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Veröffentlicht am 14.06.2023

Wichtige Themen, deren Umsetzung mich nicht überzeugte

Und du fliegst durch die Nächte
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„Jeder sollte selbst darüber entscheiden dürfen, wann und auf welche Art er sich outet. Und ob er das überhaupt möchte. Wirklich niemand hat das Recht, das zu übernehmen.“, sagte Julius, und Wut blitzte ...

„Jeder sollte selbst darüber entscheiden dürfen, wann und auf welche Art er sich outet. Und ob er das überhaupt möchte. Wirklich niemand hat das Recht, das zu übernehmen.“, sagte Julius, und Wut blitzte in seinen Augen auf.
//S.364//


Klappentext: übernommen
Steh zu dir und deiner Liebe. Für immer.
Nur in der Nacht fühlt Romeo sich frei und lebendig. Da er schon immer anders war und seinen Eltern nie genügen konnte, ist dieses Leben im Untergrund alles, was er will. Doch obwohl er in der Technoszene längst ein gefeierter DJ ist, fühlt Romeo sich außerhalb der Szene leer und verloren – bis er eines Nachts auf Julius trifft. Julius mit den dunklen Locken und eisblauen Augen, Julius mit dem unbeschwerten Grinsen und dem Leben im Hellen. Immer wieder begegnen sie sich und fühlen sich wie magisch angezogen. Doch als Romeo immer tiefer in die Dunkelheit gerät, müssen sich die Frage stellen, ob ihre unterschiedlichen Welten tatsächlich zusammenpassen.

Meine Meinung: !!Es kommen Spoiler vor !!
Vor einiger Zeit las ich den ersten Band der „Love is Love“ Reihe von Sophie Bichon und war eher mäßig begeistert. Der Stil war sehr malerisch und kraftvoll, zog sich aber leider auch sehr oft und bei mir kamen die Emotionen der beiden jungen Frauen kaum an. Aber dennoch hatte es auch etwas an sich, was mich doch neugierig blieben ließ und so landete dann der zweite Band „Und du fliegst durch die Nächte“ auf meinem SuB und blieb es auch lange, bis ich im Rahmen des Pride-Monats wieder darauf aufmerksam wurde und echt Lust hatte, die Autorin ein weiteres Mal zu versuchen.

Anfangs war ich auch richtig begeistert. Es gab zwar gleich zu Beginn sehr, sehr viele Infos zu Julius und Biene, aber es wurde nicht zu viel und dadurch, dass man zunächst beinahe nichts über Romeo erfuhr, glich es sich ein wenig aus und ich fand die Balance super.
Das Kennenlernen der beiden, die zarten Anknüpfungen an eine Freundschaft und die ersten zaghaften Bemühungen um mehr gefielen mir wirklich sehr gut, weil Bichon ihnen nicht nur in romantischer Hinsicht Zeit und Raum zum Entwickeln ließ, sondern auch eine interessante Rahmenhandlung schuf. In meinen Augen gab es keinen richtigen roten Faden, kein Anfang, Mitte oder Ende im klassischen Sinn. Vielmehr las es sich wie eine Erzählung aus einem Teilbereich des Lebens der Charaktere. Dies gefiel mir echt gut, weil sich auch Dramen und dergleichen gut im Rahmen hielten, zunächst.

Zwischen Romeo und Lius war anfangs an so eine super Chemie spürbar und ich fieberte mit den beiden mit, vor allem, da ja von Beginn an einige Hindernisse und Probleme auf die beiden wartete. Romeo stand auch auf Männer, wollte es sich aber selber nicht eingestehen und die Sache mit den Drogen und Exzessen war auch noch da. Die Sache nahm nicht zu viel Raum an….bis es zu kippen begann und mich vor allem das letzte Viertel enttäuschte.

Das Potenzial, was sich hier bot wurde leider kaum genutzt und ab ungefähr der Hälfte drehte sich die Geschichte nur noch im Kreis:
Lius will, dass Ro mit den Drogen aufhört, dieser verspricht es ihm und schafft es sogar eine Zeit lang, bis er wieder auf seine alten Freunde trifft und rückfällig wird. Natürlich ist Lius sauer auf ihn und hält erstmal Abstand, bis sich die beiden wieder groß versöhnen und es von vorne beginnt.

