melancholie und Ironie, ein Monolog, der sich als Dialog verkleidet, als wortreiche und zugleich sprachlose Auseinandersetzung eines fürsorglichen Sohnes mit seinem lebensmüden, 90-jährigem Vater, der im Krankenhaus liegt und sterben wird."

Dies ist der Klappentext zu einer wirklich gelungenen Erzählung von Corinna Antelmann. Ich habe sie sehr gerne gelesen und so einige Sätze, die nachdenklich machen gefunden. Es finden sich viele Mehrdeutigkeiten in diesem Buch, welches in drei Abschnitte unterteilt ist. Ein Sohn fährt zu seinem alten Vater um ihn zu besuchen und als Leser erfährt man durch seinen inneren Dialog viel über die Vergangenheit, sein Verhältnis zu seinem Vater, dessen Familiengeschichte und dies alles in Bezug auf Essen und die Lieblingsspeisen des Vaters. Der Sohn denkt an seine Zukunft, wenn sein Vater nicht mehr sein wird und wie sich dann auch sein Leben dadurch verändern wird. Dies ist eine Situation, die auf jeden Menschen mal zukommen wird, früher oder später.

Das Büchlein ist hübsch gestaltet und mit einem Lesebändchen versehen, eignet sich also auch gut als Geschenk.

Ein Kleinod von 64 Seiten, welches ich gerne weiterempfehle. Danke an Corinna Antelmann für diese einfühlsame Erzählung.

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Veröffentlicht am 25.04.2023

Fesselnd und berührend

Sehnsucht am Tegernsee
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Die Autorin dieses Liebesromans, Hannah Lechner hat bislang unter ihrem echten Namen Jaqueline Lochmüller Kriminalromane geschrieben. Diese habe ich mir bereits vorgemerkt. Es kann daher daran gelegen ...

Die Autorin dieses Liebesromans, Hannah Lechner hat bislang unter ihrem echten Namen Jaqueline Lochmüller Kriminalromane geschrieben. Diese habe ich mir bereits vorgemerkt. Es kann daher daran gelegen haben, dass mich diese Geschichte über Kira, deren Onkel Georg und über Felix derart berührt und ja auch gefesselt hat. Der Schreibstil war flüssig, es gab wunderbare Landschaftsschilderungen, ich konnte mir alles gut vor meinem inneren Auge vorstellen. Von der ersten Seite an konnte ich das Buch fast gar nicht mehr aus der Hand legen und hätte ich Urlaub gehabt, hätte ich es wohl in einem Rutsch durchgelesen, so sehr versteht es die Autorin, ihre Leser in den Bann zu ziehen.

Zum Roman: Kira ist derzeit Single, ihre Eltern sind bereits verstorben, sie arbeitet als Psychologin in einer eigenen Praxis in Bayreuth. Bis ihr über 80jähriger Onkel ihr einen Brief aus ihrer alten Heimat, dem Tegernsee, schreibt ist ihr Leben eher gemütlich und wenig spektakulär, sie lebt derzeit für ihre Arbeit und ihre Patienten. Ihr Onkel und auch ihre Nachbarin Leonie haben beide verschiedene Anliegen und Sorgen, welche Kiras Leben zukünftig sehr durcheinander wirbeln. Und immer wieder kommt es im Leben und in diesem Roman anders als man denkt ...

Das sollte jeder, der ungewöhnliche, wendungsreiche, spannende, zu Herzen gehenede Liebesgeschichten mag, sich nicht entgehen lassen. Das Buch ist wunderschön und hat mich vollends überzeugt, obwohl ich mir selbst das Ende anders gewünscht hätte. Aber es ist trotz allem ein Happy End. Dieses Spoilern sollte erlaubt sein.

Absolute Leseempfehlung und glatte 5 Sterne für dieses gelungene Buch!

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Veröffentlicht am 19.04.2023

Großartige Fantasy-Unterhaltung!

Die Rückkehr der Nekromanten
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Nachdem ich seit einiger Zeit kein Buch aus dem Genre Fantasy mehr gelesen hatte, wurde ich sehr positiv überrascht. Es ist der 2. Band einer Reihe, die man jedoch unabhängig voneinander lesen kann. In ...

