Profilbild von Dark_Rose

Dark_Rose

Lesejury Star
offline

Dark_Rose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Dark_Rose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2020

Meine Lieblings-Novelle der Reihe - zum dahinschmelzen schön!

Engelstanz - Dunkle Verlockung Teil 3
0

Achtung: Novelle zur Gilde der Jäger Reihe!

Achtung: spielt zeitlich vor der Gilde der Jäger Reihe und auch vor den anderen Novellen! Die korrekte Reihenfolge findet ihr am Ende der Rezension.


Vor 400 ...

Achtung: Novelle zur Gilde der Jäger Reihe!

Achtung: spielt zeitlich vor der Gilde der Jäger Reihe und auch vor den anderen Novellen! Die korrekte Reihenfolge findet ihr am Ende der Rezension.


Vor 400 Jahren: Die Gelehrte Jessamy ist Jahrtausende alt. In der Zufluchtsstätte wird sie von allen geliebt und geachtet, sie ist die Lehrerin der Engelskinder, Geschichtsschreiberin und Beraterin von Erzengeln. Doch es gibt auch solche, die sich über sie lustig machen. Der Grund dafür ist ein missgebildeter Flügel, der es Jessamy unmöglich macht zu fliegen. Und was ist schon ein Engel, der nicht fliegen kann?
Als jemand Jessamy nach dem Leben trachtet ist es der Waffenmeister Galen, der ihr das Leben rettet. Noch nie fühlte sich Jessamy zu einem Mann hingezogen, doch bei Galen ist das anders, obwohl er ungehobelt ist. Auch er, dieser beeindruckende Krieger, fühlt sich von ihr angezogen, diese zierliche Frau spricht seine Instinkte an. Doch nach Jahrtausenden allein ist es nicht so einfach Jessamy davon zu überzeugen, Galen eine Chance zu geben.


Ich liebe Jessamy! Sie ist einer meiner absoluten Lieblinge, genauso, wie Galen. Endlich erfahren wir, wie sich die beiden kennengelernt haben und wie es dazu gekommen ist, dass ausgerechnet Galen, der Krieger, den alle Engelskrieger fürchten, weil er ein unbarmherziger Trainer ist, die Baby-Engel im Fliegen unterrichtet.

Jessamy ist ein so grundgutes Wesen. Ich glaube niemand ist so nett und freundlich wie sie. Kein Wunder, dass gerade sie dafür ausgewählt wurde, die Engelskinder zu unterrichten. In so vielen Bänden der Reihe trat Jessamy in Erscheinung und so viele Engel erzählten Geschichten darüber, wie sie einst bei ihr in die Schule gingen und Jessamy streng ihnen gegenüber war. Streng, aber liebevoll.

Die Vorstellung, dass jemand Jessamy nach dem Leben trachtet ist ungeheuerlich! Ich finde es toll, wie sich die Sache zwischen ihr und Galen langsam entwickelt. Er will sie vom ersten Augenblick an und ist sich sicher, dass sie seinem Werben schon irgendwann nachgeben wird.
Es ist so witzig, wie schnell Galen Jessamy richtig einschätzt. Er ist gerade erst in der Zuflucht angekommen und trotzdem weiß er, als er ihr das Leben rettet und dabei einem Vampir den Kopf abschlägt, dass Jessamy ihn bestimmt dazu zwingen wird, das Blut aufzuwischen. Sie hat ihren Ruf als strenge Lehrerin definitiv weg!

Jessamy bricht einem immer wieder das Herz. Sie ist so voller Sehnsucht und Traurigkeit. Man möchte sie einfach in den Arm nehmen. Obwohl Galen ziemlich ruppig sein kann und zielsicher oft die falschen Dinge sagt, erkennt er ihre Traurigkeit und will alles tun, um sie zu vertreiben. Jessamy, das erkennt er direkt, ist keine weitere Eroberung, sie ist etwas ganz Besonderes. Und – große Überraschung – Galen kann einen echt dahinschmelzen lassen!