Versteht mich nicht falsch, so kann es natürlich ablaufen und hat es bestimmt auch bei vielen Leuten, aber mein Problem hierbei ist, dass ich mich irgendwann wie Bill Murray in „Täglich grüßt das Murmeltier“ gefühlt habe, weil sich dieses Szenario in Dauerschleife abspulte.

Ich finde es super, dass so viele wichtige Themen wie Drogensucht, unfreiwilliges Coming-Out und die sexuelle Orientierung behandelt wurden, nur bei der Umsetzung wurde auf zu viel zu dick aufgetragenes und nicht immer authentisches Drama, sowie zu viele Emotionen gesetzt. Ich bin wirklich nicht dünnhäutig, aber irgendwann war es mir doch zu viel und ich fand ihre Beziehung nur noch toxisch. Das lag auch daran, dass die beiden nie vernünftig miteinander redeten und nach ein paar kurzen Versprechen alles wieder super war. In der Hinsicht fand ich Lius sehr naiv und es war auch Ro gegenüber unfair, dass er nicht ehrlich war und ihm deutlich zu verstehen gab, dass es absoluter Mist ist, was dieser da abzog. Mir ist schon klar, was die Autorin ausdrücken wollte, nur gelang ihr das nicht gut.

Zum Ende fand ich es dann auch nur noch ermüdend und die ganzen Dramen, der Kitsch und die Klischees taten dem Ganzen auch nicht wirklich gut, eher im Gegenteil und irgendwie ist schon schade, dass es mich dann auch kalt ließ. Ich gönne ihnen absolut ihr Happy End, aber irgendwie fühlte es sich komisch, zu glatt, zu happy ?, an. Aktuell fällt mir kein besseres Wort dafür ein und ich hoffe, man versteht, was ich meine. Ich denke einfach, dass weniger hier mehr gewesen wäre und vor allem weniger Seiten dem ganzen echt gut getan hätte.

Die Charaktere fand ich an sich ganz in Ordnung, auf jeden Fall besser als im Vorgänger. Zwar sagten mir Lius und Ro zum Ende hin nicht mehr so zu, aber vor allem anfangs wirkten sie spannend. Bine, Davin und Co mochte ich tatsächlich echt gerne und vor allem Prija konnte mich immer wieder mal begeistern.

Julius oder auch Lius genannt mochte ich eigentlich echt gerne, nur war er mir manchmal zu blauäugig und hätte echt mehr für sich einstehen müssen. Zwar passiert das dann auch, aber es wirkte komisch, zu sehr auf Drama getrimmt. Er rieb sich zu sehr für andere auf und drehte sich sehr oft selbst im Kreis. Zwar fand ich Ro´s Verhalten auch oft nicht gut, aber ich konnte es trotz seiner Vergangenheit nicht verstehen, warum er so mit sich umspringen ließ. Ich möchte aber positiv erwähnen, dass ich manchmal auch gerne diese positive Grundeinstellung von ihm hätte.

Romeo, oder auch unter seinem DJ Namen Ro bekannt, war mir zu lange ein Mysterium. Eigentlich mochte ich Romeo sehr gerne, nur irgendwie bekam ich ihn nie wirklich zu fassen und auch wenn ich ihn verstehen konnte, konnte ich es auch wieder nicht und irgendwie ließ er mich recht ratlos zurück. Seine Beweggründe, warum er sich betäubte, seine ganze Hintergrundgeschichte und der Druck, der von allen Seiten auf ihm lastete, zogen mich teils runter, weil ich seine Handlungen eben durchaus verstehen und dann auch wieder nicht verstehen konnte. Ich verstehe, dass es bei sowas nicht einfach ist und es auch nicht so fix vergeht, aber dennoch war es mir manchmal zu drastisch. Ich fand es super, dass er es versuchte, nicht gleich abblockte, aber er drehte sich immer nur im Kreis, bis es dann auch einmal alles ganz einfach war. Finde ich aber nicht. Zum Schluss möchte ich aber über ihn noch sagen, dass ich seine ruhige, seine kreative und seine liebevolle Seite sehr gemocht habe und ich es klasse finde, wie greifbar seine Liebe zur Musik war.

Die Nebencharaktere fand ich super, vor allem Prija, die ich sehr mutig und einfach nur so sympathisch fand. Bine nervte mich manchmal, aber ich liebte ihre feinfühlige Art.

Der Schreibstil las sich flüssig und hatte auch eine gewisse Tiefe, wirkte manchmal aber auch etwas oberflächlich und verlor sich. Vor allem zum Ende hin gab es mir zu viele Klischees, Kitsch und Drama und ich war definitiv kein Fan von diesen Besonderheiten. Damit meine ich die Stellen, wo Wörter auseinander oder sehr oft aneinander gereiht wurden, das sprach mich einfach nicht an und erzielte auch nicht die erwünschte Wirkung bei mir.

Fazit:
Mir fiel diese Rezension wirklich sehr schwer und ich hoffe, ich habe keinen verletzt, aber es bringt keinem etwas, wenn ich nicht ehrlich bin. Die erste Hälfte konnte mich wirklich begeistern, während die zweite und vor allem das letzte Viertel mich überhaupt nicht ansprachen. Mehr Seiten, weniger Fokus auf geballtes Drama und es hätte mir vielleicht mehr gefallen. Von mir gibt es:

2,5 von 5 Sterne


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  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2023

Spannendes Rennen

Asterix 37
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Klappentext: (übernommen)
Asterix und Obelix begeben sich in die Höhle des Löwen!
Denn Cäsar hat zu einem Wagenrennen quer durch Italien aufgerufen! Natürlich verlangt er hinterrücks nach dem Sieg eines ...

Klappentext: (übernommen)
Asterix und Obelix begeben sich in die Höhle des Löwen!
Denn Cäsar hat zu einem Wagenrennen quer durch Italien aufgerufen! Natürlich verlangt er hinterrücks nach dem Sieg eines römischen Teilnehmers, doch zu seinem Ungemach nehmen auch Gallier an dem Rennen teil. Obelix wurde nämlich von einer Wahrsagerin prophezeit, dass er ein großer Aurige wird. Während des Rennens merken die Teilnehmer schnell, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht, während sich der maskierte römische Rennfahrer Caligarus unangefochten an die Spitze setzt. Hilfe kommt aus einer unerwarteten Richtung, denn unter den Völkern auf der italienischen Halbinsel herrschen nicht nur Sympathien für Cäsar vor ...

Meine Meinung:
Es ist nicht das erste Rennen der beiden Gallier, aber definitiv ein sehr unterhaltsames. Der 37. Band der Asterix-Reihe hat durchaus ein, zwei Längen, unterhielt aber mit vielen Anspielungen auf die Kultur der Italiener und anderen Völkern und war bis zum Ende sehr spannend. Vom Versuv, der noch nicht ausgebrochen ist und dank Obleix auch erst viel später würde, dieser Stadt die auf Wasser aufgebaut wurde oder den berühmten Weinbergen, ich spürte viel Italien hier.

Wer war dieser mysteriöse Caligarus, wie konnte es sein, dass er immer vorne lag und wie würde das Rennen für Asterix und Obelix enden ?

Ich fand den Zeichenstil klasse und wurde wunderbar unterhalten. Es zündete nicht jeder Witz, aber meisten musste ich herzlich lachen. Vor allem bestimmte Running-Gags wie der mit den Briten oder Lusitaner, die immer die Ruhe in Person waren, fand ich klasse.

Fazit:
Es gab ein, zwei kleine Längen, aber ansonsten unterhielt mich dieser Band sehr gut und es gab viele Gags, die ich klasse fand. Das Abenteuer ist spannend und es gab immer wieder kleine Wendungen. Von mir gibt es:

4,5 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2023

Das Zitat ist Programm...

Die Erbin
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Es war wie in einer Seifenoper.
//S.412//

Klappentext:
Glamour, Intrigen und große Gefühle ...
Sie ist die Erbin einer großen schwedischen Familiendynastie. Er ein Emporkömmling aus der Arbeiterschicht.
Sie ...

Es war wie in einer Seifenoper.
//S.412//


Klappentext:
Glamour, Intrigen und große Gefühle ...
Sie ist die Erbin einer großen schwedischen Familiendynastie. Er ein Emporkömmling aus der Arbeiterschicht.
Sie kämpft um die Anerkennung ihres Vaters. Er hat nur ein einziges Ziel: ihre Familie zu zerstören.
Sein Plan ist, sie auf seine Seite zu ziehen. Aber ihre Loyalität ist unantastbar.
Doch eine einzige Nacht lang sind sie keine Rivalen.
Eine einzige Nacht lang sind sie eine Frau und ein Mann, die vergessen, dass ihre Liebe eigentlich unmöglich ist.
Und in dieser einen Nacht wird sich ihr Leben für immer verändern.

Meine Meinung:
Dieses Buch lag lange, sehr lange auf meinem SuB und erst durch eine Challenge auf LB landete es auf meiner Want-to-Read Liste. Aber ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass ich jetzt ein wenig "geschubst" wurde, weil dieses Buch für mich definitiv eine der Überraschungen dieses Jahres ist. Es ist soapig, überdramatisch, die Charaktere sind weniger als nett zueinander und ich wusste nie, was noch auf mich zukommt, aber es hat auch so einen Sog entwickelt, mit dem ich nicht gerechnet hätte und ich bin quasi durch die Seiten geflogen.

Cover:
Eine Frau in schöner Abendkleidung bewegt sich quasi alleine in der Metropole und irgendwie passt es wirklich sehr gut zu dem Cover, zumal ich mir die Frau auch gut als Natalia vorstellen konnte, da deren Beschreibung des Körpers hier beachtet wurde. Die Farbgebung gefällt mir auch sehr gut und insgesamt wirkt es harmonisch.

Inhalt:
Anfangs dachte ich noch..."Puh, wie soll ich denn noch weitere 550 Seiten überstehen, das ist so langweilig !". Ich hatte echt meine Schwierigkeiten, mich schnell in die Geschichte einzufinden. Unzählige Infos zu der Börse, dem Finanzmarkt, den schwedischen Firmen, Dynastien und Natalias Familie, während man über David quasi nichts erfährt. Es war schon einiges, was mein Hirn da zu verarbeiten hatte und ich bin einfach kein Fan von so einer Faktenflut, vor allem, wenn es um unzählige Verwandtschaftsverhältnisse und dergleichen geht. Zudem wirkte der Stil zu kühl und nüchtern. Ich mag es ja schon, wenn es nicht gleich hoch her geht und man mit Emotionen überschüttet wird, aber mir war es etwas zu "frostig", was vor allem an der Kühle von Natalia lag.

Aber das Durchhalten hat sich gelohnt, denn nach ungefähr hundert Seiten fand ich mich immer besser in der Geschichte zurecht und auch zu den beiden Hauptfiguren Natalia und David fand ich so langsam einen guten Zugang. Zwar wirkte vor allem sie immer noch sehr kühl auf mich, aber man erfuhr nach und nach, wieso sie sich so gab und so, wie sich ihre Familie ihr gegenüber verhielt, wunderte mich dann gar nichts mehr.

Das Buch entwickelte nach und nach so einen heftigen Sog, den ich nie so erwartet hätte. Auch wenn ich eigentlich längst hätte schlafen müssen, klebten meine Augen dennoch an den Seiten fest und konnten sich nicht lösen. Vor allem bei den kleinen miesen Cliffhangern zwischendurch fiel es mir wirklich sehr schwer, nicht weiterzulesen. Es ist soapig, überdramatisiert und reden hätte wirklich geholfen, aber es las sich auch so unglaublich spannend. Man fieberte mit den beiden mit, rätselte, und wurde vor Spannung ungeduldig, weil man einfach wissen wollte, was denn nun Davids Geheimnis war. Wer war diese mysteriöse Caro und welchen Dreck hatte Natalias Vater am Stecken ? Gut, was das Geheimnis anging, wurde es relativ früh ersichtlich, was vorgefallen war, aber dennoch schockierten mich die Infos und einen Teil davon hätte ich wirklich nicht erwartet. Zum Ende hin wurde es mir trotz der großen Spannung etwas zu viel Drama und es war leicht drüber, aber dennoch finde ich es schon klasse, dass es mich auch nach über 500 Seiten so fesselte und interessierte.

Die kleinen Nebengeschichten rund um Peter, Asa, Michael und Alexander passten gut in die Hauptgeschichte rein und rundeten sich irgendwie ab, ohne ihr die Show zu stehlen. Auch diese Storyzweige lasen sich sehr spannend und vor allem bei Michael und Asa fieberte ich mit, die beiden waren meine heimlichen Favoriten und ihr Kräftemessen einfach zu komisch und auch sinnlich.

Wer aber mit einer lockeren Liebesgeschichte mit etwas Spannung rechnet, sollte dies definitiv nicht lesen. Unten werde ich meine persönliche Triggerwarnung angeben, weil ich finde, dass diese Geschichte durchaus eine vertragen könnte. Denn das, was vor allem Natalias Familie da vom Stapel lässt, ließ mir nicht nur einmal die Kinnlade runterfallen. Diese Familie ist einfach nur heftig und auch das, worum es bei Davids Geheimnis ging, machte mich sprachlos und traurig.

Die Liebesgeschichte zwischen Natalia und David war roh, sinnlich, begann nicht mit ehrlichen Absichten und war definitiv verdammt heiß. Die Erotikszenen wurden gut und nicht zu viel platziert und wirkten sehr sinnlich. Das war auf alle Fälle heiß ! Sie passten gut in die Geschichte rein und standen nicht im Vordergrund, was mir sehr gut gefiel. Die Chemie zwischen ihnen passte trotz der ganzen Hindernisse und Lügen sehr gut und ich habe mit ihnen so sehr mit gefiebert. Zwar ging es mir dann zum Ende hin etwas zu schnell mit ihnen, aber dennoch liebte ich die greifbaren Emotionen und die Liebe zwischen ihnen.

Ich könnte wieder einen Roman schreiben und will es zum Thema Inhalt kurz machen....Es ist soapig und über dramatisch pur, aber es passte auch perfekt hier rein. Das Thema Vendetta und die Finanzwelt harmonierten klasse und die ganzen Dramen fesselten. Die Liebesgeschichte ging mir sehr unter die Haut und ich fieberte mit zum Schluss mit.

Charaktere:
Puh, auch nicht einfach, sich da kurz zu halten, denn es sind keine eindimensionalen Figuren und bei jedem der Charaktere fand ich Wandlung statt, die ich zum Teil schockierend, klasse oder interessant fand. Vor allem Natalia und Asa veränderten sich sehr zum Positiven.

Natalia oder auch Nat genannt hatte es nie leicht in ihrer Familie. Die Gründe wieso erfahren sie und der Leser erst zum Schluss und das riss nicht nur ihr den Boden unter den Füßen weg. Anfangs mochte ich sie nicht wirklich, weil sie einfach zu über korrekt, anstrengend und sehr kalt wirkte. Aber wenn man sie näher kennenlernt und ihren Wandel im Laufe der Geschichte mitverfolgt, kann man vieles besser verstehen und ich fand es auch sehr interessant, wie sie mit Hilfe von David und Asa immer mehr zu ihrem wirklichen Ich bekennt und wesentlich lockerer und selbst bestimmter wurde. Ich fand ihren Weg toll und war überrascht, was für eine sinnliche Frau in ihr steckte. Aber wie heißt es doch so schön...stille Wasser sind tief. Vor allem zum Schluss zeigte sie, was wirklich in ihr steckt und auch, wenn ich manche ihrer Aktionen nicht guthieß, weil sie sich da zu sehr von ihrem Ego und ihren gekränkten Gefühlen leiten ließ, dennoch konnte ich sie durchaus verstehen. Auf jeden Fall gefiel es mir, wie sehr sie sich entwickelte.

David war mir die meiste Zeit eher ein Mysterium. Er wirkte anfangs ein wenig klischeehaft, aber das verflüchtigte sich doch bald, nachdem man immer mehr über ihn erfuhr. Zwar hätte er auch ein wenig mehr Raum verdient, aber vielleicht wäre es dann nicht so lange so mysteriös geblieben. Dennoch mochte ich ihn schon anfangs recht gerne. Er mochte wie ein Hai wirken, aber privat lagen ihm seine Freunde sehr am Herzen. Seine Wege waren nicht korrekt und vor allem zum Schluss wirkte er geradezu besessen von seiner Rache, aber ich fand es interessant, wie er es nach und nach selber einsah. Es kam nicht zu plötzlich und man konnte diesen Wandel Stück für Stück super beobachten. Äußerlich ist er ein sehr zurückhaltender Mann, aber innerlich auch leidenschaftlich und fokussiert. Wenn er mal die Kontrolle verlor, überraschte dies nicht nur seinen Gegenüber. Mir gefiel es auch, dass es so vielschichtig wirkte und immer für eine Überraschung gut war...

