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Veröffentlicht am 14.07.2024

Von Familiendramen und dunklen Omen

Detektiv Conan 24
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Die Männer in Schwarz tauchen wieder auf oder doch nicht ? Jedenfalls hat Ai schlimme Albträume und sieht dunkle Zeichen, die darauf hindeuten. Das wäre doch endlich mal eine neue Spur ! Aber es kommt ...

Die Männer in Schwarz tauchen wieder auf oder doch nicht ? Jedenfalls hat Ai schlimme Albträume und sieht dunkle Zeichen, die darauf hindeuten. Das wäre doch endlich mal eine neue Spur ! Aber es kommt alles anders als gedacht und auch in den anderen Fälle ist nichts so wie es scheint. Weder bei dem Arzt, der durch einen "Unfall" ums Leben kommt oder noch bei bei Sato und Takagi, die ihren Fall mit Conans Hilfe endlich klären können, auch wenn es ganz knapp wird.

Vorwort:
Das ist der vierundzwanzigste Band der Manga-Reihe "Detektiv Conan" und auch, wenn die Fälle in sich abgeschlossen sind, sollte man der Reihe nach lesen, da die Grundgeschichte immer wieder fortgesetzt wird. Es ist als Taschenbuch, sowie e-book erhältlich. Es kommt ein abgeschlossener Fall vor, der geteilte aus dem Vorband wird zuende erzählt und ein weiterer begonnen.

Meine Meinung:
Die Männer in Schwarz, komische Todesfälle und eine Bombenstimmung....für Conan und seine Freunde wurde es definitiv nicht langweilig und ich wieder gut unterhalten. Zwar hatten die Fälle auch ein, zwei kleinere Längen, aber insgesamt gefielen sie mir wieder sehr gut und machten Spaß. Obwohl ich bereits den Anime kenne, rätselte ich gerne mit.

Zunächst wurde der Fall aus dem vorherigen Band zuende erzählt und für Takagi und die Detectiv Boys wurde es so langsam aber sicher eng, schließlich steckten Sato und der Tatverdächtige mächtig in der Klemme ! Diesen Fall fand ich wieder sehr spannend und fieberte mit den Figuren mit, schließlich ging es um Leben und Tod und alles sah danach aus, als würden sie es nicht schaffen. Die Ermittlungen waren interessant und Takagi konnte mal wieder zeigen, was in ihm steckte. Klasse war der Humor von Professor Agasa, der mich zum Schmunzeln brachte.

Im zweiten Fall musste Kogoro aufgrund seiner Gesundheit zum Arzt, Alkohol und Co. waren definitiv nicht gut für seine Werte. Allerdings kommt es natürlich zu einem Todesfall und sein Arzt wird nach einem Stromausfall und mit seinem Rasierer tot in der Badewanne gefunden. Aber war es wirklich ein Unfall ? Dieser Fall war echt traurig und ich konnte die Wut des Täters/der Täterin verstehen, auch wenn es nicht einen Mord rechtfertigte. Die Ermittlungen fand ich interessant und die Fallauflösung war toll.

Und im letzten Fall hat Ai Albträume von den Männern in schwarz, die sie und Conan später dann auch wirklich auf der Straße sehen. Durch Conans Wagemut erfahren sie von einem ihrer Pläne und müssen nun einen Mord verhindern. Hier erfährt man mehr über die Organisation und einem gewissen Pisco, der für Conan und Ai wichtig werden könnte. Aber dann geschieht der Mord und Ai kommt in Gefahr. Ich mag solche Fälle ganz gerne, weil die Hintergrundgeschichte weiter voran getrieben wurde, allerdings muss ich auch sagen, dass ein paar Längen drin waren und es mich nicht so catchen konnte wie der Anime, den ich spannender fand.

Der Zeichenstil gefiel mir wieder sehr und ich hatte keine Probleme, dem Geschehen zu folgen. Toll war es, wie genau die Mimik der Charaktere dargestellt wurde und man immer ein gutes Gefühl für den Fall hatte.

Fazit:
Nicht jeder Fall konnte mich gänzlich begeistern, aber ich mochte die Mischung ganz gerne, zumal auch mal wieder die Männer in schwarz auftauchten. Vor allem der zweite Fall war klasse und ich mochte die Dynamik. Ich finde nur, dass es ein paar Länge hatte und mich der letzte Fall, der geteilt wurde, nicht ganz catchte. Von mir gibt es:

4 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2024

Tolle Story, aber auch echt wild !

Mixed-up First Love 06
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Was für ein auf und ab der Gefühle. Nicht nur, dass es zwischen Aoki und Ida immer wieder zu Missverständnissen kommt, auch bei Hashimoto und Aida läuft nicht alles glatt. Hinzu kommen Zukunftsängste, ...

Was für ein auf und ab der Gefühle. Nicht nur, dass es zwischen Aoki und Ida immer wieder zu Missverständnissen kommt, auch bei Hashimoto und Aida läuft nicht alles glatt. Hinzu kommen Zukunftsängste, Probleme in der Schule und das alltägliche Leben. Und die vier merken, dass es langsam ernst wird.

"First Love 06" von Wataru Hinekure ist der sechste Band der gleichnamigen Reihe und umfasst. ca. 174 Seiten. Es ist als Taschenbuch, sowie e-book erhältlich.

Meine Meinung:

Ich mag diese Reihe wirklich sehr gerne und finde es prima, wie die Autorin und die Zeichnerin hier die Probleme von den Jugendlichen verarbeitet, aber dieser Zeichenstil ist manchmal ja wirklich sehr, sehr wild. An sich komme ich mit den Übetreibungen in der Mimik und Gestik meistens klar, aber bei diesem Band fragte ich micht öfters, warum es so übertrieben werden musste.

Die Geschichte fand ich wirklich super und mir gefiel es, dass wieder alltägliche Probleme eingebaut wurden, von denen ich einige auch sehr gut kannte. Es las sich sehr flott und mir gefiel das auf und ab zwischen den Figuren, weil es doch mitunter sehr spannend wurde. Denn nicht nur Ida und Aoiki hatten mit einigen Problemen zu kämpfen, auch die Sache zwischen Hashimoto und Aida nahm Fahrt auf, auch wenn Aida mal wieder zeigte, was für ein Idiot er sein konnte. Vor allem seine emotionslosigkeit in einer Szene machte mich doch etwas fertig ! Aber ich muss auch sagen, dass ich ihre Liebesgeschichte spannender und interessanter fand als die zwischen den beiden Jungs, die sich etwas im Kreis drehte. Zum Ende hin fand ich es sehr süß und es war gut, mehr über Aida zu erfahren, da seine coole Art zum Teil auch nur eine Fassade war.

Den Zeichenstil mag ich eigentlich sehr gerne, weil ich es toll finde, wie die Autorin ihre Figuren darstellt, aber, und das ganz fett unterstrichen....manchmal waren die Entgleisungen in der Mimik einfach zu wild. Mich störte es schon, dass es so dick aufgetragen wurde und vor allem Aoki nicht normal gucken durfte. Mir ist schon klar, was sie damit ausdrücken möchte, aber dennoch war es einfach zu viel des Guten.

Fazit:

Die Geschichte mochte ich sehr gerne, weil die Autorin die Probleme und Sorgen der Jugendlichen, die kurz vor Beendigung der Schule standen, ernsthaft in Szene setzte, aber auch ein wenig Humor mit einbaute. Dennoch konnte es mich nicht ganz begeistern, weil der Zeichenstil mir aus den altbekannten Gründen nicht wirklich zusagte. Vor allem die Entgleisungen in der Mimik von Aoki, sowie seine Gestik, machten mich manchmal richtig fertig ! Ich verstehe schon, was man mir damit verdeutlichen will, aber es war einfach zu viel des Guten. Von mir gibt es:

3,5 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2024

Eine Reise zu sich selbst und mehr

Wir sind wild und wunderbar
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Für Alexei ist die Wanderung des Pacific Crest Trail so viel mehr als das. Hier möchte er sich verändern, sein Leben komplett umkrempeln und seine Rastlosigkeit loswerden. Er hat mit vielem gerechnet: ...

Für Alexei ist die Wanderung des Pacific Crest Trail so viel mehr als das. Hier möchte er sich verändern, sein Leben komplett umkrempeln und seine Rastlosigkeit loswerden. Er hat mit vielem gerechnet: Wilde Tiere, Blasen, eine gefährliche Umgebung und Einsamkeit, aber nicht mit Ben, der das genaue Gegenteil von ihm ist und den Kontakt zu anderen Menschen liebt. Durch einen Zufall oder das Schicksal stemmen sie zusammen weiter den Weg und kommen sich immer näher bis Ängste und Missverständnisse sie wieder auseinandertreiben. Nun müssen sie sich fragen, ob das, was zwischen ihnen ist, sich lohnt, festzuhalten.

Vielen Dank an NetGalley und HarperCollins eBook für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, dies beeinflusst nicht meine Meinung. "Wir sind wild und wunderbar" von Anita Kelly ist ein Einzelroman, der ca. 316 Seiten umfasst und als e-book und Taschenbuch erhältlich ist.

Meine Meinung:
Das Buch stand schon ein wenig länger auf meiner Wunschliste und es hat mich sehr gefreut, es lesen zu dürfen, weil der Klappentext mich sehr neugierig auf die Geschichte machte. Es klang einer emotionalen Reise voller Höhen und Tiefen und ich war sehr gespannt darauf, was die beiden jungen Männer alles erleben und wie es mit ihnen weitergehen würde. Und auch das Cover sagte mir sofort zu. Ich finde es super, dass Alexei und Ben von hinten gezeigt wurden und der Leser sich ihre Gesichter selbst vorstellen durfte. Zudem passt es so gut, sie wandernd vor den Bergen zu zeigen.

Insgesamt war es eine schöne Geschichte, die mich vor allem im ersten Teil so gut unterhielt und mich emotional mitnahm. Ich fand es sehr spannend und interessant, die beiden jungen Männer auf dem PCT, wie der Pacific Crest Trail kurz genannt wird, zu begleiten und bei ihren Erlebnissen, Höhen und Tiefen, sowie Problemen quasi hautnah dabei zu sein. Sie waren mir gleich sympathisch und gerade wegen ihrer Unterschiede passten sie für mich gut zusammen. Während Ben kontaktfreudig und offen war, hielt sich Alexei sehr zurück und mochte keinen Smalltalk. Beide hatten ihre Probleme, die sie mehr oder weniger belasteten und ich war sehr gespannt, wie ihre Vergangenheit und ihre Gründe für den Trail aussahen, weil es einfach um mehr ging, als zu sich selbst zu finden. Mir gefiel es, dass ihre Unterschiede auch zu verschiedenen Konfliktsituationen führte, die beide vor neue Probleme und unbequemen Wahrheiten stellten. Ihre Liebesgeschichte war wie der Trail ein auf und ab und nahm mich absolut gefangen, weil ich auch die Chemie zwischen ihnen schön fand. Gerade wegen ihrer Unterschiede passten sie gut zusammen und ergänzten sich. Die erotischen Szenen wurden schön beschrieben und ich mochte es, dass auch viel um Verletzbarkeit und Ängste ging.

Die Szenen auf dem Trail, vor allem in der Natur waren super beschrieben und ich konnte es mir bildlich vorstellen. Die Autorin nahm sich eine gewisse Zeit, um die Umgebung genau zu beschreiben, schweifte aber nur ab und zu etwas sehr ab und ich konnte beim Lesen gut abschalten. Für mich hätte es sehr gerne länger weitergehen können, weshalb ich ein wenig überrascht war, als der erste Cut kam und viel gesprungen wurde. Leider konnte mich die veränderte Umgebung und die Geschichte dann nicht mehr so begeistern wie zuvor, aber ich fand es auch interessant, Ben´s Familie kennenzulernen und zu sehen, wie es mit ihm und Lex weiterging. Allerdings folgte dann wieder ein Wechsel, der mir dann gar nicht gut gefiel und auch, wenn ich die Idee interessant fand, catchte es mich einfach nicht mehr. Zum Ende hin ging mir alles ein wenig zu schnell und ich hätte gerne zu ein paar Dingen gewusst, wie sie weitergehen, weil es etwas abrupt zum Schluss kam. Hier wären ein, zwei Kapitel doch vorteilhafter gewesen, um es abzurunden. Deswegen fand ich es schon schade, wie einige meiner Fragen dann recht schnell abgehandelt und sich nicht ein wenig mehr Zeit genommen wurde. Zudem fand ich später keinen richtigen Bezug mehr zu den Nebenfiguren, auch wenn sie mir im allgemeinen gut gefielen. Vor allem die anderen Wanderer, die ihnen immer wieder auf ihrer Reise begegneten, mochte ich sehr gerne.

