Tödlicher Wettbewerb
The Crane and the NightjarZara sitzt unschuldig im Gefängnis und soll hingerichtet werden. Der König bietet ihr jedoch eine Chance auf Freiheit – wenn sie an einem tödlichen Wettbewerb teilnimmt. Um zu überleben, muss sie sich ...
Zara sitzt unschuldig im Gefängnis und soll hingerichtet werden. Der König bietet ihr jedoch eine Chance auf Freiheit – wenn sie an einem tödlichen Wettbewerb teilnimmt. Um zu überleben, muss sie sich mit ihre, gefährlichen und geheimnisvollen Mithäftling Crane verbünden. Doch Vertrauen ist riskant, denn in diesem Spiel gibt es keine Sieger. Höchstens Überlebende.
Von Beginn an war der Schreibstil des Buches sehr atmosphärisch. Man hat die Umgebung wahrgenommen, als wäre man selber vor Ort. Der Schreibstil war zudem eine Mischung aus sehr nüchtern und sehr emotional. Wenn es zu emotionalen Szenen kam, hat man meistens mit den Protagonisten mitgefühlt. Die Charaktere haben mir generell auch sehr gut gefallen. Zu allen Haupt- und Nebencharakteren hatte man sofort eine Meinung auf Grundlage ihres Verhalten. Diese Meinung hat sich im Laufe des Buches allerdings oft geändert. Diese Wandelbarkeit und Vielschichtigkeit hat die Charaktere fast schon zum Leben erweckt. Die Kapitellänge war in den meisten Fällen auch immer sehr angenehm zu lesen. Zwischen den Kapiteln gab es hin und wieder auch Erklärungen zur Welt oder zum Magiesystem, was das ganze nochmal verständlicher gemacht und gut veranschaulicht hat. Die meisten Kapitel waren nur aus Perspektive der zwei Protagonisten Crane und Zara geschrieben, allerdings gab es auch manchmal kurze Kapitel aus Sicht einer Nebenfigur. Dadurch wurde die Geschichte deutlich abwechslungsreicher und vielschichtiger. Was mir allerdings sehr häufig aufgefallen ist, waren Fehler im Ablauf der Geschichte. Mal war das Kleid schwarz, mal grün. Mal war die Person tot, im nächsten Moment stand sie wieder daneben. Mal sind sie in den Waschraum gegegangen, dann waren sie doch im Schlafzimmer. Das waren jetzt nur ein paar Beispiele. Leider haben diese Fehler den Lesefluß ein bisschen gestört. Ein weiterer Kritikpunkt ist das Ende. Ja, es war ein krasser Plottwist, aber irgendwie war die Erklärung nicht sinnvoll. Anhand der gelieferten „Hinweise“, die angeblich in der ganzen Geschichte verteilt waren, war der Plottwist null herleitbar und hätte jeden betreffen können. Ich war natürlich trotzdem sehr überrascht, aber diese Zufälligkeit war schade. Alles in allem hat mir das Buch trotzdem sehr gut gefallen und ich bin gespannt auf den zweiten Band.