Zudem ist es wirklich toll, Illium als jungen Engel zu erleben und Rafael am Anfang seiner Zeit als Erzengel. Man kennt die Charaktere einfach nur als Machtfaktoren und jetzt lernt man sie unter ganz anderen Umständen neu kennen.

Fazit: Ich liebe diese Novelle. Ich finde sie ist die schönste von den dreien. Jessamy und Galen sind so toll! Ich habe die beiden schon immer gemocht und diese Novelle verstärkt dieses Gefühl. Obwohl es auch mal spannend wird, liegt hier der Fokus auf dem Gefühl. Allerdings nicht nur auf den Gefühlen der beiden, die sie füreinander entwickeln, sondern auch auf den Gefühlen, die sie wie ein Gewicht mit sich herumtragen. Jessamy hat das Gefühl minderwertig zu sein, weil sie nicht fliegen kann, hat Angst eine Last zu sein und zurückgelassen und vergessen zu werden. Galen fühlt sich ihr intellektuell unterlegen und fürchtet, jemand anderes, der besser zu ihr passt, könnte ihm Jessamy wegnehmen. Beide tragen Verletzungen aus ihrer Kindheit mit sich herum, die sie noch immer beeinflussen. Aber gerade das verleiht der Novelle Tiefe.

Absolute Leseempfehlung!



Gilde der Jäger – Reihenfolge:


Engelstanz (Novelle)
Engelsfluch (Novelle)
Engelskuss
Engelszorn
Engelsblut
Engelsbann (Novelle)
Engelskrieger
Engelsdunkel
Engelslied
Engelsseele
Engelsmacht
Engelsherz
Engelsgift
Engelsfall
Engelskrieg

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2020

Eine wunderschöne Novelle, spannend und romantisch, einfach ganz toll!

Engelsbann - Dunkle Verlockung Teil 2
0

Achtung: Novelle zur Gilde der Jäger Reihe!

Achtung: spielt zeitlich zwischen Band 3 und 4 der Gilde der Jäger Reihe!


Der Vampir Noel wurde durch Machtkämpfe unter den Engeln sehr schwer verletzt. Entgegen ...

Achtung: Novelle zur Gilde der Jäger Reihe!

Achtung: spielt zeitlich zwischen Band 3 und 4 der Gilde der Jäger Reihe!


Der Vampir Noel wurde durch Machtkämpfe unter den Engeln sehr schwer verletzt. Entgegen so mancher Erwartungen hat er überlebt und ist körperlich wieder vollkommen hergestellt. Nun wird er von seinem Erzengel Rafael in das Territorium von Nimra entsandt, ein über 600 Jahre alter Engel, vor dem sogar ein für seine Grausamkeit bekannter anderer Engel Respekt zu haben scheint. Noel empfindet diese Versetzung als Bestrafung, als Zeichen dafür, dass Rafael ihn für schwach hält. Doch das Gegenteil ist der Fall. Noel muss einen Verräter ausfindig machen, der Nimras Leben ernsthaft bedroht.
Nimra ist ein gefürchteter Engel. Das liegt an ihrer Gabe. Sie selbst ist nicht grausam, im Gegenteil. Doch nun trachtet ihr ein Mitglied ihres eigenen Hofes nach dem Leben und sie weiß nicht, wem sie überhaupt noch vertrauen kann. Plötzlich scheint sie von potentiellen Feinden umzingelt zu sein.


Noel lernte man in der Reihe als Opfer kennen. Er war von Nehas Tochter im Zuge ihres Versuches sich einen Platz im Kader mit Gewalt zu nehmen brutal gefoltert worden. Als man ihn fand war er mehr tot als lebendig. Unaussprechliches war ihm angetan worden. Doch jetzt erfahren wir endlich, wie es mit ihm weiterging.

