Profilbild von Buecherwesen

Buecherwesen

Lesejury Star
offline

Buecherwesen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buecherwesen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2018

Spannend, krank und voller Täuschungen war „Der Insasse“ und auch die Insassen selbst. Endlich mal wieder ein Fitzek der begeistert.

Der Insasse
0

Inhalt:

Till Berkhoff ist ein impulsiver Feuerwehrmann. Vor einem Jahr wurde sein sechsjähriger Sohn Max entführt und niemand weiß, was mit ihm passiert ist.

Um zu erfahren wo sein Sohn ist, lässt er ...

Inhalt:

Till Berkhoff ist ein impulsiver Feuerwehrmann. Vor einem Jahr wurde sein sechsjähriger Sohn Max entführt und niemand weiß, was mit ihm passiert ist.

Um zu erfahren wo sein Sohn ist, lässt er sich mit der Hilfe seines Schwagers, der Polizist ist, in die Psychiatrie einweisen, in der der mutmaßliche Täter untergebracht ist. Angeblich soll der Täter alle Taten in einem Tagebuch festhalten und das möchte Till unbedingt lesen. Wenn sein Sohn tot ist, will er ihn wenigstens begraben.

Meine Meinung:

Endlich mal wieder ein Psychothriller nach meinem Geschmack.

Schon die ersten Seiten versprachen Spannung und Sebastian Fitzek hat uns einen Mord miterleben lassen. Nicht ausführlich, aber die Bilder im Kopf reichten dafür allemal.

Es laufen mehrere Geschichten gleichzeitig, bzw. gibt es neben Tills Geschichte noch die von Patrick Winter, der seinen Sohn verloren hat und jetzt voller Zorn ist und nur noch einen Ausweg sieht. Seine Geschichte wirkt erst mal etwas undurchsichtig, aber das was er tut, wirkt wie eine Geißelung, ohne Rücksicht auf Verluste…

Tills Geschichte ist der Hauptstrang. Ein Vater, der sich selbst dafür verantwortlich macht, dass sein Sohn verschwunden ist und dessen Ehe daran zerbricht. Ein Vater, der in seinem Leben keinen Sinn mehr sieht und dem Täter begegnen möchte um die ganze Wahrheit zu erfahren und seinen Sohn wiederzubekommen. Ich finde ihn sehr mutig und kann seine Beweggründe verstehen und trotzdem gab es brutale Szenen, die er provoziert hat, die auch tödlich hätten enden können und dann wäre er gestorben ohne die Wahrheit zu erfahren.

Der Täter ist ein kranker Typ. Seine Neigungen und Triebe waren wirklich krank und die Vorstellung, dass er sehr attraktiv war und dazu noch ein Meister der Täuschung, machten ihn erst so wirklich gefährlich, denn er hat am Anfang eine Rolle gespielt und die sehr gut.

Am meisten aber hat mich das Ende überrascht, denn hier war Sebastian Fitzek der Meister der Täuschung. Ich hätte niemals mit so einer Wendung gerechnet und dabei habe ich mir vorher wirklich viele Enden ausgemalt.

Witzig war dann auch noch die Danksagung. Alle, die normalerweise nach der Geschichte das Buch zuklappen, sollten zumindest einmal rein lesen.

Fazit:

Spannend, krank und voller Täuschungen war „Der Insasse“ und auch die Insassen selbst. Endlich mal wieder ein Fitzek der begeistert.

Veröffentlicht am 22.11.2018

Spannend, aber einige Seiten weniger hätten es auch getan

Die Suche
0

Inhalt:

Im November 2013 verschwindet die vierzehnjährige Hannah auf dem Rückweg vom Geburtstag ihrer Großmutter.

Fast vier Jahre später wird die ebenfalls vierzehnjährige Amelie entführt und fast zeitgleich ...

Inhalt:

Im November 2013 verschwindet die vierzehnjährige Hannah auf dem Rückweg vom Geburtstag ihrer Großmutter.

