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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2024

Absolut lesenswert!

Immortal Longings
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Das Buch hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Es war spannend, düster, voller Intrigen und Geheimnisse und man wusste die gesamte Zeit über nicht, wer wem trauen kann und wer doch seine eigenen ...

Das Buch hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Es war spannend, düster, voller Intrigen und Geheimnisse und man wusste die gesamte Zeit über nicht, wer wem trauen kann und wer doch seine eigenen geheimen Interessen verfolgt.

Ich muss sagen aufgrund des Titels "Ein Spiel auf Liebe und Tod" war ich mir unsicher, inwiefern die Lovestory im Vordergrund steht und der Plot eher hinten angestellt wird. Allerdings war dies überhaupt nicht der Fall. Der Fokus liegt auf dem Plot und der Story und was ich bekommen habe, war viel, viel düsterer und voller Plottwists, Geheimnisse und interessanter Charaktere, als ich zuerst gedacht habe.

Die Spiele sind hart, brutal und man sollte die ein oder andere blutige Kampfszene (in der nicht jeder überlebt) durchaus gerne lesen. Für mich hat es genau die Stimmung geschaffen, die ich mir für das Buch gewünscht habe. Die Städte schaffen eine düstere und bedrückende Atmosphäre, die die Gefahr und Anspannung der Charaktere nochmals unterstützt.

Die Charaktere sind interessant und sehr gut gezeichnet. Jeder hat eine Hintergrundgeschichte, die im Laufe des Buchs aufgedeckt wird und jeder hat somit seine eigenen Ziele und Geheimnisse. Wer hier allerdings strahlende, moralische Helden erwartet liegt falsch. Die Charaktere sind morally grey und jeder rechtfertigt sein Handeln mit anderen Ausreden oder Beweggründen.

Der Schreibstil ist eher poetisch und aus der dritten Person geschrieben, wobei die Ansichten zwischen den Charakteren wechselt. Nach kurzer Eingewöhnungsphase hat er mir sehr gut gefallen.

Die Spannung war für mich durchweg vorhanden, da man immer mehr über die Charaktere, die Stadt, die Intrigen und Beweggründe erfährt, während dies immer wieder durch actionreiche Szenen aufgelockert wird. Die Lovestory war dabei für mich nicht zu übertrieben und hat dem Plot gut getan (obwohl ich oft sehr kritisch in diesem Punkt bin). Die Anziehung aufgrund der gefährlichen Situation in der sie schweben, war für mich persönlich durchaus nachvollziehbar.

Alles in allem ein Buch bei dem ich von Anfang bis Ende mit gefiebert habe und das mich am Ende sprachlos zurück gelassen hat, (auch aufgrund eines sehr fiesen Cliffhangers!). Ich kann Band 2 kaum erwarten!!

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Romantasy aus 6 Erzählperspektiven

Five Broken Blades
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Anders als der Titel vermuten lässt, folgt man hier nicht der Geschichte von fünf sondern sogar von sechs Personen. Jeder bekommt seine eigene Sichtweise, die sich regelmäßig abwechseln, was mir sehr gut ...

Anders als der Titel vermuten lässt, folgt man hier nicht der Geschichte von fünf sondern sogar von sechs Personen. Jeder bekommt seine eigene Sichtweise, die sich regelmäßig abwechseln, was mir sehr gut gefallen hat .
Trotzdem habe ich mich mit dem Schreibstil schwer getan, da jede Person aus der Ich-Perspektive im Präsens berichtet und dabei sehr moderne/ umgangssprachliche Formulierungen verwendet. Ich denke dies könnte aber vor allem Lesern gefallen, die sich mit den „üblichen“ High Fantasy Erzählweisen und poetischen Schreibstil bzw. langen Sätzen eher schwer tun und einen lockereren Schreibstil bevorzugen. Ich rate hier dringend zur Leseprobe!

Die Geschichte verspricht an sich Found Family Vibes, da es hier aber auch sehr viel um Intrigen und Verrat geht ( wie der Titel bereits vermuten lässt), weiß man das gesamte Buch über nicht, wem man trauen kann. Das Ende hat mir gut gefallen und schafft eine Überleitung zu Band 2.

Womit ich allerdings überhaupt nicht gerechnet habe ist, dass die Aufteilung zwischen Plot und Romance gefühlt bei ca. 50/50 liegt. Für mich persönlich hätte nicht jeder Charakter eine Lovestory benötigt, da sie für mich auch so interessant genug waren. Ich würde das Buch somit eher als Romantasy als High Fantasy einordnen, da es auch einige spicey Szenen gibt. Man muss hier meiner Meinung nach also unbedingt mit den richtigen Erwartungen an das Buch gehen, da es keine klassische High Fantasy alla Sanderson und Co. ist!

Ich denke das Buch ist vor allem für Romanatasyleser geeignet, denen ein lockerer/ derberer Schreibstil gefällt und die sich gerne fragen: „Wem kann ich vertrauen?“

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Veröffentlicht am 20.08.2024

Mal was anderes

Long Live Evil
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Mich hat bei diesem Roman vor allem der Klappentext angezogen, sowie der Titel. Eine Geschichte aus Sicht der "Bösen" ? - Count me in!!
Die Story war allerdings ganz anders als ich zuerst vermutet habe. ...

