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Veröffentlicht am 08.08.2023

"Ich spürte, wie meine Gedanken mit jedem Tag, mit jedem Schritt ruhiger wurden."

Berge, Trolle, tiefe Sehnsucht
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Wer einen ruhigen Roman zum Nachdenken sucht, ist mit "Berge, Trolle, tiefe Sehnsucht" von Susanne Ringen genau richtig. Die Autorin überzeugt in ihrer Erzählung mit gelungenen Landschaftsbeschreibungen, ...

Wer einen ruhigen Roman zum Nachdenken sucht, ist mit "Berge, Trolle, tiefe Sehnsucht" von Susanne Ringen genau richtig. Die Autorin überzeugt in ihrer Erzählung mit gelungenen Landschaftsbeschreibungen, interessanten Charakteren u. einer Tiefsinnigkeit zum Nachdenken!

Herzlichen Dank an den Bonifatius-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Die Sehnsucht nach Weite und der Wunsch nach Veränderung führen Martha nach Norwegen auf den Olavsweg. Ausgebrannt, müde und stressgeplagt tritt sie zu Fuß eine Pilgerreise durch die wilde Natur von Oslo nach Trondheim an. Abseits vom Alltag trifft sie hier auf Menschen, die ihre Sinnsuche hinterfragen und mit ihren Geschichten dafür sorgen, dass Martha ganz neue Perspektiven und innere Stärke entwickelt.
Autorin Susanne Ringen lässt die atemberaubende Schönheit ihrer Wahlheimat lebendig werden und ermuntert zum Ausbruch aus dem Hamsterrad. Ein Buch, das neue Blickwinkel erlaubt.


Der Einstieg in "Berge, Trolle, tiefe Sehnsucht" fiel mir durch den angenehmen Schreibstil der Autorin sehr leicht. Dabei wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Martha erzählt, wodurch man einen tiefen Einblick in deren Gedanken u. Gefühle erhält u. so den Eindruck gewinnt, man sei direkt an Marthas Reise zur Selbstfindung.
Marthas Empfinden, sich in einem ewigen Hamsterrad zu befinden, ist mehr als nachvollziehbar. Umso mutiger fand ich dann ihren Entschluss, sich auf die Reise nach Norwegen auf den Olavsweg zu begeben. Schön fand ich hier die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, die Martha kennenlernt u. die pittoresken Landschaftsbeschreibungen, die tatsächlich aus einem Reiseführer stammen könnten.
Dabei ist der Roman nicht nur zum Entspannen, sondern regt auch zum Nachdenken an.

Insgesamt deshalb eine wirklich gelungene Erzählung, die zum Träumen über Norwegen anregt u. Denkanstöße vermittelt!

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen!

Zitat: Susanne Ringen: Berge, Trolle, tiefe Sehnsucht, S. 64

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Veröffentlicht am 08.08.2023

"Liebe lässt sich nicht kontrollieren."

Die Türen dazwischen
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Wer einen gelungenen Fantasy-Jugendroman sucht, der voller Übernatürlichkeit ist, aber gleichzeitig auch zum Nachdenken anregt, ist mit "Die Türen dazwischen" von Sarah Scherber genau richtig! Besonders ...

Wer einen gelungenen Fantasy-Jugendroman sucht, der voller Übernatürlichkeit ist, aber gleichzeitig auch zum Nachdenken anregt, ist mit "Die Türen dazwischen" von Sarah Scherber genau richtig! Besonders für (zukünftige) Schulabgänger sehr zu empfehlen! Die liebevollen Zeichnungen innerhalb des Buches sind außerdem sehr gelungen!

Herzlichen Dank an Sarah Scherber, den Gedankenkunst Verlag, LR Onlinemarketing u. Bookish Christmas für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Emma verbringt ihre Zeit am liebsten in der Welt der Bücher. Doch das Ende der Schulzeit rückt bedrohlich näher und sie weiß nicht, wie sie ihr zukünftiges Leben gestalten möchte. Eines Tages trifft sie auf den seltsamen Eli, der sich in ihrem alten Baumhaus einquartiert hat. Nach anfänglichem Misstrauen ist Emma fasziniert von dem geheimnisvollen Vagabunden. Im Gegensatz zu ihr, scheint er genau zu wissen, was er will. Schon bald muss sie jedoch erkennen, dass Eli mehr ist als ein gewöhnlicher Mensch. Ihn umgibt ein Geheimnis, und Emma muss plötzlich die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen.
Eine Geschichte über die Angst vor der Zukunft und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.

