Was wäre wenn?
Die Iden von RomIn dem historischen Roman „ Die Iden von Rom“ erleben wir eine alternative Geschichtsschreibung. Was wäre wenn damals in der Antike das Attentat auf Gaius Julius Caesar vereitelt worden wäre? Diese Frage ...
In dem historischen Roman „ Die Iden von Rom“ erleben wir eine alternative Geschichtsschreibung. Was wäre wenn damals in der Antike das Attentat auf Gaius Julius Caesar vereitelt worden wäre? Diese Frage und das Gedankenexperiment stellt hier den Grundstein der Handlung dar.
Bereits das Cover leitet gelungen in die Thematik der Handlung ein.
Peinkofer nutzt bekannte Figuren der antiken römischen Geschichte und zeigt auf wie eine Entscheidung den Lauf der antiken Geschichte hätte ändern können. All dies macht er ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Mit einer guten Mischung historischer Nähe und kreativer Elemente wird dies zu einem positiven Erkennungsmerkmal.
Bereits der Einstieg gelingt unbeschwert. Der Schreibstil ist fortlaufend flüssig, eine Atmosphäre die der des Handlungsortes gleicht wird erschaffen. Bereits die Namensliste unterstreicht dies. Schnell ist man gefesselt von der Handlung.
Interessant ist wie intensiv die politischen Machtspiel aufgezeigt werden. Jeder kämpft für sein Anliegen, jeder wirkt an seiner Intrige. Dies macht die bekannten Personen so lebendig das Sympathien mit dem ein oder anderen nicht ausgeschlossen sein können. Die Atmosphäre und des Misstrauens ist so dicht beschrieben, dass man regelrecht spürt wie es sich von Zeile zu Zeile, von Seite zu Seute zuspitzt. Auch Caesar Senilität nach dem vereitelten Attentat ist mit bedeutender Präzision dargestellt.
Die alternative Geschichte ist spannend erzählt, dass der Schein das dies nie so passiert sei nicht aufkommt. Jede Abweichung hat ihre einleuchtende Begründung. Es Endstand regelrecht ein Zustand indem man Glauben konnte das sich dies so zugetragen haben muss.
Das trotz der Präsenz in der Handlung, den Frauen eine hohe Bedeutung zugesprochen, sie haben oft die Fäden über Geschehnisse in der Hand.
Ich bin ein großer Fan von „ Die Iden von Rom“ da sie es spannend, präzise konstruiert und historisch fundiert es schaffen ein alternative Handlung so zu erzählen dass diese als die Wahre gelesen werden kann. Unnötige Erklärungen werden ausgelassen oder nebensächliche Handlungen auf das mindeste gekürzt. Die Figuren sind vielschichtig und die politischen Intrigen fesselnd erzählt, welches zum Weiterlesen anregt. Für mich ein frühes Jahres-Highlight und eine klare Empfehlung, selbst für weniger Geschichts-Interessierte.