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Veröffentlicht am 14.09.2020

Viele Wege führen nach Esslingen!

Das Schicksal der Henkerin
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Im Jahr 2020 erschien der dritte Teil von Sabine Martins Buchreihe über eine Henkerin namens Melisande. In diesem Band muss sie ehemalige Henkerin ihren vermeintlichen Bruder retten und dadurch beginnt ...

Im Jahr 2020 erschien der dritte Teil von Sabine Martins Buchreihe über eine Henkerin namens Melisande. In diesem Band muss sie ehemalige Henkerin ihren vermeintlichen Bruder retten und dadurch beginnt nicht nur für sie eine besondere Reise nach Esslingen, sondern auch für ihre Famile.

Schon am Cover kann man erkennen, dass es sich um eine Geschichte aus dem Mittelalter handelt. Es ist in einem schlichten grün gehalten und hebt damit die roten Haare, der darauf zusehenden, Protagonisten zur Geltung. Die Schrift des Covers wurde gut gewählt und passt nicht nur zur damaligen Zeit. Der Klappentext auf der Rückseite des Buches macht neugierig und fesselt auch sofort. So spiegelt der letzte Satz dieses Textes "Liebe, Hoffnung, Verrat, Intrigen- Sabine Martin macht das Mittelalter lebendig" genau meine Meinung wieder.
Die Geschichte besteht aus mehreren Handlungssträngen. Es wird von Melisandes berichtet, welche zu ihrem todgeglaubten Bruder zum Esslinger Gefängnis aufgebrochent ist, aber auch von ihren Kindern, Gertrud (8 Jahre) und Antonius (6 Jahre), die sich auf den Weg machen um ihr zu helfen. Zudem gibt es einen Rückblick auf die Ermordung von Melisandes Familie. Ihr Mann Wendel bricht, nachdem er das Verschwinden seiner Kinder bemerkt, auf, um diese zu suchen. So beginnt eine spanennde Geschichte im deutschen Raum im Jahr 1340. Sie führt Melisande zur Adlerburg, in der sie den jungen Burgerben umbringen soll, die Kinder durch hoch liegenden Schnee und Wendel auf eine Suche. Es gibt viele Momente, in denen man denkt es wäre alles gut oder jetzt müsste alles gut werden. Aber Sabine Martin hält die Spannung bis zur letzten Seite.
Die Autorin versteht sich nicht nur auf die mittelalterliche welt, sondern auch auf diese Sprache. Sie schreibt leicht verständlich, aber trotzdem der mittelalterlichen Sprache angemessen. Für Begriffe, welche man nicht versteht, gibt es hinten im Buch, ein sehr hilfreiches Glossar. Außerdem kauft man jeder Figur, alle Handlungen und Emotionen ab. Ich finde die Idee, eine ehemalige Henkerin als Hauptperson zu nehmen genial, weil man Melisande nicht nur die liebevolle Mutter ab, wie man sie am Anfang des Buches kennenlernt, sondern auch die Grausamkeit, die es bedraf um ein Henker zu sein. Ich finde Melisande it die perfekt Hauptfigur. Außerdem Sind ihre Kinder sehr niedlich ´, aber auch mutig denn nicht jedes Kind hätte sich getraut mitten im Winter aufzubrechen. Auch Wendel wirkt wie ein liebender Vater und Ehemann, welcher seine Familie niemals im Stich lassen würde. Alles in allem ist es ein fantastisches Buch für jeden, weil es sowohl spannend, als auch historisch geschrieben ist.

Der historische Roman "Das Schicksal der Henkerin" von Sabine Martin ist einmalig und ist 100 Prozent glaubhaft. Er ist faantastisch geschrieben und es ist sehr schwer nicht noch mehr darüber zu erzählen, aber ich möchte nicht spoilern!
Keine Angst liebe Geschichtsmuffel, dieser Roman ist nicht nur für Fans der geschichte interessant. Ich weiß wovon ich rede.

  • Cover
  • Handlung
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Thema