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Veröffentlicht am 01.04.2026

Möge die Jagd beginnen !

Spy x Family – Band 12
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Nach den letzten Ereignissen ist Anya das Gesprächsthema Nummer eins, vor allem, da ihr heldenhafter Einsatz mit einem Stella geehrt wird. Nun sollte die Freundschaft zu Damian doch endlich mal in Gange ...

Nach den letzten Ereignissen ist Anya das Gesprächsthema Nummer eins, vor allem, da ihr heldenhafter Einsatz mit einem Stella geehrt wird. Nun sollte die Freundschaft zu Damian doch endlich mal in Gange kommen, oder ? Naja, so leicht scheint es wohl nicht zu laufen und auch bei den anderen geht es drunter und drüber. Silvia lebt im Chaos, Loid strauchelt und bei WISE wird ein Maulwurf entdeckt; möge die Jagd beginnen !

Meine Meinung:
Der letzte Band war gerade wegen der Busentführung sehr spannend und ich freute mich richtig daruf, zu erfahren, wie es nun für Anya weiterläuft. Nach den letzten Ereignissen herrschte noch etwas Aufregung, aber es kam langsam wieder Ruhe ein, was nicht hieß, dass es für die Familie Forger Zeit für Entspannung geben würde. Natürlich blieb es gewohnt wild und vor allem Anyas Tagträume, Beckys Versuche, Damien eifersüchtig zu machen, weil sie die "Liebesgeschichte" zwischen ihm und Anya pushen möchte oder gewisse Lügengespinste brachten micht so zum Lachen.

Die Geschichte wirkte gerade durch die Cuts etwas zerstückelt und die Übergänge wirkten leider nicht so gut ausgearbeitet. Dafür entschädigte aber die tolle Haupthandlung, die danach begannn und deren Cliffhanger wohl einer der fiestesten in der Reihe und generell bei den Mangas, die ich bisher gelesen habe, war. Mit der Jagd nach dem Maulwurfagenten und dem Wettlauf zwischen Wise und der Geheimpolizei hatte ich richtig viel Spaß und fieberte bei jeder Seite, Wendung und Täuschung mit. Es war so spannend, temporeich und steckte voller Überraschungen. Obwohl der typische Humor vorhanden war, wurde sich eher auf die ernsteren Momente konzentriert, was mir richtig gut gefiel und der Geschichte sehr gut tat. Meine Highlights bleiben aber die Episoden mit Sylvia, wo man die Führungskommandantin näher kenennlernen durfte und eben das Ende, das es richtig in sich hatte. Das wurde eigentlich nur von Fiona übertroffen, deren Handlungen mich echt umhauten. Ihr Kampf mit Wheeler war der pure Wahnsinn und gerade zeichnerisach ein absoluter Augenschmaus. Wie ihre Mimik und die Actionszenen dargestellt wurden, machte so viel Spaß. Danach habe ich mich so geärgert, dass ich auf den nächsten Band warten musste, denn das war einfach nur Folter !

Der Zeichenstil gefiel mir sehr gut und machte Spaß. Nicht nur, weil die Actionszenen toll in Szene gesetzt wurden, sondern auch die Mimik und Gefühle der Charaktere schön greifbar waren.

Fazit:
Es wirkte durch die vielen kurzen Missionen am Anfang leicht zerstückelt, aber die spannende und wendungsreiche Haupthandlung rund um die Jagd nach dem Maulwurf und dem Wettlauf zwischen Wise und der Geheimpolizei haben so viel Spaß gemacht. Das Ende ist super fies und es wäre sehr ratsam, auch den nächsten Band parat zu haben; mir hat es jedenfalls den Atem geraubt.

5 von 5 Sterne

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2026

Bombenstimmung

Spy x Family – Band 11
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Die Mission Freundschaft ist für Anya noch nicht abgehakt und der Schulausflug zum Museum bietet die perfekte Gelegenheit, sie voranzubringen. Aber dann kapert die Organisation "Roter Zirkus" den Bus und ...

