Der Tag an dem wir dich vergassen
Der Tag, an dem wir dich vergaßenDa Rileys Vater vor kurzem verstorben muss, muss sie sich um sein Haus und seine Sachen kümmern. Dabei stößt sie auf alte Zeitungsartikel über ihre Schwester, von der immer alle dachten, dass sie Selbstmord ...
Da Rileys Vater vor kurzem verstorben muss, muss sie sich um sein Haus und seine Sachen kümmern. Dabei stößt sie auf alte Zeitungsartikel über ihre Schwester, von der immer alle dachten, dass sie Selbstmord begangen hätte, doch Riley findet heraus, dass hinter dieser Sache viel mehr steckt und ihre Schwester vielleicht garnicht tot ist.
Die Geschichte fängt ruhig an und der Stil ist auch sehr angenehm zu lesen. Am Anfang, muss ich zugeben, fand ich es sogar etwas langweilig, da die Handlung nur sehr langsam vorran ging und viele Personen gab, die man erstmal kennenlernen musste. Doch ich bin schnell in die Geschichte reingekommen und wurde dann richtig in ihren Bann gezogen. Es stellen sich nämlich viele Fragen und nichts scheint so zu sein wie es scheint.
Dasselbe hat man auch bei den Personen, was die Geschichte richtig interessant macht, denn man weiß nicht wem Riley nun wirklich trauen kann.
Riley, die Hauptperson, aus deren Sicht alles erzählt wird, ist erst 25 Jahre alt und ich finde es kommt im Buch wirklich gut rüber, dass es ihr schwer fällt mit all den neuen Situationen klarzukommen. Sie trauert um ihren Vater, macht sich Sorgen um ihren kranken Bruder und muss sich dann auch noch um all die finanziellen Dinge kümmern, dazu kommt dann noch dazu, dass sie herausfindet, dass alles in ihrer Familie auf einer Lüge aufgebaut zu sein scheint.
Trotz ihrer unerfahrenen und unsicheren Art, kann man im Laufe des Buches beobachten wie sie selbstbewusster wird und weiß was sie will. Dadurch wirkt ihr Charakter realistisch und man kann auch gut mit ihr mitfühlen und ihre Handlungen nachvollziehen.
Ab dem zweiten Teil begleitet man dann auch ihre Schwester Lisa und erfährt so was wirklich von Anfang an passiert ist, was mir auch sehr gefallen hat, da man so sehr gut verstehen konnte was und wie alles vorgefallen war.
Die Geschichte an sich wirkt an manchen Stellen etwas gestellt, doch das tut der Spannung keinen Abbruch. Stück für Stück werden Fragen aufgeworfen, die dann auch langsam aber sicher gelöst werden, sodass ich am Ende ein befriedigendes Gefühl hatte, weil sie alles aufgelöst hatte. Ab einem bestimmten Punkt konnte ich zwar vermuten worauf es hinauslaufen wird, aber es dann noch mal zu lesen, war auch ganz angenehm.
Die Handlung ist das ganze Buch über eher ruhiger geblieben. Große Action oder Herzklopfen gibt es nicht, daher ist es eher etwas für einen ruhigen Regentag an dem man entspannen möchte. Es kommen aber sehr große Gefühle vor, die mich beim Lesen auch sehr berührt hatten. Und auch so konnte man die Emotionen beim Lesen wirklich gut mitfühlen.
Zum Schluss kann ich sagen, dass ich das Buch toll fand. Am meisten haben mich die Gefühle in dem Buch überzeugt, denn diese wurden wirklich gut beschrieben. Aber auch so hatte ich Spaß Riley auf der Suche nach der Wahrheit zu begleiten und kann es echt weiterempfehlen.