Ein sehr ruhiges Buch über Leihmutterschaft, das extrem nachdenklich macht.
Wir begleiten einerseits Priya, eine Halbinderin in den USA lebend, gut situiert, nicht in der Lage selbst Kinder zu bekommen. ...
Ein sehr ruhiges Buch über Leihmutterschaft, das extrem nachdenklich macht.
Wir begleiten einerseits Priya, eine Halbinderin in den USA lebend, gut situiert, nicht in der Lage selbst Kinder zu bekommen. Sie und ihr indisch stämmiger Mann Madhu entschließen sich dazu eine Leihmutter in Indien zu engagieren.
Asha ist diese Leihmutter, die diesen Schritt geht um ihrem hochbegabten Sohn eine gute Schule zu ermöglichen.
Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein.
Ich hatte mir bis zu diesem Buch nie Gedanken um diese Thematik gemacht und es war einerseits berührend darüber zu lesen, aber auch schockierend.
Große Höhen und Tiefen hat das Buch nicht, aber es war dennoch interessant zu lesen.
Welche Worte wählt man für eine Rezension, wenn ein Buch nicht nur die Erwartungen erfüllt, sondern sogar übertrifft? Welche Worte können dem gerecht werden?
Wer sich von Werbetexten mitreißen lässt, ...
Welche Worte wählt man für eine Rezension, wenn ein Buch nicht nur die Erwartungen erfüllt, sondern sogar übertrifft? Welche Worte können dem gerecht werden?
Wer sich von Werbetexten mitreißen lässt, die von einer Qualität Harry Potters schwärmen… vergesst das, dieses Buch hat absolut nichts mit H.P. zu tun und es ist mir schleierhaft wie man auf diesen Vergleich kommt.
Wer ein klassisches Fantasyspektakel erwartet -vergesst auch das. Klar, es gibt Magie, das war es dann aber auch schon. Und diese Magie ist so plausibel, dass man beim Lesen ganz schnell vergisst, dass man ein Fantasybuch in Händen hält.
Ein leichtes Buch für zwischendurch zum Abschalten, auch hier muss ich Euch enttäuschen. Das war alles andere als leichte Lektüre, hier muss man dran bleiben und sogar ich habe die doppelte Zeit benötigt , schon alleine weil ich nichts überlesen wollte.
Wer Sprachwissenschaft mag und viel über den britischen Kolonialismus Anfang des 19. Jahrhunderts lernen möchte, der wird dieses Buch genauso lieben wie ich.
R.F.Kuang ist Historikerin und Sprachgelehrte und ich kniee vor so viel Wissen ehrfürchtig nieder.
Dazu bedient sie sich auch noch eines wunderbaren Schreibstils und erzählt zwischen der Flut an Fakten, eine spannende Geschichte. Und die Themen sind brisant: Kolonialpolitik, Diskriminierung, Rassismus, Ausbeutung von Arbeitskraft und Ressourcen und Lobbyismus. Hochaktueller könnte es kaum noch zugehen.
Dieses Buch ist wie eine wunderbare Schatzkiste und definitiv ein Lesehighlight in diesem Jahr.
Meinen größten Respekt zolle ich den beiden Übersetzerinnen Heide Franck und Alexandra Jordan, die Enormes geleistet haben.
Gleich das Positive zuerst: Wer viele Fakten über den Turm und um den Bau desselben erfahren möchte, der wird hier gut bedient. Vieles war mir nicht bekannt und es war interessant zu lesen, wieviel Druck ...
Gleich das Positive zuerst: Wer viele Fakten über den Turm und um den Bau desselben erfahren möchte, der wird hier gut bedient. Vieles war mir nicht bekannt und es war interessant zu lesen, wieviel Druck auf Gustave Eiffel lastete, bis dieser Turm überhaupt gebaut werden konnte. Die Autorin hat akribisch recherchiert und hier saubere Arbeit geleistet.
Wer allerdings eine starke Frauenfigur kennenlernen möchte, die einen großen Beitrag zum Entstehen des Pariser Wahrzeichen geleistet hätte, der wird hier nicht fündig.