Die Mission Freundschaft ist für Anya noch nicht abgehakt und der Schulausflug zum Museum bietet die perfekte Gelegenheit, sie voranzubringen. Aber dann kapert die Organisation "Roter Zirkus" den Bus und nimmt die Kinder als Geiseln. Nun sind Anya, Damian und ihre Schulkameraden auf sich allein gestellt und müssen einen Plan schmieden, um den Terroristen das Handwerk zu legen. Und Loid darf sich mit einem verbissenen Abteilungsleiter rumschlagen, während Yuri mal wieder völlig in seinem Element ist.

Meine Meinung:
Auch beim 11. Band bringt die Reihe immer noch so viel Spaß und ist herrlich absurd. Die verschiedenen Missionen waren klasse und die Entführung durch den roten Zirkus super spannend, aber in gewisser Weise auch traurig. Obwohl ich diesen Teil bereits kannte, fesselte er mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite, was auch an den Missionen mit Loid und Yuri lag, die so schön drüber wirkten und mich definitiv zum Lachen brachten und so einen schönen Ausgleich zu der dramatischen Situation im Bus brachten. Zwar gab es auch kleinere Längen, aber das störte mich nicht.

Zu Beginn kamen kleinere Missionen vor, die mir richtig gut gefielen. Dieser eifersüchtige Abteilungsleiter war echt wild und mir tat der arme Loid irgendwie Leid mit was er sich zum Teil rumschlagen musste. Aber irgendwie fand ich diesen Mann auch zu herrlich und es gab einige komische Momente. Die nächste Geschichte drehte sich um das Duell zwischen Yuri und Loid, was Letzteren natürlich völlig verwirrte, aber komm schon, der arme Yuri brauchte auch mal ein Erfolgserlebnis. Die Hauptmission rund um die Entführung und den roten Zirkel war sehr spannend, bot neue Einblicke in die Konflikte zwischen Ost und West und war auch tragisch. Mir tat dieser Billie Leid, auch wenn seine Handlungen echt heftig waren und die Kinder in Gefahr gerieten. Die Rückblenden offenbarten seinen Kummer und Schmerz, was ihn greifbarer machte. Mein Highlight war Henderson, der mittlerweile einer meiner absoluten Lieblingscharaktere ist und wieder mal zeigte, wie elegant er ist. Auf seine Hintergrundgeschichte bin ich schon sehr gespannt, da ein paar interessante Andeutungen gemachte wurden. Genau wie bei Melinda, deren Gedankenwelt am Ende echt verstörend wirkten.

Der Zeichenstil gefiel mir sehr gut und machte Spaß. Nicht nur, weil die Actionszenen toll in Szene gesetzt wurden, sondern auch die Mimik und Gefühle der Charaktere schön greifbar waren.

Fazit:
Das war ein richtig spannender und interessanter Band mit tollen Missionen, die mich prima unterhielten. Der arme Loid musste sich mit einem Kollegen und Yuri rumschlagen, während Anya und ihre Klassenkameraden entführt wurden. Die Hauptmission war richtig spannend, traurig und fesselte mich bis zur letzten Seite. Henderson und Melinda gaben neue Rätsel auf und ich bin schon auf ihre Missionen gespannt.

5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Spannende Idee, aber schwach umgesetzt

Das Kalendermädchen
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Als Olivia vor elf Jahren ihre Tochter Alma adoptierte, geschah dies nur unter der Aufflage, dass die Identität der Eltern unter keinen Umständen ans Licht kommen darf. Das war für sie auch nie ein Problem, ...

Als Olivia vor elf Jahren ihre Tochter Alma adoptierte, geschah dies nur unter der Aufflage, dass die Identität der Eltern unter keinen Umständen ans Licht kommen darf. Das war für sie auch nie ein Problem, bis Alma schwer erkrankt und auf eine Stammzellenspende angewiesen ist. Um ihr Leben zu retten, startet Olivia dennoch eine Suche und stößt dabei auf die Legende vom Kalendermädchen.