Fast vier Jahre später wird die ebenfalls vierzehnjährige Amelie entführt und fast zeitgleich findet man die Leiche, der im Jahr zuvor verschwundene Saskia in den Hochmooren Nordenglands. Die Polizei der Gegend tappt im Dunkeln und Kate Linville von Scotland Yard muss sich zurückhalten, denn sie ist nur zufällig in das Geschehen gerutscht und darf sich nicht in die Ermittlungen einmischen, denn das hat sie vor Jahren schon einmal gemacht und schon da war Chief Inspector Caleb Hale sauer auf sie.

Meine Meinung:

Obwohl ich nicht alle Bücher der Autorin kenne, war Charlotte Link mein Start in die Kriminalromane. Immer schon habe ich ihre ineinander verwobenen Geschichten geliebt. Handlungen, die aus mehreren Ecken in der Mitte zusammentreffen und meist erst da richtig Sinn ergeben. Mit “Die Suche” habe ich mir ihr aktuelles Buch vorgenommen und war erst einmal entsetzt, wie dick es ist. Das Thema kann eine Mutter, oder Eltern generell, sehr mitnehmen und doch konnte ich Abstand halten. Vielleicht liegt es daran, dass meine Kinder noch weit von diesem Alter entfernt sind, vielleicht gab es aber auch zu wenig Gefühle, denn nur Amelies Mutter platzte mit ihren Gefühlen heraus und wirkte eher wie eine Dramaqueen, als eine trauernde Mutter.

Immer wieder hatte ich die Eltern der vermissten Amelie vor meinen Augen. Sie wissen nicht, wo ihre Tochter steckt und die Polizei glaubt erst einmal eine ganze Weile, dass sie abgehauen ist. Bis die Leiche einer Gleichaltrigen auftaucht und die Polizei einen Serientäter vermutet.

Kate Linville, die eigentlich nur in der Gegend ist um ihr Elternhaus zu verkaufen, fragt sich schnell, ob auch Hannah in die Fänge des Serienmörders geraten ist und vielleicht sogar sein erstes Opfer war. Sie scheint die Einzige zu sein, die Ähnlichkeiten zu dem Fall von vor vier Jahren sieht. Weil sie als Sergeant nicht angefordert wurde, darf sie sich nicht einmischen, ermittelt aber auf eigene Faust und bringt sich selbst in Gefahr. Auch wenn sie wie eine verbitterte Jungfer geschildert wurde, mochte ich sie sehr. Sie war kein starker Charakter, weder von ihrem Wesen her, noch von ihrem Auftreten im Buch. Es war als wäre sie die ewig anwesende Randfigur und doch habe ich ihr eine Mischung aus Mitleid und Interesse entgegenbringen können.

Meiner Meinung nach steckten aber zu viele verschiedene Personen in der Geschichte, zu viele Geschichten, selbst für Charlotte Link ungewohnt. Es hätten locker 200 Seiten weniger sein können und dafür die ein, oder andere Problemfamilie nicht erwähnt. Vom Katzenmann zur Kindesvernachlässigung und sogar Misshandlung, von Eltern, die diesen Titel nicht verdient haben, von Pubertierenden und Traurigen – es war alles dabei und zwar zu viel.

Fazit:

Ein spannender Kriminalroman von Charlotte Link, dem etliche Seiten weniger wahrscheinlich noch besser getan hätten. Trotz allem waren die Ermittlungen von Caleb Hale und die geheimen Erkundungen von Kate Linville ziemlich interessant.

Veröffentlicht am 22.11.2018

Total niedlich!

Einhorn-Paradies (Bd. 3): Das Fest der Wünsche
0

Inhalt:

Jedes Jahr freuen sich alle Bewohner des Einhorn-Paradieses auf das Fest der Wünsche. Dort steht nämlich ein magischer Baum, bei dem sich einmal im Jahr etwas gewünscht werden darf. Während die ...