Nimra kannte man bislang nur vom Namen her und natürlich dadurch auch ihren Ruf. Die „echte“ Nimra ist aber ganz anders. Durch ihre Gabe hält man sie für grausam, aber sie liebt ihre Katzen aus tiefster Seele und auch so manches Mitglied ihres Hofes, sogar Menschen und das, obwohl sie in ihren über 600 Jahren schon so viele begraben musste und furchtbares hat durchmachen müssen.

Jemand trachtet Nimra nach dem Leben und scheint vor nichts zurückzuschrecken. Der Täter muss ein Mitglied ihres Hofes sein und Nimra sieht sich auf einmal von potentiellen Feinden umzingelt. Wem kann sie überhaupt noch trauen? In dieser Situation tut sie einem echt schrecklich leid. Sie ist sehr sympathisch und so ganz anders, als ihr Ruf vermuten lassen würde. Als man dann auch noch erfährt, was sie hat durchmachen müssen, tut sie einem noch mehr leid und man will sie nur noch in den Arm nehmen.

Noel und Nimra müssen zusammen den Täter finden und das schnell. Ich finde es toll, wie man Stück für Stück mehr erfährt und irgendwann wirklich jeder verdächtig ist. Die Auflösung kommt definitiv überraschend.


Fazit: Mir gefiel die Novelle sehr gut! Nimra und Noel sind total sympathisch und man fiebert wirklich mit ihnen mit. Nimra tut einem sehr leid, nicht nur wegen des Verräters und der Mordanschläge oder wegen des Verlustes ihrer geliebten Katzen, sondern auch, weil sie so sehr unter ihrer Gabe leidet.
Die Auflösung ist überraschend, ergibt aber Sinn. Ich freue mich sehr, dass die Novelle die Geschichte dieser beiden Charaktere erzählt. Beide traten in der regulären Reihe nur einmalig in Erscheinung. Noel „richtig“ Nimra nur dem Namen nach.
Noel und Nimra lassen einen dahinschmelzen. Mir gefiel diese Novelle noch besser als die erste. Dort stand die Action im Vordergrund, hier ist es das Gefühl.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2020

Eine gelungene Novelle zu einer meiner Lieblingsreihen!

Engelsfluch
0

Achtung: Novelle zur Gilde der Jäger Reihe!

Achtung: spielt zeitlich vor Band 1 der Reihe, aber nach der dritten Novelle!


Die Gilde der Jäger braucht einen neuen Direktor. Die Wahl des aktuellen Direktors ...

Achtung: Novelle zur Gilde der Jäger Reihe!

Achtung: spielt zeitlich vor Band 1 der Reihe, aber nach der dritten Novelle!


Die Gilde der Jäger braucht einen neuen Direktor. Die Wahl des aktuellen Direktors fällt auf Sara. Doch um das Amt zu übernehmen, muss sie erst eine besondere Jagd erfolgreich zu Ende führen und dabei eine Reihe von gefährlichen Prüfungen überleben. Sie muss sich dadurch dem Kader beweisen. Aber Sara ist nicht mehr allein. Der gefährliche Jäger und Waffenbauer Deacon weicht ihr nicht von der Seite. Denn für ihn gibt es keinen Zweifel: Sara ist die Eine für ihn, obwohl er sich von ihr fernhalten müsste. Er soll sie beschützen und nicht verführen...


Wer schon immer wissen wollte, wie Sara und Deacon zusammengekommen sind, der kommt hier voll auf seine Kosten. Man müsste meinen, die Novelle sei viel zu kurz, um wirklich Spannung aufkommen zu lassen oder eine vollwertige Geschichte zu erzählen, doch sie schafft es ohne Probleme. Der Aufbau sorgt dafür. Man erlebt die ganzen Charaktere, die man schon kennt zu einer Zeit bevor Rafael auf Elena traf, als er noch ein eiskalter Erzengel war.

Man erfährt auch, wie ein neuer Direktor der Gilde berufen wird, das ist echt interessant. Allgemein werden so einige Geheimnisse der Gilde gelüftet, allein dafür lohnt es sich die Novelle zu lesen.

Deacon und Sara mochte ich schon immer sehr gerne und es ist so schön endlich ihre Geschichte zu lesen. Ich finde die beiden einfach so cool! Auch Elena tritt hier als Nebencharakter in Erscheinung. Es ist einfach seltsam, sie wieder so zu erleben, wie sie war, bevor sie Rafaels Gemahlin wurde.

Die Story rund um die Jagd, sie Sara und Deacon zusammen übernehmen ist verwirrend. Mehrmals denkt man, man wisse jetzt genau, worum es geht und tut es doch nicht. Mich erinnert der Fall entfernt an Jack the Ripper. Ein Killer geht um und niemand kennt sein Gesicht.
Die Auflösung ist wirklich gut und hätte man so nie erwartet. Ich mag es, wenn ich überrascht werde.


Fazit: Mir hat die Novelle sehr gut gefallen! Es macht echt Spaß geliebte Nebencharaktere endlich mal als Protagonisten zu erleben. Zudem erfährt man einiges über die Hintergründe der Gilde. Die Jagd-Story war sehr interessant und überraschend. Ich bin vollkommen zufrieden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2020

Ein emotional heftiges, eindringliches, spannendes, richtig, richtig gutes Buch!

You are (not) safe here
0

Achtung: Hausliche Gewalt – emotional und physisch!


Leighton lebt in der Hölle. Ihr Leben ist geprägt von seelischem Missbrauch und dem körperlichen Missbrauch ihrer Mutter. Sie weiß nie, wann ihr Vater ...

Achtung: Hausliche Gewalt – emotional und physisch!


Leighton lebt in der Hölle. Ihr Leben ist geprägt von seelischem Missbrauch und dem körperlichen Missbrauch ihrer Mutter. Sie weiß nie, wann ihr Vater das nächste Mal ausrasten wird, sie weiß nur, dass es ein nächstes Mal geben wird. Es gibt immer ein nächstes Mal. Sie weiß auch, dass keine Hilfe kommen wird, egal, wie schlimm es wird. Die Nachbarn wissen Bescheid, die Polizei weiß Bescheid, alle schauen weg.
Leighton versucht so gut sie kann ihre Schwestern zu beschützen, doch ihr ist klar, dass er sie irgendwann alle umbringen wird, es ist nur eine Frage der Zeit, wann er endgültig zu weit geht. Doch ihre Mutter will ihn nicht verlassen. Es tue ihm doch leid. Leightons Leben besteht nur aus Angst. Bis sie Liam kennenlernt. Er wird zu ihrem sicheren Hafen. Doch auch er kann sie nicht beschützen. Leighton versucht alles, ihre Mutter zu überreden, ihn zu verlassen. Aber wird sie das jemals tun? Ihre Töchter über ihren Mann stellen?


Leighton bricht mir das Herz. Sie ist so stark und gibt sich so große Mühe ihre Schwestern zu beschützen. Das Problem ist nur, dass sie nicht gewinnen können. Es gibt immer irgendetwas, dass sie nicht perfekt gemacht haben. Essen brennt an, oder Handtücher sind falsch gefaltet oder es hat gar nichts mit ihnen zu tun, aber seine Wut bekommen sie trotzdem ab.

Leighton beschreibt all das so eindringlich, dass einem mehrmals die Tränen kommen. Ich wäre so gern in das Buch gesprungen und hätte diesen Mistkerl aus dem Haus geworfen. Sätze, wie dieser sagen alles: „Vielleicht ist Angst ja der Preis, den Frauen dafür bezahlen müssen, überhaupt auf der Welt sein zu dürfen.“ (S. 266)

Leighton ist im letzten Jahr auf der Highschool. Eigentlich müsste sie sich Sorgen um College-Bewerbungen machen. Natürlich ist sie gespannt, ob sie es an ein College schaffen wird, aber diese Aufregung wird von Angst und Sorge überschattet. Wenn Leighton an die Uni geht, wer passt dann auf ihre Schwestern auf? Wer lenkt sie ab, wenn ihr Vater die Musik auf Anschlag dreht, um die Schreie ihrer Mutter zu übertönen? Wer versteckt sie, wenn er angreift? Wer lenkt die Wut auf sich, um von ihnen abzulenken?

