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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2021

Unfassbar rührend!

All Saints High - Der Rebell
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Luna und Knight sind schon seit Kindertagen beste Freunde. Er beschützt sie vor der großen, bösen Welt und sie zeigt ihm eine völlig neue und wunderschöne. Doch mit der Zeit verändern sich nicht nur die ...

Luna und Knight sind schon seit Kindertagen beste Freunde. Er beschützt sie vor der großen, bösen Welt und sie zeigt ihm eine völlig neue und wunderschöne. Doch mit der Zeit verändern sich nicht nur die Dinge, sondern auch die Menschen. Luna braucht keinen Beschützer mehr und Knight möchte keiner unerreichbaren Liebe mehr hinterhertrauern...

Ich bin immer noch schockiert, wie gut mir Luna und Knight gefallen haben. Für Luna hatte ich zwar schon seit Trents Buch eine kleine Schwäche, doch da mich Deans und Rosies Liebesgeschichte nicht wirklich gepackt hat, tat es Knight auch nicht. In diesem Buch haben sich aber einige meiner Meinungen noch einmal grundlegend verändert. Knight ist nämlich nicht nur jemand der einfach so unter dem Radar durchkommt, sondern zeigt tatsächlich unglaublich viel Charakter. Sein Verhalten gegenüber Luna in ihren jüngeren Jahren ist einfach so süß, dass ich wette, dass er schon mit den ersten Kapiteln die hälfte der Leser auf seine Seite gezogen hat. Bei mir hat es auf jeden Fall geklappt. Was ich aber noch faszinierender fand, ist wie man über die Kapitel hinweg merkt, wie die Zeit ihn verändert und er verschiedene Phasen in seinem Leben durchmacht. Das lässt alles so authentisch wirken und als wäre man tatsächlich eine Begleitung in seinem Leben. Auf Luna habe ich mich schon gefreut und das zurecht! Sie ist eine sehr starke Frau, wobei sich viele von ihrer "schüchtern" wirkenden Hülle verwirren lassen. Deshalb war es umso schöner, dass sie mit ihren Gedanken die Stille brechen konnte, denn diese waren alles andere als schüchtern und still. Ihre Selbstzweifel scheinen immer wieder Oberhand zu gewinnen und trotz all der Liebe, die ihr Umfeld ihr schenkt, scheint es ihr schwer zu fallen, die schlimmen Geschehnisse aus ihrer Kindheit zu verarbeiten. Vor allem, da man ihre Geschichte aus Trents Buch schon kennt, fühlt man sich in diesen Szenen noch verbundener.

Dieses Buch ist die einzige Friends to Lovers Geschichte, die ich in meinem ganzen Leben gelesen und geliebt habe. Normalerweise langweilt mich dieses Genre und ich kann mich meistens nicht wirklich an der Liebesgeschichte erfreuen, doch natürlich hat L. J. Shen sogar hieraus etwas gezaubert, dass mich zutiefst berühren konnte und nicht mehr losgelassen hat. Schon nach den ersten zwei Kapiteln, war mir zum ersten Mal richtig klar, was die Leute meinen mit dem Wort "Seelenverwandte". Man spürt sofort, dass Luna und Knight eine tiefere Verbindung zueinander haben und das diese nicht einmal verschwindet, wenn sie es wollen. Dieser Zusammenhalt schon in jungen Jahren ist so unfassbar süß und gerne hätte ich noch mehr davon gelesen. Wie zuckrig ihre Freundschaft auch war, war ich geschockt von den dunklen Gedanken, die Knight schon als Kind hatte. Es ist wirklich traurig so etwas zu lesen und im Laufe der Geschichte hat diese Traurigkeit nur zu noch mehr Herzschmerz für mich und Knight geführt. Seine Alkoholkrankheit wurde hier auch noch einmal gut thematisiert, was ich für eine einerseits hässliche Sache, die Krankheit an sich, andererseits aber auch für ein schönes Symbol halte, denn anscheinend ist die Alkoholsucht ja vererbbar und somit wirkt es tatsächlich, als wäre Dean sein biologischer Vater. Ich bin überrascht wie sehr er und Rosie mir mit diesem Buch ans Herz gewachsen sind, muss allerdings auch zugeben, dass sie an den ein oder anderen Stellen fast sogar Luna und Knight ein wenig die Show gestohlen haben. Trotz diesem Aspekt, fand ich es trotzdem passend, wie L. J. Shen allen Generationen ein Kapitel gewidmet hat, auch hier kam wieder die Nostalgie hoch.

