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Veröffentlicht am 10.04.2026

Ein berührendes Buch über eine alte Frau

Als Oma seltsam wurde
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Das Cover zeigt Oma, die in dem Beutel und ihren Taschen ihre ganzen Ersparnisse, die von der Bank geholt hat, nah Hause schleppt. Vor ihr mit dem Flitzebogen geht ihr Enkel, der sie bewacht.
Wie es zu ...

Das Cover zeigt Oma, die in dem Beutel und ihren Taschen ihre ganzen Ersparnisse, die von der Bank geholt hat, nah Hause schleppt. Vor ihr mit dem Flitzebogen geht ihr Enkel, der sie bewacht.
Wie es zu dieser witzigen Szene kommt, davon handelt der erste Teil des Buches. Der Enkel mit dem Federhütchen und dem Bogen ist an einem Donnerstag bei seiner Oma. Doch anders als sonst reagiert Oma nicht auf des Hupen des Bäckerwagens, sondern kann das Geräusch gar nicht einordnen. Und ihren Enkel kennt sie auch nicht und redet ihn mit John an. Ihre Bewegungen sind schwerfälliger und den Bäcker schickt sie weg, weil alles zu teuer sei. Und dann geht sie los und holt bei der Bank ihr gesamtes Geld ab. Zu Hause ist sie so erschöpft, dass sie sich ins Bett legt. Vorher hat sie einen Teil des Geldes versteckt. Der Junge soll sich um den Rest des Geldes kümmern.
Damit ist der sechsjährige natürlich völlig überfordert. Er macht sie so seine Gedanken und versteht nicht, warum Oma so seltsam ist. Zum Glück klärt sich am Ende alles auf und Oma ist nicht dement, sie hat nur eine Infekt, der sofort geheilt werden kann.
Es ist schon ein besonderer Humor mit, der diese Geschichte erzählt wird. Dass Oma sich so seltsam benimmt, hat natürlich auch seine Komik. Ebenso wie die Gedanken, die der Enkel sich mit und wenn er das ganze übrige Geld in seine Taschen stopft, musste ich schon lachen. Die Illustrationen sind, wie ich finde, sehr schwedisch und sie passen wunderbar.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Wundervolles Buch über eine Familienschildkröte

Agathe
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Ein sehr persönliches Buch hat Antje Damm da geschrieben, gezeichnet und geklebt. Es handelt von Agathe der Schildkröte, die inzwischen wohl 80 Jahre alt sein dürfte und die ihre Vater sich gekauft hat, ...

Ein sehr persönliches Buch hat Antje Damm da geschrieben, gezeichnet und geklebt. Es handelt von Agathe der Schildkröte, die inzwischen wohl 80 Jahre alt sein dürfte und die ihre Vater sich gekauft hat, weil seine Mutter kein Haustier wollte. Er hat sich als Junge sehr gut um das Tier gekümmert, aber leider musste er vieles selbst herausfinden, weil es ja noch kein Internet gab, wo man alles erfragen kann. Im Sommer bekam Agathe ihr Lieblingsessen und im Winter wurde sie in einer Kiste mit Laub und Erde in den Keller gestellt. Später zog er mit seiner Frau in eine Wohnung und Agathe lebte auf dem Balkon. Im Buch gibt es einen Grundriss, damit wir uns das vorstellen können. Danach sehen wir ein Foto von Antje als Kind mit Agathe im Arm. Heute lebt Agathe im Haus der Autorin und inzwischen gibt es extra einen Kühlschrank zum Überwintern.
Viele Kinder wünschen sich wie der Vater ein Haustier. Meine Kinder fanden die kleinen Wasserschildkröten immer so niedlich. Aber dann erfuhren wir, dass sie ziemlich groß werden und bissig sein können. Hier wurde auch sehr blauäugig eine griechische Landschildkröte angeschafft, aber zum Glück hat die Familie sich in drei Generationen sehr liebevoll um Agathe gekümmert.
Ich finde dieses Buch sollte man lesen, wenn man erwägt ein so langlebiges Tier anzuschaffen. Daneben macht es natürlich viel Spaß es zu lesen, denn es gibt neben Fotos kleine Comics, viele tolle Zeichnungen und Geschichten aus Agathes Leben. Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen, ich habe einiges über Schildkröten erfahren und mich darüber amüsiert, dass eine Taube Freundschaft mit Agathe schloss.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Gedichte aller Arten rund um Helgoland

Gedi, Geda, Gedichte
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Sowas kommt dabei raus, wenn sich Autorinnen und Autoren auf Helgoland treffen. Erstmal eine Cover mit einem schiefen Leuchtturm und dann viele Gedichte, die sich um das Meer und die kleine Hochseeinsel ...

Sowas kommt dabei raus, wenn sich Autorinnen und Autoren auf Helgoland treffen. Erstmal eine Cover mit einem schiefen Leuchtturm und dann viele Gedichte, die sich um das Meer und die kleine Hochseeinsel Helgoland drehen.
Und dann wird James Krüss, der große Kindergedichtschreiber zum 100. Geburtstag geehrt. Ich kann mich noch erinnern, dass er in meiner Kindheit persönlich im Fernsehen seine Gedichte zum Besten gab und ich habe es geliebt.
So erinnert das Gedicht „Lieselotte Hafenfähre“ von Lena Raubaum an „Henriette Bimmelbahn“. Spannend ist auch was „Am siebzehnten Oktebruar“ laut Mona Harry geschieht. Im „Inselkonzert“ machen laut Michael Augustin viele Tiere Musik. Mit Arne Rautenberg geht es ins „Helgaland“ wo alle Helga heißen. „Helgolands Trottel und Lummen“ sucht Nils Mohl in seinem Gedicht. Über tuschelnde „Miesmuscheln“ dichtet Uwe-Micheal Gutzschhan. Zum Schluss gibt es von Manfred Schlüter einen „Musenkuss“.
Eine wunderschöne Sammlung von Lyrik die Erinnerungen wachruft und mich lächeln ließ. Dazu fröhliche Zeichnungen von der See. So machen Reime Spaß!

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Monstermäßig toll!

Manno Monster und ich
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Auf dem Cover ist Jussi und Manno zu sehen und obwohl Manno ein Monster ist, schaut er sehr freundlich. Und genau da liegt sein Problem. Als Jussi, wie jeden Abend sein Zimmer nach einem Monster absucht, ...

Auf dem Cover ist Jussi und Manno zu sehen und obwohl Manno ein Monster ist, schaut er sehr freundlich. Und genau da liegt sein Problem. Als Jussi, wie jeden Abend sein Zimmer nach einem Monster absucht, hört er ein Knarzen und findet unter seinem Bett Manno, das niedliche blaue Monster. Von ihm erfährt er, dass Jungen wie er in Monsterkreisen als „Weichei“ eingestuft werden und eigentlich Anfängermonster auf ihn angesetzt würden. Aber Manno ist leider nicht gut im Erschrecken und deshalb taucht er heute bei Jussi auf. Nun hat Jussi mit diesem unfähigen Monster noch ein zusätzliches Problem neben seinem Vater, der ihm ständigen hilft, einer pubertierenden Schwester und einem fiesen Nachbarsjungen.
Wie und ob Jussi seine Probleme lösen wird, davon erzählt die Geschichte und ich darf verraten, er überlegt sich eine tollen Plan. Neben der sehr schön erzählten Handlung gibt es hervorragende Illustrationen und ein besonderer Gag ist, dass, wenn die Handlung im Dunkeln spielt, die Seiten ebenfalls dunkel eingefärbt sind. Dazu gibt kleine Sprechblasen in denen und Jussi anspricht und nach unserer Meinung fragt und Listen, die wir ausfüllen können. So können wir uns überlegen, wie wir vorgegangen wären. Schon bald gibt es einen zweiten Teil und ich bin gespannt, wie es mit Jussi und Manno weitergeht.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Toller Sammelband

Das große Buch von den sieben kleinen Hasen
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Ich kenne bereits einige dieser niedlichen Hasenbüchern, weil mein Enkel sie liebt, deshalb fand ich diesen Sammelband mit sieben Bänden sehr schön. Beim ersten Band geht es um die Geburt des siebten kleinen ...

Ich kenne bereits einige dieser niedlichen Hasenbüchern, weil mein Enkel sie liebt, deshalb fand ich diesen Sammelband mit sieben Bänden sehr schön. Beim ersten Band geht es um die Geburt des siebten kleinen Hasen Matti „Wenn die kleinen Hasen um Häschen Nummer sieben rasen“. Die sechs großen Geschwister freuen sich über den Zuwachs und helfen bei seiner Versorgung. Dann geht es ums Verstecken, Papa muss seine kleinen überall suchen. „Wenn sieben kleine Hasen quietschfidel ans Wasser rasen“ heißt der nächste Band. Erst wird gepackt und dann geht es mit den Rädern an den See. Grummelig sind die Hasen wegen des Regens, aber dann rasen sie durch die Pfützen. Von Schnupfennasen und anderen Krankheiten handelt der nächste Band. Danach wird es weihnachtlich, hier feiert die große Familie Weihnachten mit Oma und Opa. Am Ende geht es dann müde ins Bettchen.
Eine Großfamilie, die viel zusammen unternimmt und bei denen wir die große Zuneigung und Liebe zueinander spüren können. Jedes Kind ist aber auch ein Individuum und meine Enkel können die Kleinen gut unterscheiden.
Die gereimten Texte sind sehr schön zu lesen und die Bilder strahlen eine Heiterkeit aus, dass es eine Freude ist sie anzuschauen. Wundervolle kleine Geschichten, rund um den Alltag einer Hasenfamilie in der wir uns gut wiedererkennen können.

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