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Veröffentlicht am 17.03.2026

Spannende Idee, aber schwach umgesetzt

Das Kalendermädchen
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Als Olivia vor elf Jahren ihre Tochter Alma adoptierte, geschah dies nur unter der Aufflage, dass die Identität der Eltern unter keinen Umständen ans Licht kommen darf. Das war für sie auch nie ein Problem, ...

Als Olivia vor elf Jahren ihre Tochter Alma adoptierte, geschah dies nur unter der Aufflage, dass die Identität der Eltern unter keinen Umständen ans Licht kommen darf. Das war für sie auch nie ein Problem, bis Alma schwer erkrankt und auf eine Stammzellenspende angewiesen ist. Um ihr Leben zu retten, startet Olivia dennoch eine Suche und stößt dabei auf die Legende vom Kalendermädchen.

Meine Meinung:
Fitzek lese ich seit einigen Jahren wirklich sehr gerne und ich mag es, wenn sie mal sehr wild werden. Durch "Der Nachtwandler" bekam ich sogar wieder generell Lust auf Psychothriller und auch, wenn es mal schwächere Werke von ihm gab, konnten sie mich dank des tollen Twist am Ende insgesamt doch überzeugen. Leider kommen seine neueren Bücher nicht mehr an die Qualität ihrer Vorgänger ran und das merkte ich bei "Das Kalendermädchen" recht deutlich. Der Klappentext las sich interessant und ich stellte mir im Vorfeld einige Fragen: Ist die Legende real ? Wer sind Almas leibliche Eltern und vor allem, wie hängt das alles zusammen ? Das klang wirklich spannend und stellenweise riss mich die Umsetzung durchaus mit, aber die meiste Zeit war es mir zu konfus, reißerisch und gerade das Ende enttäuschte mich ziemlich. Es wirkte viel zu flach und wo war mein geliebter Twist, der noch mal alles auf den Kopf stellen konnte ?!

Der Notruf am Anfang und die darauf folgenden Ereignisse waren sehr merkwürdig und fesselten mich. Ich war gespannt, wie alles miteinander zusammenhängt, da gleich drei Handlungsstränge starteten. Zwei spielten in der Vergangenheit, in der sich um Valentina drehte und einer, in dem Olivias Suche nach Almas leiblicher Mutter im Fokus stand. Zwar wurden die Wechsel gut gekennzeichnet, allerdings rissen sie mich beinahe jedes Mal aus dem Lefluss, da die Cuts teilweise richtig unpassend geschahen. Es gab auch Stellen, wo es sehr künstlich wirkte, sodass ich richtig genervt davon war. Dabei fand ich die Handlungsstränge an sich interessant und es kamen auch richtig fesselnde Stellen vor.

Die Geschichte bot Potenzial, das kaum genutzt wurde und mir fehlte einfach diese gewisse Raffinesse, die ich eigentlich vom Autor gewohnt bin. Dass seine Werke alle ein wenig reißerisch sind, mag ich eigentlich ganz gerne, das macht ihren Charme aus, nur hier wirkte es zu flach und konstruiert. Irgendwie fieberte ich nicht wirklich mit und pausierte immer wieder länger, weil es mich nicht wirklich fesseln konnte. Die Charaktere fand ich in Ordnung, nur konnte ich durch den Stil zu keinem eine richtige Verbindung aufbauen. Es war schade, dass das Schicksal einer Figur, die zwischenzeitlich auftauchte, zum Ende hin so schnell abgehandelt wurde. Das passte nicht gut rein, zumal diese soapige Note zu viel des Guten war. Generell waren die letzten Seiten sehr enttäuschend für mich. Normalerweise liebe ich die Enden wegen diesem besonderen Twist sehr, aber hier gab es keinen ! Stattdessen las es sich wie eine 08/15 Thriller und ließ mich absolut ratlos und frustriert zurück. Die Auflösung von dem ganzen Mysterium war ziemlich langweilig, nur eine Sache fand ich interessant.