Dieses Buch konnte wieder einmal mit einem unvergleichlich grandiosen Schreibstil überzeugen. L . J. Shen hat hier mit brutaler und gleichzeitig herzzerreißender Art eine Geschichte erzählt, die jeder lesen sollte.

FAZIT
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen! Es wäre zwar gut die "Sinners of Saints"- Reihe zuerst gelesen zu haben, ist aber kein Muss!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2021

Ein Buch, welches die Vorstellungskraft anregt!

Das Reich der Asche - Realm Breaker 1
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Zu siebt die Welt retten? Genau das haben die Charaktere aus "Das Reich der Asche" vor! Zusammen rekrutieren sie Menschen aus allen möglichen Situationen und bilden eine chaotische und doch familiäre Gruppe, ...

Zu siebt die Welt retten? Genau das haben die Charaktere aus "Das Reich der Asche" vor! Zusammen rekrutieren sie Menschen aus allen möglichen Situationen und bilden eine chaotische und doch familiäre Gruppe, die nichts zu verlieren und alles zu gewinnen hat...

Dieses Buch ist was den Weltenbau und die detaillierten Kampfszenen angeht ein Meisterwerk. Zwar wird man anfangs ein wenig plötzlich in das Geschehen hineingeworfen, doch nach einiger Zeit lernt man Stück für Stück (mit Hilfe einer toll illustrierten Mappe) den Geschehensort kennen und lieben. Victoria Aveyard hat sich auf jeden Fall weiterentwickelt seit der Red Queen Reihe dieses Buch ist nämlich stärker in den Fantasy Bereich verlegt worden und fokussiert sich auf den Plot und die Stimmung, während die Charaktere zwar eine Geschichte bekommen, diese aber durch die Vielzahl von Figuren auch schnell einmal in den Hintergrund rückt. Ich war ein großer Fan ihrer Debütreihe und dementsprechend hatte ich erst einmal hart damit zu kämpfen, dass hier bis auf eine kleine Liebesgeschichte keinerlei Romantik spürbar ist. Für mich gehört es eben dazu, auch wenn es nur eine Nebenrolle spielt. Nach ihrer gefühlvollen Reihe über die Königsbrüder und Mare scheint Victoria das aber nicht mehr so zu sehen, was ich ein wenig schade finde.
Trotzdem muss ich sagen, dass ihre bildliche und detaillierte Beschreibung dieses Buch zu einem wundervollen Film in meinem Kopf gemacht hat und ich nach längerem Lesen in der Welt von Corayne und co versunken bin. Alle die mit einem Buch unserer Welt entkommen wollen und sich auf etwas völlig Neues und Unerwartetes einlassen wollen, sollten "Das Reich der Asche" definitiv lesen. Bis jetzt war aber leider noch nicht allzu viel Handlung erkennen, dieser Teil kann also gut als "Kennenlernen" der Charaktere angesehen werden, denn hauptsächlich ging es darum, wie solch verschiedene Menschen zu einander gefunden haben und den Entschluss gefasst habe, dass sie bereit sind zu handeln und alles dafür geben werden, die Welt zu retten.
Auch wenn das Buch als Kennenlernen angesehen werden kann, habe ich immer noch meine Schwierigkeiten mit den Charakteren, da sie mir einfach nicht zu tiefgründig sind. Es kann gut daran liegen, dass die Erwartungen an Fantasy eben über die Jahre gewachsen sind und viele All in One Autoren eben hohe Messlatten legen, doch diese Figuren scheinen mir immer noch nicht ans Herz gewachsen zu sein und das erwarte ich nach 600 Seiten eigentlich schon. Und vor allem von Victoria Aveyard, da ich selbst nach einigen Jahren immer noch für ihre Charaktere aus "Die rote Königin" schwärme.
Der Schreibstil ist dennoch unverwechselbar gut und zeigt, warum man sich eben auch mal durch 600 Seiten "quält" für Victoria. Mit einem sarkastischen, trockenen Humor macht sie nämlich die sonst SEHR genauen und teilweise auch etwas langweiligen Landschafts- und Handlungsbeschreibungen wieder wett und kreiert eine angenehme familiäre Stimmung, von denen Charaktere, wie auch Handlung profititieren.

