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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2025

Eine tolle Reise

Die Buchreisenden - Eine Tür aus Silber und Lügen
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Zunächst war ich etwas verwirrt, da mir entgangen war, dass es sich bei diesem Buch um den zweiten Band einer Geschichte handelt. Der Einstieg wirkte deshalb etwas befremdlich – so, als müsste man bereits ...

Zunächst war ich etwas verwirrt, da mir entgangen war, dass es sich bei diesem Buch um den zweiten Band einer Geschichte handelt. Der Einstieg wirkte deshalb etwas befremdlich – so, als müsste man bereits wissen, was zuvor geschehen ist. Das hat es mir anfangs schwer gemacht, ganz in die Handlung einzutauchen.
Die Figuren hingegen sind sehr sympathisch und lebendig gezeichnet. Besonders fasziniert hat mich die Idee, dass die Buchcharaktere in den Sommernachtstraum reisen – ein Werk, das ich sehr liebe. Es war wunderschön, auf diese Weise mitten in Shakespeares Welt zu landen.
Zu Beginn hatte ich kurz die Befürchtung, das Buch könne an Tintenherz erinnern, in dem Figuren aus Geschichten herausgelesen werden. Doch die Handlung entwickelte sich ganz anders, und die Idee des „Reisens in Geschichten“ fand ich originell und charmant umgesetzt.
Der plötzliche erste Kuss der Hauptfiguren kam für mich überraschend und wirkte etwas überstürzt. Auch sonst fand ich die Handlung stellenweise etwas verschlungen und nicht immer leicht zu folgen. Die Sprache hat mir grundsätzlich gefallen, doch an manchen Stellen wirkte sie noch etwas holprig – fast so, als wäre dies nicht die endgültige Fassung des Textes.
Im Großen und Ganzen aber war das Buch wirklich schön zu lesen – fantasievoll, mit sympathischen Charakteren und einer Idee, die zum Träumen einlädt. Trotz kleiner Schwächen hat mich die Geschichte gut unterhalten und mir Lust gemacht, auch den ersten Band zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 07.09.2024

Mein Sommerbegleiter

Wie eine Perle im Ozean
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Dieses Buch hat mich in meinem Urlaub auf einer der Azoreninseln begleitet, im Flugzeug und Zuhause in der Hängematte. Das Cover ist mehr als gelungen und macht Freude das Buch in die Hand zu nehmen. ...

Dieses Buch hat mich in meinem Urlaub auf einer der Azoreninseln begleitet, im Flugzeug und Zuhause in der Hängematte. Das Cover ist mehr als gelungen und macht Freude das Buch in die Hand zu nehmen. Der Titel hingegen sagt nichts über die Handlung aus. Dass es sich um einen historischen Roman handelt sollte am Cover stehen.

Das Leben auf den Inseln der Malediven, der Alltag der Menschen wird sehr genau geschildert und ist sehr interessant. Man erfährt, dass die Inseln islamisch geprägt waren/sind. Allerdings führt dies zu einer Handlung, in der es bald nur mehr um das Thema Religion geht: Islam, Christentum, Naturreligionen und ihre Auswirkungen auf die Menschen. In den ersten beiden Religionen ist das Leben stark reglementiert und führt zu viel Leid, vor allem unter den Frauen.
Die Handlung ist spannend, aber auch frustrierend, da eine der Hauptcharaktere, Shaina, wieder und wieder mißhandelt wird. Der zweite Hauptcharakter, Buraki, ist einerseits "cool", da eine Kriegerin, auf der anderen Seite über die meiste Zeit des Buches hinweg naiv, dumm und verwöhnt, was mich sehr frustriert hat. Ihre Wandlung kommt spät, zu spät. Den netten Mann erhört sie am Ende nur, weil er nett ist. Nicht aus Liebe. Auch muss ich sagen, dass das Ende für mich kein Ende war. Die Handlung endet sehr abrupt. Der Thronräuber kommt nicht mehr vor, er hat gesiegt und kommt davon, was ich schrecklich finde.
Die Sprache der Geschichte ist leicht lesbar und man kommt rasch voran. Manchmal bleibt sie mir zu sehr an der Oberfläche, eher passend für einen Feelgood-Roman, als ein historisches Drama, in der es um viel Leid geht.
Alles in allem eine nette Sommerlektüre, die einen Eindruck hinterlässt, aber kein Buch, das ich noch einmal zur Hand nehmen würde.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 22.11.2023

Bibliothekarin auf Mission

Mord zur Teatime - Der goldene Samovar
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Als Bibliothekarin finde ich es toll, dass in diesem Buch eine Bibliothekarin die Hauptfigur ist, noch dazu in einer so wichtigen Mission. Welche diese ist, wird ihr aber leider nicht mitgeteilt. Normalerweise ...

Als Bibliothekarin finde ich es toll, dass in diesem Buch eine Bibliothekarin die Hauptfigur ist, noch dazu in einer so wichtigen Mission. Welche diese ist, wird ihr aber leider nicht mitgeteilt. Normalerweise sind Bibliothekarinnen sehr scharfsinnig, haben einen gesunden Hausverstand und eine gute Menschenkenntnis, Shona allerdings nicht. Es wäre hilfreich gewesen die persönliche Notiz der Autorin, in der sie darüber schreibt, an den Anfang des Buches zu stellen. Der Stil, in dem das Buch geschrieben ist, ist sehr salopp, die Handlung wenig spannend, da die Leserin, der Leser der Hauptfigur immer mehrere Schritte voraus sind. Das Buch wimmelt von skurrilen Charakteren, was es wiederum sympathisch macht. Während ich fast die ganze Zeit über mit der Hauptfigur verzweifelt bin, hat mich das Ende doch noch zum Schmunzeln gebracht. Alles in allem, ein wenig anspruchsvolles Buch für die Stunden dazwischen. Das Cover hingegen ist toll und ein echter Hingucker.