Durch den lockeren Schreibstil der Autorin bin ich sehr schnell in die Geschichte reingekommen, die aus der Ich-Perspektive von Emma erzählt wird u. dadurch einen tiefen Einblick in ihre Gedanken u. Gefühle gewährt.
Der Autorin gelingt es, den Jugendroman so zu verpacken, dass er fesselnd ist u. man unbedingt wissen möchte, wer/was sich hinter Eli verbirgt. Gleichzeitig werden aber auch tiefgründige Themen zum Nachdenken (Selbstfindung, Persönlichkeitsentwicklung) behandelt, die für ein Jugendbuch vielleicht sogar eine etwas zu schwere Kost sind - auch neben "typischen" Teenagerproblemen.
Die Charaktere waren dabei sehr einzigartig u. vielfältig u. erst gegen Ende des Buches wird dann auch der Titel des Buches klar.

Insgesamt ein wirklich interessanter Jugendroman, der sich schnell lesen lässt, u. einiges zum Nachdenken bereithält!

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen!


Zitat: Sarah Scherber: Die Türen dazwischen, S. 170

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Veröffentlicht am 08.08.2023

"Das Leben vieler Menschen ... ist in Gefahr, und du musst verstehen, dass es deine Aufgabe ist, sie zu retten."

Die Gilde der Iris
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Wer einen spannenden Fantasy-Jugendroman sucht, der aufregende Kämpfe u. eine geheimnisvolle Welt voller Magie beinhaltet, ist mit "Die Gilde der Iris" von Sylvani Barthur genau richtig! Trotz etwas anstrengender ...

Wer einen spannenden Fantasy-Jugendroman sucht, der aufregende Kämpfe u. eine geheimnisvolle Welt voller Magie beinhaltet, ist mit "Die Gilde der Iris" von Sylvani Barthur genau richtig! Trotz etwas anstrengender Protagonistin überzeugt die Autorin mit einer interessanten Idee u. angenehmem Schreibstil!

Herzlichen Dank an die Autorin Sylvani u. LR-Onlinemarketing sowie Bookish Christmas für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
**Ein Mädchen, das mit Bäumen spricht und seine Vergangenheit nicht kennt. Ein geheimer Bund, der die Magie benutzen will, die in ihr schlummert und von der sie selbst nichts ahnt. Und eine Liebe, die aus Gut und Böse geboren ist und die darüber entscheiden wird, welche der beiden Seiten am Ende siegen wird.
Als Elisa beim Sprachkurs auf den quasselnden Schönling Kris trifft, hat sie keine Ahnung, dass sich ihrer beider Schicksale bald auf unheilvolle Weise verknüpfen werden. Nachdem es kurz danach überall auf der Erde zu schrecklichen Katastrophen kommt, beginnt sie von ihren totgeglaubten Eltern zu träumen. Sie macht sich auf die Suche nach ihnen und stößt dabei auf einen geheimen Bund. Der Anführer der Gilde der Iris offenbart Elisa, dass es ihre Bestimmung ist, die Menschheit vor der Versklavung zu retten, denn sie hat die mächtige Gabe, die Magie der Bäume und der Runen zu beschwören. So hatte sich Elisa ihr Leben nicht vorgestellt, doch es bleibt ihr keine Wahl. Als Kris unerwartet dort auftaucht und verspricht, ihr dabei zu helfen, nimmt das Unheil seinen Lauf. Wird er ihr beistehen oder sie verraten? Und wird Elisa die Menschheit retten können?
**

Insgesamt bin ich sehr schnell in die Geschichte rund um Elisa reingekommen, die auch aus der Ich-Perspektive der Protagonistin erzählt wird. Obwohl Elisa erst im zarten Teenageralter von schätzungsweise 15 Jahren ist, bin ich mit ihr u. ihrem Verhalten das ganze Buch über nicht wirklich warm geworden, weil ich ihr Verhalten an vielen Stellen unreif u. überzogen hielt. Das hat es für mich anstrengend gemacht, da Elisa fast hinter allem eine Verschwörung vermutet u. deshalb etwas paranoid wirkt.
Kris, der männliche Protagonist, war mir dagegen super sympathisch, da er mit seiner lockeren Art u. seinem Gequatsche die Story auffrischt u. auch irgendwie vorantreibt.

Der Bezug zur nordischen Mythologie hingegen war genau das, was ich an dem Buch richtig gut fand, u. auch das neu interpretierte System der Magie fand ich interessant! Zudem ereignen sich Naturkatastrophen, die an Weltende-Szenario erinnern u. Elisa den ausschlaggebenden Grund liefern, dass sie ihre Reise nach Norwegen antritt, weil sie eben erfährt, dass sie Teil einer Gilde ist u. nur sie allein die Menschheit vor diesen Naturkatastrophen retten kann. Die darauffolgenden Kämpfe sind spannend, auch wenn die Hintergründe der Geschichte, meiner Meinung nach, teilweise etwas weit hergeholt waren. Da man aber bei Fantasy ja keine Grenzen kennt, hat es wiederum gepasst, weil es eben irgendwie auch schlüssig war!

Insgesamt ein interessantes Jugend-Fantasybuch, das durchaus noch Potential nach oben offen hat, aber dennoch interessante Ideen u. ein schönes Setting liefert!

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen!

Zitat: Sylvani Barthur: Die Gilde der Iris, S. 49/50

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Veröffentlicht am 02.08.2023

„Ich überlebe nur, indem ich Jack töte, aber das möchte ich nicht mehr.“

Seasons of the Storm – Gaias Gefangene
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Wer eine packende Romantasy-Geschichte sucht, ist mit „Seasons of the Storn - Gaias Gefangene“ auf jeden Fall genau richtig! Trotz kleinerer Schwächen überzeugt die Autorin mit einer interessanten Grundidee, ...

Wer eine packende Romantasy-Geschichte sucht, ist mit „Seasons of the Storn - Gaias Gefangene“ auf jeden Fall genau richtig! Trotz kleinerer Schwächen überzeugt die Autorin mit einer interessanten Grundidee, jedem Menschen eine andere Jahreszeit zuzuordnen, u. mit der verbotenen Liebe zwischen zwei Menschen, die nicht sein darf, aber trotzdem entsteht!

Herzlichen Dank an den dtv-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
In einer frostigen Winternacht auf einer vereisten Skipiste wird Jack Sommers nach einer missglückten Abfahrt vor die Wahl gestellt: ein ewiges Leben nach den uralten, magischen Regeln der Göttin Gaia, Herrin der Jahreszeiten – oder der Tod, hier und jetzt. Jack wählt das Leben, der Winter wird seine Jahreszeit. Ab sofort wird er als Krieger seiner Saison von Fleur, der Vertreterin des Frühlings, gejagt und getötet, jedes Jahr aufs Neue. Trotzdem verlieben sich Jack und Fleur – eine Liebe, die nicht sein darf. Wenn sie diesen grausamen Kreislauf durchbrechen wollen, brauchen sie die Hilfe von Sommer und Herbst, ihren Todfeinden.

Da mich der Klappentext zu „Seasons of the Storm“ sehr angesprochen hat, habe ich mich unglaublich auf die Geschichte gefreut, die abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Jack u. Fleur erzählt wird u. dadurch einen tiefen Einblick in deren Gedanken u. Gefühle liefert. Obwohl Fleur als Vertreterin des Frühlings eigentlich wie jedes Jahr Jack (Winter) töten muss, damit der Frühling den Winter als Jahreszeit ablösen kann, merkt man als Leser schnell, wie sie sich dagegen sträubt, weil sie Gefühl für ihn hegt. Und auch Jack geht es ähnlich u. so fühlt man unglaublich mit beiden mit, weil man auch als Leser weiß, dass kein Weg am Wechsel der Jahreszeiten u. damit am Schicksal der Protagonisten vorbeiführt.
Dementsprechend hat mir die Idee der Autorin, jedem Menschen nach seinem Tod einer bestimmten Jahreszeit zuzuordnen sehr gut gefallen u. bis auf paar kleinere Schwächen wurde ich auch nicht enttäuscht.
Der Schreibstil der Autorin u. der Übersetzung ist leicht u. flüssig, wodurch es mir einfach fiel, durch die Geschichte zu kommen. Einzig im Mittelteil hat sich die Geschichte, meines Erachtens, etwas gezogen, nimmt dann aber bald wieder an Fahrt auf u. erhält durch einige unerwartete Plottwists nochmal eine gehörige Portion an Spannung, Nervenkitzel u. emotionalen Achterbahnfahrten!

