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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2026

Gute Unterhaltung mit Schwächen

Der Nachbar
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Ich habe schon lange kein Buch mehr von Sebastian Fitzek gelesen, fand diese jedoch immer gut, daher habe ich mit "Der Nachbar" mal wieder einen Versuch gestartet. Und tatsächlich ist dieses Buch ein echter ...

Ich habe schon lange kein Buch mehr von Sebastian Fitzek gelesen, fand diese jedoch immer gut, daher habe ich mit "Der Nachbar" mal wieder einen Versuch gestartet. Und tatsächlich ist dieses Buch ein echter Pageturner. Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig zu lesen, der Autor schafft es die Szenerie lebendig wirken zu lassen. Dabei bleiben die Charaktere jedoch etwas blass, ich habe mich immer wieder gefragt, ob Protagonistin Sarah eine unzuverlässige Erzählerin ist, weil ich sie nicht so gut greifen konnte. Alle weiteren Charaktere blieben ganz klar Randfiguren, aber auch Sarah war eher blass gezeichnet. Die Stimmung hat Fitzek umso besser konstruiert, schon schnell wird klar, dass es eine Bedrohung gibt, die bis zuletzt nicht gut verortet werden kann. Dabei werden verschiedene Fährten gelegt, bis diese dann schlussendlich aufgelöst werden. Das Ende des Buches hat mich jedoch mit vielen offenen Fragen und etwas unbefriedigt zurück gelassen, denn für mich ist vieles unplausibel und nicht gut erklärbar.
Insgesamt hat mich dieses Buch gut unterhalten, es hat jedoch auch seine Defizite, insbesondere in der Charakterzeichnung und der Plausibilität innerhalb der Story. Die Grundidee und die gezeichnete Stimmung haben mich jedoch abholen können.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Lazarus erwacht

Dragons in Secret - Lazarus erwacht
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Ich mag Urban-Fantasy. Ich mag Geschichten um Drachen. Ich mochte den ersten Teil dieser Reihe richtig gern. Daher war klar, dass ich diesen zweiten Band ebenfalls lesen muss und dieser steht dem Auftakt ...

Ich mag Urban-Fantasy. Ich mag Geschichten um Drachen. Ich mochte den ersten Teil dieser Reihe richtig gern. Daher war klar, dass ich diesen zweiten Band ebenfalls lesen muss und dieser steht dem Auftakt der Reihe in nichts nach. Um die Handlung gut verstehen zu können, ist es empfehlenswert, dass der erste Teil vorab gelesen oder gehört wurde.
Schreibstil und Sprache des Autors lasen sich angenehm und flüssig, die Sprache passte zum Setting und den Charakteren. Die Handlung als solche war für mich zu keinem Zeitpunkt langatmig oder zu vorhersehbar, ich wollte immer wissen, wie es weiter geht - ein echter Pageturner, vor allem in der zweiten Hälfte des Buches. Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven und auch auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Dadurch bekommt das Buch eine angenehme Vielschichtigkeit und ich als lesende Person mehr Informationen, als die Charaktere im Buch haben. Die bereits bekannten Charaktere bleiben sympathisch und entiwckeln sich angemessen, es kommen jedoch auch neue Charaktere hinzu, die ebenfalls viel Potenzial haben. Absichten und Hintergründe sind noch nicht bei allen Durchschaubar. Das Kompendium der Orte und Personen am Ende des Buches ist eine gute und sinnvolle Ergänzung, um nicht durcheinander zu kommen!
Das World-Building finde ich einfach nur klasse. In diesem Buch erhält man noch viel mehr Informationen als im ersten Band, die Komplexität steigt also an. Die Kurzgeschichte zum Ende des Buches, die zeitlich vor dem ersten Band der Reihe spielt, ist auch ein tolles Extra! Eine Welt zum Eintauchen und Verlieren - da kann man sich nur auf den Folgeband freuen. Zumal der deftige Cliffhanger zum Ende des Buches die Wartezeit kaum aushaltbar macht...

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Veröffentlicht am 29.12.2025

The Things Gods Break

The Things Gods Break – Schattenverführt
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"The Things Gods Break – Schattenverführt" von Abigail Owen ist in der Hörbuchfassung von Franziska Trunte gesprochen. Es handelt sich hier um den zweiten Teil einer Trilogie, der erste Band sollte unbedingt ...

"The Things Gods Break – Schattenverführt" von Abigail Owen ist in der Hörbuchfassung von Franziska Trunte gesprochen. Es handelt sich hier um den zweiten Teil einer Trilogie, der erste Band sollte unbedingt vorab gelesen werden, um der Story gut folgen zu können. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Auch in erhöhter Geschwindigkeit hat mir Truntes Stimme hervorragend gefallen und die Sprecherin hat es geschafft eine ganz eigene Spannung in die Handlung zu übertragen. Toll ist auch, dass die Kapitel aus Hades' Sichtweise von einem männlichen Kollegen (Tim Gössler) eingesprochen wurden, somit ist eine Trennung der Perspektiven noch besser möglich!
Nachdem ich den ersten Band der Serie absolut gern gehört habe und in diesem Kontext zu einem Hades-Fangirl gewachsen bin, war ich umso gespannter auf den kommenden Band. Dieser war nicht so, wie ich es erwartet habe, aber dennoch gut und ich habe ihn sehr gern gehört.
Die Handlung schließt sich nahtlos an das Ende des ersten Bandes an, trotz der längeren Zeit zwischen den beiden Büchern bin ich zügig zurück in die Handlung gekommen. Die neuen Herausforderungen für Lyra scheinen etwas weniger tötlich, aber nicht minder gewfährlich. Der Twist mit der Zeit hat mir irchtig gut gefallen, allersings musste ich beim Lesen gut aufpassen, um nicht durcheinander zu geraten.
Sprache und Schreibstil, in Übersetzung durch Julia Schwenk haben mir gut gefallen. Auch die weitere Charakterentwicklung ist gelungen. Kurzum: eine mehr als gelungene Fortsetzung des ersten Bandes mit einem für mich vollkommen unerwartetetn Cliffhanger, der mich nun ungeduldig auf den dritten Band warten lässt!

