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Veröffentlicht am 09.10.2020

Vorkenntnisse nicht zwingend erforderlich...

Agatha Raisin und der tote Auftragskiller
1

Nach einem unerfreulichen Handtaschendiebstahl während eines Kurzurlaubs in Paris entschließt sich Agatha, genervt von der Untätigkeit der Gendarmerie, ein eigenes Detektivbüro zu eröffnen.

Nach einigen ...

Nach einem unerfreulichen Handtaschendiebstahl während eines Kurzurlaubs in Paris entschließt sich Agatha, genervt von der Untätigkeit der Gendarmerie, ein eigenes Detektivbüro zu eröffnen.

Nach einigen Startschwierigkeiten und erfolgreich gelösten, aber langweiligen und weniger ertragreichen Kleinaufträgen, fragt Agatha sich schon, ob diese Entscheidung wohl die richtige war, bis sie schließlich mit den Ermittlungen zu einer Morddrohung beauftragt wird.

Endlich ein spannender Fall für Agatha, die sich als detektivische Verstärkung ihre neue Nachbarin Emma Comfry mit ins Boot geholt hat. Noch ahnt Agatha nicht, dass sowohl ihr Verhältnis zur geheimnisvollen Emma, als auch die eingeleiteten Ermittlungen in ihrem neusten Fall schnell ungeahnte Wendungen einschlagen sollen.




Mit „und der tote Auftragskiller“ erscheint bereits der 15. Band der von M.C. Beaton geschriebenen Serien rund um die Namensgeberin Agatha Raisin. Obwohl ich zuvor weder von dieser Reihe gehört, noch gelesen habe, ist man bereits ab Seite 1 unmittelbar im Geschehen und lässt sich schnell von Agathas rüdem Charme und Hang zum Chaos einwickeln.
Kleine Verweise oder Erläuterungen von Personenverhältnissen oder Zusammenhängen machen es möglich, problemlos in die Welt und den Hintergrund der Hobbyermittlerin einzutauchen.

Agatha Raisin, eine ehemals erfolgreiche PR-Karrierefrau und Mitfünfzigerin entflieht London und zieht für einen Neustart in die englische Provinz Carsely in den Cotswolds. Dort verstrickt sie sich in allerlei Freund-, Feind- und Liebschaften und gerät regelmäßig mitten in dubiose Kriminalfälle.

Was wie der Rahmen einer Rosamunde Romanze klingt, wird dem Leser hier mit einem Haufen sich überschlagener Ereignisse, viel Humor und einer Priese Christie-Krimi serviert. Das Buch ist absolut kurzweilig, angenehm seicht zu lesen und angesichts der Länge des Buches passiert inhaltlich enorm viel.




Wer also auf der Suche nach einer entspannenden, aber dennoch sehr unterhaltsamen und oft auch komödiantischen Krimigeschichte ist, dem kann man „Agatha Raisin und der tote Auftragskiller“ guten Gewissens empfehlen.

Wem hingegen gerade nach einem tiefgründigem, komplexen und hochspannenden Thriller ist, in dem diverse Täter, Motive und Tatgelegenheiten aufgezeigt werden und der Spannungsbogen zum Zerreißen gespannt wird, der...sollte sich dieses Buch erst mal zurück stellen. Denn der nächste lauschige Leseabend auf dem Sofa kommt bestimmt, an dem man sich nicht schaudern, sondern wohlig mit Agatha berieseln lassen möchte.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere