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Veröffentlicht am 27.01.2026

Loid und seine "Vehrerinnen"

Spy x Family – Band 9
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Jetzt geht es um alles oder nichts. Der Kampf gegen die zahllosen Auftragskiller bringt Yor an die Grenzen ihrer Kräfte und auch ihre Schutzpersonen sind noch nicht außer Gefahr. Doch damit nicht genug; ...

Jetzt geht es um alles oder nichts. Der Kampf gegen die zahllosen Auftragskiller bringt Yor an die Grenzen ihrer Kräfte und auch ihre Schutzpersonen sind noch nicht außer Gefahr. Doch damit nicht genug; auf dem Schiff wurde eine Bombe platziert, die jeden Moment hochgehen könnte ! Wie sollen Yor, Loid und Anya sich um alles kümmern, ohne ihre Geheimnisse preizugeben ?

Meine Meinung:
Was war das bitte für ein Cliffhanger ?! Nach dem Ende von Band acht war ich sehr gespannt darauf, wie es weitergeht und es war toll, dass die Geschichte sofort daran anknüpfte, sodass man gleich wieder im Geschehen war. Zwar wirkte dieser Band durch die vielen Missionen etwas zerstückelt und es war nach der Kreuzfahrt eindeutig die Luft raus, aber gerade der Kampf zwischen Yor und den Killern war zeichnerisch ein absoluter Augenschmaus, dass ich darüber hinwegsehen kann.

Die besten Parts waren der Kampf zwischen den Killern und der Urlaub der Familie Forger auf dem Festland. Der Abschied von Yor und dem Baby war absolut zuckersüß und mir gefiel es, wie sie auf dieser Mission über sich hinaus wuchs und mehr über sich selbst lernte. Die Forgers kamen sich bei ihrem Ausflug näher und es machte Spaß, wenn Yor mal wieder ihre Kräfte ein wenig überschätzte. Leider war danach ziemlich die Luft raus, und auch, wenn mich die weiteren Missionen gut unterhielten, wirkte es ein wenig zu chaotisch. Die Übergänge wurden nicht gut ausgearbeitet und irgendwie fand ich in manche Missionen zunächst nicht gleich rein. Insgesamt hat es aber Spaß gemacht, was vor allem an Becky und Franky lag, deren Geschichten einfach zu wild waren und mich so zum Lachen brachten. Nun shippe ich Franky und Fiona schon ein wenig; ich meine, die hatten doch eine gewisse Chemie, oder ? Die letzte Mission war nicht wirklich meins, aber durch das Ende bin ich nun sehr auf den nächsten Teil gespannt.

Der Zeichenstil gefiel mir sehr gut und machte Spaß. Nicht nur, weil die Actionszenen toll in Szene gesetzt wurden, sondern auch die Mimik und Gefühle der Charaktere schön greifbar waren. Vor allem der Endkampf waren visuell einfach ein richtiger Augenschmaus.

Fazit:
Der Part auf dem Schiff war vor allem zeichnerisch absolut spannend und der Urlaubstag der Familie Forger machte Spaß. Zwar gefiel mir die Missionen danach zum größten Teil, aber dennoch war etwas die Luft raus, was ziemlich spürbar war. Franky und Becky waren meine absoluten Highlights und die Schwärmerei der jungen Dame war einfach zu wild. Der nächste Teil verspricht sehr interessant zu werden und ich bin schon sehr gespannt.

4 von 5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2026

Family Vacation

Spy x Family – Band 8
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Es geht für die Forgers auf Kreuzfahrt ! Naja eigentlich wollte Yor aufgrund ihres Nebenberufes alleine reisen, aber dank eines glücklichen "Zufalls" kommen nun auch Loid und Anya mit. Und natürlich jagt ...

Es geht für die Forgers auf Kreuzfahrt ! Naja eigentlich wollte Yor aufgrund ihres Nebenberufes alleine reisen, aber dank eines glücklichen "Zufalls" kommen nun auch Loid und Anya mit. Und natürlich jagt ein Ereignisdas nächste, sodass sie nicht nur umso mehr auf die Wahrung ihres Geheimnisses achten müssen, sondern auch darum, am Leben zu bleiben. Na dann, Petri heil !

Meine Meinung:
Die Forgers verreisen und natürlich geht es chaotisch zu. Während Yor umso mehr darauf achten muss, dass ihre Tätigkeit als Auftragsmörderin nicht auffliegt und ihr Auftrag in Gefahr geärt, plagt sich Loid mit den Anforderungen eines "coolen" Vaters herum und Anya sprint quasi im Dreieck, damit alles schön geheim bleibt.

Der achte Band der Manga-Reihe ist für mich zwar kein absolutes Highlight, da gibt es einfach welche, die mich mehr unterhielten, aber dennoch war es echt herrlich. Trotz gewisser Längen ging es teils Schlag auf Schlag zu und gerade Anyas Spagat zwischen Loid und Yor brachte mich so oft zum Lachen, während der arme Loid mir doch ein wenig Leid tat. Ich meine, diese Sache mit dem "coolen" Vater war so wild, während ich bei Barnaby und seiner Sichelkröte vor Lachen heulen musste.

Man erfuhr einiges aus Yors Beruf als Auftragskillerin und es war interessant, auch mal Kollegen von ihr kennen zu lernen. Vor allem Matthew beeindruckte mich und seine Fähigkeiten waren der hammer. Dadurch, dass die Gefahr überall lauerte, baute sich kontinuierlich eine gewisse Spannung auf. Die Kämpfe waren unterhaltsam und wurden gerade zeichnerisch richtig toll in Szene gesetzt. Aber es gab auch mal ruhige Momente, wo die Figuren über sich und ihr Leben nachdenken durften, was gut rein passte. Der Band endete mit einem Cliffhanger und es wäre ratsam, schon den nächsten parat zu halten, weil es doch ein wenig fies war.

Der Zeichenstil gefiel mir sehr gut und machte Spaß. Nicht nur, weil die Actionszenen toll in Szene gesetzt wurden, sondern auch die Mimik und Gefühle der Charaktere schön greifbar waren.

Fazit:
Der achte Band mag ein paar Längen haben und ich mag die Vorgänger ein klein wenig mehr, aber das Setting war interessant und bot immer wieder Abwechslung. Die Charaktere durften sich auch mal hinterfragen und gerade durch Anya blieb es richtig unterhaltsam. Mein Highlight waren definitiv die Kämpfe, die richtig toll in Szene gesetzt wurden.

5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Leseproben, mehr nicht

Meet Me Under the Mistletoe
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Adventskalender mal anders. Jeden Tag bis zum Heiligabend gibt es eine neue Kurzgeschichte von einem anderen Autor oder einer Autorin, die sich um Weihnachten, den Advent oder generell um diese gewisse ...

Adventskalender mal anders. Jeden Tag bis zum Heiligabend gibt es eine neue Kurzgeschichte von einem anderen Autor oder einer Autorin, die sich um Weihnachten, den Advent oder generell um diese gewisse Zeit im Dezember drehen. Und zum Silvester gibt es sogar einen Bonus.

Meine Meinung:
Selbst als Erwachsene liebe ich Adventskalender einfach. Auch als über 30-jährige brauche ich zumindest einen und bei all den vorweihnachtlichen Stress, den ich auf der Arbeit habe, versüßen sie mir ein wenig den Tag, egal in welcher Form. Ich liebe Überraschungen und so ein buchiger Kalender hörte sich sehr spannend an, da er auch die Möglichkeit bot, neue Autoren und Autorinnen für sich zu entdecken. Zeitgleich mit diesem habe ich noch einen weiteren von everlove gelesen und bei beiden fällt mein Urteil recht ähnlich aus. Die Idee dahinter finde ich sehr schön, aber die Umsetzung ließ ziemlich zu wünschen übrig. Zwar gab es Geschichten, die mir recht gut gefielen, aber die meisten ließen mich eher frustriert zurück. Sie wirkten abgehackt, zu gehetzt und das vorhandene Potenzial wurde kaum genutzt. Manche hätten sich als ein ganzes Buch bestimmt sehr gut entfalten können, so wirkten sie eher, als würde man sich zu enge Kleidung anziehen: es geht, passt aber nicht wirklich. Gerade bei den Geschichten von Antonia Wesseling, Zara Reed und Regina Meissner war dies so schade, weil die Ideen dahinter mir sehr zusagten.