Fazit:
Es wird nicht mein letzter Fitzek sein, aber es ist einer, der mich ziemlich enttäuschte. Zwar blitzten immer wieder spannende Momente auf, insgesamt wirkte es aber zu reißerisch und die künstlich angelegten Cliffhanger zwischen den Handlungssträngen machten einfach keine Freude. Sie rissen mich beinahe jedes Mal aus dem Lesefluss und ich brauchte generell lange, um das Buch zu beenden, was in meinen Augen definitiv nicht dafür spricht, da ich seine Bücher eigentlich verschlinge. Die Ideen in der Geschichte fand ich gut, aber es wirkte eher so, als wenn der Autor keine wirkliche Lust darauf gehabt hätte, was ich vor allem beim Ende stark merkte,. Es wirkte sehr abgehackt, machte keinen Spaß und wo war der Twist, der nochmal alles (vielleicht) schön gedreht hätte ? Ich hoffe, dass mich sein nächstes Buch wieder mehr unterhalten kann.

2 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Wurzeln

Spy x Family – Band 10
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Anya hat einen Tonitrus erhalten, was Loid völlig umhaut und ihn in seine Vergangenheit kapaltutiert. Wie wurde er zu dem heutigen Mann, was prägt ihne und wie kam er zu WISE ? Aber es warten noch weitere ...

Anya hat einen Tonitrus erhalten, was Loid völlig umhaut und ihn in seine Vergangenheit kapaltutiert. Wie wurde er zu dem heutigen Mann, was prägt ihne und wie kam er zu WISE ? Aber es warten noch weitere Missionen auf Anya und Co., zumal eine Person auftaucht, die auch zum Erfolg von Mission Stryx führen könnte. Es bleibt als spannend.

Meine Meinung:
Der arme Twillight ! Aber bei diesem Tonitrus hätte es mich vielleicht auch umgehauen. Naja, als Leser bekommt man so aber auch endlich mal einen Einblick in die Vergangenheit von ihm, die mich auch beim re-read absolut von der ersten bis zur letzten Seite fesselte und die ich echt gerne als einen kompletten Band gelesen hätte. Denn es war sehr spannend, interessant und emotional, wie er aufwuchs, der Krieg miterlebte und zu dem Mann und Agent wurde, der er heute ist.

Es ging mir unter die Haut und es war gut, dass der übliche Humor und gewisse Entgleisungen hier beinahe komplett runtergeschraubt wurden und die Ernsthaftigkeit der damaligen Situation im Vordergrund stand. Ich war natürlich auch gespannt darauf, ob man Twillight´s wahren Namen erfahren dürfte, aber natürlich blieb alles geheim. Die erste Begegnung mit Silvia war toll und ich mochte ihre knallharte Art sehr. Sie gab immer wieder neue Impulse und mir gefiel es, dass es ihr wichtig wahr, dass man sich sein eigenes Bild machen und nicht alles glauben sofort glauben sollte, gerade was Nachrichten und andere Menschen einem erzählten. Man durfte erfahren, wie er Franky kennenlernte und wie sich beide Seiten die Schuld zuschiebten.

Aber auch die Operation Stryx machte Fortschritte. Yor durfte eine interessante Bekanntschaft machen, die für die Mission noch nützlich werden könnte und ich fand diese Person recht schräg. Bei ihm/ihr bin ich sehr gespannt, wie es sich entwickeln wird, zumal der Freundschaftsplan von Anya ja eher in die Ferne rückte und die Ideen von Becky einfach zu wild waren und mich fertig machten. Man, dieses Mädchen sollte weniger Fernsehen schauen, das war einfach so wild ! Genau wie die Misson von Henderson und Anya, wobei es ja eher süß wirkte und ich es so toll fand, wie er mit ihr umging.

Der Zeichenstil gefiel mir sehr gut und machte Spaß. Nicht nur, weil die Actionszenen toll in Szene gesetzt wurden, sondern auch die Mimik und Gefühle der Charaktere schön greifbar waren.

Fazit:
Die Einblicke in Twillights Vergangenheit waren sehr spannend, interessant und gingen unter die Haut. Zwar gefielen mir die Übergänge zwischen den Zeiten nicht so gut, aber es unterhielt mich. Die weiteren Missionen brachten Stryx möglicherweise ein wenig weiter und ich bin gespannt, wie es sich entwickeln wird.

5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.03.2026

In die Hölle

Abgrund der Sehnsucht
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!!! Es können Spoiler vorkommen !!!

Nachdem die Eltern der Feyde Calliope einen Putsch anzettelten und damit scheiterten, ist ihre Tochter dazu verdammt, in der Welt der Sterblichen zu leben. Einige Jahre ...

!!! Es können Spoiler vorkommen !!!

Nachdem die Eltern der Feyde Calliope einen Putsch anzettelten und damit scheiterten, ist ihre Tochter dazu verdammt, in der Welt der Sterblichen zu leben. Einige Jahre später erhält sie die Chance ins Feenreich zurückzukehren, allerdings mit einer gewissen Auflage. Dazu soll Lila Abssyian, den König der Hölle verführen und ausspionieren. Der furchteinflößende Dämon verändert sich durch einen Fluch stetig und durch die Jahrhunderte hat sich ziemlich viel Begierde aufgestaut, aber Lila wäre nicht Lila, wenn sie nicht für alles eine Lösung finden würde, auch wenn sie aufpassen muss, nicht ihr Herz zu verlieren.

Meine Meinung:
Als ich vor einigen Jahren dieses Buch zum ersten Mal las, gefiel es mir nicht sonderlich. Ich bekam kein Gefühl für die Figuren und wusste nicht wirklich, ob einer von ihnen schon einmal in einem vorherigen Band aufgetaucht ist. Der Vorgänger lag damals bei mir recht weit zurück und es ist schon sinnvoller die Bände zeitnah zu lesen damit sich auch gut zurechtfinden kann. Und das mache ich bei diesem re-read auch, sodass ich dieses Mal keine Probleme damit hatte und ich war dementsprechend gespannt darauf, wie mir der 15. Band der "Immortals After Dark Reihe" Serie nun gefallen würde. Das Buch besitzt definitiv seine Längen und gerade anfangs fiel es mir schwer reinzukommen, aber die Welt war richtig spannend und das Paar strahlte eine tolle Power aus.

Die ersten Kapitel wirkten noch etwas chaotisch. Zwar waren der Prolog und die Vorgeschichte von Calliope, die kurz Lila genannt wurde, interessant, aber es las sich hektisch und mir fiel es schwer, in die Geschichte reinzukommen. Es prasselten recht viele Informationen auf mich ein und das störte ein wenig. Allerdings legte sich dies nach gut hundert Seiten, als die Feyde in der Hölle ihre Mission antrat und man nicht nur sie näher kennen lernen durfte, sondern auch Abyssian, den König der Höllenreiche. Ihn kannte ich bereits aus dem Vorgänger, wo er als ein Freund von Rune und Teil der Morior vorgestellt wurde. Durch einen Fluch, der mit dem Reich verbunden war, veränderte er sich vor allem äußerlich immer mehr und litt darunter. Das beeinflusste nicht nur seine psychische Verfassung, sondern auch die aufkeimende Beziehung zu Lila. Zwar waren beide durchaus recht verschieden, erdeten sich aber durcheinenander auf eine gewisse Weise und die Chemie zwischen ihnen war richtig schön greifbar. Dennoch gab es viele Konflikte, gerade was gewisse Standpunkte ihrer Einstellungen anging, und das hin und her zwischen ihnen war zum Teil recht unterhaltsam, zum Teil aber auch anstrengend, da es sich immer mal wieder im Kreis drehte. Die Geschichte spielte hauptsächlich in der Höllen-Ebene und Cole konzentrierte sich darauf, diese Welt ausführlich zu beschreiben. Sie war echt spannend und ich liebte es, sie nach und nach zu entdecken. Gerade die Beschreibungen der Landschaften und Tiere waren super bildhaft. Andere Schauplätze außerhalb der Hölle kamen selten vor und wenn, passten sie gut zu der Handlung.