Meine Meinung:
Fitzek lese ich seit einigen Jahren wirklich sehr gerne und ich mag es, wenn sie mal sehr wild werden. Durch "Der Nachtwandler" bekam ich sogar wieder generell Lust auf Psychothriller und auch, wenn es mal schwächere Werke von ihm gab, konnten sie mich dank des tollen Twist am Ende insgesamt doch überzeugen. Leider kommen seine neueren Bücher nicht mehr an die Qualität ihrer Vorgänger ran und das merkte ich bei "Das Kalendermädchen" recht deutlich. Der Klappentext las sich interessant und ich stellte mir im Vorfeld einige Fragen: Ist die Legende real ? Wer sind Almas leibliche Eltern und vor allem, wie hängt das alles zusammen ? Das klang wirklich spannend und stellenweise riss mich die Umsetzung durchaus mit, aber die meiste Zeit war es mir zu konfus, reißerisch und gerade das Ende enttäuschte mich ziemlich. Es wirkte viel zu flach und wo war mein geliebter Twist, der noch mal alles auf den Kopf stellen konnte ?!

Der Notruf am Anfang und die darauf folgenden Ereignisse waren sehr merkwürdig und fesselten mich. Ich war gespannt, wie alles miteinander zusammenhängt, da gleich drei Handlungsstränge starteten. Zwei spielten in der Vergangenheit, in der sich um Valentina drehte und einer, in dem Olivias Suche nach Almas leiblicher Mutter im Fokus stand. Zwar wurden die Wechsel gut gekennzeichnet, allerdings rissen sie mich beinahe jedes Mal aus dem Lefluss, da die Cuts teilweise richtig unpassend geschahen. Es gab auch Stellen, wo es sehr künstlich wirkte, sodass ich richtig genervt davon war. Dabei fand ich die Handlungsstränge an sich interessant und es kamen auch richtig fesselnde Stellen vor.

Die Geschichte bot Potenzial, das kaum genutzt wurde und mir fehlte einfach diese gewisse Raffinesse, die ich eigentlich vom Autor gewohnt bin. Dass seine Werke alle ein wenig reißerisch sind, mag ich eigentlich ganz gerne, das macht ihren Charme aus, nur hier wirkte es zu flach und konstruiert. Irgendwie fieberte ich nicht wirklich mit und pausierte immer wieder länger, weil es mich nicht wirklich fesseln konnte. Die Charaktere fand ich in Ordnung, nur konnte ich durch den Stil zu keinem eine richtige Verbindung aufbauen. Es war schade, dass das Schicksal einer Figur, die zwischenzeitlich auftauchte, zum Ende hin so schnell abgehandelt wurde. Das passte nicht gut rein, zumal diese soapige Note zu viel des Guten war. Generell waren die letzten Seiten sehr enttäuschend für mich. Normalerweise liebe ich die Enden wegen diesem besonderen Twist sehr, aber hier gab es keinen ! Stattdessen las es sich wie eine 08/15 Thriller und ließ mich absolut ratlos und frustriert zurück. Die Auflösung von dem ganzen Mysterium war ziemlich langweilig, nur eine Sache fand ich interessant.

Fazit:
Es wird nicht mein letzter Fitzek sein, aber es ist einer, der mich ziemlich enttäuschte. Zwar blitzten immer wieder spannende Momente auf, insgesamt wirkte es aber zu reißerisch und die künstlich angelegten Cliffhanger zwischen den Handlungssträngen machten einfach keine Freude. Sie rissen mich beinahe jedes Mal aus dem Lesefluss und ich brauchte generell lange, um das Buch zu beenden, was in meinen Augen definitiv nicht dafür spricht, da ich seine Bücher eigentlich verschlinge. Die Ideen in der Geschichte fand ich gut, aber es wirkte eher so, als wenn der Autor keine wirkliche Lust darauf gehabt hätte, was ich vor allem beim Ende stark merkte,. Es wirkte sehr abgehackt, machte keinen Spaß und wo war der Twist, der nochmal alles (vielleicht) schön gedreht hätte ? Ich hoffe, dass mich sein nächstes Buch wieder mehr unterhalten kann.

2 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Wurzeln

Spy x Family – Band 10
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Anya hat einen Tonitrus erhalten, was Loid völlig umhaut und ihn in seine Vergangenheit kapaltutiert. Wie wurde er zu dem heutigen Mann, was prägt ihne und wie kam er zu WISE ? Aber es warten noch weitere ...

Anya hat einen Tonitrus erhalten, was Loid völlig umhaut und ihn in seine Vergangenheit kapaltutiert. Wie wurde er zu dem heutigen Mann, was prägt ihne und wie kam er zu WISE ? Aber es warten noch weitere Missionen auf Anya und Co., zumal eine Person auftaucht, die auch zum Erfolg von Mission Stryx führen könnte. Es bleibt als spannend.

Meine Meinung:
Der arme Twillight ! Aber bei diesem Tonitrus hätte es mich vielleicht auch umgehauen. Naja, als Leser bekommt man so aber auch endlich mal einen Einblick in die Vergangenheit von ihm, die mich auch beim re-read absolut von der ersten bis zur letzten Seite fesselte und die ich echt gerne als einen kompletten Band gelesen hätte. Denn es war sehr spannend, interessant und emotional, wie er aufwuchs, der Krieg miterlebte und zu dem Mann und Agent wurde, der er heute ist.

Es ging mir unter die Haut und es war gut, dass der übliche Humor und gewisse Entgleisungen hier beinahe komplett runtergeschraubt wurden und die Ernsthaftigkeit der damaligen Situation im Vordergrund stand. Ich war natürlich auch gespannt darauf, ob man Twillight´s wahren Namen erfahren dürfte, aber natürlich blieb alles geheim. Die erste Begegnung mit Silvia war toll und ich mochte ihre knallharte Art sehr. Sie gab immer wieder neue Impulse und mir gefiel es, dass es ihr wichtig wahr, dass man sich sein eigenes Bild machen und nicht alles glauben sofort glauben sollte, gerade was Nachrichten und andere Menschen einem erzählten. Man durfte erfahren, wie er Franky kennenlernte und wie sich beide Seiten die Schuld zuschiebten.

Aber auch die Operation Stryx machte Fortschritte. Yor durfte eine interessante Bekanntschaft machen, die für die Mission noch nützlich werden könnte und ich fand diese Person recht schräg. Bei ihm/ihr bin ich sehr gespannt, wie es sich entwickeln wird, zumal der Freundschaftsplan von Anya ja eher in die Ferne rückte und die Ideen von Becky einfach zu wild waren und mich fertig machten. Man, dieses Mädchen sollte weniger Fernsehen schauen, das war einfach so wild ! Genau wie die Misson von Henderson und Anya, wobei es ja eher süß wirkte und ich es so toll fand, wie er mit ihr umging.

Der Zeichenstil gefiel mir sehr gut und machte Spaß. Nicht nur, weil die Actionszenen toll in Szene gesetzt wurden, sondern auch die Mimik und Gefühle der Charaktere schön greifbar waren.

Fazit:
Die Einblicke in Twillights Vergangenheit waren sehr spannend, interessant und gingen unter die Haut. Zwar gefielen mir die Übergänge zwischen den Zeiten nicht so gut, aber es unterhielt mich. Die weiteren Missionen brachten Stryx möglicherweise ein wenig weiter und ich bin gespannt, wie es sich entwickeln wird.

5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.03.2026

In die Hölle

Abgrund der Sehnsucht
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!!! Es können Spoiler vorkommen !!!

Nachdem die Eltern der Feyde Calliope einen Putsch anzettelten und damit scheiterten, ist ihre Tochter dazu verdammt, in der Welt der Sterblichen zu leben. Einige Jahre ...

!!! Es können Spoiler vorkommen !!!

Nachdem die Eltern der Feyde Calliope einen Putsch anzettelten und damit scheiterten, ist ihre Tochter dazu verdammt, in der Welt der Sterblichen zu leben. Einige Jahre später erhält sie die Chance ins Feenreich zurückzukehren, allerdings mit einer gewissen Auflage. Dazu soll Lila Abssyian, den König der Hölle verführen und ausspionieren. Der furchteinflößende Dämon verändert sich durch einen Fluch stetig und durch die Jahrhunderte hat sich ziemlich viel Begierde aufgestaut, aber Lila wäre nicht Lila, wenn sie nicht für alles eine Lösung finden würde, auch wenn sie aufpassen muss, nicht ihr Herz zu verlieren.

Meine Meinung:
Als ich vor einigen Jahren dieses Buch zum ersten Mal las, gefiel es mir nicht sonderlich. Ich bekam kein Gefühl für die Figuren und wusste nicht wirklich, ob einer von ihnen schon einmal in einem vorherigen Band aufgetaucht ist. Der Vorgänger lag damals bei mir recht weit zurück und es ist schon sinnvoller die Bände zeitnah zu lesen damit sich auch gut zurechtfinden kann. Und das mache ich bei diesem re-read auch, sodass ich dieses Mal keine Probleme damit hatte und ich war dementsprechend gespannt darauf, wie mir der 15. Band der "Immortals After Dark Reihe" Serie nun gefallen würde. Das Buch besitzt definitiv seine Längen und gerade anfangs fiel es mir schwer reinzukommen, aber die Welt war richtig spannend und das Paar strahlte eine tolle Power aus.

Die ersten Kapitel wirkten noch etwas chaotisch. Zwar waren der Prolog und die Vorgeschichte von Calliope, die kurz Lila genannt wurde, interessant, aber es las sich hektisch und mir fiel es schwer, in die Geschichte reinzukommen. Es prasselten recht viele Informationen auf mich ein und das störte ein wenig. Allerdings legte sich dies nach gut hundert Seiten, als die Feyde in der Hölle ihre Mission antrat und man nicht nur sie näher kennen lernen durfte, sondern auch Abyssian, den König der Höllenreiche. Ihn kannte ich bereits aus dem Vorgänger, wo er als ein Freund von Rune und Teil der Morior vorgestellt wurde. Durch einen Fluch, der mit dem Reich verbunden war, veränderte er sich vor allem äußerlich immer mehr und litt darunter. Das beeinflusste nicht nur seine psychische Verfassung, sondern auch die aufkeimende Beziehung zu Lila. Zwar waren beide durchaus recht verschieden, erdeten sich aber durcheinenander auf eine gewisse Weise und die Chemie zwischen ihnen war richtig schön greifbar. Dennoch gab es viele Konflikte, gerade was gewisse Standpunkte ihrer Einstellungen anging, und das hin und her zwischen ihnen war zum Teil recht unterhaltsam, zum Teil aber auch anstrengend, da es sich immer mal wieder im Kreis drehte. Die Geschichte spielte hauptsächlich in der Höllen-Ebene und Cole konzentrierte sich darauf, diese Welt ausführlich zu beschreiben. Sie war echt spannend und ich liebte es, sie nach und nach zu entdecken. Gerade die Beschreibungen der Landschaften und Tiere waren super bildhaft. Andere Schauplätze außerhalb der Hölle kamen selten vor und wenn, passten sie gut zu der Handlung.

Mit den Charakteren brauchte ich ein wenig mehr, um mit ihnen warm zu werden. Gerade zu Beginn fiel es mir durch die Hektik ein wenig schwer, einen Draht zu ihnen zu finden, aber im Laufe der Handlung mochte ich sie immer mehr. Zwar wirkten Lila und Sian wie alle anderen Hauptcharaktere von Coles Geschichten zuvor, aber das störte micht nicht, da es doch auch kleine Unterschiede gab, durch die sie sich abhoben. Gerade Sians innerer Konflikt mit seinem äußeren Erscheinungsbild und Lilas Wunsch Wunsch nach Freiheit und ihrer persönlichen Entfaltung fand ich spannend. Beide waren nicht so, wie sie zunächst wirkten und veränderten sich Stück für Stück. Das Wiedersehen mit Jo und Ruin war toll und ich liebte ihre schlagfertigen Dialoge.

Der Schreibstil ließ sich meistens sehr flüssig lesen, aber es gab ein paar kleinere Längen und zu Beginn fiel es mir schwer, in die Geschichte reinzukommen. Dafür entschädigten aber definitiv die tollen und bildhaften Beschreibungen der Hölle und die greifbare Chemie zwischen dem Paar. Die Erotik war mir ein wenig zu viel, auch wenn sie sinnlich wirkte.

Fazit:
Ein toller 15. Band der Reihe, der einen in eine spannende Welt entführte und mit der Liebesgeschichte punkten konnte. Zu Beginn fiel es mir etwas schwer reinzukommenund es hatte ein paar Längen, aber die Geschichte machte Spaß, was vor allem an der Power von Lila und Sian lag, die mit einigen Höhen und Tiefen zu kämpfen hatten. Ich bin auf die weiteren Geschichten gespannt, die hier im Hintergund schon angedeutet wurden.

4 von 5 Sterne

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