Der Schreibstil der Autorin sagte mir durchaus zu, auch, wenn er doch ein paar Längen hatte und ich mich etwas daran gewöhnen musste. Aber es las sich die meiste Zeit recht flüssig und ich habe die Beschreibungen des Trails und der Natur absolut geliebt. Die Gefühle der Protagonisten waren greifbar gewesen und sie boten mehr als eine Seite.

Fazit:
Die Geschichte gefiel mir gut und ich habe die Beschreibungen der Natur geliebt. Die Reise der beiden war sehr interessant, voller Höhen und Tiefen und ich mochte es, dass die Autorin zeigte, welche Probleme sie hatten, ohne dick aufzutragen. Vor allem die meisten Begegnungen mit anderen Wanderern waren sehr spannend und es war super, wie unterschiedlich die Charaktere waren. Die Liebesgeschichte zwischen Alexei und Ben nahm mich mit und ich liebte die Chemie zwischen ihnen. Nur leider war für mich nach dem ersten Teil leider die Luft raus und zum Ende ging es mir dann etwas zu plötzlich, weshalb es mich dann nicht mehr so mitriss wie zuvor. Dennoch würde ich gerne mehr von der Autorin lesen, weil sie einen schön bildhaften Schreibstil hatte. Von mir gibt es:

3,5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 09.07.2024

Unbefriedigender Abschluss

Wie Blüten und Blitze 02
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Die Zeit ist wie ein Fluss, den man nicht aufhalten kann. Da merkt vor allem Umiho, deren Freundschaften sich weiter entwickeln und die sich immer noch selbst finden muss. Dabei erfährt sie nicht nur einiges ...

Die Zeit ist wie ein Fluss, den man nicht aufhalten kann. Da merkt vor allem Umiho, deren Freundschaften sich weiter entwickeln und die sich immer noch selbst finden muss. Dabei erfährt sie nicht nur einiges über Yachiyo, sondern kommt auch Shiro näher, bis ein dummes Missverständnis wieder für Probleme sorgt.

Wie Blüte und Blitze 02 von Kana Watanabe ist der zweite und finale Band ihrer gleichnamigen Reihe. Es erschien 2020 bei Tokyopop und sollte der Reihe nach gelesen werden, da die Bände aufeinander aufbauen.

Meine Meinung:
Irgendwie bin ich gleichzeit enttäuscht und auch begeistert und selbst jetzt hadere ich noch ein wenig mit meiner Bewertung, weil mich dieser Abschluss ziemlich beschäftigt. Es gab so viele gute Dinge, die mich sehr überzeugten, aber irgendwie fand ich es auch echt komisch, weil es ziemlich blöd endete und vieles offen ließ. Ich bin ganz froh, dass ich mir diese Reihe ausgeliehen und nicht gekauft habe, weil ich sonst enttäuschter wäre.

Die Geschichte zog sich sehr und kam wie auch im Vorgänger nicht wirklich in Gang. Es war eher eine Aneinandereihung von Szenen, als eine zusammenhänge Storyline, was es mir etwas schwer machte, reinzufinden. Einzig die Vergangenheit von Yachiyo war richtig gut. Diese fand ich sehr interessant, spannend und traurig, ohne dass sie aufgesetzt wirkte und überdramtisiert wurde. Man erfuhr mehr, wie sie zu der Person wurde, die sie heute war und was es mit diesem speziellen Club auf sich hatte. Die leisen Töne, die die Autorin hier fand, mochte ich sehr gerne und es ging mir schon unter die Haut. Dafür war es aber recht schade, dass die Haupthandlung rund um Umiho und Shiro mich eher langweilte und ich die beiden nicht wirklich verstand. Sie catchten mich als Paar einfach gar nicht und insgesamt las es sich etwas langweilig. Sehr enttäuschend war das Ende, was recht offen blieb und die Reihe zu keinem guten Abschluss brachte.