Nachdem ich seit einiger Zeit kein Buch aus dem Genre Fantasy mehr gelesen hatte, wurde ich sehr positiv überrascht. Es ist der 2. Band einer Reihe, die man jedoch unabhängig voneinander lesen kann. In diesem Buch gibt es eine überschaubare Anzahl von handelnden Personen, welches ich sehr angenehm fand. Ich mochte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen, denn die Handlung fesselte mich schon nach wenigen Seiten. Ich bin sehr froh, dass ich die Weltenwurzelsaga von Lucian Caligo kennenlernen durfte.

Zum Buch: Eine kleine Zahl von Nekromanten lebt im Giftsumpf und kämpft gegen einen scheinbar übermächtigen und starken Gegner. Doch da eröffnen sich den beiden mir sehr sympathischen Nekromanten Narin und Tarus so einige Geheimnisse. Was führt der geheimnisvolle Meisternekromant Garibor im Schilde? Was hat er zu verbergen? Was wird wohl mit dem undurchsichtigen Magier passieren, den Tarus versehentlich von den Toten zurückgeholt hat?

Fragen über Fragen, die sich mir durch Lesen dieses mitunter sehr humorigen Fantasybandes nach und nach erschlossen haben. Der Autor versteht es gut, Landschaften zu beschreiben und oft habe ich mir beim Lesen die Frage gestellt, wie man dies wohl verfilmen könnte, habe ich doch des öfteren die Protagonisten und den Giftsumpft förmlich vor meinem inneren Auge gesehen.

Nachdem dieser 2. Band mich derart gut unterhalten hatte, habe ich mir sogleich den 1. Band "Die Rückkehr des Waldes" gekauft und freue mich schon darauf, diesen bald zu beginnen!

Für dieses Abenteuer mit den Nekromanten aus der Feder von Lucian Caligo gebe ich gerne 5 Sterne und kann es nur wärmstens jedem Fantasy-Fan ans Herz legen!

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Veröffentlicht am 17.04.2023

Kriminalfall aus Leipzig nach dem 1. Weltkrieg

Abels Auferstehung
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"Der zweite Teil der packenden Krimi-Reihe um Leipziger Kriminalinspektor Paul Stainer.

Die Erinnerung lässt sich nicht begraben...
Leipzig, 1920. Der Erste Weltkrieg liegt zwei Jahre zurück, aber Kriminalinspektor ...

"Der zweite Teil der packenden Krimi-Reihe um Leipziger Kriminalinspektor Paul Stainer.

Die Erinnerung lässt sich nicht begraben...
Leipzig, 1920. Der Erste Weltkrieg liegt zwei Jahre zurück, aber Kriminalinspektor Paul Stainer hat nach wie vor mit seinen Dämonen zu kämpfen. Um den traumatischen Erinnerungen an die Schützengräben und den Tod seiner Frau Edith zu entkommen, stürzt sich Stainer mit seinem Kollegen Siegfried Junghans in die Arbeit, denn auch wenn der Krieg vorbei ist, das Töten ist es nicht: Im Park findet man die Leiche eines Soldaten. "

So beginnt der Klappentext. Dies ist ein weiterer gelungener historischer Kriminalroman von Thomas Ziebula nach "Der rote Judas". Mit dem Titel "Abels Auferstehung" wieder ein Covertitel mit biblischem Bezug.

Der Autor versteht es mit kleineren Episoden/Kapiteln Fäden zu spinnen, die am Ende des Romans zusammenlaufen und konnte mich damit sehr fesseln. Auch wenn ich das erste Buch dieser Reihe mit Kriminalkommissar Paul Stainer noch nicht gelesen habe, konnte ich der Handlung gut folgen.

Alle Leser, die Freude an gut geschriebenen spannenden Kriminalromanen haben, in denen die menschlichen Abgründe nicht zu kurz kommen, sind hier genau richtig. MIch hat es jedenfalls sehr gut unterhalten und ich vergebe hier gerne 5 Sterne.

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