Mit den Charakteren brauchte ich ein wenig mehr, um mit ihnen warm zu werden. Gerade zu Beginn fiel es mir durch die Hektik ein wenig schwer, einen Draht zu ihnen zu finden, aber im Laufe der Handlung mochte ich sie immer mehr. Zwar wirkten Lila und Sian wie alle anderen Hauptcharaktere von Coles Geschichten zuvor, aber das störte micht nicht, da es doch auch kleine Unterschiede gab, durch die sie sich abhoben. Gerade Sians innerer Konflikt mit seinem äußeren Erscheinungsbild und Lilas Wunsch Wunsch nach Freiheit und ihrer persönlichen Entfaltung fand ich spannend. Beide waren nicht so, wie sie zunächst wirkten und veränderten sich Stück für Stück. Das Wiedersehen mit Jo und Ruin war toll und ich liebte ihre schlagfertigen Dialoge.

Der Schreibstil ließ sich meistens sehr flüssig lesen, aber es gab ein paar kleinere Längen und zu Beginn fiel es mir schwer, in die Geschichte reinzukommen. Dafür entschädigten aber definitiv die tollen und bildhaften Beschreibungen der Hölle und die greifbare Chemie zwischen dem Paar. Die Erotik war mir ein wenig zu viel, auch wenn sie sinnlich wirkte.

Fazit:
Ein toller 15. Band der Reihe, der einen in eine spannende Welt entführte und mit der Liebesgeschichte punkten konnte. Zu Beginn fiel es mir etwas schwer reinzukommenund es hatte ein paar Längen, aber die Geschichte machte Spaß, was vor allem an der Power von Lila und Sian lag, die mit einigen Höhen und Tiefen zu kämpfen hatten. Ich bin auf die weiteren Geschichten gespannt, die hier im Hintergund schon angedeutet wurden.

4 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Des Widerspenstigen Zähmung

Endlose Nacht
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Jospehine hat keine Ahnung, wer sie wirklich ist, woher sie und ihr kleiner Bruder kommen und was sie eigentlich ist. Als er entführt wird, bricht für sie eine Welt zusammen und sie weiß nicht wohin mit ...

Jospehine hat keine Ahnung, wer sie wirklich ist, woher sie und ihr kleiner Bruder kommen und was sie eigentlich ist. Als er entführt wird, bricht für sie eine Welt zusammen und sie weiß nicht wohin mit ihrer Wut. Bei einem ihrer nächtlichen Streifzüge als eine Art Rächerin durch die Straßen trifft sie auf den Assasine Rune, der sie mit seinem Talent als Bogenschütze fasziniert. Der Dunkelfeyhde allerdings sieht in ihr nur ein Hindernis seiner Mission. Und doch kommt auch er nicht von ihr los und sie geraten in einen Kampf zwischen Leidenschaft und absoluter Treue.

Meine Meinung:
Als ich vor ein paar Jahren "Endlose Nacht" las, war ich nicht wirklich von der Geschichte begeistert. Sie zog sich zu sehr und ich fand schwer rein. Daher war ich bei diesem re-read sehr gespannt darauf, ob und wie weit sich meine Meinung ändern würde. Zwar hatte es einige Längen und beinhaltete zu viele erotische Szenen, unterhielt mich dank des Paars und dem spannenden Finale aber echt gut. Insgesamt gefiel es mir viel besser als beim ersten Mal und brachte mich des öfteren zum Grinsen oder Lachen.

Der Anfang las sich ein wenig holprig und ich brauchte eine Weile, um in die Geschichte reinzufinden, auch wenn das Schicksal von Josephine, die eigentlich nur Jo genannt wurde, und ihrem Bruder interessant war. Da sie keinerlei Erinnerungen an ihre Vergangenheit besaß, fragte ich mich, was sie war und was mit ihrem Bruder und ihr zuvor geschah, dass sie nichts mehr wusste. Der Zeitsprung danach viel recht lange aus, passte aber gut und die Überleitung gefiel mir.