Der Zeichenstil gefiel mir ganz gut und ich mochte die Art der Zeichnerin. Hier wurde auch an diesen üblichen Entgleisungen der Mimik gespart, was ich sehr begrüßte und dennoch war klar, was die Figuren dachten oder fühlten.

Fazit:
Es ist durchaus eine niedliche und auch melancholische Reihe, die wichtige Themen behandelt, ohne auf Effekthascherei oder künstliches Drama zu setzen, aber sie blieb weit unter ihrem Potenzial und begeisterte mich nur bedingt. Es gab Momente, die ich echt klasse und wichtig fand, aber meistens zog es sich. Die Liebesgeschichte war mir zu langweilig und es war schade, dass sie recht blass blieb. Einzig die schmerzhafte Vergangenheit von Yachiyo ging mir unter die Haut und sorgte für emotionale Spannung. Der Abschluss dieser Reihe war nett zu lesen, wirkte aber nicht wie ein Endeund blieb in meinen Augen zu offen. Von mir gibt es:

3 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 09.07.2024

Selten hat mich ein Reihenabschluss so enttäuscht !

Cherish
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Grace und ihre Freunde haben die Schule abgeschlossen, aber auch danach warten einige Gefahren auf sie und so müssen sie ins Schattenreich, um sich und ihre Freunde retten zu können. Es geht nicht nur ...

Grace und ihre Freunde haben die Schule abgeschlossen, aber auch danach warten einige Gefahren auf sie und so müssen sie ins Schattenreich, um sich und ihre Freunde retten zu können. Es geht nicht nur um Leben und Tod, sondern auch um ihre Zukunft und ihre Rollen in einer gefährlichen Welt, in der ein Fehler dein letzter sein könnte.

Cherish von Tracy Wolff ist der sechste und letzte Band ihrer "Katmere-Accademy" Reihe. Es erschien am 18.04.2024 bei detv Verlagsgesellschaft und umfasst ca. 710 Seiten. Da die Bände aufeinander aufbauen, sollte der Reihe nach gelesen werden.

Meine Meinung:
Ich werde etwas ausholen und nostalgisch werden. Lange sträubte ich mich gegen diese Reihe, bin dann aber doch dem Hype erlegen und habe nach Ewigkeiten mal wieder ein richtiges Highlight gefunden, welches ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Bei jedem Band habe ich mitgefiebert, die Augen verdreht und sie einfach abgefeiert für das, was sie sind. Schöner Trash, der sich nicht zu ernst nahm und dann doch eine gewisse Tiefe aufwies, die ich nicht erwartet habe. Zwar ging es immer weniger um die Schule, aber mich mochte die Richtung, die die Autorin einschlug. Selbst der nicht ganz so packende Zwischenband mit Grace´s und Hundson´s Reise in der Schattenwelt mochte ich gerne und ich war so gespannt auf das Finale. Zwar habe ich nicht mehr damit gerechnet so sehr gepackt zu werden wie im vierten Band, aber ich hätte nicht gedacht, dass mich der sechste Band so enttäuschen würde !

Die Geschichte bot eigentlich viel Potenzial für eine spannende letzte Reise von Grace und ihren Freunden und zwar blitzte diese auch stellenweise auf, aber leider zog es sich so sehr, dass diese schnelll wieder verpuffte. Ich verstehe immer noch nicht so ganz, was das war, was ich hier gelesen habe und ich fragte mich immer wieder, ob das wirklich Wolff geschrieben hat, weil es sich wie eine Fanfiction las. Die üblichen und vertrauten Elemente, die ich in den Vorgängern geliebt habe, waren durchaus vorhanden, aber in so geringer Dosis, dass es mich echt langweilte. Es wurde gleichzeitig viel erzählt und dennoch kam das Geschehen einfach nicht weiter. Vieles drehte sich im Kreis, wurde wiederholt und wirkte an einigen Stellen, als wenn sie einfach nur Parts aus den vorherigen Büchern aufgewärmt hätte. Auch gab es genügend Stellen, die ich absolut nicht gebraucht habe und die einfach nicht in das Buch passten, weil sie die Handlung nicht vorrantrieb, teilweise sogar zurückversetzte und ich hatte das Gefühl, dass vieles nur in die Länge gezogen wurde, weil man viele Seiten haben wollte. Nur zum Ende hin überraschte es mich etwas, weil dann endlich mal die Spannung kam, die ich mir die ganze Zeit wünschte ! Zwar war es mir etwas zu chaotisch, aber meine Augen klebten endlich mal an den Seiten. Dennoch fand ich die letzten Seiten recht unbefriedigend und es war schade, dass alles lahm endete.