Obwohl mir das Buch stilistisch nicht gefallen hat, kann ich allerdings sagen, dass alle anderen Beteiligten der Leserunde restlos begeistert waren und sich gut unterhalten gefühlt haben. Dieses Buch hat also jetzt schon einige begeisterte Leserinnen gefunden.
Mir persönlich war der Schreibstil zu unpassend für die Zeit, ich habe die Atmosphäre der 1880er Jahre leider nicht gespürt. Und die Protagonistin war mir mit fortlaufender Kapitelanzahl immer unsympathischer, was das Lesen dann auch nicht gerade einfacher macht.
Ich gebe zu, ich habe bisher noch kein Buch von David Safier gelesen. Zwar stehen "Ein mieses Karma" und "Jesus liebt mich" schon eine lange Weile in meinem Bücherregal, allerdings ungelesen. Das aktuelle ...
Ich gebe zu, ich habe bisher noch kein Buch von David Safier gelesen. Zwar stehen "Ein mieses Karma" und "Jesus liebt mich" schon eine lange Weile in meinem Bücherregal, allerdings ungelesen. Das aktuelle Werk, das am 18.April erscheint, hat aber nichts mit den lustigen gelben Unterhaltungsbüchern zu tun.
Schon der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich wollte den Roman unbedingt lesen - vielen Dank an dieser Stelle an Vorablesen.de und Rowohlt für das Rezensionsexemplar.
Was für ein Buch! Was für eine, vom Schicksal gebeutelte, Familie! David Safier beschreibt das Leben und das Kennenlernen seiner Eltern, und diese Geschichte könnte einem Hollywood Blockbuster entsprungen sein. Wenn man bedenkt, dass sein Vater - ein Wiener Jude - den Nazis entkommen konnte und nur er und seine Schwester als einzige der Familie den Holocaust überlebt haben, das alleine wäre schon ein Buch wert.
Während sein Vater sich im weiteren Lebensverlauf voller Zweifel, aber immer wieder voll purer Lebenslust, durch das Leben schlägt und unruhig durch die Welt zieht, wie ein Vagabund, so ist seine bremer Mutter eine bodenständige Überlebenskämpferin.
Diese Familiengeschichte könnte spannender und packender kaum sein, sie zu lesen war ergreifend und am Ende war ich sogar nah am Wasser gebaut.
Was für ein Segen, dass David Safier schreiben kann und somit seinen Eltern ein liebevolles Denkmal setzt, die er zu keinem Zeitpunkt verklärt zu Helden stilisiert, sondern sie sehr menschlich mit all ihren Fehlern darstellt.
Schade nur, dass das Lektorat einige Logik- und Schreibfehler übersehen hat, das hat weder Herr Safier noch dieses wunderbare Buch verdient.
Ich kann "Solange wir leben" vollumfänglich und uneingeschränkt empfehlen.
Ich muss zugeben, mich hatte es bei dem Cover erwischt, irgendwie hat das was. Bei Lesebeginn hatte ich keine allzu hohen Erwartungen, ausser dass es eher leichte Lektüre sein wird mit Wohlfühlfaktor.
Beides ...
Ich muss zugeben, mich hatte es bei dem Cover erwischt, irgendwie hat das was. Bei Lesebeginn hatte ich keine allzu hohen Erwartungen, ausser dass es eher leichte Lektüre sein wird mit Wohlfühlfaktor.
Beides hat sich auch genauso erfüllt… aaaaber: es war absolut gute Unterhaltung, leicht aber nicht seicht. Liebenswerte Hauptcharaktere, die man am Ende des Buches gar nicht loslassen mag.
Und wenn man am Anfang denkt: Ahja, das passiert jetzt so und so, und die mit dem und dann… ja dann! War es doch schlecht spekuliert, denn es kommt dann doch ganz anders und man sitzt überrascht und manchmal sogar ein wenig überwältigt da und kann eigentlich gar nicht aufhören zu lesen.
Susanne Höbel hat alles gut übersetzt (auch wenn ich ein wenig die Augen verdreht habe, wenn Engländer Engländern das „Du“ anbieten) und ich kann dieses Buch ohne Bedenken aber vollen Herzens empfehlen!