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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Zwischen Anspruch und Gefühl

Der Vertraute
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Nachdem ich bisher alle Bücher von Leigh Bardugo geliebt habe, freute ich mich unheimlich auf ihr neuestes Werk. Doch bald machte sich Ernüchterung breit. Der Einstieg war für mich verwirrend, insbesondere ...

Nachdem ich bisher alle Bücher von Leigh Bardugo geliebt habe, freute ich mich unheimlich auf ihr neuestes Werk. Doch bald machte sich Ernüchterung breit. Der Einstieg war für mich verwirrend, insbesondere da ich den historischen Kontext Spaniens jener Zeit kaum kannte. Zudem erschwerten mir die Vielzahl der Figuren und ihre zahlreichen Namen und Titel das Verfolgen der Handlung. Leider konnte ich auch keinen Zugang zu den Figuren finden. Obwohl sie außergewöhnlich und vielschichtig gezeichnet sind (was ich an Figuren liebe) und mit ihren Charakterzügen das Thema des Buches „Streben nach Macht“ verkörpern, konnten sie mich emotional kaum berühren.

Vielleicht habe ich das Buch einfach zum falschen Zeitpunkt gelesen, denn den flüssigen Schreibstil und die unterschwellig bedrohliche Atmosphäre mochte ich sehr. Allgemein bin ich auch ein großer Fan von Geschichten über Macht, Gier und Intrigen sowie der Verwebung von historischen Details mit magischen Elementen. Auch handelten die Figuren meiner Meinung nach plausibel und boten eine Vielzahl von Überraschungen und auch der rote Faden war erkennbar. Es hätte mein Highlight werden können, doch der Funke wollte einfach nicht überspringen.

Bardugo hat ein Werk geschaffen, das historische Fiktion und Fantasy miteinander verknüpft – eine ungewöhnliche Geschichte über eine Frau, die so stark nach einem besseren Leben strebt, dass sie sich und andere in Gefahr bringt. Eine Leseempfehlung für die, die genau das anspricht.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Starkes Worldbuilding statt Spice: Ein Auftakt mit Seele

Heart of Night and Fire
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Ich bin ehrlich: Ich hatte keine riesigen Erwartungen. Vor allem, weil der Klappentext sehr stark nach Spice, Drama und Bookboyfriend schreit. Und genau deshalb hat mich dieser Auftakt positiv überrascht.

Denn ...

Ich bin ehrlich: Ich hatte keine riesigen Erwartungen. Vor allem, weil der Klappentext sehr stark nach Spice, Drama und Bookboyfriend schreit. Und genau deshalb hat mich dieser Auftakt positiv überrascht.

Denn Band 1 ist viel ruhiger, als man denkt. Die Romance bleibt eher im Hintergrund, es gibt nur wenige romantische Szenen und keinen Spice, der diesen Hype rechtfertigen würde. Für mich war das aber absolut ein Pluspunkt, weil dadurch der Fokus viel stärker auf Atmosphäre, dem Worldbuilding und Zaryas Entwicklung liegt.

Das Setting hat mich besonders begeistert: orientalisch angehaucht, mythologisch inspiriert und voller kultureller Details, die die Welt lebendig machen, ohne aufgesetzt zu wirken. Kleidung, Essen, Bräuche – alles fühlt sich stimmig an und hebt sich angenehm von typischer High Fantasy ab.

Zarya selbst mochte ich grundsätzlich, auch wenn ich ihr Verhalten stellenweise etwas trotzig und naiv fand. Coming-of-Age eben. Trotzdem hat sie etwas, das mich gepackt hat: Sie ist keine übermächtige Auserwählte, sondern kämpft mit begrenzten Fähigkeiten und einem nachvollziehbaren Wunsch nach Freiheit.

Die Nebenfiguren und Dynamiken haben für mich mehr getragen als die Romance. Vikram als Love Interest war interessant, aber der Funke ist bei mir nicht komplett übergesprungen – dafür haben andere Konstellationen umso mehr Potential.

Die Handlung ist langsam, eher ein klassischer Auftaktband mit viel Aufbau, ersten Enthüllungen und ruhigem Tempo. Manche Szenen hätten kürzer sein dürfen, einige Wendungen waren vorhersehbar und bei den vielen Namen war ich manchmal kurz raus. Trotzdem hat mich die Geschichte durchgehend neugierig gehalten.

Heart of Night and Fire ist ein atmosphärischer, ruhiger Einstieg mit starkem Worldbuilding – nicht perfekt, aber mit richtig viel Potential für die nächsten Bände.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Arroganz, Mord und Pilztee: Willkommen im tödlichsten Königreich des Jahres

Seven Deadly Thorns – Ein Herz so schwarz wie Ebenholz
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Willkommen in Aragoa – wo der Adel oben im Schloss residiert und die ärmere Bevölkerung unten Pilztee trinkt, während die Königin munter rationiert. Allein dieses Setting hat mich sofort gepackt. Die düstere ...

Willkommen in Aragoa – wo der Adel oben im Schloss residiert und die ärmere Bevölkerung unten Pilztee trinkt, während die Königin munter rationiert. Allein dieses Setting hat mich sofort gepackt. Die düstere Atmosphäre, die politische Ungleichheit und der tödliche Nebel schaffen eine starke Grundidee.

Viola als Schattenmagierin mochte ich sehr. Sie ist klug, moralisch gefestigt und lässt sich – im Gegensatz zu allen anderen – nicht von Roze, dem Prinzen, einschüchtern. Und Roze? Arrogant, kontrolliert, emotional komplett unterkühlt… aber mit Rissen in der Fassade. Lieben wir!
Die Dynamik zwischen den beiden war definitiv eines meiner Highlights. Diese Wortgefechte? Eine 10/10. Man weiß nie, ob sie sich gleich küssen oder umbringen.

Der Schreibstil von Amber Hamilton ist super flüssig und angenehm zu lesen. Ich bin wirklich gut durch die Geschichte gekommen. Besonders gefallen haben mir die vielen Plot-Twists, die queeren Elemente und dass es sich um einen für mich gut abgeschlossenen Einzelband handelt.

Allerdings hätte ich mir beim Fantasy-Whodunnit rund um den Mord am König einen stärkeren roten Faden gewünscht. Die Auflösung kam etwas abrupt und teilweise wirkte das Pacing unausgeglichen – manche Passagen waren sehr rasant, andere etwas langatmig. Auch das Worldbuilding hatte großes Potenzial, blieb für mich aber stellenweise etwas zu oberflächlich.

Saint Waffles, der Gargoyle, verdient übrigens einen eigenen Fanclub. Danke für diesen kleinen Lichtblick inmitten von Trauma, Gift und königlichem Chaos.

Ein düsteres, twistreiches Fantasy-Abenteuer mit starkem Enemies-to-Lovers-Trope, Märchenelementen à la Schneewittchen und spannender Grundidee – mit kleineren Schwächen in Pacing und Ausarbeitung. Insgesamt eine klare Leseempfehlung für Fans von romantischer Dark Fantasy.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Jahresflop - Wenn ein Buch nur provozieren möchte

Royal Clair Club 1: Her First Hunt
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Eigentlich liebe ich Aylas Geschichten aber diese Story war absolut nicht mein Fall. Nach 200 Seiten habe ich das Buch abgebrochen.

- Keine Charaktertiefe - mir waren die Figuren regelrecht egal
- Keine ...

Eigentlich liebe ich Aylas Geschichten aber diese Story war absolut nicht mein Fall. Nach 200 Seiten habe ich das Buch abgebrochen.

- Keine Charaktertiefe - mir waren die Figuren regelrecht egal
- Keine Handlung - nach 200 Seiten ist noch nichts relevantes passiert
- Keine Fantasy - Man konnte erahnen, dass hier was magisches sein soll, aber nur, wenn man damit rechnete
- keine Tension - Woher die Anziehung der Figuren kommen soll ist mir unerklärlich
- Provokationen auf beigen und brechen - alle 2 Kapitel bekommt entweder etwas reingeschoben oder andere Provokationen werden eingebaut, um schockieren zu können und so im Gedächtnis zu bleiben. Einen Mehrwert hat das Ganze nicht.

Absolut nicht mein Fall.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Perfekt für Fans von storybasierter Romantasy

House of Zodiac - Sternenstaub
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 Jaaa, ich hatte meine Probleme mit dem Einstieg der Geschichte. Ich hatte 3 Versuche benötigt, bis mich die Geschichte in ihren Bann ziehen konnte! Die Idee, Astrologie mit Magie zu verbinden, fand ich ...

 Jaaa, ich hatte meine Probleme mit dem Einstieg der Geschichte. Ich hatte 3 Versuche benötigt, bis mich die Geschichte in ihren Bann ziehen konnte! Die Idee, Astrologie mit Magie zu verbinden, fand ich unglaublich spannend und originell. Besonders cool war, dass Jupiter selbst Astrologie skeptisch gegenübersteht und dadurch alles gemeinsam mit uns Leser*innen hinterfragt.
Das Worldbuilding ist für mich definitiv eines der Highlights: vier Häuser, Sternzeichen als Machtfaktor und individuelle Magie je nach Zeichen – das war super durchdacht und hat richtig Spaß gemacht zu entdecken. Auch die kurzen Kapitel und die zusätzlichen Infos vor jedem Kapitel (Nachrichten, Dokumente etc.) haben den Sog-Effekt total verstärkt.
Jupiter mochte ich als Protagonistin sehr. Sie ist mutig, handelt oft aus dem Herzen und schlägt sich erstaunlich gut in dieser gefährlichen neuen Welt. Die Handlung startet schnell, bleibt nach dem anfänglichen Startschwierigkeiten spannend und es gibt viele Konflikte und Wendungen, die mich am lesen hielten.
Die Romance ist eher Slow Slow Burn und deutet sich in Band eher nur an, was ich hier aber passend fand – die Story hatte genug Power, um auch ohne dauernden Fokus auf Liebe zu überzeugen. Nox ist dabei natürlich ein herrlich geheimnisvoller Charakter, der mich neugierig gemacht hat.
Trotz allem gab es zwischendurch Stellen, die mich nicht komplett gecatcht haben – aber das Ende? Gemein. Fies. Und absolut genial.
Ein spannender Reihenauftakt mit einem richtig starken Magiesystem, tollem Setting und einem Cliffhanger, der weh tut. Ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht!

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