Inhalt:

Jedes Jahr freuen sich alle Bewohner des Einhorn-Paradieses auf das Fest der Wünsche. Dort steht nämlich ein magischer Baum, bei dem sich einmal im Jahr etwas gewünscht werden darf. Während die Vorbereitungen für das Fest auf Hochtouren laufen, gibt es eine Person, die alles sabotiert. Ob das Fest der Wünsche stattfinden kann?

Meine Meinung:

Unsere Große mag Prinzessin Lillifee, aber noch lieber mag sie die Einhörner. “Das Fest der Wünsche” ist nun schon unser drittes Buch dieser Reihe und wir lieben es. Die Illustrationen von Julia Gerigk sind bezaubernd. Nicht nur die Zeichnungen, sondern auch die Farbwahl machen gute Laune. Das glitzernde Cover ist natürlich das Highlight.

Schon im letzten Teil wirkte Vanilla sehr unzufrieden, denn sie war ein wenig neidisch, dass Blue und Rosie Freunde haben. In diesem Teil läuft ihr eine alte Bekannte über den Weg. Das Hopsermädchen Pünktchen möchte unbedingt mit Vanilla befreundet sein und Vanilla zeigt ihr die Insel. Alle stecken in den Vorbereitungen für das besondere Fest und sind wahnsinnig aufgeregt.

Doch auch in diesem Teil merkt man schnell, dass schlechte Stimmung aufkommt, wenn man nicht über Probleme und Sorgen spricht. Egal, ob es die Einhörner selbst sind, oder Wesen, die sich benachteiligt fühlen. Als der Vulkan dunkle Blasen spuckt, bekommen alle Angst, doch am Ende zählt nur die Freundschaft.

Fazit:

Total niedlich! Wer süße Freundschaften mit ein paar Streitereien nicht leiden kann, der ist hier verkehrt, denn im Einhornparadies ist fast alles zuckersüß. Was für ein Lesespaß!

Veröffentlicht am 22.11.2018

Eine außergewöhnliche Familiengeschichte, bei der man überwiegend miterlebt, wie die schwache Protagonistin ihr Leben selbst in die Hand nimmt.

Das Weihnachtswunder
0

Inhalt:

In der Werbeagentur WUNDER ist Kathi als Sekretärin die Frau für alles. Sie organisiert, darf Kaffee und Tee kochen und den Dreck vom Boden wischen, den der Praktikant dort verteilt. Nebenbei ...

Inhalt:

In der Werbeagentur WUNDER ist Kathi als Sekretärin die Frau für alles. Sie organisiert, darf Kaffee und Tee kochen und den Dreck vom Boden wischen, den der Praktikant dort verteilt. Nebenbei entwickelt sie tolle Werbekampagnen, die ihre Vorgesetzte Sybille für ihre eigenen ausgibt.

In der Agentur trifft sie auf den Fotografen Jonas, der ihr sehr gefällt. Doch Kathi ist realistisch, denn ein so gutaussehender Mann wie er, kann mit einem Moppel wie ihr nichts anfangen.

Meine Meinung:

“Der Weihnachtswald”, das letzte Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe, hat mir sehr gut gefallen. Es war märchenhaft. “Das Weihnachtswunder” dagegen ist auch eine Familiengeschichte, wirkte aber oftmals lustig. Kathi, die Hauptprota, hatte einen Spleen, bei dem ich mich gleich wiedererkannt habe. Im Gegensatz zu mir, hat sie sich von ihrem Umfeld aber alles Mögliche gefallen lassen. Ihre Mutter piesackte sie wegen ihrer Figur, ihre Mitarbeiter und Vorgesetzten nutzen sie aus und dann bekommt sie auch noch einen hartnäckigen Schutzengel, der ihr helfen will, aber keine konkrete Hilfe gibt.

Man merkt, dass Kathi alles zu viel wird und trotzdem lässt sie alles geschehen. Sie wehrt sich nicht. Im Gegenteil, denn sie sucht die Fehler immer wieder bei sich und zieht sich runter.

Mir hat die Rolle vom Schutzengel Angelo sehr gut gefallen, denn schnell wird klar, dass er nicht ohne Grund bei Kathi ist. Immer wieder liest man Szenen aus seinem eigenen Leben, denn Angelo ist sehr jung gestorben.

Neben Kathis Geschichte lernt man noch ihre Mutter Erika und Tante Lotte kennen, die gerade unterwegs sind, weil sie auf Kreuzfahrt gehen wollen. Obwohl mir Erika durch ihre harte Art immer sehr unsympathisch war, habe ich als Leserin hinterher erfahren, dass dies einen Grund hat.

Nicht nur Angelo war ein toller Charakter, sondern auch Jonas. Er wirkt offen und herzlich, hat eine ehrliche und angenehme Art und es scheint, als wäre er immer gut gelaunt.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, obwohl ich sehr kritisch bin, wenn Charaktere so schwach sind, wie Kathi. Umgehauen hat mich aber einzig und allein Jonas.

Fazit:
Eine außergewöhnliche Familiengeschichte, bei der man überwiegend miterlebt, wie die schwache Protagonistin ihr Leben selbst in die Hand nimmt.

Veröffentlicht am 22.11.2018

Mit diesem Band geht wieder ein Meisterwerk von Kai Meyer zu Ende

Der Pakt der Bücher
0

Inhalt:

In Londons Straße der Buchhändler, dem Cecil Court, gibt es in den Läden Labyrinthe aus Regalen, voller Geschichten und vergilbtem Papier. Mercy Amberdale führt hier zusammen mit Philander und ...

Inhalt:

In Londons Straße der Buchhändler, dem Cecil Court, gibt es in den Läden Labyrinthe aus Regalen, voller Geschichten und vergilbtem Papier. Mercy Amberdale führt hier zusammen mit Philander und Tempest, das Antiquariat ihres Stiefvaters und ist der Bibliomantik mächtig.

Als man sie dazu zwingt, das letzte Kapitel des verschollenen Flaschenpostbuches an Mister Sedgwick weiterzugeben, ahnt sie nicht, dass dadurch das Reich der Bibliomantik aus den Fugen gerät. Wer alle Kapitel des Flaschenpostbuches vereint, hat angeblich die Macht, die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit einzureißen und wenn Mercy das nicht aufhält, droht ihrer Welt der Untergang und die Invasion der Antagonisten.

Meine Meinung:

Der Pakt der Bücher, aus der Feder von Kai Meyer, ist leider der letzte Band im Universum der Seiten der Welt, wobei ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass es weitere Bücher aus dieser Welt, geben wird.

Endlich zu erfahren, wie es mit Mercy, Philander und Tempest, weitergeht, ist dieses Jahr eines meiner Highlights geworden. Im Vorgänger ist ja einiges passiert und daher war die Vorfreude recht groß. Ich finde Die Spur der Bücher schon recht rasant, aber Der Pakt der Bücher hat es nochmal um einiges getoppt.

Was ich sehr interessant finde an diesem Buch, ist das Flaschenpostbuch und was man damit bewirken kann, denn es erklärt mir dadurch einen Umstand in den Bänden von Der Seiten der Welt – Trilogie. Eine Frage die mir bisher nie wirklich beantwortet wurde, findet dadurch endlich sein Ende.

Im Pakt der Bücher überschlagen sich die Dinge, ohne den Leser dabei zu erschlagen, daher fiebert man von Seite zu Seite mit und ehe man sich versieht, ist das Ende nah. Welches mich etwas überrascht hat, aber auch irgendwie noch das eine oder andere offengelassen hat. Vielleicht sogar absichtlich vom Autor? Er scheint sich in dieser Welt sehr wohl zu fühlen! Was ich sehr gut nachvollziehen kann, denn mir geht es genauso.

Mein Fazit:

Mit diesem Band geht wieder ein Meisterwerk von Kai Meyer zu Ende, das mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat!