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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2024

Durchaus spannend, aber mit Schwächen

Das Baumhaus
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Also so ganz überzeugen konnte mich dieses Buch nicht. Der Einstieg verlief für mich etwas zäh und es dauerte unerwartet lange, bis "endlich" das Kind verschwindet. Die Charaktere konnten bei mir auch ...

Also so ganz überzeugen konnte mich dieses Buch nicht. Der Einstieg verlief für mich etwas zäh und es dauerte unerwartet lange, bis "endlich" das Kind verschwindet. Die Charaktere konnten bei mir auch nicht so richtig punkten. Wirklich sympathisch war mir eigentlich nur Henrik. Aber immerhin waren einige sehr skurril. Das ist ja auch schon was. Die beklemmende Atmosphäre kommt dafür sehr gut rüber und das Setting ist gut gewählt.

Sehr gut finde ich die verschiedenen Erzählstränge und wie sie langsam zusammenlaufen. Auch die Spannung wird gut aufgebaut und relativ konstant gehalten und es gibt ein paar durchaus überraschende Wendungen. Stellenweise zieht sich die Geschichte aber für meinen Geschmack zu sehr und es passieren unnötige oder gar unglaubwürdige Sachen. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass hier zu viel gewollt wurde und die Autorin unbedingt noch ein paar mögliche Verdächtige präsentieren wollte. Schade. Die Auflösung ist gut und in Teilen wirklich überraschend. Allerdings gibt es auch hier für mich doch ein paar Logikfehler.

Alles in allem ist "das Baumhaus" ein solider Krimi/Thriller, wenn auch mit ein paar Schwächen. Für Fans des Genres aber sicher lesenswert.

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Sehr interessant, aber stellenweise recht trocken

Die Magie des Zehnkampfs
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Wirklich spannend fand ich, dass man in diesem Buch viel über den Alltag von Zehnkämpfer Niklas Kaul erfährt. Wie und was er trainiert und dass er nebenbei noch studiert. Auch der Zusammenhalt unter den ...

Wirklich spannend fand ich, dass man in diesem Buch viel über den Alltag von Zehnkämpfer Niklas Kaul erfährt. Wie und was er trainiert und dass er nebenbei noch studiert. Auch der Zusammenhalt unter den Athleten hat mich wirklich begeistert. Jeder Zehnkämpfer hat so seine Stärken und Schwächen, was die einzelnen Disziplinen angeht und jeder gönnt dem Anderen den Erfolg.

Was mich ein bisschen gestört hat ist die Tatsache, dass es stellenweise doch sehr trocken und theoretisch zugeht. Da werden die Zeiten und Differenzen und Punkte der einzelnen Athleten aufgeführt und verglichen, was mich - ehrlich gesagt - kein bisschen interessiert. Ich muss gestehen, dass ich hier ein paar Seiten übersprungen habe, weil es mich einfach gelanweilt hat. Vermutlich muss man so richtig begeistert von der Materie sein, um diese ganzen Fakten aufzunehmen.

Abgesehen davon fand ich es wirklich interessant, mehr über die Hintergründe des Zehnkampfes und die einzelnen Disziplinen zu erfahren.

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Veröffentlicht am 03.06.2024

wundervolle, queere Coming-of-Age Geschichte

Imogen, Obviously
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Mit den Büchern von Becky Albertalli kann man einfach nichts falsch machen. Also für mich ist das eine Tatsache. Ich habe bisher noch jedes ihrer Bücher geliebt und Imogen, Obviously bildet hier keine ...

Mit den Büchern von Becky Albertalli kann man einfach nichts falsch machen. Also für mich ist das eine Tatsache. Ich habe bisher noch jedes ihrer Bücher geliebt und Imogen, Obviously bildet hier keine Ausnahme.

Imogen war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist eine wirklich großartige Protagonistin. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihre Gedanken nachvollziehen. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt und ich hatte wirklich großen Spaß dabei, sie bei ihrer Selbstfindung zu begleiten. Aber auch die anderen Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Sie wirken realistisch und nicht überzogen. Man kann sich total gut vorstellen, dass sie wirklich genau so existieren.

Im Buch geht es in erster Linie um Imogens Selbstfindung und ihre Beziehung zu anderen. Aber es werden auch schwierige Themen wie Coming-out und Queerfeindlichkeit behandelt. Imogen macht sich unglaublich viele Gedanken. Zu viele, meiner Meinung nach. Aber auch das hat wahnsinnig gut gepasst. Mir haben auch die verschiedenen Diskussionen gefallen und wie Imogen versucht, die Dinge vom Standpunkt anderer zu sehen.

Die Story mag in Teilen ein wenig vorhersehbar sein, aber es gibt dennoch ein paar kleine Überraschungen und vor allem auch viel zu Lachen. Gerade die Chats zwischen den Figuren fand ich klasse.

Ich habe kürzlich gelesen, dass die Autorin selbst quasi zu einem Coming-out gedrängt wurde. Dementsprechend hatte ich das Gefühl, dass sie sehr viel von ihrer eigenen Erfahrung in diese Geschichte hat einfließen lassen. Für mich ihr bisher wahrscheinlich persönlichstes Buch.

Mein Fazit: Fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung. Wer Bücher wie "Ein Happy End ist erst der Anfang" mochte, wird auch Imogen lieben.

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Veröffentlicht am 28.05.2024

Sehr guter, hilfreicher Ratgeber

Hormone im Lot
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Das Buch ist sehr gut und verständlich untergliedert. Dadurch kann man es natürlich "ganz normal" von vorne bis hinten lesen, oder sich einfach die Kapitel rauspicken, die gerade für einen interessant ...

Das Buch ist sehr gut und verständlich untergliedert. Dadurch kann man es natürlich "ganz normal" von vorne bis hinten lesen, oder sich einfach die Kapitel rauspicken, die gerade für einen interessant sind. Es richtet sich vor allem an Frauen, denen die Menopause gerade bevorsteht, ist aber sicher auch für bereits betroffene eine gute Lektüre.

Die Autorin erklärt ausführlich und gut verständlich. Für meinen Geschmack waren es manchmal ein bisschen viele Fachbegriffe. Diese werden aber meistens recht gut erläutert, sodass ich nur ab und zu nochmal etwas nachschlagen musste. Hier könnte man aber sicher noch etwas nachbessern, damit es wirklich für jeden gut zu verstehen ist.

Anhand diverser Fallbeispiele wird erläutert, welche Symptome bei der Menopause auftreten können. Gerade diese Beispiele fand ich sehr gut, da sich die hormonelle Umstellung nicht bei jeder Frau auf die gleiche Art und Weise äußert. Hier bekommt man einen guten Überblick und wird auch gleich darauf hingewiesen, was kommen kann, aber nicht muss.

Weiterhin gibt die Autorin zahlreiche Tipps, wie man diese Zeit so gut wie möglich übersteht, wie z.B. mit Sport oder der richtigen Ernährung. Auch Krankheiten wie Endometriose werden thematisiert.

Mein Fazit: Ein wirklich umfangreicher und sehr guter Ratgeber. Ich kann das Buch absolut empfehlen.

Veröffentlicht am 28.05.2024

Kann nicht wirklich überzeugen

Die kurze Stunde der Frauen
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Ich bin hier ein wenig zwiegespalten. Ich fand dieses Buch vom Thema her wirklich interessant und auch wichtig, aber die Umsetzung konnte mich dann doch nicht vollständig überzeugen. Zwar kann die Autorin ...

Ich bin hier ein wenig zwiegespalten. Ich fand dieses Buch vom Thema her wirklich interessant und auch wichtig, aber die Umsetzung konnte mich dann doch nicht vollständig überzeugen. Zwar kann die Autorin einige interessante Fakten liefern, aber an manchen Stellen finden sich doch so einige Unstimmigkeiten. Insgesamt war mir die Herangehensweise auch nicht differenziert genug.

Miriam Gebhardt schildert den Alltag der Frauen in der Nachkriegszeit sehr anschaulich. Die Gewalttaten und die Not dieser Zeit werden wirklich spürbar. Sie räumt unter anderem auch mit dem Mythos der Trümmerfrauen auf, was für mich persönlich neu war. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich mit dem Thema bisher nie näher beschäftigt hatte. Sehr gut fand ich, dass sie konkrete Fallbeispiele nennt. Dadurch bekommt man ein ganz anderes Gefühl für das Thema. Auch dass sie nicht nur über Opfer sondern auch Täterinnen (während des Nazi-Regimes) berichtet, finde ich wirklich gut.

Leider waren die Themen im Buch für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr "durcheinandergewürfelt". Die Autorin springt von der Zeit hin und her, greift mal dieses Thema auf und mal jenes. Es gibt keine richtige Konstante. Ich hätte mir eine bessere Gliederung gewünscht.

Was mir auch negativ aufgefallen ist war, dass es doch einige Unstimmigkeiten gibt. Die erwähnt ein Klassenbuch einer Gruppe von Abiturientinnen aus dem Jahr 1932, um am Beispiel der dort verewigten Frauen ihre Thesen zu erklären. Aber dabei tauchen immer wieder Widersprüche auf. Eine Frau ist in einem Kapitel Witwe, in einem anderen aber lediglich von ihrem Mann getrennt. Ja was denn nun? Oder war das mit der Trennung vielleicht schon Ehemann Nummer 2? Das wird leider nicht klar. Und es gibt hier noch weitere solcher Beispiele. Entweder die Autorin hat schlecht recherchiert, oder die Geschichten irgendwie durcheinandergebracht. In jedem Fall wirkt es auf mich sehr unprofessionell.

Ich vergebe 2 1/2 Sterne für den guten Ansatz.

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