Ihre Heimatstadt wird zeitgleich von einer Krähen-Plage heimgesucht. Zumindest nennen es die anderen eine Plage, Leighton und ihre Schwestern mögen die Krähen. Vor allem eine: Joe. Er ist ihr Freund. Sie geben ihm Futter und der schenkt ihnen Dinge. Dinge, sie verloren haben oder auch Dinge, die sie brauchen. Joe scheint Bescheid zu wissen, wie schrecklich es bei ihnen Zuhause ist. Er ist immer da, wenn sie ihn brauchen.
Joe ist nicht das einzig merkwürdige in dieser Stadt. Das Haus von Leightons Familie scheint sich nach jedem Wutanfall ihres Vaters selbst zu reparieren. Nichts erinnert am nächsten Morgen noch daran, dass Löcher in die Wände geschlagen, oder Dinge an den Wänden zerschellten, als sie nach den Mädchen geworfen wurden.
Das klingt merkwürdig, ja, aber es passt zur Message des Buches, dass beinahe jeder im Ort wegsieht. Auch das Haus sieht weg. Tut so, als wäre nichts gewesen. Das macht das Ganze in meinen Augen umso eindringlicher.


Fazit: Das Buch ist nicht leicht zu ertragen. Es macht einen emotional echt fertig, aber es ist ein wichtiges Buch. Ein Plädoyer dafür, nicht wegzusehen. 2018 wurden 122 Frauen von ihren Partnern getötet (https://www.zeit.de/2019/51/frauenmorde-gewalt-partnerschaft-bundeskriminalamt), die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher liegen. Wie viele Kinder in Haushalten leben, in denen physische oder psychische Gewalt herrscht, ist nicht ermittelbar. Darüber wird nicht geredet. Wie oft finden sich in Zeitungen Artikel über Kinder, die durch ihre Eltern zu Tode kommen? Zu oft und leider ist auch das nur die Spitze des Eisbergs. Über Kinder und Jugendliche wie Leighton und ihre Schwestern, die in einer Familie aufwachsen, die durch die Gewalt des Vaters geprägt ist, erfährt man nichts.
Dieses Buch fordert einen nicht nur dazu auf hinzusehen, sondern auch wenigstens nicht wegzusehen.

Leighton und Liam waren mir direkt sympathisch, ebenso, wie auch die Jugendlichen Nebencharaktere. Ich muss ehrlich sagen, dass ich Leightons Mutter dafür hasse, dass sie ihre Kinder nicht beschützt. Ich weiß, dass sie es vermutlich einfach nicht kann, sich nicht aus diesem Kreislauf befreien kann, aber dennoch, kann ich diese Gefühle nicht unterdrücken.
Die Verbindung mit den Krähen finde ich super. Der Zusammenhang zwischen der Anzahl der Krähen und der Eskalation ist wirklich toll gemacht!

Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2020

In meinen Augen deutlich besser, als Band 1, aber auch hier fehlt oft der Tiefgang

Risk - Truly und Creed
0

Achtung: Band 2 einer Reihe!


Niemals hätte Truly erwartet, dass sie sich nach all dem, was sie erleben musste, ausgerechnet auf Creed Gentry einlassen würde. Doch genau dazu kommt es und seit dem geht ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!


Niemals hätte Truly erwartet, dass sie sich nach all dem, was sie erleben musste, ausgerechnet auf Creed Gentry einlassen würde. Doch genau dazu kommt es und seit dem geht er ihr nicht mehr aus dem Kopf.
Creed geht es genauso und das verwirrt ihn total. Er bleibt nie bei einer Frau und schon gar nicht kommt er zu ihr zurück! Doch Truly beherrscht seine Gedanken, pausenlos. Genau das kann er gerade aber überhaupt nicht brauchen. Er muss bald zu einem Kampf antreten. Vor einiger Zeit hat er sich in eine unmögliche Situation gebracht und das muss er jetzt büßen. Entweder er gewinnt den Kampf, oder stirbt dabei. Und er weiß nicht, ob es danach vorbei sein wird, oder ob der, der ihn dazu zwingt, ihn vielleicht niemals gehen lassen wird.