Insgesamt verlief die Geschichte recht ruhig, besaß zunächst wenig Handlung und konzentrierte sich stark auf die Anziehung zwischen Jo und Rune, die recht explosiv, voller kleiner Machtkämpfe und schön greifbar war. Die Dialoge machten Spaß und es war klasse, wie sie ihm immer wieder Paroli bot und sich nichts gefallen ließ. Dabei besaßen beide auch weichere Seiten und waren sich recht ähnlich, weshalb es auch so gut zwischen ihnen passte.

Zwischendurch gab es kleinere Längen, die ich insgesamt nicht schlimm fand, nur zog es sich manchmal ein wenig zu sehr. Dafür entschädigten die Wendungen, die alles ein wenig auflockerten und spannender machten. Gerade die unbekannte Dimension, die Morior und neue Bedrohungen wirkten sehr interessant und es war toll, dass Cole neue Wesen einführte und ihre Welt im Hintergrund weiterausbaute. Es tauchten alte Bekannte auf und besonders auf ein bestimmtes Wiedersehen freute mich sehr, da ich diesen Charakter in den vorherigen Bänden richtig toll fand. Das Ende wirkte ein wenig abgehackt und es wäre schön gewesen, wenn es ein wenig runder geworden wäre, so fand ich es aber niedlich.

Mit den Charakteren wurde ich schnell warm, weil ich mich auch ein wenig mit Jo´s kratzbürstiger Art identifizierte. Dabei war dies nur ein Schutzschild, um durchzukommen und immer wieder blitzte auch ihre verletzliche und fürsorgliche Art auf. Gerade die Liebe zu ihrem kleinen Bruder und ihr Schmerz, sowie ihre Einsamkeit waren immer wieder sehr spürbar. Und da tat ihr Rune mehr als gut und sie ihm. Beide ähnelten sich auf eine gewisse Weise und ihre Machtkämpfe waren zu herrlich. Genau wie Jo konnte er ein richtiger Sturkopf sein und betäubte seine Gefühle. Manchmal war er ein richtiger Idiot und machte mich einfach nur fertig. Seine Veränderungen passierten langsam und in einem guten Tempo.

Der Schreibstil gefiel mir auch dieses Mal wieder richtig gut. Es hatte zwar Längen, machte aber Spaß und las sich weitesgehend dennoch flüssig. Der Humor war genau meins und besaß einen gewissen Charme. Nur die erotischen Szenen waren einfach zu viele und weniger wären mehr gewesen.

Fazit:
Der 14. Band der Immortals After Dark Reihe, wenn man nach der deutschen Reihenfolge geht, unterhielt mich beim re-read richtig gut. Die Chemie zwischen dem Paar stimmte und die Machtkämpfe machten Spaß. Es tauchten neue Welten und Wesen auf, die auch die Hintergrundgeschichte ein wenig pushten. Einzig die reichlich vorhandene Erotik war mir ein wenig zu viel. Die Szenen wirkten sinnlich, wurden aber zu viel eingestezt. Das Ende gefiel mir sehr gut, hätte aber durchaus ein paar mehr Seiten vertragen können. Dennoch fand ich es auch niedlich.

4 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Es weihnachtet sehr ?

Wintergeister
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Weihnachten; das Fest der Liebe, Geschenke, Santa und Besinnlichkeit. Tja, bei diesen Kurzegeschichten sieht das ein wenig anders aus. Sechs hochgelobte Autorinnen und Autoren zeige eine andere Seite und ...

Weihnachten; das Fest der Liebe, Geschenke, Santa und Besinnlichkeit. Tja, bei diesen Kurzegeschichten sieht das ein wenig anders aus. Sechs hochgelobte Autorinnen und Autoren zeige eine andere Seite und beleben die Tradition, sich zur kalten Jahreszeit Spukgeschichten zu erzählen, neu. So dürfen natürlich nicht der Krampus, Geisterbeschwörungen oder Sagen fehlen, die nicht mehr unbedingt im heutigen Bewusstsein stecken.

Meine Meinung:
Eigentlich lese ich sehr gerne Kurzgeschichten, aber nachdem mich die letzten Sammlungen damit recht enttäuschten, wollte ich diese noch auf dem SuB lassen. Da hatte allerdings eine meiner Lieblingsbuchhänderlin etwas dagegen und sie machte mich auf "Wintergeister" richtig neugierig. Ich ging ohne jegliche Erwartungen ran und wurde sehr positiv überrascht. Zwar überzeugte mich nicht jede Geschichte gänzlich und manche hatten Potenzial für mehr, aber ich habe seit Jahren nicht mehr so eine gute Zusammenstellung gelesen. Die Atmosphäre war durchweg unheimlich, auf seine eigene Art und Weise weihnachtlich und bescherte mir des öfteren eine ziemliche Gänsehaut, was ich echt liebte.

Schon die erste Geschichte von Bridget Collins zog mich völlig in seine Bann. Zwar brauchte ich zunächst ein paar Seiten, um mich in Der steinerne Dämon reinzufinden, aber es las sich dann richtig spannend, wirkte beklemmend und Traum und Wirklichkeit verschwammen irgendwann so sehr, dass ich wie die Hauptfigur nie wusste, was nun real war. Der Stil las sich flüssig und war schön bildhaft. Mit der zweiten Geschichte von Andrew Michael Harley brauchte ich ein wenig länger, um damit warm zu werden, weil es sich zunächst recht zog. Dafür entschädigte aber das heftige Ende, sowie die Traumabewältigung von Morgen, die nur angedeutet wurde, es aber in sich hatte. Das offene Ende war schaurig und obwohl ich eigentlich kein Fan davon bin, passte es gut rein.

Ada Lark von Jess Kid bot eine tolle Atmosphäre, spielte schön mit den Eindrücken und gerade die Szenen in der Nacht bescherten mir eine unwohlige Stimmung. Die dritte Geschichte überzeugte durch den bildhaften Schreibstil und das viktorianische Setting passte einfach perfekt zu dem Thema. Nur das Ende erschloss sich mir nicht und ich fand es zu verwirrend. Zudem wurde das vorhandene Potenzial etwas verschwendet und es wirkte etwas gehetzt. Die vierte Geschichte von Catriona Ward war leider die schwächste und passte irgendwie nicht richtig hier mit rein. Jenkins machte einfach keine Freude, auch wenn es gute Momente besaß und sich schön flüssig lesen ließ. Dennoch muss ich sagen, dass es es mir zu schräg wirkte und ich alle Figuren durchweg unsympathisch fand. Es fehlte mir diese gewisse Gruselstimmung und ich wurde nie wirklich warm damit.

Dagegen konnte ich mit Der Witwenweg von Susan Stokes-Chapman wesentlich mehr anfangen. Die fünfte Geschichte begeisterte mich mit einer hervorragend unheimlichen Stimmung, einem beklemmenden Schreibstil und richtig tollen Wendungen, die ich absolut nciht gesehen hätte. Die Autorin schaffte es sofort, mich in die viktorianische Zeit zu entführen und ich durfte sogar ein wenig über ein vergangenes Handwerk lernen. Das Ende war ein Highlight und generell ist diese Geschichte mein absoluter Favorit von allen sechs. Die letzte Geschichte von Laura Purcell bildete mit Das Lied von Glocken und Ketten einen schön runden Abschluss. Ich war sehr gespannt, ob sich wenigstens eine der Geschichten sich um Krampus, den Gegenpart vom Nikolaus drehen würde und ich wurde hier nicht enttäuscht. Es begann relativ harmlos, schraubte sich dann aber immer weiter hoch und gipfelte im absoluten Horror, was ich geliebt habe. Der Schreibstil ließ sich flüssig lesen und bot eine schön schaurige Atmosphäre.

Fazit:
Selten habe ich so eine gute Sammlung wie diese hier gelesen. Zwar gab es zwei Geschichten, die mich nicht gänzlich überzeugten, aber ingesamt bin ich sehr begeistert. Die schön schaurige Stimmung sorgte für einige Gänsehaut und Beklemmungen, waren aber auf ihre eigene Art und Weise auch weihnachtlich und machten einfach Spaß.

5 von 5 Sterne

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