Und da sind die vorhanden knapp 700 Seiten auch viel zu lang für. Wenn man all die unnötigen Szenen raustreichen würde, hätte das Buch eventuell noch um die 300 und das hätte auch echt gereicht. Wenn die Handlung ordentlich gestrafft worden wäre, man ein paar spannende Szenen und interessante Plotts eingebaut hätte, dann hätte dieses unnötige Finale durchaus funktionieren können, weil ich ein paar Ideen bezüglich Grace, ihrer Ur-was auch immer-Großmutter und der Schattenkönigin echt gelungen fand. Es war nur sehr schade, dass diese recht krude, langweilig und viel zu ausgedehnt erzählt wurden. Und auch die Nebengeschichten rund um das Liebesleben der Protagonisten enttäuschte mich dieses Mal sehr stark. Zwar fand ich es gut, dass auch Grace und Hudson Probleme bei sich hatten, aber es wirkte so aufgesetzt und auf Drama getrimmt, dass ich sie nicht ernst nehmen konnte. Die Lovestory zwischen Jaxon und Flint, die ich mir in den Vorgängern echt herbeigesehnt habe und sich langsam anbahnte, war langweilig, weil sie einfach so gut wie keinen Raum im Buch erhielt. Und die Sache zwischen Eden und Heather verstand ich gar nicht, weil ich sehr irritiert darüber war, dass Grace beste Freundin überhaupt so viel Raum erhielt. Seit wann war die bitte ein wichtiger Part in dieser Welt ? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sie hier rein geraten ist und fand sie sehr nervig.

Generell war ich auch nicht sehr begeistert von den Charakteren, die teilweise so übereifrig und wie eine Karikatur von sich selbst wirkten. Alles wurde dramatischer und auch nerviger. Leider blieben sie dabei aber recht blass und ich konnte wenig mit ihnen anfangen. Vor allem die "neu" eingeführten Figuren fand ich oft unpassend und irgendwie unwichtig. Ihre Hintergrundgeschichte machte mich kaum neugierig und es war schade, wie wenig ich mich für sie interessierte. Einzig Jaxon und ab und zu Hudson mochte ich ganz gerne und ich fand ihre Geschwisterdynamik toll, die sich doch stark verbesserte. Grace war wie immer die große Heldin, die alle retten wollte und sich hier leider nicht weiter entwickelte. Dagegen gefiel mir die Wandlung von Flint gut und auch die die Ur-was auch immer-Großmutter von Grace überzeugte mich.

Leider war der Schreibstil hier nicht so stark wie gewohnt. Zwar ließ er sich relativ flüssig lesen, konnte mich aber kaum catchen und zog sich oft. Das Drama nahm manchmal etwas überhand und ich vermisste die gewohnte Balance. Einiges wirkte zu aufgesetzt, zu übertrieben oder war blass.

Fazit:
Was Reihenabschlüsse angeht, bin ich generell sehr mäcklig, aber selten hat mich einer so enttäuscht wie dieser hier. Statt Spannung und interessanten Wendungen erwartete mich eine viel zu langgezogene Handlung, deren kaum vorhandene Wendungen mich nicht wirklich catchten und Charaktere, die ein blasses Abbild von sich selbst darstellten. Zwar las es sich recht flüssig, aber auch der Schreibstil konnte mich nicht wie gewohnt begeistern und zog sich einfach zu sehr. Es tut mir irgendwo echt weh, wie alles endet, weil diese Reihe vor allem in Band vier so unglaublich stark und packend war. Vielleicht hätte die Autorin Band fünf nach eins setzen, alles ein wenig anders schreiben und mit Court ein gutes Ende finden müssen, denn so, wie sie es gemacht hat, hat sie mir die Reihe versaut; sehr schade ! Und ganz ehrlich ? Ich bin echt sauer, vor allem um das Geld, was ich nicht wiedersehen werde ! Von mir gibt es:

2 von 5 Sterne

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