Fazit: Trotz einem atemberaubenden Weltbau und einer bildlichen Veranschaulichung, wie sie sonst kaum zu lesen ist, war es nicht wirklich mein Geschmack, was in "Das Reich der Asche" vorging. Ich denke, dass inzwischen die Erwartungen an Fantasy einfach um einiges gestiegen sind und ein krasser Plottwist einfach nicht mehr genügt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.07.2021

Ein ernstes Thema verpackt in einer netten Liebesgeschichte

Everything I Ever Needed
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INHALT

Ava will nach einer schmerzvollen Vergangenheit nach vorne schauen und ihre Zeit am College mit ihrem Freund Nathan genießen. Die Dinge laufen dann aber doch nicht wie geplant und sie kann die ...

INHALT

Ava will nach einer schmerzvollen Vergangenheit nach vorne schauen und ihre Zeit am College mit ihrem Freund Nathan genießen. Die Dinge laufen dann aber doch nicht wie geplant und sie kann die Anziehungskraft zwischen ihr und dem verschlossenen Dexter nicht mehr leugnen...

CHARAKTERE

Ehrlich gesagt wurden die Protagonisten nach einer Weile etwas anstrengend. Es scheint als würden immer wieder die gleichen Probleme aufkommen und keinerlei Verbesserung ist in Sicht. Ava ist für mich viel zu abhängig von anderen Personen und alleinig der Fakt, dass sie nur wegen ihrem Freund dieses College gewählt hat, hat mich von vorneherein nicht wirklich überzeugt. Nach so einer schweren Vergangenheit, hätte ich etwas mehr charakterliche Stärke erwartet, auch wenn mir klar ist, dass Nathan in dieser Zeit für sie da war und eine wichtige Bezugsperson darstellte. Was das angeht waren mir ihre zwei Dads aber um einiges lieber. Die Beiden haben in jeder Szenen die Stimmung verbessert und dennoch viel Verantwortung gezeigt. Wirkliche Mustereltern im Vergleich was man sonst so von diesem Genre gewohnt ist.
Dexter war ebenfalls etwas schwierig. Er wirkt oft wie der typische Badboy mit einer harten Vergangenheit und hat mir diesbezüglich nicht genug Tiefe geboten. Das hatte ich mir von seiner Sichtweise eigentlich erwartet. Auch hier gab es aber eher die immer wiederkehrenden Gedankenschleifen, die schon bald langweilten. Dennoch hat die Chemie zwischen den Beiden aber gestimmt und ihre gemeinsamen Momente, in denen sie einmal nicht stritten, konnten mich zu einem Fan von ihnen machen.
Schön fand ich auch den Bezug zu den Charakteren aus dem ersten Band, ich bin definitiv neugierig geworden und werde nun bestimmt auch Jamies und Carters Liebesgeschichte lesen.
Nebencharaktere wie Simon trugen außerdem zu viel Spaß bei und nur zu gerne würde ich nun auch seine Geschichte lesen, wer weiß vielleicht erwartet uns hier ja noch etwas tolles ;).

HANDLUNG

Was die Handlung im romantischen Sinne angeht, konnte mich "Everything I´ve ever needed" leider nicht ganz überzeugen. Immer wieder kamen das ständige Hin und Her und die gleichen sinnlosen Probleme auf. Ernst wurde es erst, als das Thema Organspende aufkam. Hier fing es für mich an interessant zu werden. Eine so selten behandelte Thematik in einem YA Buch zu finden, fand ich sehr erfrischend. Zudem war es meiner Meinung nach Klasse ausgearbeitet. Man konnte die Charaktere und deren Meinung dazu gut nachvollziehen und auch noch etwas darüber lernen. Dieses Buch macht auf die Organspende aufmerksam und bringt dabei auch die verschiedenen Sichtweisen dem Leser näher. Kim Nina Ocker hat einen brillanten Job gemacht was dieses Thema angeht und ich bin mir sicher, wenn auch nur eine Person sich nun mehr mit der Organspende auseinandergesetzt hat, hat dieses Buch schon unfassbar viel erreicht und vielleicht sogar ein Leben gerettet. Danke für den Mut !

SCHREIBSTIL

Mit dem Schreibstil bin ich sehr gut zurechtgekommen, da er flüssig und humorvoll ist, aber auch genug Raum für die aufkommenden Gefühle lässt. Keiner dieser Bereiche kommt zu kurz und locker wird durch das Geschehen geführt aus beiden Sichtweisen der Protagonisten. Diese Art zu erzählen kreiert auch eine gewisse Nähe zu den Charakteren und dadurch kann man sich viel besser in sie hineinversetzen.