Insgesamt wirklich ein tolles Romantasy-Buch mit einer grandiosen Grundidee, aber mit etwas Luft nach oben!

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen!


Zitat: Elle Cosimano: Seasons of the Storm, Gaias Gefangene, S. 33

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Veröffentlicht am 02.08.2023

„Sch*** auf das geplante Archäologiestudium, ich würde Hebamme werden.“

Storchenherzen
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Wer einen durchaus amüsanten, mir persönlich aber etwas zu seichten Unterhaltungsroman sucht, der so dahinplätschert, ist mit „Storchenherzen“ von Fritzi Teichert genau richtig. Obwohl mich Klappentext ...

Wer einen durchaus amüsanten, mir persönlich aber etwas zu seichten Unterhaltungsroman sucht, der so dahinplätschert, ist mit „Storchenherzen“ von Fritzi Teichert genau richtig. Obwohl mich Klappentext und Cover sofort angesprochen haben und mich auch das Hebammen-Thema sehr interessiert hat, konnte mich der Roman aufgrund der beiden anstrengenden Protagonistinnen nur bedingt überzeugen.

Herzlichen Dank an den dtv-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Helga betreibt zusammen mit Kollegin Monika eine kleine Hebammenpraxis. Zwar liebt Helga ihren Job, aber nicht alle werdenden Mütter können mit ihrer ruppigen Art etwas anfangen. Zum Glück taucht Madita auf: Sie ist seit Kurzem ausgebildete Hebamme, zwanzig Jahre jünger und strotzt vor Tatendrang.
Helga ist entsetzt: Madita redet ohne Punkt und Komma, ist ekelhaft fröhlich und macht laufend esoterische Verbesserungsvorschläge. Zu allem Überfluss hat Helga eine handfeste Ehekrise …
Auch für Madita ist der Start ruckelig: An ihrem ersten Tag verursacht sie beinahe einen Unfall: Doch statt der Versicherung tauchen plötzlich lästige Verliebtheitsschmetterlinge auf …

Man steigt als Leser sehr schnell u. leicht rund um den Alltag von Helga u. Madita ein, aus deren beider Ich-Perspektiven die Geschichte erzählt wird. Dabei lernen wir Helga als etwas mürrische u. ruppige Person kennen, die für meinen Geschmack etwas zu unsensibel für ihren Beruf als Hebamme ist. Das bessert sich zwar im Laufe der Geschichte, Helga bleibt für mich aber dennoch unsympathisch.
Madita hingegen ist die Fröhlichkeit in Person, deswegen auch um einiges sympathischer als Helga. Allerdings ist Madita an der ein oder anderen Stelle durch ihre quirlige u. plapperhafte Art etwas gewöhnungsbedürftig…

Die Geschichte rund um Helga u. Madita plätschert so dahin. Während Helga mit ihrer zerbrechenden Ehe u. einem Umzug in eine neue Wohnung zu kämpfen hat, muss die teilweise etwas chaotische Madita mit ihren äußerst ordnungsliebenden neuen Mitbewohnern klarkommen. Hauptsächlich dreht sich die Story um den Hebammenalltag mit all den Problemen u. Sorgen, mit denen die schwangeren Patientinnen des „Storchennests“ so zu kämpfen haben.

Insgesamt wirklich ein netter Unterhaltungsroman für zwischendurch, der durchaus Spaß macht, wenn man mit den beiden gegensätzlichen, aber auch anstrengenden Protagonistinnen klarkommt.

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen!


Zitat: Fritzi Teichert: Storcheherzen, S. 11

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