Ich muss ehrlich sagen, dass mir Truly und Creed viel sympathischer waren als Saylor und Cord. Die beiden sind auch in diesem Band wieder präsent, wie auch nicht, immerhin sind die Gentry Jungs Drillinge und wohnen zusammen. Aber auch die ganze Story gefällt mir besser als in Band 1.

Truly und Creed haben beide mit Verletzungen aus ihrer Kindheit zu kämpfen. Creed flüchtet sich gern in Alkohol, Truly kompensiert das anders. Obwohl beiden nur nach einem One-Night-Stand war, fühlen sie sich einander irgendwie verbunden. Sie reden miteinander über ihr jeweiliges Leben und geben sich halt, ohne das wirklich so wahrzunehmen.

Obwohl Creed in Band 1 eine absolut idiotische Entscheidung getroffen hat, die ihn jetzt in tödliche Schwierigkeiten bringt, empfinde ich ihn als deutlich erwachsener als Cord in Band 1. Es gibt keine kindischen Streitereien zwischen ihm und Truly, nur Begehren und Nähe. Gut, manchmal denkt er Schwachsinn und man würde ihn gern treten, aber es artet nie so aus, wie in Band 1.
Truly kommt mir auch erwachsener und reifer vor als Saylor. Sie ist eine starke Frau und obwohl sie auch mal dunkle Tage hat, weiß sie um ihren Wert. Sie zieht zwar Idioten magisch an, lässt sich von ihnen aber nicht fertig machen, sondern nimmt ihr Leben immer selbst in die Hand.

Was mir lange Zeit ein bisschen gefehlt hat war der Tiefgang auf der Gefühlsebene. Ja, sie fühlen sich sexuell extrem zueinander hingezogen und haben viel Sex – der aber fast nie beschrieben wird und dadurch nicht alles überlagert – aber mit ihren Gefühlen halten sie sich zurück. Man weiß aus Band 1 einiges, was Creed und den anderen passiert ist und auch er erzählt von einem Erlebnis, aber eben nur von dem einen. Man kann sich denken, was Truly passiert ist, aber sie hält Creed lange auf Abstand, was die Ereignisse ihrer Vergangenheit anbelangt. Das finde ich schade, es hätte dem Buch mehr Tiefgang verliehen. Und als es dann doch thematisiert wird, wird es sehr schnell abgehandelt und wieder erstmal nicht auf emotionaler Ebene verarbeitet. Es wird einem hingeknallt und dann sofort zum nächsten Thema übergegangen. Kein bisschen darüber, wie sich Truly gefühlt hat oder was sie denkt.

Was mich davon abgesehen am meisten gestört hat, war ab und an die Wortwahl. Ich fand zum Beispiel den Begriff „Ische“ einfach nur dämlich und unpassend – benutzt den heute überhaupt noch jemand? Und „Schwessi“ fand ich nur albern.

Es werden auch die Weichen für Band 3 gestellt und man kann sich schon denken, wer da zusammenkommen soll.


Fazit: Ich fand das Buch deutlich besser als Band 1. Die Protagonisten waren viel erwachsener. Allerdings hat mir auch hier der Tiefgang lange gefehlt. Ab und an blitzt er auf, ist aber genauso schnell auch wieder verschwunden. Das ist echt schade. Wäre das etwas mehr ausgebaut worden, hätte das dem Buch echt gut getan.
Zwischendrin wird das Buch spannend, aber mich hat das nicht ganz so berührt, wie in Band 1, das empfand ich als emotionaler.

Insgesamt gefiel mir Band 2 der Reihe deutlich besser als Band 1. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere