London, 1898
Die Queen von MayfairDie junge Quinn Le Blanc begeistert die Londoner High Society mit ihrer Schönheit, ihrem Charme und ihrem Witz. Doch hinter ihrer perfekten Fassade verbirgt sich die berüchtigte „Queen von Mayfair“. Ihr ...
Die junge Quinn Le Blanc begeistert die Londoner High Society mit ihrer Schönheit, ihrem Charme und ihrem Witz. Doch hinter ihrer perfekten Fassade verbirgt sich die berüchtigte „Queen von Mayfair“. Ihr Ziel ist es, den reichen Duke of Kendal für sich zu gewinnen. Dafür bleiben ihr nur fünf Tage, und schon bald wird klar, dass sie nicht die Einzige ist, die mit Geheimnissen und falschen Karten spielt. Eine Geschichte voller Glamour, Intrigen und riskanter Pläne im viktorianischen London.
Der Anfang ist sehr langweilig. Man muss sich an den komplizierten Schreibstil erstmal gewöhnen. Dazu passiert in der ersten Hälfte auch gefühlt nichts und das, was passiert ist nicht besonders spannend und zieht sich sehr in die Länge. Erst ab der zweiten Hälfte wird es besser. Ab da hat man ein bisschen das Gefühl, dass man in einem Triller aus dem viktorianischen London gelandet ist. Die Abläufe sind schneller, es gibt mehr Perspektiven und insgesamt baut die Handlung deutlich an Spannung auf. Die Kapitel werden auch deutlich kürzer und man hat bald nicht mehr mehr als zehn Seiten pro Kapitel und Person, was in der ersten Hälfte noch deutlich anders war. Dort gab es oft extrem lange Kapitel, durch die man sich geradezu durchkämpfen musste. Allerdings hat sich das Durchhalten gelohnt. Denn die Idee von einer Reichen Gesellschaft mitten in London, wo nichts so ist, wie es scheint klingt erstmal super und wurde später dann auch gut umgesetzt. Mit einigen Plottwist habe ich in der vorhandenen Form gar nicht gerechnet. Selbst als man alle Hinweise schon hatte, hatte ich noch eine andere Handlung im Kopf. Die Auflösung war wirklich nicht vorhersehbar, aber trotzdem logisch definitiv nachvollziehbar. Viele der Charaktere habe ich zudem sehr ins Herz geschlossen und in ihrem Handeln unterstützt. Von schüchternen Dukes, über mutige Schwestern bis hin zu Personen, die vorgeben jemand ganz anderes zu sein, war alles mit dabei. Auch wenn ich mit der Geschichte so meine Anfangsschwierigkeiten hatte, habe ich die Geschichte über Intrigen in der High Society Londons letzendlich doch genossen.