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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2020

Gefährliche Gerüchte

Das Gerücht
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Vor vielen Jahrzehnten hat ein junges Mädchen einen kleinen Jungen getötet und nun lebt sie unbehelligt mit einer neuen Identität und unbemerkt von der Öffentlichkeit. Doch diese Anonymität gerät in Gefahr ...

Vor vielen Jahrzehnten hat ein junges Mädchen einen kleinen Jungen getötet und nun lebt sie unbehelligt mit einer neuen Identität und unbemerkt von der Öffentlichkeit. Doch diese Anonymität gerät in Gefahr als die junge Joana mit ihrem kleinen Sohn Alfie in eine Kleinstadt zieht.

Sie erzählt unbedarft das Gerücht weiter, das die frühere Kindsmörderin unter ihnen in der Stadt leben würde. Schnell zeigt sich, gibt es erste Verdächtige, wer diese Person sein könnte. Allerdings muss Joana schnell erkennen, dass sie auch in Gefahr gerät. Insbesondere ihr kleiner Sohn wird fast Opfer der Verleumdungen. Je mehr sich Joana in das Gerücht verstrickt, umso schwieriger wird es für sie zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Schließlich erkennt sie durch einen Zufall, wer tatsächlich die ehemalige Kindsmörderin ist....

"Das Gerücht" ist der Debütroman von Lesley Kara und ein gelungener Roman über die "Kraft" von Gerücht. Sie können sich sehr schnell ungeprüft verbreiten und auch Unbeteiligte schweren Schaden zufügen. Ich fand ihn sehr spannend und mit einigen überraschenden Wendungen, so dass ich eine klare Leseempfehlung aussprechen kann.

Veröffentlicht am 11.05.2020

Die Welt der Kosmetik

Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung
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Die junge Sophia studiert 1926 Chemie in Berlin, als sie ungewollt schwanger wird und von ihrem verheirateten Liebhaber sitzengelassen wird. Da sie von ihren Eltern keinerlei Unterstützung erhält, enzschließt ...

Die junge Sophia studiert 1926 Chemie in Berlin, als sie ungewollt schwanger wird und von ihrem verheirateten Liebhaber sitzengelassen wird. Da sie von ihren Eltern keinerlei Unterstützung erhält, enzschließt sie sich schweren Herzens mit ihre besten Freundin und immer Unterstützerin Henny nach Paris zu gehen.

Auch dort hat es Sophia weiterhin nicht leicht, aber sie kämpft sich durchs Leben, auch wenn sie scheinbar bei der Geburt ihr Kind verliert. Zufällig macht sie die Bekanntschaft der großen Kosmetikunternehmerin Helena Rubenstein. Sie kann diese von einer eigenen Cremekreation überzeugen und so bietet sich hier schnell die Chance nach New York zu gehen. Diese Chance nutzt Sophia in New York und es beginnt eine große Karriere für die junge Frau.

Corina Boman hat mit dem Begin ihrer neusten Trilogie ein gelungenes Buch vorgelegt, welches wiederum eine starke junge Frau darstellt, die sich trotz mancher Schicksalsschläge nicht unterkriegen lässt um ihren eigenen Weg zu gehen. Trotz der Länge (mit über 500 Seiten) kommt keine Langeweile auf, sondern man fiebert einfach mit Sophia auf ihrem Weg in ihre Selbstständigkeit mit. Ich freue mich bereits sehr auf die folgenden Bände, die voraussichtlich im Ende Mai und Ende November 2020 erscheinen werden.

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Veröffentlicht am 03.05.2020

Was aus den Lebensträumen wurde

Was wir sind
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Anne Hope erzählt in ihrem Roman "Was wir sind" von den drei Freundinnen Cate, Hanna und Lissa. Alle 3 Frauen sind Mitte 30 und irgendwie an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen. Eigentlich sollten ...

Anne Hope erzählt in ihrem Roman "Was wir sind" von den drei Freundinnen Cate, Hanna und Lissa. Alle 3 Frauen sind Mitte 30 und irgendwie an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen. Eigentlich sollten sie glücklich mit ihrem Leben sein, aber schnell stellt sich heraus, das jede für sich mit ihrer Lebenssituation unzufrieden ist. Was ist aus ihren Träumen der Jugend geworden?

Alle drei sind seit ihrer Jugend miteinander eng befreundet und waren der Meinung immer füreinander da zu sein. Allerdings wird rechtschnell klar, dass sie sich viel zu sehr in ihren eigenen Problemen verfangen haben, als dass sie sich gegenseitig helfen können oder wollen.

Das Buch wechselt schnell und häufig die Sichtweise der 3 Frauen, so dass man als Leser einen Eindruck von allen 3 Leben der Freundinnen bekommt. Zusätzlich gibt es noch Rückblicke auf die (gemeinsame) Vergangenheit. Damit werden die ursprünglichen Träume der Jugend heraus gearbeitet.