Die Nebencharaktere wurden auch sehr gut gezeichnet und wirkten interessant. Asa und Michel mochte ich hier am meisten und ihr hin und her amüsierte, da sie auch sehr unterschiedliche Charaktere hatten. Während Asa ihren Schmerz verschloss und sich nur ablenken wollte, war Michel sehr ruhig und konzentriert. Beiden passten so gut zueinander und ihre Auseinandersetzungen waren spannend.

Natalias Familie war echt heftig. Ihre Ansichten waren nicht nur antiquiert und versnobt, sondern auch echt daneben. Die Frau hat nur hübsch auszusehen und den Mund zu halten, während der Mann alles durfte und sich daneben benehmen konnte, wie er wollte. Diese Ansichten vertrat vor allem ihr Vater Gustav, den ich widerlich fand und bei dem mir nicht nur einmal ein eiskalter Schauer über den Rücken lief. So ein unangenehmer Zeitgenosse und da war er leider nicht alleine. Auch seine Frau hatte Ansichten, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte.

Schreibstil:
Zunächst hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Stil. Er las sich sehr kühl und schwierig, irgendwie zäh, aber wenn man damit warm geworden ist, kann man quasi durch die Seiten fliegen. Denn dann gefiel er mir richtig gut. Ja, es war sehr soapig und überdramatisiert, aber die Erotik war sinnlich und es las sich so spannend. Und ich finde auch, dass der Stil einfach etwas hat, was mir richtig gut gefiel.

Fazit:
Anfangs ist es etwas schwierig und bei den möglichen Triggerpunkten wurde mir schon etwas übel, bzw, schlug es mir aufs Gemüt, aber es ist eine sehr spannende Geschichte deren Fokus auf den Kampf von Natalias Selbstbestimmheit und Davids Frieden gelegt wird. Die beiden haben eine tolle Chemie und ich liebte ihre Liebesgeschichte. Nur zwischendurch war mal etwas die Luft weg und ein paar Seiten weniger hätten der Geschichte gut getan. Dennoch ist es für mich eine positive Überraschung und ich bin auf mehr gespannt. Von mir gibt es: von

4 von 5 Sterne



!!!MÖGLICHE SPOILER!!!!

!!Triggerwarnung !!

- Rassismus

- Vergewaltigung

- Frauenfeindlichkeit

- Klassensystem

- Gewalt

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Veröffentlicht am 11.06.2023

Schade um die interessante Idee

Zodius - Ein Sturm zieht auf
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"Verrate mir eins, Jocelyn", sagte er und legte kühn eine Hand auf ihren Oberschenkel. "Törnt es dich genauso an wie mich, die Welt zu retten ?"
//S. 257//

Klappentext:
„Hochspannend und innovativ - atemberaubende ...

"Verrate mir eins, Jocelyn", sagte er und legte kühn eine Hand auf ihren Oberschenkel. "Törnt es dich genauso an wie mich, die Welt zu retten ?"
//S. 257//


Klappentext:
„Hochspannend und innovativ - atemberaubende Action gepaart mit einer heißen Liebesgeschichte. Lisa Renee Jones ist einfach fantastisch!“ Lara Adrian. Michael gehört zu einer Gruppe von Soldaten, die mit außerirdischer DNS zu Superkämpfern gemacht wurden. Doch die Behandlung bringt auch die Gefahr mit, dem Wahnsinn zu verfallen. Als einer der Soldaten rebelliert und einen Krieg gegen die Menschheit beginnt, schließt Michael sich ihm an, um dessen Organisation zu infiltrieren. Dafür muss er jedoch die Frau zurücklassen, in der er seine Seelengefährtin gefunden hat.

Meine Meinung:
An sich gebe ich generell nicht viel auf die abgedruckten Meinungen anderer Autoren, aber da ich die Bücher von Lara Adrian sehr mag, war ich schon sehr gespannt auf diese Geschichte, die sie so lobte....aber....

