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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2026

ein fesselnder, atmosphärischer Nordkrimi, der Lust auf mehr macht

Kalt wie die Luft
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Kalt wie die Luft von Ørjan N. Karlsson hat mich sofort in die raue, nordische Stimmung von Bodø gezogen. Die Geschichte rund um die verschwundene 19‑jährige Iselin und die Ermittlungen von Jakob Weber ...

Kalt wie die Luft von Ørjan N. Karlsson hat mich sofort in die raue, nordische Stimmung von Bodø gezogen. Die Geschichte rund um die verschwundene 19‑jährige Iselin und die Ermittlungen von Jakob Weber und Noora Yun Sande entfaltet sich mit einer Mischung aus beklemmender Spannung und ruhiger, nordischer Erzählweise. Besonders stark ist die Atmosphäre: die einsamen Pfade, die abgelegene Insel Røst, die Kälte – all das verstärkt das Gefühl, dass hinter jeder Ecke Gefahr lauert.

Der Fall selbst überzeugt mit einem spannenden Mix aus aktuellem Verbrechen und einem Jahrzehnte alten Cold Case, dessen Parallelen sich Stück für Stück offenbaren. Karlsson versteht es, Hinweise so zu setzen, dass man ständig miträtselt, ohne dass die Auflösung vorhersehbar wird. Jakob Weber ist ein Ermittler mit Ecken und Kanten, und seine Dynamik mit der neuen Kollegin Noora macht neugierig auf mehr.

Fazit: Ein atmosphärischer, nordischer Thriller mit starken Ermittlerfiguren und einem Fall, der unter die Haut geht. Und das Beste: Es wird einen zweiten Teil der Jakob‑Weber‑Reihe geben – ich freue mich jetzt schon darauf!

Veröffentlicht am 15.02.2026

Ein Alpenkrimi, der Urlaubslust und Ermittlungsfieber weckt

Alpenmord und Almgedudel
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Ein Familienurlaub in den Tiroler Bergen klingt nach Erholung – bis man gleich am ersten Tag über eine Leiche stolpert. Genau das passiert der Wiener Familie Brunner, und statt Kaiserschmarrn und Panorama ...

Ein Familienurlaub in den Tiroler Bergen klingt nach Erholung – bis man gleich am ersten Tag über eine Leiche stolpert. Genau das passiert der Wiener Familie Brunner, und statt Kaiserschmarrn und Panorama genießen sie plötzlich ein unerwartetes Hobby: ermitteln.

Tim Eckhaus liefert mit diesem Reihenauftakt einen herrlich leichten, humorvollen Alpenkrimi, der vor allem durch seine Figuren lebt. Die Brunners sind liebenswert chaotisch, Pensionswirtin Mili ist ein echtes Highlight und die Mischung aus Bergidylle, Geheimnissen und skurrilen Begegnungen (Stichwort: singende Kühe!) sorgt für durchgehend gute Laune.

Der Fall selbst bleibt eher cozy als blutig, aber genau das macht den Charme aus. Perfekt für alle, die Österreich‑Vibes lieben und beim Lesen gerne schmunzeln.

Fazit: Ein witziger, atmosphärischer Wohlfühlkrimi mit Alpenflair – ich freue mich schon auf den nächsten Fall der Brunners.

Veröffentlicht am 10.02.2026

Ein Blick, der alles verändert – ein Thriller, der unter die Haut geht.

In Vollendung
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Sabrina Pesch liefert mit In Vollendung: Vom Leben gezeichnet einen psychologischen Thriller, der sich leise anschleicht – und dann mit voller Wucht trifft. Die Geschichte rund um Mia Seiler, deren radikale ...

Sabrina Pesch liefert mit In Vollendung: Vom Leben gezeichnet einen psychologischen Thriller, der sich leise anschleicht – und dann mit voller Wucht trifft. Die Geschichte rund um Mia Seiler, deren radikale Fotografien plötzlich zum Zentrum eines Albtraums werden, entfaltet eine bedrückende, fast klaustrophobische Atmosphäre.

Der Roman spielt meisterhaft mit Wahrnehmung, Erinnerung und der Frage, wie gut wir uns selbst wirklich kennen. Mia ist eine faszinierende Protagonistin – verletzlich, widersprüchlich, kreativ – und genau dadurch so greifbar. Während die Ermittler Kessler und Wagner versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen, verschwimmen für Mia die Grenzen zwischen Realität, Projektion und Angst immer mehr.

Besonders stark ist die Art, wie Pesch Täterverehrung, öffentliche Vorverurteilung und psychische Belastung miteinander verwebt. Die Spannung entsteht nicht nur durch die äußere Bedrohung, sondern vor allem durch das innere Ringen der Hauptfigur. Der Schreibstil ist intensiv, bildhaft und emotional aufgeladen – perfekt für alle, die psychologische Thriller lieben, die unter die Haut gehen.

Ein fesselndes, düsteres und klug konstruiertes Buch, das lange nachhallt und sich hervorragend für Leser*innen eignet, die mehr wollen als nur Nervenkitzel.

Veröffentlicht am 10.02.2026

Ein verschwundener Junge, ein Wettlauf gegen die Zeit – und ein Krimi, der unter die Haut geht.

Der Montag, an dem Emil verschwand
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Der Montag, an dem Emil verschwand von Lisa Mond hat mich sofort gepackt. Der Roman entfaltet eine bedrückende, aber unglaublich fesselnde Atmosphäre, die einen von der ersten Seite an nicht mehr loslässt. ...

Der Montag, an dem Emil verschwand von Lisa Mond hat mich sofort gepackt. Der Roman entfaltet eine bedrückende, aber unglaublich fesselnde Atmosphäre, die einen von der ersten Seite an nicht mehr loslässt. Drei verschwundene Kinder, eine Stadt voller Schatten – und mittendrin Kommissarin Ela Nowak, die mit beeindruckender Ruhe, Empathie und Entschlossenheit ermittelt.

Mond versteht es meisterhaft, die Perspektiven der Betroffenen einzufangen und die emotionale Wucht eines solchen Albtraums spürbar zu machen. Gleichzeitig baut sie einen spannenden Plot auf, der immer wieder neue Wendungen bereithält und geschickt mit den Erwartungen der Lesenden spielt. Besonders gelungen fand ich, wie sich die einzelnen Handlungsstränge langsam verweben und ein immer klareres, aber auch erschreckenderes Bild ergeben.

Der Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch und sehr bildhaft – perfekt für alle, die psychologische Spannung lieben, ohne auf tiefgründige Figuren verzichten zu wollen.

Ein starkes, intensives und überraschend reifes Debüt. Und ganz ehrlich: Es wäre großartig, wenn Ela Nowak bald wieder ermitteln darf.

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