Anne Hope hat zwar ein interessantes Thema aufgegriffen, denn jeder in der Mitte seines Lebens hat bestimmt schon einmal überlegt, was aus seinen Träumen der Jugend geworden ist. Allerdings blieb der Roman für mich zu sehr an der Oberfläche und ich konnte das verhalten 3 an manchen nicht Stellen nicht wirklich begreifen oder nachvollziehen. So fand ich insgesamt das Buch nur als mittelmäßig und gebe daher 3 Durchschnittliche Sterne.

Veröffentlicht am 03.05.2020

Das Leben geht manchmal seltsame Wege

Rendezvous in zehn Jahren
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Während eines Kurzurlaubes in Amsterdam lernt Valerie in einem Cafe zufällig Ted kennen und die beiden kommen schnell ins Gespräch. So erzählen sie sich schnell ihre Träume für die Zukunft und beschließen ...

Während eines Kurzurlaubes in Amsterdam lernt Valerie in einem Cafe zufällig Ted kennen und die beiden kommen schnell ins Gespräch. So erzählen sie sich schnell ihre Träume für die Zukunft und beschließen ganz spontan sich in genau 10 Jahren wieder zutreffen, um zu schauen, welche Wege das Leben bis dahin genommen hat. Um die Spannung zu erhöhen tauschen sie keine Telefonnummern aus, sondern verlassen sich einfach auf den Zufall.

Allerdings erkennen beide unabhängig voneinander recht schnell, dass diese schicksalhafte Begegnung doch mehr in ihnen auslöst als anfangs gedacht. Und so versuchen sie beide den jeweils anderen vor Ablauf der Zeit wieder zutreffen, was angesichts der wenigen Informationen nicht mehr als die berühmte Nadel im Heuhaufen darstellt.

Und tatsächlich gelingt es beiden jeweils die Spur des anderen wieder aufzunehmen, aber das Schicksal verhindert jeweils in letzter Sekunde mehrfach das Treffen. Schließlich hat das Schicksal vielleicht doch noch ein Einsehen, als die beiden sich nach Jahren kurz vor einem besonderem Ereignis für Ted doch noch wiedertreffen.....

Judith Pinnow hat einen locker leichten Roman vorgelegt, der zeigt das vieles im Leben einfach nur (vorbestimmtes) Schicksal ist und es sich lohnt immer für einen Traum oder auch die Liebe zu kämpfen. Ich habe nicht nur mit den beiden mitgefiebert, ob es endlich zu einem Wiedersehen kommt, sondern musste sehr an der oder anderen Stelle über die ungünstigen Momente schmunzeln.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, besonders wenn man mal dem Alltag ein wenig entfliehen möchte und über die Zufälle des Lebens schmunzeln möchte.

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Veröffentlicht am 29.04.2020

Blue und ihre Familie in Richmond Castle

Die Frauen von Richmond Castle
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Der Roman "Die Frauen von Richmond Castle" von Tracy Rees erzählt in der 20ger Jahren des 20. Jh die Geschichte von Blue, ihrer neu gewonnenen Freundin Delphine und ihrer Stiefmutter Midge.

Blue wächst ...

Der Roman "Die Frauen von Richmond Castle" von Tracy Rees erzählt in der 20ger Jahren des 20. Jh die Geschichte von Blue, ihrer neu gewonnenen Freundin Delphine und ihrer Stiefmutter Midge.

Blue wächst wohlbehütet und liebevoll in Richmond auf und träumt davon Schriftstellerin zu werden. Sie bekommt als Krankheitsvertretung einen Job bei einer Zeitung. Zufällig lernt sie die junge Delphine kennen, die ein komplettes anderes Leben als Blue hat. Sie ist gerade vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflüchtet und findet in Blues Familie eine liebevolle Ersatzfamilie. Schnell werden die beiden Frauen Freundinnen.

Schließlich gibt es noch Blues Stiefmutter Midge, die auch so ihre eigene Probleme mit sich rumträgt. Sie zweifelt als 2. Frau an der Liebe ihres Mannes und hat nur ein schwach ausgebildetes Selbstbewusstsein. Dies führte auch dazu, dass sie vor einigen Jahren eine Kurzschlusshandlung beging, die sich auf die gesamte Familie auswirken könnte.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht der 3 Frauen erzählt, die alle mit ihren Träumen und auch Schwächen zu kämpfen haben. Schaffen sie es gemeinsam ihre Probleme hinter sich zu lassen und glücklich zu werden?

Es war mein 1. Roman von Tracy Rees und so richtig konnte er mich nicht überzeugen. Ich fand ihn häufig etwas langatmig und es "passierte" mir zuwenig. Erst auf den letzten ca. 100 Seiten kam ein wenig Spannung auf. Das Ende lässt für mich zu viel offen. Vielleicht liegt das auch daran, dass eigentlich historische Romane nicht ganz so mein Fall sind. Irgendwie hatte ich nach dem Klappentext was anderes erwartet.

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