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Veröffentlicht am 15.12.2025

To Cage a Bird

To Cage a Wild Bird
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Ich habe schon lang keine Dystopie mehr gelesen, daher habe ich mich schon sehr auf die Welt von "To Cage a Wild Bird" gefreut. Das Setting ist auch durchaus düster, Dividium eine in sich geschlossene ...

Ich habe schon lang keine Dystopie mehr gelesen, daher habe ich mich schon sehr auf die Welt von "To Cage a Wild Bird" gefreut. Das Setting ist auch durchaus düster, Dividium eine in sich geschlossene Gemeinschaft, die auf klare Unterschiede zwischen den einzelnen Bereichen setzt und damit von dem grundlegenden World-Building etwas an "Die Tribute von Panem" erinnert. Tatsächlich hätte ich persönlich mir etwas mehr Informationen zur Welt, der Entstehung und den Strukturen gewünscht, Autorin Brooke Fast gibt aber insgesamt genug Informationen, so dass Dividium eine ausreichend strukturierte dystopische Welt ist. Das Gefängnis Endlock ist wirklich ein grausiger Ort, wenngleich mir einige Strukturen vor Ort zu gut ins Bild gepasst haben und für die Komplexität der Handlung zu platt waren.
Hauptcharakter Raven ist mir sympathisch, auch die Charakterentwicklung im Verlauf der Handlung gefällt mir gut. Auch hier gab es einen kleinen Holperer in der Charakterdarstellung, der mich inhaltlich nicht überzeugen konnte, aber für den Spannungsaufbau nützlich war. Vale war ein ebenso spannender Protagonist, die Anziehung zwischen ihm und Raven hat mir gefallen, die Spice-Szenen haben im Großen und Ganzen auch gut in die Story gepasst. Auch bei Vale gab es für mich kleinere Umgereimtheiten in der Charakterdarstellung, die das Gesamterlebnis aber nicht unbedingt schmälern.
Für mich ist "To Cage a Bord" ein gelungenes Debut, das mich trotz kleinerer Schwächen im Storytelling (unelegante, etwas platte Lösungen für Herausforderungen) sehr gut unterhalten hat. Vor allem auch der angenehme Schreibstil und die genutzte Sprache, in Übersetzung durch Bettina Ain haben zu einem guten LEse-Erlebnis beigetragen.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Das dreizehnte Kind

Das Dreizehnte Kind
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"Das Dreizehnte Kind. - Wenn der Tod ruft, muss sie gehorchen" von Erin. A. Craig ist in der Hörbuchfassung von Rebecca Veil gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei ...

"Das Dreizehnte Kind. - Wenn der Tod ruft, muss sie gehorchen" von Erin. A. Craig ist in der Hörbuchfassung von Rebecca Veil gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, bei höherer Geschwindigkeit hat mir die Stimmfarbe immer noch gut gefallen, Betonungen kamen gut heraus und das Buch lies sich insgesamt gut hören.
„Das Dreizehnte Kind“ ist eine märchenhaft anmutende Fantasy mit einer interessanten Grundstory: dreizehnte Kinder einer Familie sind gesegnet, im Fall von Protagonistin Hazel vom Tod höchstpersönlich. Diese Segnung durch die Götter finde ich sehr spannend und hat mich vor allem zur grundsätzlichen Frage verleitet, warum nicht viel mehr Familien dreizehn Kinder in die Welt setzen - das wird im Buch aber nicht weiter thematisiert. Es gibt weitere dreizehnte Kinder, wie viele insgesamt bleibt jedoch unklar.
Hazel ist eine sympathische Protagonistin, auch wenn ihr mitunter eine gewiwsse Weitsicht fehlt - was ich im Anbetracht ihres Alters aber auch angemessen finde. Im Verlauf der Story fand ich ihre Charakterentwicklung teils etwas schwach, hier hätte ich mir mehr Entwicklung und weniger bloßes Reagieren auf äußere Umstände gewünscht - das gabe es auch in Ansätzen, für mich aber zu wenig. Auch die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen ihr und Prinz Leo blieb für mich substanzlos, denn außer ein paar wenigen Gesprächen wird nicht viel mehr Interaktion zwischen den beiden beschrieben. Da finde ich die Gefühlslage nicht nachvollziehbar. Ein viel interessanterer Charakter war für mich Merrick, der Gott des Todes. Er wirkt so freundlich, unsicher und charmant (trotz seiner gelegentlichen Wutanfälle), dass ich einiges mehr über ihn hätte erfahren wollen. Als Hazels Pate hätte er von mir aus gern eine größere Rolle einnehmen können.
Die Handlung als solche fand ich gelungen, der Spannungsbogen war gut aufgebaut und Wendungen nicht zu vorhersehbar. Auch wenn einige Fragen nach Ende des Buches offen blieben, bin ich mit der grundlegenden Story zufrieden und habe die Geschichte gern verfolgt.
Somit ist „Das Dreizehnte Kind“ eine solide fantastische und märchenhafte Story, die einige Schwächen in der Charakterdarstellung hat, jedoch insgesamt unterhaltsam und leicht zu lesen ist.

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