Aber es gab auch welche, wo die vorhandenen Seiten nahezu perfekt genutzt wurden. Die Geschichten von Christina Kaspar, Alessia Gold und Isabell Linn begeisterten mich. Da wurde nicht nur das Thema Weihanchten schön umgesetzt, auch wirkten sie rund und machten Spaß. Die Chemie zwischen den Paaren stimmte und ich konnte mich richtig schön in dem Setting verlieren. Von diesen Autoren möchte ich gerne mehr lesen. Manche Türchen waren richtig niedlich und zauberten mir ein Lächeln ins Gesicht.

Allerdings muss ich auch sagen, dass es Beiträge gab, die mir gar nicht gefielen, aber es war durchaus gut, weil ich manche Autoren, von denen ich mal Bücher lesen wollte, für mich eher streichen kann. Sarah Saxx mochte ich früher sehr gerne, aber mein Geschmack hat sich mit der Zeit einfach geändert und sie sagt mir nicht mehr wirklich zu. Das merkte ich erneut bei ihrem Beitrag, der wie nach Schema F wirkte und keinen Spaß machte. Die Geschichte von Anna Knopf hatte leider gar nichts mit dem Thema zu tun und die von Jennifer Wiley zog mich sogar ziemlich runter. Bei so einem Buch passte sie gar nicht rein, auch wenn ich die Idee ansich gut fand.

Fazit:
So oder so ließen sich die Geschichten meistens sehr flott lesen und ich hatte immer einen buchigen Snack für meine kurze Pause. Dennoch werde ich in Zukunft keine Bücher dieser Art mehr zulegen, da sie mir zu wenig bieten und eher wie eine Werbung wirkten. Natürlich kann man keine langen und ausgereiften Geschichten erwarten, aber durch ein anderes Buch habe ich gesehen, dass es durchaus richtig gut funktionieren kann, nur nicht auf diese Weise. Deswegen ist es das letzte Mal, dass ich so ein Buch gelesen habe und ich kann leider keine Empfehlung aussprechen. Von mir gibt es kanppe:

3 von 5 Sterne

Geschichten + jeweilige Bewertung:

1. Ada Baily - Snow, Steam and Molecules 2/5

2. Beril Kehribar - The darkest Winter 1/5

3. Lin Rina - Lebkuchenküsse 5/5

4. Antonia Wesseling - What the winter won´t say 2/5

5. Kristin Maciver - Once upon an Irish Winter 5/5

6. Liza Grimm - Mein Wintergeist 4/5

7. Steffi Kuhlmann - Catching Feelings 5/5

8. Jennifer Wiley - A second chapter with you 2/5

9. Noah Stoffers - Winterwald 3/5

10. Sarah Saxx - Weihnachtszauber unter dem Mistelzweig 1/5

11. Christina Kaspar - Say it with Flowers 5/5

12. Christian Handel - Silberne Träne 4/5

13. Zara Reed - No Risk, No Fun 3/5

14. Regina Meissner - Der goldene Totenkopf 2/5

15. Justine Prust - Wo die Winternacht uns begegnet 2/5

16. Anna Knopf - Vielleicht 2/5

17. Inka Lindberg - Happy Birthday to me 3/5

18. Nina Bilinszki - Sliding into my heart 4/5

19. Maike Voss - Winterwinds and angel wings 3/5

20. Isabell Lin - Secrets under the christmas tree 5/5

21. Alessia Gold - Shorthander ins Herz 5/5

22. Eleanor Bardilac - Dein winterstilles Sommerherz 2/5

23. Janine Ukena - Wie ein Schneesturm Weihnachten rettet 3/5

24.Valentina Fast - It happened on Christmas Eve 4/5

31. Basma Hallak - New Year, old mistakes 3/5

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Ein Ratgeber, der soll viel mehr als das ist

Dein ADHS Buddy
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Wie auch die Autorin Grace Koelma habe ich spät meine ADHS Diagnose erhalten und lange damit gehadert. Weder verstand ich meine Gefühle noch Gedanken richtig und versuchte nur irgendwie meinen chaotischen ...