Hochspannend ? Wo ?!
Innovativ ? Vllt zu dem Zeitpunkt, obwohl es dennoch Besseres gibt.
Atemberaubende Action ? Ne sorry...nichts von gemerkt, es war einfach sehr langweilig
Heiße Liebesgeschichte ? Das definitiv nicht.

Inhalt:
Vorweg...ich gehe immer unvoreingenommen an ein Buch, so kann man auch immer tolle Geschichten entdecken und ich versuche auch irgendwie etwas an einem Buch zu mögen, aber das hier war einfach überhaupt nicht meins.

Mich konnte schon der Einstieg null begeistern. Das lag mitunter daran, dass es wie eine Liste runtergerattert wirkte und nicht wie eine zusammenhängende Geschichte. Immer wieder wurde ich komplett rausgerissen, weil auf einmal ein Zeitsprung von 2 Wochen nach gerade mal ungefähr fünfzig Seiten stattfand. Dann gab es eine schnelle Erotikszene und es wurde wieder in die Zukunft gesprungen...aber dieses Mal waren es zwei Jahre. Mitunter deswegen schaffte ich es einfach nicht mehr, mich mit der Geschichte anzufreunden und nach der Hälfte des Buches war ich komplett raus.

Zwar habe ich noch versucht, irgendwie was zusammenhängendes da raus zu lesen...aber ich habe wohl schon wieder fast alles vergessen, was so auch nicht verkehrt ist, weil es so viele Dinge gab, die mich irgendwie aufregten bzw. die mir schlicht zu stereo waren.

Da brauchte einer der beiden Hauptcharaktere nur in der Nähe des anderen sein und beide konnten nur an das Eine denken. Mag vielleicht ja passen, aber für mich nicht.

Ich fand es auch nicht toll, wie Frauen hier dargestellt wurden. Man ist in diesem Genre doch durchaus manches gewohnt. Sobald ein Mann sie angesehen hat, waren sie hormongesteuerte Zicken, die sich gegenseitig an die Kehle gingen. Ich weiß gerade nicht, wie ich es anders beschreiben soll, aber entweder lagen sich die Frauen permanent in den Haaren oder sie wurden von den Männern "magisch" angezogen.

Charaktere:
Ich denke, ich habe mich im letzten Abschnitt durchaus genügend dazu geäußert, aber kurzgefasst kann man sagen, dass sie mir gar nicht gefielen. Eindimensional, stereo und immer auf Streit aus. Und das Pärchen ging mir irgendwann mit seiner Dauerlibido sehr auf die Nerven. Und bei dem Zitat läuft es mir immer noch den Rücken runter, das beschreibt Michael sehr gut.

Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich schon zu Beginn komisch. So gehetzt und abgehackt. Und das wurde auch später nicht besser, eher schlimmer. Denn je mehr ich las, desto öder fand ich ihn, sehr anstrengend und die Erotik war nicht sinnlich.

Fazit:
Es war einen Versuch wert und wenn ich generell keine Bücher abbreche, weil manche mich dann doch noch überzeugen können, finde ich es irgendwo schon schade, dass es wirklich nichts für mich war. Der Inhalt klang interessant und ich habe auch nichts dagegen, wenn es flacher gehalten wird, aber leider hat diese Geschichte keinen Charme und an einigen Stellen zu dick aufgetragen. Von mir gibt es:

1 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.06.2023

Klasse Kurzgeschichte

Mondscheinkuss
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„Ich habe diesem Ding nur gezeigt, wer hier das Sagen hat ?“
....
„Du hast mit dem Wecker gestritten ?“
Stolz nickte Ariadne.
.....
„Da wird sich mein Mitbewohner aber freuen. Ich brauche erstmal einen ...

„Ich habe diesem Ding nur gezeigt, wer hier das Sagen hat ?“
....
„Du hast mit dem Wecker gestritten ?“
Stolz nickte Ariadne.
.....
„Da wird sich mein Mitbewohner aber freuen. Ich brauche erstmal einen Kaffee...“
//S.29//


Klappentext:
Sturmjunge – Seensucht – Regenlachen Zwei Tage in der Menschenwelt zu verbringen kann so schwer doch nicht sein, denkt sich die junge Nymphe Ariadne und geht prompt eine äußerst leichtsinnige Wette ein. Doch zwei Tage sind ganz schön lang, wenn man seiner Nymphenkräfte beraubt wird und nicht einmal den Busfahrer bezirzen kann. Und noch viel weniger den Jungen mit den Sturmaugen.

Meine Meinung:
Ich liebe Kurzgeschichten. Es gibt da einfach so viele phantastische Ideen von den Autoren und ich lasse mich da gerne immer wieder überraschen. Einige sind so gar nicht gelungen und schaffen es nicht, ihre Ideen toll auf die vorhandenen Seiten rüberzubringen und dann gibt es Kurzgeschichten wie "Mondscheinkuss".

Cover:
Naja...also ich ich finde es schon schön, dass die Cover von den Geschichten bei bittersweet einheitlich sind und einen Wiedererkennungswert besitzen, aber irgendwie ist es auch furchtbar langweilig. Irgendwie fände ich es schöner, wenn man mehr auf die eigentliche Geschichte eingehen würde...aber okay.

Inhalt:
Diese Kurzgeschichte besitzt süße 74 Seiten und nutzte diese auch beinahe perfekt.
Man wird als Leser unmittelbar in die Geschichte geworfen und ich musste mich erst ein paar Seiten daran gewöhnen.
Aber als mir klar war, worum es im Groben ging, gefiel es mir echt super.

Es ist eine süße kleine Geschichte, die mich bestes unterhalten konnte. Obwohl es eben nur so wenig Seiten hatte, schaffte die Autorin eine interessante und lustige Welt zu erschaffen, in der in mich verlieren konnte. Ich liebe einfach alles, was mit Mythologie, vor allem griechischer zu tun hat...schon als Jugendliche interessierte mich diese Welt sehr und die Autorin verknüpfte diese auf interessante und spannende Art in ihre Geschichte.

Ariadne hat sich durch diese Wette ja einiges eingebrockt. Nicht nur, dass sie jetzt nicht mehr in ihre Welt zurückfindet, sie weiß auch nicht wirklich, wie durch die Welt der Menschen zurecht kommen soll.
Nur gut, dass Matt sie findet und dieses merkwürdige Mädchen mit in seine WG nimmt....bis er merkt, dass dieses ganze Göttergefasel wohl doch zu stimmen scheint.

Es war einfach zu komisch, wie Ariadne Menschenzeug durch ihre Augen sah. So war der Wecker eben eine Bedrohung war, der man die Leviten lesen musste...hauptsache man besiegt es :D
Ich fand ihre Bemerkungen einfach zum Brüllen und auch mitunter nachdenklich machend.
Vor allem, was sie über die Verschmutzung der Umwelt sagt ist zwar nicht neu, aber auch so wahr.

Es gibt viel zu lachen und ich finde, dass das Tempo der Geschichte echt klasse ist. Es passiert einiges und es gibt keine Längen. Zudem ist es auch tiefgründig und die Autorin hat sich hier eine wirklich klasse Geschichte ausgedacht.
Das Ende schmeckte mir nicht so ganz, weil ich mir etwas romantischeres wünschte, aber das ist jetzt wirklich Meckern auf hohem Niveau ;)

Charaktere:
Dafür, dass es ja nur so wenig Seiten waren fand ich die Charaktere super ausgearbeitet.

Ariadne:
Sie wirkte anfangs ja schon etwas naiv, aber sie merkte schnell wer oder was ihr gut tat und eben nicht. Sie war nicht dumm und konnte sich prima behaupten. Sie brachte mich echt des öfteren zum Lachen und ich mochte ihre Art.

Matt:
Er war einfach Zucker...er wirkte auf mich echt unbeholfen und mega süß. Er hatte es bei so Leuten wie Julian echt nicht leicht und musste sich unterordnen, aber durch Ariadne lernte er neues Selbstbewusstsein und konnte sich schließlich doch behaupten.

Die Nebencharaktere passten gut in die Geschichte, auch wenn sie bis auf Julian nicht wirklich nennenswert sind.
Man, war der Typ eklig >.<
So mega eingebildet und schleimig....aber dennoch passte er gut in die Geschichte :D

Schreibstil:
Der Schreibstil las sich schön flüssig und unterhielt mich. Ich mochte das Lockere und den Witz.

Bewertung:
Ich kann diese süße Kurzgeschichte echt nur empfehlen und werde definitiv mehr von der Autorin lesen.
Von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

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