Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert
Daughter of Ruin. GötterblutRebecca Humpert liefert mit „Daughter of Ruin“ eine kraftvolle, emotionale Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert. Freya ist eine facettenreiche Heldin, deren innere Zerreißprobe berührt, ...
Rebecca Humpert liefert mit „Daughter of Ruin“ eine kraftvolle, emotionale Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert. Freya ist eine facettenreiche Heldin, deren innere Zerreißprobe berührt, denn sie kämpft nicht nur gegen äußere Einflüsse, sondern auch mit sich selbst und ihrer Überzeugung. Besonders spannend ist die authentische, langsam wachsende Beziehung zwischen ihr und Fenrir, dem Mann, den sie eigentlich vernichten soll. Insbesondere, da sie zur Abwechlung mal nicht den Fokus der Story einnimmt, sondern dieser sich auf die temporeiche Handlung fokussiert.
Der Schreibstil ist flüssig und zugänglich, hätte für meinen Geschmack aber gelegentlich noch mehr atmosphärische Beschreibungen vertragen können, um die rauen Wikingerwelten lebendiger zu machen. Die Handlung ist temporeich, mit einigen Längen im Mittelteil, und das Ende wirkte etwas abrupt für mich, dennoch bleibt das Buch durchgängig fesselnd. Das Worldbuilding mit nordischer Mythologie mochte ich persönlich sehr gerne, hatte meiner Meinung jedoch noch einiges an ungenutzem Potenzial, vor allem die moderne Elemente und die Inselwelt hätten mehr Tiefe verdient.
Trotz kleiner Schwächen überzeugt „Daughter of Ruin“ durch interessante Charaktere, emotional aufgeladene Konflikte und eine nachdenkliche Botschaft: Wahre Stärke liegt darin zu sich selbst zu stehen.