Wie auch die Autorin Grace Koelma habe ich spät meine ADHS Diagnose erhalten und lange damit gehadert. Weder verstand ich meine Gefühle noch Gedanken richtig und versuchte nur irgendwie meinen chaotischen Alltag zu bewältigen. Über die Jahre hinweg habe ich unzählige Tagesplaner ausprobiert oder selber welche starr nach Vorlagen gestaltet weil ich nicht wusste, wie ich das so machen sollte, dass es auch zu meinen Bedürfnissen passt. Mit diesem Problem stehe ich nicht alleine und es war so toll, wie schnell ich eine Verbindung zu diesen Ratgeber fand, der eigentlich eher wie ein interaktives Workbook funktionierte und mir nicht nur viele neue Ideen und potenzielle Lösungen bot, sondern mich auch mental unterstützte.

Man merkte von Anfang bis Ende, dass hier jemand dran saß, der nicht nur slebst ADHS hat, sondern sich auch ganz viele Gedanken darum machte und viel Herzblut reinsteckte. Schon das interessante Vorwort machte mich sehr neugierig auf den weiteren Inhalt. In diesem Buch durfte ich so viel darüber lernen, was ADHS genau ist, wie mein Hirn tickt und wie es sich auf meinen Alltag, meine Gefühle und Gedanken auswirken kann. Es gab mitunter auch Momente, wo ich geweint habe, weil ich mich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich verstanden fühlte und Dinge zuordnen konnte, wo ich vorher gar nicht dachte, dass es auch zu ADHS dazu gehören könnte. Grace hat einen behutsamen, aber auch sachlichen und fesselnden Stil, was man vor allem bei persönlichen Einblicken merkte und es war toll, wie man eine gewisse Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Die Tipps, Verschläge und Ideen, die sie hier einbringt, finde ich richtig klasse, da es auch welche gibt, die ich so noch gar nicht kannte. Gerade das Zusammenspiel zwischen Wahrnehmung und Umwelt, sowie Trigger war spannend und manche der Tipps helfen mir richtig gut.

Die Seiten wurden so gestaltet, dass es nie starr wirkte, sondern immer wieder mein Interesse weckte. Durch das kunterbunte Inhaltsverzeichnis und die kleinen Hinweise zwischendurch konnte man auch mal mittendrin zu einem anderen Thema wechseln, je nachdem, was für einen selbst gerade spannend erschien. Die vorkommenden Fachbegeriffe wurden zeitnah erklärt, egal, wie oft sie vorkamen, sodass ich mich nie überfordert fühlte und eher nebenbei etwas lernte. Mir gefiel es sehr, wie stimmig die Farbgestaltung und die Illustrationen wirkten, die neben Zitaten, die Texte immer wieder auflockerten.

Auf den letzen Seiten durfte ich einige Vorlagen entdecken, die ich teils 1:1 übernommen oder ein wenig für mich abgeändert habe. Richtig toll finde ich die Liste für all meine angefangenen Bücher, wo ich mir regelmäßig meine aktuelle Lektüre notiere oder auch den Fokus-Tagesplaner, den ich zwar nicht täglich nutze, der mir bisher aber eine große Hilfe war. Natürlich vergesse ich dennoch mal etwas, oder habe keinen Kopf dafür, einen Plan auszufüllen, aber hier ist das richtig schöne, dass Grace einem den Impuls gibt, dass es völlig okay ist und man einfach weitermachen kann, wenn man wieder Lust hat. So bleibt das Interesse bestehen und ich setze mich nicht selber unter Druck.

Fazit:
Endlich mal ein Ratgeber für Menschen mit ADHS, der einfach so viel mehr ist. Man merkt, dass sich hier eingehend damit befasst wurde und es ein Herzensthema der Autorin ist. Die Informationen wurden sehr fließend und visuell entsprechend wiedergegeben und wirkten kein Stück starr, was mir echt Spaß machte. Ich fand es spannend, informativ und die Vorlagen sind ein absolutes Highlight. Teilweise habe ich bereits damit gearbeitet und zum ersten Mal bringt es mir etwas, weil einem auch von vornherein jeglicher Druck genommen wird. Von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Zu viel Spice, zu wenig fesselnd

The Darlington - Ethan & Grace
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!!!Es können SPOILER vorkommen!!!

Eigentlich ist Grace ein Mensch, der das Leben genießt und die Arbeit als Zimmermädchen im Darlington Hotel liebt. Aber als sich ihr Leben nach einem schweren Schicksalsschlag ...

!!!Es können SPOILER vorkommen!!!

Eigentlich ist Grace ein Mensch, der das Leben genießt und die Arbeit als Zimmermädchen im Darlington Hotel liebt. Aber als sich ihr Leben nach einem schweren Schicksalsschlag ändert, setzt sie ihre ganze Energie dafür ein, Antworten zu finden und bricht dafür sogar in das Büro des Hotelmanagers ein. Dabei wird sie von dem Hotelerben Ethan erwischt, mit sie eine besondere Beziehung verbindet. Beide können sich nicht leiden, aber dennoch hilft er ihr bei der Suche und so kommen sie sich immer näher, egal ob sie es wollen oder nicht.

Meine Meinung:
Eigentlich lasse ich Bücher immer mindestens ein paar Tage sacken, bevor ich meine Meinung zu ihnen niedertippe, aber bei diesem will diese bereits nach ein paar Stunden raus, obwohl es in meinem Kopf immer noch arbeitet. Und eigentlich mag ich die Bücher von Laura Kneidl sehr gerne, auch die, die nicht ganz so stark waren, aber der zweite Band der Darlington Reihe hat mich enttäuscht. Es las sich trotz einiger Längen recht flüssig und gerade die erste Hälfte unterhielt mich richtig gut, aber danach nahm es leider immer mehr ab und das Ende legte ein ziemliches Tempo hin, das mir einfach nicht zusagte. Zu viel Spice, zu viele Gespräche und einige Wiederholungen, die die eigentlich spannende Ausgangssituation der Geschichte ziemlich langweilig werden ließen, sodass ich teilweise sogar einige Seiten schnell ließ, weil es mich langweilte.

Und dabei freute ich mich auf die Geschichte von Ethan und Grace, deren Kabbelein und Wortgefechte ich im Vorgänger sehr geliebt habe, weil die Chemie zwischen ihnen einfach stimmte und Spaß machte. Die erste Hälfte gefiel mir eigentlich noch ganz gut. Man las aus den Ich-Perspektiven von dem Paar und das Geschehen setzte so gut wie unmittelbar nach den letzten Ereignissen von Band eins an, sodass ich recht schnell im Buch war. Es ließ sich schön flüssig lesen und war wieder richtig schön drüber, was mir Spaß machte, ohne die Balance zu verlieren, die super zwischen Drama, Gefühlen und ein wenig Humor lag. Ethan ließ definitiv nichts anbrennen und es war interessant, mehr über sein Leben, seine Gedanken und Gefühle zu erfahren. Generell tauchte man mehr in die Familie der Darlingtons, die Abläufe des Hotels und die Arbeit dort ein. Das war interessant und ich verfolgte die Suche von Grace mit großer Neugier. Ich wollte unbedingt wissen, was genau mit ihrer Schwester geschah und warum es so ein schreckliches Ende nahm, in das anscheinend auch das Hotel verwickelt war und sich verständlicherweise stark auf das Leben von Grace und ihrer Familie auswirkte, was mir teilweise sehr unter die Haut ging.

Eigentlich hätte das eine richtig spannende Geschichte werden können, die von den Emotionen, der Chemie ihrer Hauptfiguren und der Suche nach dem Täter hätte leben können. Stattdessen zog es sich nach gut der Hälfte leider immer mehr, verstrickte sich in viele Wiederholungen und kam einfach nicht vorran, bevor es sich in den letzten Seiten so stark überschlug, dass es mir keine Freude mehr machte. Leider wirkte es dann zu drüber und kaum spannend, sodass ich dann auch froh war, als ich die letzte Seite las, die die Geschichte irgendwie recht abrupt beendete und mich etwas ratlos zurückließ. Mein größter Kritikpunkt ist aber der Spice, der hier ziemlich Überhand nahm. Eigentliche freute ich mich ja ziemlich auf die Liebesgeschichte von Ethan und Grace, da ich im Vorgänger ihre Chemie und Wortgefechte so toll fand. Hier blitzte dies gelegentlich auf und es gab auch Momente, die mir Spaß machten, aber der erotische Teil nahm viel zu viel Raum ein. Bei der Geschichte von Henry und Kate fand ich es so toll, dass es kaum Liebesszenen gab und die auch noch super beschrieben wurden. Bei der von Ethan und Grace allerdings ging es recht schnell los und gefühlt kam alle alle paar Seiten eine entsprechende Szene. Mir war es definitiv zu viel und sie wirkten auch dann nach einer Weile echt nicht mehr sinnlich, sondern eher wie eine störende Wiederholung. Weniger Seiten, gerade was den Spice angeht, eine frühere Überleitung zu den letzten Ereignissen und eine spürbarere Chemie zwischen den Figuren hätte der Geschichte so gut getan. Das lag zum Teil auch daran, dass die vielen Handlungsstränge nicht miteinander harmonierten und obwohl ich eine Entwicklung in der Sache mit seinem Vater und dem Prozess echt begrüßte, nahm mir das zu viel Raum ein und begrub die Geschichte von Ethan und Grace regelrecht. Es passte irgendwie nicht wirklich zusammen und ich hätte lieber eines davon als Handlung gehabt, da sich beide meistens eher im Weg standen.

Und auch mit den Charakteren wurde ich nur bedingt warm. Mir gefiel es sehr, dass Logan, der jüngste Bruder mehr in den Fokus gerückt wurde und Raum erhielt, damit er dann zusammen mit Rose den Abschluss der Reihe bilden kann, aber leider wirkte sie recht unsympathisch. Ich fand sie teilweise recht unfair und ich habe meine Vermutungen, wieso, aber dennoch war ihr Verhalten stellenweise richtig daneben und ehrlich gesagt weiß nicht, ob ich ihre Geschichte lesen möchte.

Ethan und Grace fand ich trotz der Ereignisse und Enthüllungen etwas blass und mir waren sie oft auch nicht sympathisch, wobei es Stellen gab, bei denen ich sehr gut mitfühlen konnte und ich sie verstand. Dennoch wurde ich nie wirklich warm mit ihnen und fand die Sprünge in ihrem Wesen und ihrer Beziehung nicht gut ausgearbeitet. Trotz der Länge des Buches konnte ich keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen und der Spice störte einfach zu sehr. Am meisten nervten mich aber die Kosenamen, die zu oft eingesetzt wurden und zeitweilig albern wirkten. Dennoch finde ich es aber auch stark, wie sehr sich Grace für die Gerechtigkeit einsetzte und unermüdlich dafür kämpfte, damit ihre Schwester Gerechtigkeit erhielt, während Logan sich seinem Vater stellte und versuchte, seiner Mutter eine Stütze zu sein. Die anderen Charaktere fand ich bis auf Logan eher langweilig, obwohl es ja genügend interessanten Stoff bot, gerade was Henry anging, aber sie wirkten auf mich zu sehr wie Randfiguren und nur Logan stach positiv hervor.

Fazit:
Es fiel mir echt schwer, eine Meinung zu diesem Buch zu verfassen und ich habe oft Dinge umgeändert, drüber nachgedacht und wollte es wirklich mögen, weil mir Band eins trotz des unstimmigen Tempos super gefiel und Spaß machte. Zwar hatte ich gerade zu Anfang auch mit der Fortsetzung meine Freude, aber auch hier stimmte das Tempo nicht wirklich. Es zog sich oft zu sehr und der Spice nahm leider Überhand, während es zum Ende hin sich zu sehr überschlug, um dann richtig abrupt zu enden, was keinen Spaß machte. Ich wurde weder mit den Charakteren, noch der Geschichte oder den Wendungen wirklich warm und bin mir unsicher, ob ich noch Band drei lesen soll. Von mir gibt es:

2 von 5 Sterne

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