Fazit: Ich kann das Buch weiterempfehlen, auch wenn es ab und zu an der Liebesgeschichte ein wenig hapert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2021

Noch besser als Teil 1

Speed My Heart
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INHALT

Mae schuldet ihrem Kumpel Aaron einen Gefallen und dieser bittet sie ihn auf ein Supercross-Event zu begleiten. Sie hält jedoch nicht allzu viel von diesem Sport und als sie sich von der Tribüne ...

INHALT

Mae schuldet ihrem Kumpel Aaron einen Gefallen und dieser bittet sie ihn auf ein Supercross-Event zu begleiten. Sie hält jedoch nicht allzu viel von diesem Sport und als sie sich von der Tribüne entfernt trifft sie auf den vielversprechenden Teilnehmer Eric. Schon bald knistert es zwischen den Beiden, doch durch eine Wette könnte ihr Liebesglück schon in naher Zukunft ein Ende finden.

CHARAKTERE

Dieses Buch konnte mit sympathischen Protagonisten überzeugen. Es wurde nicht versucht Mae zu einem der eben doch so typischen "ich bin nicht wie die anderen Mädchen" Mädchen zu machen, sondern sie war auf ihre eigene Art und Weise schlagfertig und liebenswert. Was sie wirklich möchte ist Freiheit. Ihre Familie scheint sie ab und zu einzuengen und um sich davon loszulösen, braucht sie Mut. Diesen hat sie auf jeden Fall. Eric war mir schon nach dem letzten Buch positiv in Erinnerung geblieben und konnte auch in diesem Buch den Eindruck behalten. Er hat sich Stück für Stück mit Hilfe von Brooke gebessert und man merkt deutlich, dass er gute Absichten verfolgt, auch wenn er dafür schreckliche Dinge tut, die wirklich nicht zu entschuldigen sind. Vor allem die Momente, in denen er schüchtern wurde und man gemerkt hat wie nahe Mae ihm geht haben mir besonders gut gefallen und bewiesen, dass auch er kein bösartiger Mensch ist.
Ein anderer Aspekt der mir sehr positiv aufgefallen ist, sind die Nebencharaktere. Jede Figur in diesem Buch bekommt genügend Zeit um sich entfalten zu können und eine ganz eigene Geschichte zu erzählen man erlebt nicht nur eine Liebesgeschichte sondern gleich mehrere und ich bin mir sicher, dass hier für jeden was dabei ist. Ich bin auf jeden Fall überrascht wie authentisch die Geschichte wirkt, dadurch das eben wie im Leben auch, mehrere Sachen gleichzeitig stattfinden. Nur Sarah Saxx schafft es so viele Traumpaare in einem Buch zueinander zu bringen. Die Chemie ist alle Male hervorragend!

HANDLUNG

Nach dem ersten Teil der Reihe war ich von der Handlung in den Büchern ein wenig enttäuscht. In diesem Teil jedoch geht es heiß her. Es gibt einige spannende Momente und Plottwists, die ich so nicht voraussagen hätte können. Der Hauptmerkmal liegt aber trotzdem deutlich auf der Liebesgeschichte und deshalb, ist hier an Spannung nicht zu viel erwarten. Zu Band 1 ist es aber eine deutliche Steigerung und ich bin mir sicher, dass euch mit diesem Buch nicht langweilig wird. Manchmal hatte ich aber das Gefühl, dass zum Beispiel Meinungsverschiedenheiten der Charaktere zu schnell und oberflächlich geklärt wurden. Das Vertrauen ist mit der Zeit nicht mehr wirklich vorhanden durch die vielen ungünstigen Zeitpunkte und auch mehrere Fehltritte.
Mir hat hier auch ein wenig mehr Tiefgang gefehlt, denn es gab leider keinen Moment, indem ich hätte behaupten können: Das hat mich jetzt so richtig berührt! Das muss aber natürlich auch nicht sein.
Was mich nämlich deutlich mehr gestört hat, waren die überaus formellen Dialoge. Es wurden Wörter benutzt, die ich vielleicht in einem nüchternen Sachtext geliebt hätte, in einer lockeren Unterhaltung dann aber doch etwas merkwürdig fand. Das ist natürlich aber nur mein Empfinden und wenn ihr auf eine formelle Sprache achtet, mit reichem Wortschatz, werdet ihr es sicherlich lieben.

SCHREIBSTIL

Wie auch schon im vorherigen Teil muss ich sagen, dass ich bis auf die Dialoge Sarah Saxxs Schreibstil liebe. Es ist wirklich einfach in der Welt des Supercross Sportes zu versinken und sie von Mae un Eric bezaubern lassen.

Fazit: Eine klare Empfehlung, da mir diese Liebesgeschichte um einiges besser gefallen hat als der erste Band, würde ich aber fast empfehlen, das Buch unabhängig zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2021

Eine Dystopie gefühlvoll, spannend und tiefgründig

Lovely Faces
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In "Lovely Faces" von Anna Konelli geht es um Jadelyn, die im Jahre 2099 lebt. Zusammen mit vielen anderen Makellosen macht sie sich für das neuartige System stark. Zumindest bis sie herausfindet, was ...

In "Lovely Faces" von Anna Konelli geht es um Jadelyn, die im Jahre 2099 lebt. Zusammen mit vielen anderen Makellosen macht sie sich für das neuartige System stark. Zumindest bis sie herausfindet, was sich hinter dieser friedlichen Fassade versteckt. Denn als sie durch einen Unfall bei der UNG und Mitgliedern der Mafia unterkommt, entdeckt sie viele Geheimnisse, die das perfekte Bild zerstören.

Schon alleine die Idee hinter diesem Dystopien Roman ist grandios. Denn wer hat sich nicht einmal gefragt, was wäre wenn die Menschen alles richtig machen würden? Genau so wollen die Makellosen sein. Zumindest geben sie es vor. Rund um die Story von Jadelyn und William hat Anna Konelli nämlich eine beeindruckende neue Welt aus dem Boden gestampft, die andere Dystopien alt aussehen lässt. Mit einem authentischen System wird die Unterdrückung den Bewohnern schmackhaft gemacht und die Kontrolle liegt beinahe allein bei den mächtigen Anführern. Sich so ein System auszudenken muss wirklich viel Mühe und Zeit erfordern. Diese wurde aber auf jeden Fall investiert, denn ich liebe die Welt von Lovely Faces. Alles wirkt stimmig und man kann sich die Orte bildlich vorstellen durch den großartigen Schreibstil on Anna Konelli. Mit einer Prise Witz, einer großen Portion Gefühl und duzend Tassen Spannung serviert sie nämlich die perfekte Dystopie Mischung. Mit diesem mitreisenden Schreibstil hat sie auch ein paar wirklich tolle Charaktere produziert. Wer Lust auf tolle Freundschaften hat wird die UNG lieben. Das Rebellenteam bestehend aus mehreren Freunden und Familienmitgliedern hält nämlich immer zusammen und konnte mein Herz rasend schnell erweichen. Auch einzeln konnten die Charaktere überzeugen. Vor allem Jadelyn ist alles was man sich von einer starken unabhängigen Frau wünscht. Wo andere Protagonistinnen noch lange zögern, handelt sie. Sie brauch zwar etwas länger um sich mit der Handlungsweise der UNG anzufreunden, jedoch wird sie schnell zu einem vollwertigen Mitglied und ist bereit sich für die Sache einzusetzen. Unterstützt wird sie dabei auch von Badboy William, der durch seine harte Vergangenheit Makellosen gegenüber sehr kritisch, wenn nicht sogar aggressiv ist. Zwischen den Beiden entwickelt sich eine herzerweichende Liebesgeschichte, die trotz dem genialen Plot nicht zu kurz kommt. Das Knistern ist au jeden Fall da.
Die Handlung ist grandios. Schockende Plottwists und überraschende Momente inklusive. Über 666 Seiten lang und ich habe mich trotzdem nicht eine Seite gelangweilt. Jedes Kapitel hat einen Inhalt und es fühlt sich nicht an, als würde man ewig lesen und doch passiert nichts. Trotzdem hat man aber auch nicht das Gefühl, dass alles überhastet wird. Es herrscht ein angenehmes Tempo in dem sich die Liebesgeschichte, wie auch die Handlung perfekt entfalten kann.

Fazit: Ich kann dieses Buch jedem weiterempfehlen. Es ist tiefgründig, spannend und gefühlvoll. Die Szenen und die Welt werden detailliert und faszinierend kreiert und keines der wichtigen Aspekte kommt zu kurz. Im Gegenteil obendrein wird sogar noch eine tolle Message vermittelt. Der fiese Cliffhanger am Schluss ist ein einziges kleines Makel an diesem Buch.

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