Mich hat bei diesem Roman vor allem der Klappentext angezogen, sowie der Titel. Eine Geschichte aus Sicht der "Bösen" ? - Count me in!!
Die Story war allerdings ganz anders als ich zuerst vermutet habe. Das Buch nimmt sich an einigen Stellen selbst nicht so ernst und übertreibt bewusst verschiedene Tropes oder Verhaltensweisen, was an sich interessant war, aber nicht dass was ich erwartet habe.
Was mir wiederum umso besser gefallen hat ist, wie die Autorin ihre eigenen Erfahrungen mit dem Thema Krankheit in die Geschichte bzw. den Charakter der Protagonistin einfließen lässt und so eine Tiefe der Figur erzeugt. Allerdings haben mir ihre Verhaltensweisen ab und an Schwierigkeiten bereitet. Einige der Nebencharaktere haben mir hier besser gefallen/ waren mir sympathischer.
Ein Pluspunkt war das Worldbuilding, was aus meiner Sicht gut umgesetzt war.
Alles in allem ist es glaub ich wichtig mit der richtigen Erwartung an das Buch heranzugehen. Ich dachte die Geschichte wäre etwas ernster und düsterer, man sollte sich aber eher auf etwas mehr Sarkasmus und Überspitzung einstellen.
Wenn man also mit dem richtigen Mindset drangeht, hat die Geschichte auf jeden Fall Potential.

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Veröffentlicht am 16.08.2024

Ein würdiges Finale

Die Herren des Abgrunds
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Bereits bei den ersten beiden Bänden dieser Reihe gab es einige Punkte, die mich begeistern konnten und die in diesem Finale wieder sehr gelungen durch den Autor aufgegriffen wurden.

Dazu zählen für ...

Bereits bei den ersten beiden Bänden dieser Reihe gab es einige Punkte, die mich begeistern konnten und die in diesem Finale wieder sehr gelungen durch den Autor aufgegriffen wurden.

Dazu zählen für mich vor allem die sehr unterschiedlichen Charaktere und die Erzählweise über die verschiedenen Sichtweisen (Multi-POV). Mir gefällt, dass in diesem Teil auch eine Sichtweise (R.) öfters zu Wort kommt und man so Einsicht in eine "Seite" des Konfliktes bekommt, die sonst eher im Dunkeln liegen würde.

Generell spielt der Autor sehr gelungen mit den Sympathien des Leser, zumindest ging es mir so. Viele der Charaktere sind mir über die Reihe hinweg sehr ans Herz gewachsen, aber immer wieder wechselt mein Lieblingscharakter während andere mich wiederum aufregen aufgrund ihrer Entscheidungen und im nächsten Kapitel sind sie mir schon wieder sympathisch. Alles in allem könnte ich wohl nicht sagen, wer mein absoluter Favorit über die gesamte Reihe hinweg war.

Zur Storyline: Bereits die Vorgängerbände konnten mich was Spannung und Verlauf der Geschichte angeht begeistern und auch Band 3 steht dem in nichts nach. Ein besonderes Händchen beweist der Autor für Actionszenen, Alien und neuartige Alientechnik, aber auch Politik, Intrigen und ein Kampf gegen einen unbesiegbaren Gegner (Architekten) setzt er in seiner Geschichte sehr gut um. Ein Pluspunkt ist, dass es nicht nur auf den letzten Seiten des Buches Action gibt, sondern bereits davor einiges passiert, man aber auch genug Zeit erhält um die Charaktere und ihre Pläne zu verstehen.

Fazit: Die Reihe bekommt von mir eine große Empfehlung für alle SciFi Fans, die gerne Geschichten aus mehreren Perspektiven von sehr unterschiedlichen Charakteren lesen, aber auch begeistert von Actionszenen im All, Aliens und einem unmöglich anmutenden Problem/Kampf sind.

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Veröffentlicht am 26.07.2024

Death Dealer

Frank Frazettas Death Dealer 1
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Das düstere Cover dieses Comics hat direkt meine Aufmerksamkeit gefangen und wie ich nachgelesen habe, war dies sogar die Inspiration für die Geschichte. Frank Frazetta zeichnete 1973 dieses ikonische ...

Das düstere Cover dieses Comics hat direkt meine Aufmerksamkeit gefangen und wie ich nachgelesen habe, war dies sogar die Inspiration für die Geschichte. Frank Frazetta zeichnete 1973 dieses ikonische Gemälde, das leicht bearbeitet auf dem Cover zu sehen ist und lieferte somit die Grundlage für diesen Comic.

Somit wird der Großteil der Story auch per Bild vermittelt, ganz nach dem Motto "Show don´t tell" was mir sehr gut gefallen hat, da die Zeichnungen klar, farblich schön gestaltet und eindeutig waren, sodass man der Storyline sehr gut folgen konnte.

Die Darstellung des Deathdealer und seiner inneren Monologe ( zwischen Mann und Dämon) durch verschieden gezeichnete und illustrierte Sprechblasen hat mir besonders gut gefallen, genauso wie die Darstellung von Landschaften bzw. Städten.

Was für den ein oder anderen vielleicht nicht ganz treffend sein könnte, ist die Darstellung von Frauen in der Geschichte, die tendenziell sehr wenig oder keine Kleidung tragen und sehr aufreizend abgebildet werden, was ich als etwas befremdlich empfunden habe. Ggfs. ist dies auf die früheren Comics zurückzuführen. Ich konnte mich dann insofern damit anfreunden, dass sie als stark und intelligent dargestellt werden, vor allem im späteren Verlauf der Geschichte.

Die Geschichte an sich hat durchaus ihre blutigen Momente und ein Ereignis hat mich auch ziemlich geschockt und ich hoffe hierzu gibt es in Band 2 eine Lösung oder irgendetwas, dass dies rückgängig macht. (Mehr kann ich nicht sagen aus potentziellen Spoilergründen.) Auf jeden Fall sollte man bildliche Darstellungen abkönnen.

Alles in allem ein interessanter Comic bei dem mir vor allem die Illustrationen der Fantasyelemente, Landschaften,des Deathdealers und seine inneren Monologe gefallen haben.

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